RW3-Kran

Wenige Tagen vor Weihnachten wurde das neue Rüstfahrzeug der Berufsfeuerwehr in Dienst gestellt. Es stellt eine Besonderheit in Deutschland dar. Auf Grund der besonderen Gefahrenlage, die sich der Feuerwehr im Stadtgebiet bietet, entschied man sich für einen besonders schweres Einsatzfahrzeug, um im Einsatzfall eine Vielzahl Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung vor Ort vorzuhalten. Der Kran, der 55 kN Hubkraft verfügt, soll zudem den großen FwK entlasten. Um all die feuerwehrtechnische Beladung unterzubringen, wurde auf ein geländefähiges 3-Achs-Fahrgestell zurückgegriffen. Es entspricht somit nicht der Norm, denn ein RW3-Kran sieht die DIN nicht vor.

Dieses neue Großfahrzeug dient als Ersatzbeschaffung für den 25 Jahre alten RW2, der nun in Eigenleistung restauriert und dann, neben zwei ausrangierten MTWs, einem KTW und einem RTW, im kommenden Sommer einer Feuerwehr in Griechenland in einer feierlichen Zeremonie als Geschenk übergeben werden soll.

Nachdem ich mir die Set-Neuheit # 7213 zugelegt hatte, wollte ich die glatte Frontgestaltung auch mal an einem 4-W-MOC ausprobieren. Mit etwas Tüftelei und dank der neuen 1er-SNOT-Steine bekommt das Modell einen ganz anderen und sehr modernen Look.

Natürlich bekam auch dieses MOC wieder eine detaillierte Beladung verpasst, die diversen Werkzeugen, Hebekissen, Feuerlöscher, Eimer mit Streugut, Warntafel zur Verkehrssicherung, Generator, transportablem Arbeitsscheinwerfer Trennschleifer und Helm mit Schutzvisier besteht.

Der Kran mit einem auf drei Segmente gekürzten Ausleger ist komplett beweglich ausgelegt. Details wie ein Bedienpult, Umfeltausleuchtung am Kranarmende, sowie Gerätekästen auf dem Aufbau und eine warnende Heckgestaltung komplettieren das MOC.

UPDATE 02.01.:  Ich habe nach steinlegoliaths tatkräftig bebildeter Unterstützung meinem Rüstwagen noch eine hintere Kranabstützung verpasst und die gelben Elemente an der Fahrzeugfront gegen rote getauscht – so sieht’s doch um Längen gefälliger aus. Auf Grund der neu installierten Abstützung wuchs die Fahrgestelllänge um zwei Noppen auf nun insgesamt 18 Knöpfe.

Fahrgestellbasislänge: 18 Noppen (2x12er + 2x3er +2x 1x2er + 1 Noppenreihe Luft für die Abstützung)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

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# 7213 (Feuerwehrtruck mit Löschboot) – Ein Review

Gestern machte ich Station in einem großen Supermarkt und beim Weg zur Kasse druchstreifte ich dann noch kurz die Spielwarenabteilung und überflog die doch recht gut sortierte LEGO®-Produktpalette. Dabei fixierte mein Augenpaar augenblicklich etwas neues zwischen all den bunten Kartons: die Januar-Feuerwehrneuheit # 7213. Sogar der Preis stimmte: 34,95 Euro. Günstiger als angekündigt. Schön! Also griff ich zu…

Als ich mir daheim zunächst die riesige Verpackung betrachete, fiel mir auf, dass der Kranarm hier eine andere Farbe aufwies, als ich ihn von den damaligen geleakten Images her kannte. Das packte meinen detektivischen Spürsinn, und ich verglich am Rechner direkt mal beide Versionen.

Folgende Änderungen stellte ich am großen 8×8 Truck fest:

  • Kranarm: von rot auf schwarz geändert
  • Krandrehturm: andere Form
  • Scheinwerfer: von 1×1 Rundplättchen auf 1x2er Plättchen gewechselt, Straßenräumer rutschten tiefer
  • Seitenfenster an Fahrerkabine: wurde kleiner
  • Auspuffanlage: Form und Farbe geändert
  • Kranstützen: komplette andere Bauart und -teile
  • umlaufend an der Ladefläche angebrachte 1x2er Platten mit Griffen: gelb statt hellgrau
  • Weißer Streifen an der Ladefläche: neu hinzugekommen

Auch das Löschboot musste einige Modifizierungen über sich ergehen lassen:

  • Monitor an der Front: andere Konstruktion (Verbindung zum Rumpf)
  • Motoren/Antrieb: komplett andere Konstruktion, die weißen Teile verschwanden
  • zudem bekam das Boot eine lange Funkantenne

Zu guter Letzt bekam auch der Buggy ein paar wesentliche Änderungen:

  • Die Farbe invertierte: ursprünglich rote Kotflügel wurden weiß
  • das gelbe, leider nicht wirklich erkennbare Teile an der Front, verschwand
  • scheinbar wurde auch die Aufnahme des Stabblaulichts am Heck geändert und die Halterung für die Axt hinzugefügt

Nun aber zum Wesentlichen. Im Inneren des Kartons warten vier nummerierte Klarsichttüten, zwei Bauanleitungen (eine für Buggy und Boot & eine für den LKW) und ein Stickersheet auf die Montage. Nett auch wieder, dass man nicht alle Tüten aufreißen muss, sondern nur die entsprechende für den jeweiligen Bauabschnitt. So hält sich das Steinechaos auf dem Tisch in Grenzen. Der Aufbau ist wie gewohnt einfach und die Anleitung leicht verständlich. Allerdings muss man später beim Fahrgestell des LKWs bei den vielen ähnlichen Zeichnungen schon einmal genauer hinsehen, welches Teil neu hingefügt werden soll.

Das fertige Modell ist (wie auch immer wieder die Umverpackungen) nicht gerade handlich. Besonders kleine Kinderhände müssen für einen Transport wohl schon beide Hände zuhilfe nehmen. Die gewaltige 32er Noppenlänge (plus Überhang der aufgeladenen Bootes) und die 8er Breite lassen es natürlich auch in keine City-Feuerwachengarage passen – Schade! Zudem ist die „Kranhydraulik“ zu schwergängig, so dass sich beim Heben und Senken des Auslegers immer wieder der Drehturm vom -kranz löst. Das nervt…

Schön ist hingegen die Umsetzung des Allradantriebes gelungen. Mit den verschwindungsfähigen Zwillingsachsen lässt sich das Fahrzeug mühelos durch holpriges Gelände chauffieren. Die Optik des Führerhauses ist gänzlich neu, reiht sich aber gut in die aktuelle LKW-Frontgestaltung der TLG ein und erinnert mit der Spalte zwischen dem grauen Chassis und der Kabine ein wenig an einen Renault Magnum.

Das fertige LKW-Modell ist stabil und robust und droht nicht direkt bei kräftigeren Berührungen wieder auseinander zu fallen. Der Spielspaß ist recht hoch, da alles gewohnt funktionell ausgelegt ist: der Kran ist dreh- und schwenkbar. Das Boot lässt sich somit vorbildgetreu ver- und entladen. Realistische und ausfahrbare Stützen verhindern ein Umstürzen des LKWs. Im großen Fahrerhaus finden zwei der drei Minifigs Platz.

Das Boot ruht satt auf der Ladefläche und seine beide Antriebe strotzen förmlich vor Kraft. Auch hier wieder einige Details funktionell ausgelegt: der Werfer am Bug ist beweglich und die Schiffsmotoren schwenkbar.

Der Buggy, dass kleinste Modell im Set wirkt gegen den roten Koloss beinahe zerbrechlich niedlich und ich unke mal, er fristet in wohl so  manchem Kinderzimmer später eher ein Schattendasein. Naja, irgendwie kommt das „Feuerwehrfeeling“ halt auch nicht so rüber. Ich schätze mal, es liegt auch zu einem erheblichen Maße am extrem hohen Weißanteil.

Zum Abschluss ergänzt einiges Zubehör, wie Äxte, Schwimmwesten, Fernglas und Feuerlöscher das in jeder Beziehung großartige Set.

Man merkt, die Creation bei LEGO® hat wieder ganze Arbeit geleistet und für den maximalen Spielspaß viel Hirnschmalz hineingesteckt.

Teile: 388
Preis: derzeit zwischen 33, 76 Euro (Amazon) und 39,99 Euro (Lego) lag meins preislich am günstigeren Ende. Es ergibt ein ungefährer Stückpreis/Teil von ca. 9-10 Cent. Somit kein wirklicher Schnapper…

AB-Kran (AB 11)

Bei besonderen Einsatzanforderungen stößt der Kran der Feuerwehr mit seiner „serienmäßigen“ Ausstattung u. U. schnell mal an seine Grenzen. Aus diesem Grund hält die BF einen Abrollcontainer mit spezieller Zusatzausstattung vor. Diese besteht aus verschiedenen Hakengeschirren, Anschlagmittel, Netzen und Ketten, Unterlegplatten und einem Kontergewicht für den FwK.

LockeresVorbild war hier der Ab-Kran der BF Düsseldorf. Ein wenig Tüftelei war die Darstellung verschiedener Haken und Hebemöglichkeiten sowie dem Kontergewicht. Das ganze sollte natürlich auch noch so verstaut werden, dass man es im „Einsatzfall“ auch entnehmen kann.

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

ELW 2

Im Jahre 2002 beschaffte die Flughafenfeuerwehr zwei ELW2 mit Kofferaufbau, die sich in ihrer äußerlichen Beschaffungheit kaum unterscheiden. Mehr noch, der Aufbau ist beim zweiten zweiten Fahrzeug gespiegelt ausgeführt. Vorteil: beide Einsatzleitwagen können von einer Seite betreten werden. Ebenso verfügen die beiden über eine große schwenkbare Hecktür, die man im geöffneten Zustand gegeneinander posititionieren kann. Somit muss man das eine Fahrzeug nicht mehr verlassen, um das andere zu betreten.

Der ELW 2/1 ist ausgestattet mit einem großen Funktisch, Kartenmaterial, Internetzugang und Notebook. Zudem verfügt er über eine kleine Küchenzeile mit Kühlschrank. Der zweite ELW verfügt hingegen über einen großen Lage- und Briefingraum, inkl. Beamer, Telefon- und Internetzugang. Beide Fahrzeuge gegeneinander gekoppelt ergänzen sich so im Einsatzfall perfekt.

Lange Zeit wollte ich einen weiteren ELW der größeren Sorte bauen. Ein Bus stand bereits im Dienste der BF. Aber ein kleinerer LKW mit Kofferaufbau würde sich gut bei der Flughafenfeuerwehr machen. Ich blättere ein wenig in der Fachliteratur und im Internet. Dann fiel mein Augenmerk auf die Geschwister ELWs der Flughafenfeuerwehr FFM. Mir gefiel die Idee, 2 identische Fahrzeuge heckwärts aneinanderzustellen.

Und so entwickelte ich zunächst einen Look, der sich an das bekannte „Familiengesicht“ anlehnt, aber dennoch optisch unterscheidet. Es soll eine Fahrzeugklasse darunter angesiedelt sein. Der Aufbau entstand aus den bekannten Fenster- und Wandpanelen und wurde auf dem Dach mit einer Lautsprechereinheit, Lüfter, Antennen und Leuchtbalken ergänzt.

Die Innenräume sind unterschiedlich ausgebaut. Im ersten Fahrzeug fand ein Arbeitsplatz mit Computer (Funktisch) und eine (immens wichtige) Kaffeemaschine für länger andauernde Einsätze Platz, und im zweiten richtete ich einen Konferenztisch samt Tischlampe und zwei Sitzgelegenheiten ein.

Natürlich bekamen beide zu guter letzt das typische weiße Streifendesign derFlughafenfeuerwehr verpasst.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x8er + je ein 1×2 Winkel vorn und hinten)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

AB-Havariepumpe (AB 10)

Bedingt durch die Nähe zum Wasser kam es in den vergangenen Jahren durch Sturmfluten immer wieder zu tw. katastrophalen Überschwemmungen. Besonders als im Januar 2007 Kyrill soviel Wasser in die Jademündung drückte, dass zwei aufgeweichte alte Deichabschnitte dem Druck nicht standhielten und brachen. Die überfluteten Stadtteile mussten damals mit Hilfe vieler konventioneller Lenzpumpen mühsam trockengelegt werden.

Dieses Ereignis rechtfertigte die Anschaffung zweier baugleicher Großpumpen auf Basis eines Abrollcontainers. Diese (Havarie-) Pumpen fördern ca. 900 m3/h, bzw. 15.000 L in der Minute, was einem Wasserdurchsatz von 250 L in der Sekunde entspricht.

Der Einsatzbereich dieser Abrollbehälter mittlerweile vielfältig. So helfen sie mitunter vollgelaufene Schiffsrümpfe schnell und effizient zu entleeren, oder bei Großbränden in entsprechend kürzester Zeit eine ausreichende Menge Wasser in das Löschnetz der Wehrkräfte vor Ort einzuspeisen.

Das MOC schwirrte mir einige Zeit im Kopf herum. Das Basiskonstrukt, sprich der Rahmen, war eigentlich recht schnell fertig gestellt. Jedoch kam ich bei der Pumpe nicht wirklich weiter. Erst die neuen „Fahrzeugfronten“ in Dark Bluish Grey sorgten für den Durchbruch. Noch ein bisschen Deko und schon ist der AB-HP komplett.

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.