Bauzug Typ Monorail

Die Bahn greift bei Instandsetzungen, Wartungen und Baumaßnahmen selbstverständlich auch auf schienengestützte Fahrzeuge zurück. Ein beim Bahnausbesserungswerk in Farnheim stationierter Bauzug vom Typ Monorail soll helfen, die Mannen mit ordentlich Hardware bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Dieser Bauzug ist in drei Segmente aufgeteilt: Antriebseinheit, das Geräte- und das Maschinensegment.

(Meist) Fahrtrichtungsgebend ist das sog. Gerätesegment. Hierin sind zahlreiche Werkzeuge verladen. Ebenso befindet sich hier die gewaltige Stromquelle für die rein elektrisch betriebene Antriebseinheit. Das Herzstück jedoch ist das Maschinensegment. Auf ihm verlastet sind neben einem Brenner zur Verfüllung von Gleisfugen auch ein Bagger, mit dem Arbeiten am Erdreich links und rechts der Strecke vorgenommen werden können. Vorn und hinten an den Führerständen sind je eine Arbeitsplattform montiert, um Wartungsarbeiten an bspw. Signalen vornehmen zu können.

Da sich die nächste Ausstellung im Rahmen des MoRaSt nähert, und zeitgleich eine komplette Basis für einen weiteren Zug herumlag, konnte ich nun mein Vorhaben, einen dritten Zug zu bauen, in die Tat umsetzen. Nach meinem Rettungszug (rot) und meiner S-Bahn (weiß) sollte der neue Zug eine weitere Farbe bekommen. Was lag näher diesen in der klassischen Farbgebung alter Kommunalfahrzeuge erstrahlen zu lassen. Dabei kam mir der rote Batteriekasten sehr entgegen. Da es aber von offizieller Seite keine gelbe Motorabdeckung gab, musste ich kurzerhand mit etwas Gehirnschmalz selbst eine zusammenklötzeln.

Das Hauptaugenmerk liegt aber sicher auf dem dritten Waggon, der die Baumaschinen, wie einen kleinen, festinstallierten Bagger und eine große Was-passiert-dann-Maschine spazieren fährt. Arbeitsbühnen an Front und Heck komplettieren die Gestaltung.

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7 Gedanken zu “Bauzug Typ Monorail

  1. Monorail ist neben der Feuerwehr dein zweites Lieblingsthema, oder? 🙂
    Mich würde mal ein Schienenführungselement interessieren. Wie sitzen die auf der Bahn?

    • farnheim schreibt:

      Nun ja, die Monorail hat schon was. 😉 Herkömmliche Züge haben haben drei Achspaare. Die langen Waggons haben am vorderen Teil des Chassis befestigt je ein Drehgestell, das mit extrem leichtlaufenden Kunststoffräder auf Metallachsen ausgestattet ist. Damit kommen sie auch um Kurven. Die Motoreinheit (in der Mitte des Zuges) verfügt über das dritte Achspaar, was gleichzeitig (wenn die Waggons angekoppelt sind) dafür sorgt, dass das Fahrgestell nicht auf dem Gleiskörper aufliegt. Zudem sorgt ein Zahnradantrieb für die nötige Kraftumsetzung, der sich in die gerippte Erhöhung in der Mitte des Gleises einhakt. Vielleicht helfen Dir die Bilder zur Veranschaulichung in diesem Artikel weiter: https://farnheim.wordpress.com/2013/11/16/die-rueckkehr-der-monorail/

      • Den Artikel habe ich mir vorhin schon angesehen 😉 Er wurde unter diesem Artikel angezeigt.
        Danke für die Erklärungen.

  2. BoB schreibt:

    Moin

    Klasse gemacht und fotografiert. As always!
    MonoRail ist nach wie eine geheime Geliebte. Sowohl für City als auch für Space verwendbar.
    Artikel wie dieser, motivieren zunehmend zu einem Projekt mit MonoRail´s.
    Da werd ich in naher Zukunft nicht rum kommen.

    MfG

    BoB

    • farnheim schreibt:

      Ich danke Dir. Das Kompliment kann ich Euch bei The Bricktime nur zurückgeben. Hast Du schon Monorail-Material daheim, oder müsstest Du es Dir erst noch zukaufen? Vielleicht hast Du gar mal Lust, Dich mit einem Modul bei einer der zahlreichen Ausstellungen im Rahmen des MoRaSt zu beteiligen?

  3. BoB schreibt:

    Hey

    Ein paar Schiene habe ich ich schon bei mir. Könnte sogar ein kleiner Kreis sein. Aber weder Weichen noch Zubehör sind vorhanden.
    Ich prüfe derzeit was bei BrickLink geht. Aber das ist nicht viel 🙂

    Den Gedanken zur Morast-Anlage etwas beizutragen hatte ich bereits.
    Explizite Vorstellungen habe ich aber noch nicht…mit Betonung auf „noch“. 😉

    MfG

    BoB

    • farnheim schreibt:

      Ahoi! Prima, das hört sich schon mal sehr gut an.

      Das Schöne an diesem MoRaSt-Standard ist ja, dass jeder das Bauen kann, worauf er Lust hat, Hauptsache, die Schienenanschlüsse passen und das Lichtraumprofil für die Züge wird eingehalten.

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