RW 2

Ein hübsches Juwel, weil bereits einige Dienstjahrzehnte alt, ist dieser Rüstwagen auf einem eindrucksvollen Hauberfahrgestell. Dennoch voll einsatzfähig und ausgestattet mit allerhand technischem Schnickschnack, versieht er auch heute noch zuverlässig seinen Dienst. Basis ist der typische „Truck-Look“ der Haubenfahrzeuge, die Ende der 1980er Jahre im Lego-Programm auftauchten. Ich übernahm des Fahrerhaus, setzte es auf ein verlängertes Allradfahrgestell und erbaute mir noch einen retrohaften Aufbau. In den Gerätenkästen befindet natürlich sich allerhand Werkzeug zur technischen Hilfeleistung plus eines kleinen Generators. Die Dachbeladung wird komplettiert durch ein Sprungkissen.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x8er + 2x3er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

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TroLF 1500

Als ein Highlight kann man sicher das erste hier vorgestellte Großfahrzeug bezeichnen. Das TroLF 1500 unterstützt die Wehrmänner bei besonderen Schadenfällen, wie industrielle Brände, Flugzeugabstürze oder Unfällen mit chemischen Gütern. Das Löschfahrzeug verfügt über zwei Kammern mit je 750 kg Löschpulver, das über den Dachmonitor auf den Brandherd abgegeben werden kann. In den am Fahrzeugheck befindlichen Gerätekästen sind eine Schnellangriffvorichtung sowie die Treibgasbehälter des Pulvertanks verstaut. Aufgebaut wurde dieses Trockenlöschfahrzeug auf einem allradgetriebenen Frontlenker-LKW (12-16 t.) mit normalem Radstand. Zusätzlich können zwei je 6 kg Pulverlöscher kleine Brandherde bekämpft werden.

Fahrgestellbasislänge: 9 Noppen (2x8er + 1x2er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

ELW

Nagelneu und modern ist hingegen das optische Erscheinungbild des Einsatzleitwagens. Zwar basiert er auch auf dem bekannten PKW-Fahrgestell, verfügt jedoch über Allradantrieb. Für die Einsatzkriterien eines ELWs fiel hierbei die Wahl auf eine robuste Kombiähnliche Karosserieform, die der Einsatzausrüstung dieses Fahrzeug den nötigen Platz bietet. Beladen ist es mit zwei Pilonen, zwei Aufstellverkehrszeichen und einer Anhaltekelle. Die feuerwehrtechnische Ausstattung wird durch einen neuartigen Leuchtbalken und einer heckseitig verbauten Verkehrswarnanlage komplettiert.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (4×10 PKW-Bodenplatte)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

GW-Sicherung

Jetzt ist es soweit: das erste Modell! Den Anfang soll ein Gerätewagen machen, der bei Alarmierungen außerhalb des Stadtgebietes zur Einsatzortabsicherung herangezogen wird. Aufgebaut ist dieses Fahrzeug auf einem legotypischen Frontlenkerfahrgestell mit Straßenantrieb. Als weiteres Verkehrsleitmaterial sind auf dem Einsatzfahrzeug vier Pilone und eine Anhaltekelle verladen. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der aufklappbaren Verkehrswarnanlage, die durch ihre Größe und Höhe bereits frühzeitig in der Lage ist, nahende Verkehrsteilnehmer auf die Gefahrenstelle aufmerksam zu machen.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

Farnheim – eine Stadt stellt sich vor

Zugegebener Maßen, die Idee ist nicht neu: seine Modelle in ein fiktives Szenario zu verfrachten. Jedoch gründete ich meine pulsierende Großstadt Farnheim mitsamt virtuellem Mikrokosmos bereits tief in den 80ern. Damals, als ich jugendlicher Leser jenes „Blaulichtfahrzeugmagazins“ und flammender Modellbastler war, startete darin gerade die neue Serie des begnadeten Modellbauers Jürgen Mischur, der dort in lockerer Folge seine Modellbaukunstwerke seiner eigenen Feuerwehr Nordstadt präsentierte. Begeistert von diesen Geschichten, wurde ich – natürlich wieder mit meinem Kumpel Bernd – fortan Bürgermeister unserer eigenen Städte. Nordstadt gilt somit als wesentlicher Impulsgeber für Farnheim.

L.E.G.O. – Limited Edition Gräußlich Offenbart

Menschenskinder, wer hätte gedacht, dass es tatsächlich limitierte Auflagen aus dem dänischen Steineladen gibt. So musste ich schmerzlich erlesen, dass das „Evacuation Team“ (#1656) von 1991 nur selten bis gar nicht zu bekommen ist. Ehrlich gesagt geht es mir nicht um den kompletten Bausatz und den 1:1 Auf-/Nachbau der Modelle. Nee, dem gemeinen „ELF“, oder auch „Erwachsenen LEGO® Fan“ interessieren vielmehr der Bau eigener Bauten. Und so werde ich, dann dem prallgefüllten Online-Archiv an Bauanleitungen, die sehr hübsche Zugmaschine in ein Feuerwehrprojekt nachbauerischer Weise zweckentfremden.

Ach ja, sollte jemand von Euch geneigten Lesern, Mit- oder Nachbauern eben dieses Set zu einem fairen Preis und möglichst komplett abzugeben haben, so hinterlasse er mir doch bitte eine Nachricht.

Guten Tag. Darf ich vorstellen?

Es ist noch gar nicht so lange her, da bin ich beim Stromern im Internet über eine alte Leidenschaft aus Kindheitstagen gestolpert: LEGO® Steine. Und bei der Durchsicht der ordentlich gescannten alten Bauanleitungen auf Brickfactory fand ich folglich sämtliche Bausätze, die ich als kleiner Legofan besessen habe.

Damals hatte die Firma LEGO® mit dem Start der Space-Serie begonnen und verkaufte die Artikel vornehmlich in der Farbe Grau – heute Althellgrau, oder Altgrau genannt. Aber auch der Dauerbrenner City, damals noch profan Stadt geheißen, beschäftigte mich und meinen Kumpel Bernd manchmal stundenlang. Und so kam es, dass ich auch einige Feuerwehrfahrzeuge in meinen Legoreihen hatte: u. a. das Löschfahrzeug (#6650) und auch die Gelenkmastbühne (#6690).

Irgendwann hatten wir beide in einem heißen Sommer einen Stand auf dem städtischen Trödelmarkt. Da ich mich zu der Zeit bereits länger nicht mehr für die Platiksteine mit den Noppen interessierte, lagerten sie seit einer gefühlten Ewigkeit in alten Waschmitteltonnen (damals gab’s 10 Kilo Waschmittelpulver in runden Eimern aus Karton) bei meinen Eltern im Keller. Und so kam es, dass diese Waschpulvertonnen bei uns auf dem Marktstand landeten, und, was soll ich sagen? Das Bargeld lachte und schwupps wechselten die beiden prallgefüllten Tonnen für 80 Mark, glaube ich zu erinnern, den Besitzer. Für einen Schüler wie mich ne Menge Holz, aber bittersüß verdiente Kohle. Denn bis heute ärgere ich mich, diese alten Schätze aus Kindheitstagen so einfach für ein paar lausige Scheine verhökert zu haben. Naja, bis heute und bis zu diesem Blog. Und so dachte ich mir: „Hey, wie wär’s denn mit ein paar eigenen Kreationen?“ Und so wurde ich, dank des Internetauktionshauses mit den vier Buchstaben, wieder rasch um ein paar Steine reicher. Nun ja, als ich mir dann zwangsläufig auch das aktuelle LEGO® Programm ansah, war ich, ehrlich gesagt, ein wenig schockiert: plötzlich sind die Autos, besonders die LKWs, jetzt sogar unglaubliche 6 (!) Steine breit. Und viel, viel größer. Och nö… Der ganze Charme der liebgewonnenen Viererbreite – einfach weg!

Als alter Feuerwehrexperte möchte ich meine künftigen MOCs in der alten, aus Kindheitstagen so vergötterten 4er-Breite, wieder auferstehen lassen. Ziel meiner Bauerei sollen somit verschiedenste Feuerwehrfahrzeuge sein, die sich in lockerer Weise an in Deutschland bekannte Fahrzeugtypen anlehnen, gepaart mit der typischen originalen und originellen Funktionalität, wie sie man sie auch aus den offiziellen Bausätzen her kennt und kannte. Ein Symbiose aus verspielter Realität und puristischen Eigenkreationen. Oder so ähnlich. Damals als Kinder, gab’s natürlich nicht den Wust an unterschiedlichen Steinen, aber man soll sich ja auch nicht gänzlich dem technisch Fortschritt verwehren. Zum Glück, wie sich noch heraustellen wird. Nun denn, lasset die Steine fleißig klicken…