Es geht voran

Bereits eineinhalb Wochen später zieren unzählige, neue Betonpfeiler die Baustelle. Nun zeigen sich auch die Konturen für die übrigen Bauten an der Ost- und der Straßenseite im Süden. Man kann es bereits erahnen: die neue FRW 1 wird mächtig groß…

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Spatenstich längst erfolgt

Anfang April (knapp ein viertel Jahr nach Spatenstich) lässt sich bereits erahnen, welchen Umfang die neue FRW 1 einmal haben wird. Teilweise steht auf der westlichen Seite bereits der erste Rohbau aus Fertigteilen. Am Nordende des Geländes lassen indes die Betonpfeiler die große Fahrzeughalle erkennen.

Neue Feuer- und Rettungswache für die BF Mülheim

Endlich nimmt das Projekt „Neue Hauptfeuerwache“ in Mülheim/Ruhr konkrete Formen an: Auf einem 70.000 qm großen Areal links der Ruhr errichtet die Stadt Mülheim bis voraussichtlich Ende 2009 einen Neubau als Ersatz für die 80 Jahre alte und aus allen Nähten platzende  FRW 1 (Feuer- und Rettungswache) an der Aktienstraße. Der Bau der neuen Wache sei mit ca. 40 Millionen Euro veranschlagt, heißt es.

Der neue Komplex bietet ausreichend Platz für Ausrüstung und Personal der Berufsfeuerwehr, ebenso Räumlichkeiten für die freiwillige Wehr und einer Abteilung der 2007 gegründeten Jugendfeuerwehr. Zeitgleich können bisherige lange Anfahrtszeiten zu Einsatzorten links der Ruhr erheblich reduziert werden.

In lockeren Abständen möchte ich an dieser Stelle den Bau der Feuerwache mit einigen Fotos dokumentieren.

FLF

Think Big. Den Auftakt der dicken Brummer macht heute das Flughafenlöschfahrzeug FLF 80/10/250P. Die Kenner unter Euch wissen eh, dass dieses Ungetüm 8.000 Wasser, 1.000 Liter Schaummittel und 250 Kilo Pulver an Bord hat. Pate stand hier das FLF aus dem Lego-Ideenbuch #260 (Seite 22) und die gute alte Auflieger-Drehleiter (#6340) aus dem Jahr 1994. Von ihr stammt gewissermaßen das Fahrerhaus, wurde hierfür allerdings dem Einsatzzweck entsprechend modifiziert. Beim Aufbau ließ ich mich jedoch ein wenig treiben und versuchte zunächst einige Varianten, um die verschiedenen Möglichkeiten im Hinblick auf den Realismus (Sofern man davon sprechen kann) auszuloten. Der entgültige Aufbau fällt nun entsprechend wuchtig aus – gleiches gilt auch für den großen, doppelläufigen Dachwerfer. Ein Schnellangriffshaspel und die Kreiselpumpe am Heck, sowie die seitlich angebrachten Gerätekästen sind Teil der detailierten Ausstattung, während der verschmälerte Aufbau im vorderen Bereich die Besonderheit dieses Fahrzeugs optisch unterstreicht. Wenn ich noch zu den technischen Daten, die es eigentlich nicht gibt, kommen darf, verfügt das Fahrzeug über selbstverständlich über Allradantrieb, der von einem 650 PS starken 10-Zylinder Turbodiesel angetrieben wird.

Die Flughafenfeuerwehr über ein baugleiches Schwesterfahrzeug und ein weiteres ähnliches Fahzeug, das als PLF auf der Feuerwache stationiert ist.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2x10er + 2x6er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

SLF

Da die Farnheim als Großstadt über große Hafenanlagen und eine petrochemische Industrie verfügt, ist auch eine schlagkräftige Feuerwehr mit speziellem Einsatzgeröt von Nöten. Die BF beschaffte auf Grund einer Vielzahl von potenziellen Gefahrenquellen im gesamten Stadtgebiet zwei dieser Schaummittellöschfahrzeuge. Die baugleichen Fahrzeuge werden jeweils über einen 420 PS starken Turbodiesel angetrieben. Im Aufbautank befinden sich 6000 Liter Löschschaum, die je nach Einsatzzweck mit Wasserzumischung als leicht-, Mittel- oder Schwerschaum z. B. über den Dachwerfer auf die Brandstelle abgegeben werden können. Die SLFs sind mit dem CAFS „Compressed Air Foam System“ ausgestattet.

Das gute alte Legoland-Stadt-typische Frontlenkerfahrgestell stellt eine höhere Fahrzeugklasse dar, als das TroLF 1500. Zudem ist die Bodenfreiheit größer und der flache Aufbau lässt diese Gesamterscheinung dieses Modells sehr imposant wirken. Dieses Moc ist komplett ohne Lego-Vorbild entstanden und lehnt sich optisch an die alten „echten“ TLF 24/50 der Endachziger Jahre an, als Bachert als ein Spezialist für flache Geräteaufbauten bei diesem Fahrzeugtyp galt.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x10er +1x4er + 2x2er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

GW-Saug

Ein kleines technisches Leckerli ist der Gerätewagen-Saug, der zu allen Unfällen mit auslaufenden Treibstoffen oder sonstigen flüssigen Gütern gerufen wird. Er rückt im Zugverband des Unweltzuges mitsamt GW-Gefahrgut, Rüstwagen, WLF mit AB-Gefahrgut und HLF 20/16 aus. Der Anhänger des GW-Saug stellt ein mobiles Hochdruckreinigungsgerät mitsamt leistungsstarkem Kompessor und 100 Liter Tank mit einer speziellen Neutralisierungslösung dar.

Unverkennbar ist für die Experten unter Euch, die optische Nähe zum guten alten „Pothole Patcher“ (#6667) in seinem Kommunal-Gelb. Einige Modifikationen, wie die beiden Tanks mit Sprühdüse an der Fahrzeugfont, sowie optimierter Gelblichthalterung und Einsatzstellenabsicherungsutensilien (meine Güte, was für ein Wort) und echte Rückleuchten am Zugfahrzeug runden die „Superung“ dieses Modells ab.

Fahrgestellbasislänge (Zugfahrzeug): 10 Noppen (4x10er PKW-Fahrgestell)

Fahrgestellbasislänge: (Anhänger): 4 Noppen (2x4er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

KEF

Ein modifizierter Look (keine Snot-Konverter für Scheinwerfer & Rückleuchten verwendet) eines alten Standard-PKWs auf einem ebensolchen (verlängerten) Fahrgestell mit Kastenaufbau inkl. Geräteräumen und Dachbeladung.

Das Kleineinsatzfahrzeug der neueren Generation wird bei kleineren und Kleinstbränden auf Alarmfahrt geschickt. Da die Stadt Farnheim im Innenstadtbereich noch über sehr viel altehrwürdige Bausubstanz verfügt, sind dort die Straßen recht eng. Wo es für große Löschfahrzeuge problematisch wird, kann das KEF mit seinen kompakten Abmessungen bestens operieren. Es verfügt über einen Allradantrieb, einen 200 Liter-Tank und einen Lichtmast, der über den Fahrzeugmotor betrieben wird. Diverses feuerlöschtechnisches Gerät, wie ein Feuerlöscher oder die Kübelspritze komplettieren die Ausrüstung dieses wendigen Löschfahrzeugs.

Die Berufsfeuerwehr hat auf jeder ihrer fünf Feuerwachen je ein KEF stationiert.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (4x10er PKW-Fahrgestell + 1x4er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.