Abrollbehälter CO2

Bisweilen brennt es an Stellen, an denen können Wasser, Schaum oder Pulver nichts ausrichten, oder hinterließen bei einem Löscherfolg einen zu großen Schaden. Vornehmlich innerhalb geschlossener Räume, in denen hohe elektrische Spannungen vorherrschen. Zu diesem Zwecke hält die Berufsfeuerwehr einen Abrollbehälter vor, auf dem 1.200 kg CO2 verlastet sind. Kohlendioxid bietet gegenüber herkömmlichen Löschmitteln den Vorteil, ungiftig, nicht elektrisch leitend und sauerstoffverdrängend zu sein. D. h., das Feuer wird förmlich erstickt. Zugleich schützt man so noch nicht durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogene elektrische Anlagen vor Löschmittelschäden. Die CO2-Abgabe erfolgt entweder über eine 50m Schnellangriffshaspel oder per Schlauchabzug zur Einspeisung in ein entsprechendes Leitungssystem.

Manchmal verselbstständigen sich gewisse Dinge einfach. So auch in diesem Fall. Angespornt durch ein Posting auf 1000steine, wurde ich gewahr, dass die Zeit für eine Modernisierung des Wechselcontainerprogramms längst überfällig geworden war. Tatsächlich war bis dato erst ein WLF mit einem in der Breite erweiterten Schlitten umgebaut. Auch ist aktuell die Anzahl überarbeiteter Abrollbehälter noch sehr überschaubar.

Als Vorbild für diesen Abrollhälter zog ich Fotos von dem der Flughafenfeuerwehr München heran. Dazu beabsichtigte ich auch die entsprechende Verleitung auch im Modell sichtbar zu machen. Das ermöglichte mir die größeren Grundfläche, die einer 5w-Containerbasis zur Verfügung steht. Denn immerhin sind 5×11 Noppen. Zur Erinnerung: ein herkömmlicher Town-/City-Wechselcontainer hat gerade einmal 4×8 Noppen zu bieten.

GW-Fernmeldetechnik

Im Jahr 2019 beschaffte die Feuerwehr Farnheim einen GW-Fernmeldetechnik, der der Freiwilligen Feuerwehr mit Fernmeldekomponente zugeteilt wurde. Dieser wird im Rahmen der Fachgruppe Führung und Kommunikation (FüKom) im Alarmierungsfalle auch von den Kräften der Freiwilligen Wehr besetzt.

Die Aufgabenfelder bestehen im wesentlichen darin, im Einsatz- bzw. Übungsfall Führungsstrukturen zu unterstützen und Kommunikationsaufgaben zu bearbeiten. Gemäß der Farnheimer Alarmierungs- und Ausrückeordnung (AAO) rückt der Gerätewagen immer zusammen mit dem ELW 3/Befehlswagen der Berufsfeuerwehr aus (ab Alarmierungsstufe 3 für Feuer oder Technische Hilfeleistung im Stadtgebiet) oder zu besonderen Einsatzlagen, wie die Deichverteidigung oder Großschadenlagen außerhalb des Stadtgebietes. Zur Beladung gehören neben klassischem Fernmeldegerät, wie z.B. Feldkabel auch analoge und digitale Sprechfunkgeräte, ein 8KvA-Generator, ein Beleuchtungssatz, eine DECT-Nebenstellenanlage sowie teleskopierbare Antennenmasten.

Im 1000steine-Forum gibt es eine Teilnehmerin, die vornehmlich digital baut. Ihr Gerätewagen-Meßtechnik bot eine für mich derart interessante Basis, sodass ich ihre Idee für meine Zwecke aufgriff und ein real existierendes Modell baute, das natürlich mit der Frontpartie meiner mehrheitlich verwandten Kleintransporter versehen wurde. Somit ergänzt er optisch sowie natürlich einsatztaktisch ganz hervorragend den Fuhrpark; allerdings, wie oben bereits vorgestellt, für einen anderen Einsatzzweck. Ein bisschen „Custom“ muss auch sein. Ich habe nämlich die gelben Platten für Konturmarkierung mit Reflexfolie beklebt.

Historische Feuerspritze

Der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr kommt mit seiner Unterabteilung Feuerwehrhistorik und dem angeschlossenen Archiv ein nicht unerheblicher Teil der täglichen Arbeit zu. Sie sorgt zum einen für die Installierung, Aktualisierung und Digitalisierung eines umfangreichen Datenarchivs und unterhält zum anderen eine umfangreiche technische Ausstattung von mitunter hohem historischen Wert. Neben zahlreichen antiken Ausrüstungsgegenständen und Dienstbekleidungen stehen auch einige ausgemusterte Fahrzeuge als Schaustücke bereit. Die Frauen und Männer der Feuerwehrhistorik sorgen sich in den Zentralwerkstätten der Feuerwehr um die Restaurierung, Reparatur und Instandhaltung dieser Schätzchen. All das soll nämlich einmal in einem Feuerwehrmuseum der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Eines dieser Schätzchen soll hier und heute vorgestellt werden. Es ist kein geringeres als das älteste noch existierende Feuerlöschgefährt in Farnheim. Dabei handelt es sich um eine „vierrädrige einstrahlige Saug-Feuerspritze“ aus dem Jahr 1894 mit unterhängendem Wassertank. Vorbei war die Zeit ellenlanger Eimerketten. Sie war sogar bis zum Ende des zweiten Weltkriegs im Einsatz, vor allem, als während der letzten Kriegsjahre Treibstoffe rares Gut wurden. Ausgestattet mit einer sog. Hydrophore ließ sich Wasser unter Druck über rund 25 Meter auf das Brandgut werfen. Die mit Muskelkraft bediente Pumpe förderte rund 160 Liter Wasser in der Minute. Sie wurde rund neun Jahre später durch eine moderne 3,5 PS-starke Motorspritze ergänzt und diente fortan als Reserve.

Vor einigen Jahren schon fragte mich beim Berliner Steinewahn eine Mitausstellerin, ob ich nicht mal eine alte pferdezogene Feuerspritze bauen wollte. Eine tolle Idee. Allerdings hatte ich mich tatsächlich lange davor gescheut, weil ich immer dachte, Pferdefuhrwerke sind nicht mein Ding, und da würde nichts gefälliges bei herumkommen. Jetzt, nach all den Jahren, habe ich mich erneut an den Wunsch der damaligen Mitausstellerin erinnert und das Projekt nach kurzer Inet-Recherche dazu endlich gestartet. Auch einschlägige Modelle aus dem Hause in Dänemark sah ich mir dazu an. Jedoch waren sie mir im Unterbau nicht filigran genug. Meine Wunschvorstellung war ein Modell mit einem offenen Rahmen. Daher schieden sämtliche Standardplattenkonstruktionen à la LEGO® per se aus. Letztlich kamen dafür das traditionelle Pferdegeschirr und ein Wedge 4×3 zum Einsatz. Um die feine Optik zu gewährleisten, halfen hierbei viele Clips und 3- und 4L-Stangen, um das „Gebreeble“ zu befestigen. Der Tank bspw. unter dem Rahmen ist tw. um 180 Grad gesnottet. Die Schaluchhaspel wurde mit Gummireifen bestückt, um den Eindruck eines aufgerollten Schlauchs zu erwecken. Ein paar pearl-goldene Accessories ergänzen das zeitgemäß messinghafte.

# 6662 – Backhoe

Als TLC 1992 dieses Modell in den Handel entließ befand sich die Stadtwelt im Wandel. Vor allem erkannte man ihn an den neuen, bis heute gültigen Reifenstandards. Dieser Bagger war tatsächlich das allerletzte reguläre Set, das mit den großen, schmalen Reifen an der Vorderachse erschien. Somit bot sich für den Betrachter gewissermaßen ein wirklich klassisches Finale. Town an der Schwelle zur City. Eine Zäsur.

Entgegen dem Bulldozer (# 6658) glänzte dieses Modell sechs Jahre später mit mehr Zugaben. Beigepackt lagen Schaufel und Besen und zwei kleine, aufstellbare Verkehrszeichen. Kleiner Wehrmutstropfen: Leider lassen sich die Zugaben nicht am oder im Fahrzeug verstauen. Egal. Der Vielzweckbagger bietet gleich zwei Funktionen auf einmal, während sich die vordere Schaufel um sämtliche Anhäufungen in der Ebene kümmert, sorgt der hintere Bagger für Löcher in der Tiefe und damit für neue Haufen in der Ebene. Ein schönes Detail sind die transparent-klaren 1×2 Steine, die als Gucklöcher in der vorderen, unteren Kabinenhälfte für bedeutend mehr Übersicht sorgen. Unterstützend hilft auch das Loch im Dach, das mit einem, ebenfalls klar-transparenten Fensterchen geschlossen wird. Die Scheibe ist übrigens nicht ganz so oft anzutreffen; viel häufiger wurde der Einsatz in trasparentem Hellblau verwendet. Das Farbschema, wenn es überhaupt eines ist, kommt auf der Baustelle jedem gleich sehr bekannt vor – und das ist auch gut so. Dass sämtliche Funktion vorbildgerecht nachzuspielen sind, muss sicher nicht extra erwähnt werden. Ach, jetzt habe ich es ja doch getan. Zur Minifig gibt es nicht viel zu sagen und ist bekannte Kost.

Der Backhoe bietet bei der Montage ein raffiniertes bautechnisches Highlight. Um die Verschwenkung des hinteren Baggers trotz der in die Fahrzeugstruktur integrierten 2x2er Drehteller zu erreichen, steckte man einfach zwei davon übereinander. Somit lässt sich nur die obere (schwarze) Drehtellerpfanne, an der auch der hintere Bagger befestigt ist, in dem Konstrukt drehen – ziemlich clever.

Für gebrauchte Sets werden derzeit um die 15 Euro aufgerufen. Für die guterhaltenen darunter tendenziell etwas mehr. Eine BA ist dabei aber Pflicht. Das Zubehör sowieso. Das Gute ist, es gibt hier keine Aufkleber, die über die Jahrzehnte verlustig gegangen sein könnten. Einzig die Aufdrucke bei der Minifig und den Verkehrsschildern könnten durch eine hohe Beanspruchung viel zu Erzählen haben und dadurch arg verschlissen sein. Ersatz ist aber günstig und auch heute noch leicht zu bekommen. Neu und ungeöffnete Sets kosten hingegen auch schon mal bis zu 70 Euro und mehr.

Jahr: 1992
Teile: 85 (BL: 81)
Minifig: 1

# 6658 – Bulldozer

Die Baustelle an sich steht bei TLC zwar nicht an der Spitze der Themenbereiche, wenn es um Sets für die Stadt geht – zumindest heutzutage. Früher war das gefühlt anders. Jedenfalls schienen diese mit den Feuerwehr- und Polizeisets nahezu ebenbürtig gewesen zu sein. Obwohl 1986 nur dieses Set erschien, ließen sich dennoch in den Jahren darum herum zahlreiche Bausätze erwerben, um eine Großbaustelle mit allerei Gerät auszustaffieren: 1981 (#6383), 1983 (#6606, #6652) 1984 (#6686), 1985 (#6603, #6631, #6682), 1989 (#6481, #6507, #6527), 1991 (#1633), 1992 (#6662 und vielleicht noch #6512). Die Aufzählung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Nun aber zum Radlader. Im klassischen Look (mit Schanierdach und ohne viel Firlefanz) und eben baustellentypisch gelb gehalten mit großer Baggerschaufel und Knickgelenk für mehr Beweglichkeit orientiert sich der Bausatz stark an einigen Vorbildern dieses Typs. Damit er auf unwegsamem Baustellengrund nicht die Haftung verliert rollt er auf vier extragroßen profilierten Rädern. Der Fahrer hat natürlich einen (Bauarbeiter-)Helm auf, allerdings gönnten ihm die Designer noch nicht einmal einen Oberteilaufdruck, oder dieser wurde in den Entwicklungsstufen wegrationalisiert. Wer weiß das schon. Aber auch sonst fehlt jegliches Zubehör. Man beschränkte sich seinerzeit aufs Wesentliche. Ohnehin waren die ersten Classic-Town-Jahre eh Jahre ohne allzu viel Schnickschnack. Jedoch stehen dem Modell ein paar kleine Details, wie ein offener Motorraum und die detailreiche Schaufel gut zu Gesicht.

Eine kleine, erwähnenswertes Bautechnik gibt es trotz allem Simplizismus. Um auf der knapp bemessenen Basis eine entsprechende Fahrerkabine zu platzieren, in die natürlich auch eine Minifig hineinpasst, nutzten die Designer einst zwei um 90 Grad versetzt angeordnete 2×4 Inverted Slopes übereinander. So behalfen sie sich, um auf der Kabinenrückseite kein klaffendes Loch entstehen zu lassen, und gleichzeitig – dank der Abschrägung des Bauteils – das Scharnier am Fahrgestell weiterhin problemlos knicken und den Radlader entsprechend gut lenken zu können. Entgegen späterer Bausätze verfügt dieses Fahrzeug auch über eine ordnungsgemäße und vorbildgerechte Beleuchtungseinrichtung. Neu übrigens waren damals die Felgen in der Farbe Gelb.

Als Kind besaß ich dieses Set auch, und daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Es war eines meiner Lieblingsmodelle damals. Und ich mag es bis heute. Ich bin froh, es wieder in meine Sammlung aufnehmen zu können.

Folgt man auf Bricklink der Preisentwicklung für dieses Set sind gebrauchte Bausätze zwischen 5 und 10 Euro durchaus realistisch. Wer aber lieber ein unverpacktes Sammlerstück sein eigen nennen möchte, kann sich auf wahnwitzig happige 400 Euro einstellen. Sicher, neue und unverpackte Sets sind äußerst rar. Aber es war ein Massenprodukt. Die Stückzahlen für damalige Verhältnisse daher vergleichsweise hoch. Dieses Set stellt, aus sammlerischer Sicht nüchtern betrachet, nichts besonderes dar. Wie reell nun solche astronomischen Preise dennoch sind, vermag ich nicht zu beurteilen, da innerhalb des vergangenen halben Jahres via Bricklink kein einziges MISB-Set* verkauft wurde. Daraus ließe sich lesen, dass man möglicherweise doch nicht bereit sei, solch hohe Beträge für ein rund 35 Jahre altes Set hinzublättern. Übrigens umgerechnet ergibt das eine Wertsteigerung von ungefähr 10 Euro pro Jahr. Nicht schlecht für ein Set dieser Größe und Machart.

Jahr: 1986
Teile: 65 (BL: 61)
Minifig: 1

*Mint In Sealed Box (versiegelte und ungeöffnete Originalverpackung)

AB-Transport

Eine reine Transportmulde ergänzt das umfangreiche Abrollbehälterprogramm der Feuerwehr. Neben dem Teleskoplader lassen sich damit auch kleinere verunfallte oder liegengebliebene Einsatzfahrzeuge abschleppen.

Natürlich sei an dieser Stelle auch noch einmal der Abrollbehälter zum WLF nachgereicht, auf den der Teleskoplader verladen wird. Da er auch fünf Noppen breit wurde, wuchs er folglich in der Länge. Die Mulde ist in der Mitte offen gehalten, lediglich die Fahrspuren sind durchgängig. Somit ist diese Mulde auch nur als eine reine Transportmulde für Fahrzeuge gedacht. Als Rampen dienen simple Autotüren, die sich für den Tranport hochklappen lassen. Als kleines Detail verfügt auch dieser AB über eine gelbe Konturmarkierung – wie es sich gehört.

 

WLF (Wechselladerfahrzeug)

Ein weiteres Fahrzeug, das der Fachgruppe Logistik unterstellt ist, ist dieses WLF. Es ist bei der Fachgruppe Logistik der Freiwilligen Feuerwehr in Farmsen stationiert und wird im Alarmierungsfalle durch die dortigen Kräfte besetzt. Neben dem Abrollbehälter mit Teleskoplader, stehen noch zwei weitere Abrollbehälter für Logistikzwecke bereit. Das hochgeländegängige und vierachsige Fahrgestell sorgt für größtmögliche Beweglichkeit auch abseits befestiger Wege und Straßen.

Nachdem ich bekanntermaßen seit einigen Jahren LKW-Aufbauten grundsätzlich fünf Noppen breit baue und diese somit bereits in einem größeren Umfang präsentationsreif sind, ist dies nun der erste Wechsellader mit einem ebensolchen, breiteren Aufnahmeschlitten. Dadurch, dass mittels sog. Jumper, die Noppen um einen halben Stud verschoben werden mussten, wuchs der Fahrzeugrahmen um eine Plattenhöhe. Umbaumaßnahmen, um auf demselben Höhenniveau wie in der 4er Breite zu bleiben, schieden aufgrund der Bereifung zunächst aus. Neben dem Anwuchs in der Breite wurde auch automatisch das Modell insgesamt etwas länger. Das hat den Vorteil, dass Abrollbehälter nun 12 Noppen lang sein können dürfen. Ein immenser Vorteil für die (fünf Noppen breiten) Containeraufbauten. Dazu musste der Haken allerdings weiter nach vorne rücken, wodurch aber der Abrollmechanismus nicht mehr ganz so tadellos funktioniert. Ich tüftle allerdings schon einem eigenen Hakensystem, das dieses Problem künftig beheben soll. Mal sehen, wie es klappt. Alles weitere an dem Modell ist bekannte Ausstaffierungskost und bietet keinen nennenswerten Überraschungen. Mit dieser Umbaulösung sehen manch beladene Container nun nicht mehr allzu hecklastig aus.

LNA (Fahrzeug d. Ltd. Notarztes)

Als Ersatzbeschaffung konnte jüngst ein weiterer PKW in Dienst gestellt werden, der erneut als Einsatzfahrzeug für den Leitenden Notarztes dient. Die Beschaffungsstelle der Abteilung Technik entschied sich, nach europaweiter Ausschreibung, für die größere Langversion des Brickolino Stradale SW, den Viaggio des italienischen Automobilherstellers Fabbrica Automobili e Motori, Mailand, kurz FAMM.  Die hohe Zuladung, die ausreichende Motorisierung und nicht zuletzt auch der Preis sprachen für die Beschaffung dieses Fahrzeugs, das fortan zum einen allerlei Material zur persönlichen Ausstattung, zum anderen die komplette Beladung eines Notarzteinsatzfahrzeuges mitführt. Dazu gehören u.a. ein Defibrillator, ein EKG-Gerät, Sauerstoff oder auch div. Medikamente.

Als einen Verlegenheitsbau kann man sicher dieses Modell erklären. Zwar war das alte Modell m. E. nicht mehr zeitgemäß, jedoch war ich, als dieser Kombi entstand, dabei einige andere Rettungsdienstfahrzeuge zu überarbeiten. Irgendwann nahm der Bau dieses Modell derart Formen an, dass ich im Verlauf versucht war, einen Kombi (auf Basis bereits vorhandener Modellfahrzeuge) auf die Räder zu stellen, der auch etwas mehr Beladung aufnehmen kann. So wuchs er im Vergleich zu seinem Schwesterfahrzeug um eine Noppe in der Länge, und ein paar kosmetische Änderungen an der Karosserie lassen dieses Modell etwas erwachsener, sprich größer wirken. Zuletzt setzt der neue Kombi das bekannte Farbschema des Rettungsdienstes fort und bekam, wie auch schon die Rettungsdienstfahrzeuge zuvor, eine retroreflektierende Konturmarkierung sowie eine diagonale Warnschraffur am Heck.

Info LNA:
Der Leitende Notarzt (kurz LNA) oder Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes (OrgL) sind entsprechende Fachberater der Einsatzleitung im medizinischen Bereich der Notfallrettung. Eingesetzt wird ein solcher LNA bei einem Großschadenfall oder einer Epidemie, bei denen mit einem Massenanfall an Verletzten oder Erkrankten zu rechnen ist, der sämtliche medizinischen Maßnahmen vor Ort überwacht, leitet und koordiniert. Er führt zusammen mit dem OrgL als Sanitätseinsatzleitung alle ihm unterstellen Sanitätsgruppen für eine bestmögliche notfallmedizische Versorgung.

Ausstattung des Rettungsdienstes

Als ich zu Beginn des Jahres den neuen Notarzt-Prototypen vorstellte, keimte die Frage auf, was sich als Ausstattung für den Rettungsdienst nutzen, bzw. aus wenigen Teilen recht plausibel bauen ließe. Aus meiner anfänglichen Idee für einen Beatmungsbeutel, sind ein paar weitere Gegenstände hinzugekommen. Nicht immer alle Marke Eigenbau, aber sicherlich durchaus nutzbar.

Was es im einzelnen darstellen soll:

1. – Notfallrucksack
2. – „Ulmer“-Koffer
3. – Defibrillator
4. – Laptop/EKG
5. – Beatmungsbeutel
6. – Sauerstoff
7. – Pulsoximeter/Thermometer
8. – Verbandmaterial
9. – Spritzenkörper/Medikation