Minifigs Sammelfiguren Serie 1 – Teil 2

Noch einmal habe ich mich aufgemacht, meine letzten Wunsch-Minifigs aus der ersten Sammelserie zu ergattern. Diesmal hatte ich mich allerdings besser vorbereitet und gespickt – sprich mir die Barcodes vorher als Handout ausgedruckt. So ausgestattet verglich ich im selben Laden von vor etwa einer Woche die letzten Tüten in der mittlerweile arg dezimierten Box. Scheinbar sollte ich mit dem verbliebenen Rest Tüten doch Glück haben, denn lt. Barcode-Vergleich waren noch zwei Ärztinnen und ein Emoskater darunter. Zu Hause folgte dann selbstverständlich die Überprüfung: und tatsächlich, aus den Bags purzelten nach und nach die Bauteile für die zwei Ärztinnen und den Skater! Har, Har, Har – cheaten macht Spaß! :-)

Hier nun die Bilder…

GW-Wasserrettung (neue Generation)

Wie bereits im September 2009 angekündigt, ist seit wenigen Wochen, im Zuge der Modernisierung, nun das erste, neubeschaffte Wasserrettungfahrzeug im Dienst der BF. Kosten- und Personaleinsparungen zwangen die Wehr nach einer Kombinationslösung von Boots- und Taucherwagen zu suchen. Fündig wurden sie mit diesem, für Ihre Zwecke zugeschnittenem Fahrzeug, das für den nördlichen Einsatzabschnitt der Stadt vorgesehen ist.

Es verfügt über eine Staffelkabine, in der sich die Tauchmannschaft umkleiden kann, und einen Geräteaufbau mit umfangreicher Beladung, wie Defibrillator, Taucherhelm, Gleitschlitten für Eisunfälle, Ersatzkraftstoff für das Rettungsboot, Sauerstoffflaschen für den Taucher und einen Rettungsring. Selbstverständlich ist das Einsatzfahrzeug auch mit Allradantrieb ausgestattet. Mittels Anhängerkupplung wird es gleichzeitig zum Zugfahrzeug des neuen Rettungsbootes (RTB 1) und rückt bei Unfällen auf dem Wasser immer im Gespann mit ELW, HLF, RTW und NEF im sog. Wasserrettungszug aus.

Die Idee für dieses Modell kam mir nach Durchsicht der tollen 4w-Feuerwehrmodelle, die 2008 bei der Lego Fanwelt in Köln ausgestellt waren. Dort stand ein kleines ein ähnliches Fahrzeug, jedoch als Löschfahrzeug. Meine Variante sollte von Beginn einen anderen Einsatzzweck verfolgen, und so bekam es neben dem Staffelkabinen-Geräteaufbau-Kombination einen Allradantrieb und eine Anhängerkupplung verpasst. Diverse verladene Ausrüstungsgegenstände, Teile der neuen Minifig-Sammelfigur “Taucher”, einige Dachkästen und einen Lichtmast am Heck vervollständigen das Modell. Der kleine Reservereifen auf dem Dach des GW-W ist für den Hänger gedacht, da dieser, um das Boot zu Wasser zu lassen, in selbiges einfahren muss, und dort lauert so manch spitzer Gegenstand auf dem Grund.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x8er + 2x2er 2x2er Anhängerkupplung)

FwA-RTB 1

Neben dem neuen Gerätewagen zur Wasserrettung beschaffte die Wehr auch ein neues Rettungsboot vom Typ “Speedwave 2000″. Dieses ist nun mit einem festen Rumpf aus GFK ausgestattet, insgesamt auch größer als das alte Schlauchboot und kann somit mehr Material zur Unglücksstelle bringen. Ein 150 PS-Motor treibt das rund 2,2 t. schwere Boot an. Ausgerüstet ist es zudem mit Radar, Echolot, GPS, Kartenplotter und Fishfinder.

Der Trailer verfügt über keinen Gleitschlitten oder absenkbaren Rahmen das Boot zu Wasser zu lassen, so muss der Hänger an einigen dafür vorgesehen Stellen am Fluss in das Wasser hineingefahren werden, damit das RTB aufschwimmen kann. Mit rund 50 cm Tiefgang ist dies aber problemlos möglich.

Vorbild für mein MOC war Legolokes Modell seines Rettungsbootes. Nadem die dafür benötigten Teile endlich eingetroffen waren, legte ich los und startete mit einem 10 Noppen langen Rumpf (das Bauteil für die Spitze nicht mit eingerechnet). Die Beladung besteht aus einem 2x2x2er Schrankelement, daruf habe ich die Halterung für die Antenne, samt Radar-, Sondersignalanlage, Handscheinwerfer und weiteres Rettungsgerät platziert. Der Außenborder ist schwenkbar ausgelgt und soll mit seinen zwei 1x1er Rundsteinen ordentlich Dampf machen können.

Der Trailer ist ein eher unspektakulärer Bau, bei dem das Boot auf mehreren Fliesen ruht und nur von den Zentralnoppenfliesen an zwei Punkten gehalten wird. Ergänzt wird das Modell mit Rückleuchten und Kennzeichenträger, Bremsklötzen und einer speziellen Abstützung an der Hängervorderseite.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x2er Anhängerkupplung + 2x10er)

Minifigs Sammelfiguren Serie 1 – Teil 1

Mich hat nun auch das Sammelfieber gepackt. Allerdings nur für einige bestimmte Figuren, die ich für meine Feurerwehr- und Stadtzwecke gut gebrauchen könnte. So fiel die Wahl auf die Cheerleaderin (Süß), Skater (Cool), Ärztin und Taucher (machen sich bestimmt gut im Krankenhaus oder bei den Feuerwehrtauchern), Crash Text Dummy (geht als Gaudi immer) und Zombie (man weiß nie, wofür der mal gut sein könnte).

Da mein Drucker “Out of Service” ist musste ich mir die bekannten Barcodes der einzelnen Wunsch-Minifigs oldschoolmäßig aufmalen und dann ab zum “Einmal drin alles hin” oder so ähnlich. Im gut sortierten Lego-Regal erspähte ich ihn dann doch: den leuchtend gelben Karton mit noch gut gefülltem Inhalt.

Eines direkt vorweg: ich durchforstete nicht gesamte Kiste, sondern sondierte nur die vordere Hälfte. Ich verglich also die Striche auf den Tütchen mit meiner handgemalten Variante. Und so fiel meine Wahl auf 13 bestimmte Sammeltüten, die mir ein gutes Gefühl gaben, möglicherweise meine gewünschten Figuren herausgesucht zu haben.

Daheim folgte nach anfänglichen Erfolgen (Dummy und Taucher stimmten schon mal) schnell die “Ernüchterung”: es purzelten nach und nach die Bauteile für den Zauberer, den Astronauten und den Ninja aus den blickdichten und gefühlsfremden, weil recht dickwandigen Polybags. Gefühlsfremd soll heißen, dass es nur sehr sehr schwerlich funktioniert, wenn es denn funktioniert, bestimmte Elemente zu ertasten.

Macht aber nichts, denn vielleicht ergibt sich für die eigentlich nicht gewollten Protagonisten ja doch noch mal eine EInsatzmöglichkeit. Vielleicht findet sich aber der eine oder andere, der sehr gerne tauschen würde/möchte. Ich jedenfalls nehme es sportlich, und starte nächste Woche wohl mal einen neuerlichen Versuch.

#623 – Red Cross Car

1978, als die Setnummern noch dreistellig (!) waren ging es los: die Minifigs erhielten nun das erste Auto mit einer Karosseriegestaltung, die es endlich erlaubte sie glaubwürdig hinter ein Lenkrad zu stecken. Den Anfang machte schließlich das “Red Cross Car”. Das Modell glänzte mit zahlreichen neuen Bauteilen: es gab zu öffnende Türen, eine neue Bodenplatte mit abgesenkter Sitzposition, die noch heute vielgenutzte Windschutzscheibe und ein Lenkrad. Zudem rollte das Modell auf den für Classictown so charakteristischen grobstolligen Profilreifen mit roter Nabe.

Aber schon zwei Jahre später folgte mit der #6629 (Ambulance) ein deutlich modernisierter Notarztwagen.

Eine echte Überraschung: mein Modell mag zwar durchaus leicht bespielt worden sein, ist aber staundender Weise nahezu unverkratzt und unvergilbt, und die Achsen weisen zudem auch keinerlei Rostansatz auf. Sogar die ganzen Kühlergrill- und Rot Kreuz-Aufkleberchen sitzen gut 32 Jahre nach Erscheinen noch immer da, wo sie sollen.

Jahr: 1978
Teile: 38
Minifig: 1

Ja is denn heut scho’ Weihnachten?

Was tun eigentlich Feuerwehr-Minifig in ihrer Freizeit? Ganz einfach mit ihren ferngesteuerten Autos spielen. Dazu haben sie auf dem Hof der Feuerwache mit einigen Pilonen schnell einen Parcours abgesteckt und schon kann der Große Preis von Farnheim starten…

Inspiriert durch eine veröffentlichte Inhaltsabbildung des kommenden 2010er City-Adventskalender, in auch dem ein Feuerwehrmodell vorkommt, habe ich diesen Gedanken mal weitergeführt und eine ganze Serie aus ein paar Steinen gebastelt.

# 6676 – Mobile Command Unit (1986)

1986 war ein großes Jahr für die Fans der Polizei. So erschienen neben diesem Set auch die # 6632 (Tactical Patrol Truck) und die # 6385 (Police Command Base). Die hier vorgestellte mobile Kommandoeinheit legte gleichzeitig auch den Grundstein für spätere Neuheiten, die zu wahren Überwachungs-Sattelschleppern mutierten.

Aber in dem Jahr, als dieses Set erschien, war die LEGO-Welt noch in Ordnung, und die hiesige Polizei kam mit einem schlichten Transporter mit schicken Hochdach für den Einsatzdienst aus. Dieser ist traditionell im klassischen Schwarz/Weiß gehalten und wartet sogar mit weißen Felgen auf. Zugang zum Innenraum, der mit einem Computer und einem großen Stadtplan versehen ist, erhält man durch eine große aufklappbare Seitenfläche. Ferner glänzt das Modell durch feine Details wie eine Teleskop-Satelliten-Antenne (wobei nicht klar ist, ob sie als Abhör-Richtmikrofon oder als simple Satellitenverbindung für den Rechner dient), eine “Oldschool”-Frontgestaltung mit runden Scheinwerfern und bedrucktem Kühlergrillstein, sowie Blaulichter, die endlich mal einen Fuß bekommen. Zum Abschluss des Zusammenbaus sorgen rundherum noch ein paar “Police”-Aufkleber für den nötigen Feinschliff.

Ergänzt wird das gelungene Set durch zwei lange Absperrbaken, eine Kelle, Funkgerät, Sprechtröte und einer Gerätschaft, von der sich dessen Sinn mir nicht vollends erschließen will (Kamera, Blitzer, Schwarzlichtgerät?). Klärt mich auf!

Leider ist es auch hier so, dass nach all der langen Zeit vor allem an einem großen Panel – ausgerechnet das, auf dem der Stadtplan klebt – eine starke Vergilbung stattgefunden hatt hat. Sei’s drum, vielleicht findet sich hier ja Kürze noch Ersatz.

Jahr: 1986
Teile: 100
Minifig: 2

GW-FM (Fernmeldetechnik)

Teil des Fernmeldezuges der Berufsfeuerwehr ist neben dem vor längerer Zeit bereits vorgestellten GW-NRT (Nachrichtentechnik) auch der GW-FM (Fernmeldetechnik). Dieses neu in Dienst gestellte Einsatzfahrzeug ist ausgestattet u. a. mit einem kompletten Fernmeldearbeitsplatz mit 4-Meterband-Funkgerät und Relaisstellengerät über Feldtelefonkabel und -fernsprecher, für den Aufbau eines unabhängigen Telefonnetzes, entsprechende Anschlüsse für das öffentliche Telefonnetz, ein 8-kW-Stromerzeuger und ein 6,5-Meter-Schiebe- sowie Lichtmast mit 2 x 1000 Watt.

Als das bei einem großen Online-Auktionshaus ersteigerte Set # 6676 (Mobile Command Unit) bei mir eintrudelte kam mir die Idee, das Fahrzeug in seiner grundlegenden Beschaffenheit für die Feuerwehr umzufunktionieren und seinem Einsatzzweck entsprechend noch etwas anzupassen. Prinzipiell stellt dieses MOC also lediglich eine Portierung dar.

Der Aufbau läuft  im Wesentlichen nach Bauplan des Sets von 1986. Einige Modifikationen bei der Front- und Heckgestaltung unterscheiden dieses Modell vom Original. Neben der typischen gelben Banderole der BF wurde auch die Inneneinrichtung komplett umgestaltet: so erhielt das Fahrzeug dem Einsatzzweck entsprechend Bedienflächen und Anzeigen für den Funkverkehr, zwei mobile Funkgeräte und eine “Flüstertüte”. Am Heck finden zusätzlich eine Funkantenne und ein beweglicher Lichtmast Platz. Vervollständigt wird das Modell auf dem Dach durch zwei Blaulichtbalken, Dachentlüftungen und eine Antenne.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x10er + 2x3er)

#6651 – Mail Truck (1982)

Dieser kleine Lieferwagen in der schönen gelb-roten Postlackierung erschien als eines von zwei Post-Sets im Jahr 1982. Das Fahrzeug war mit der Aufgabe die Briefkästen der Stadt zu entleeren betraut. Dazu diente auch ein zusätzlicher, frei platzierbarer Briefkasten samt bedruckter 1x2er Fliese als Brief. Ein für die damalige Zeit typsich bekleideter Postbeamter (schwarze Mütze und Hose, weiß bedrucktes rotes Hemd) war der Fahrer des Autos. Während der Briefkasten vorn und hinten mit dem Postsymbolen bedruckt war, musste man auf die großen Panele am Auto selbst die Logos als Sticker aufkleben.

Wenngleich ein doch insgesamt noch gut erhaltenes Stück Lego-Geschichte haben Overall-Aufdruck und der Fensterladen-Klappmechanismus am Heck schon etwas gelitten.

Jahr: 1982
Teile: 47
Minifig: 1