TZ – Tankzug

Die kürzlich hier vorgestellten Tankzüge waren bereits Fahrzeuge, welche von der Anzahl der Betriebsstunden ihrer Ablösung entgegensteuerten. Und so kam, dass die Werkfeuerwehr Jade Öl AG nun Ersatz beschaffen konnte. Hierbei handelt es sich um gewöhnliche Tankauflieger, in deren Kammern 23.000 L Mehrbereichsschaumittel lagern. Eine installierte Pumpe fördert im Einsatzfall bis zu 800 L/Min. in den Zumischer und damit in das Löschnetz der Einsatzstelle.

Die Werkfeuerwehr hält an ihrem Prinzip „Viel hilft viel“ fest, wenngleich auch mit den modernen Löschfahrzeugen im Verbund mittlerweile ein wesentlich effektiveres Einsetzen des Schaummittels möglich sind.

Mit diesem Tankzug konnte ich einen langgehegten Wunsch eines gesnotteten Tankaufliegers in zylindrischer Form realisieren. Da es die Zylinderhälften des Tanks leider nicht in rot gibt, musste diese Zweifarblösung her. Weil sie aber nicht ins Farbschema der städtischen Wehr passt, bastelte ich die o. g. Geschichte drumherum. Die Zugmaschine sollte bautechnisch dem Auflieger in nichts nachstehen, und so bekam er eine kippbare Fahrekabine mit einem stilisierten Motorblock darunter. Erstmalig an einem meiner MOCs.

Zum Finish zählt sicher die Ausgestaltung mit einigen Details, wie bspw. der Handlauf am Auflieger, die Pumpeneinrichtung auf der Fahrerseite oder auch der transportable Schaum-/Wasserwerfer.

Allerdings, so sei noch abschließend erwähnt, werde ich den älteren Tankzug nicht gleich wieder auseinander nehmen.

Fahrgestellbasislänge: Zugmaschine 10 Noppen (2x8er Platte + 1×2 auf 1x2er Bracket + 1×2 auf 1x4er Bracket), Auflieger (2x6er Platte als Achsenaufnahme)

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Feuerwehr Farnheim on Tour – II

Neben der Berufsfeuerwehr Köln oblag auch der Farnheimer Feuerwehr erneut (nach dem Besuch auf dem Berliner SteineWAHN) das Sicherstellen des Brandschutzes auf der diesjährigen Fanwelt. Und so konnte man sie über das Wochenende auf einer Vielzahl von Mocs bei ihren Tätigkeiten beobachten. Alles zum Wohle der Besucher, Aussteller und Exponate.

Ein Dankeschön an alle Aussteller, die mir dies hier ermöglicht haben!

Trockenlöschfahrzeug (TroLF 6000)

Das Löschkonzept der Werkfeuerwehr sieht bei Mineralölbränden vor, neben einem massiven Einsatz von Schaummitteln auch einen Angriff mit Löschpulver in großen Mengen. Dafür steht den Kräften der Wehr nun ein TroLF 6000 zur Verfügung, das in seinen beiden Kesseln mit je 3.000 kg Löschpulver der Brandklassen B und C beladen ist. Über einen formstabilen Druckschlauch, sowie über den Dachwerfer kann das Pulver auf den Brandherd abgegeben werden. Es ersetzt das in die Jahre gekommene TroLF 1500, welches, wie angekündigt, auf einem kleinen Regionalflugplatz noch einige Jahre zuverlässig seinen Dienst verrichten wird.

Der Ausbau der Flotte der Werkfeuerwehr schreitet peu à peu voran. Die Idee dieses Fahrzeugs ist bereits zwei Jahre alt und wurde auf der letztmaligen Fanwelt geboren.  Dadurch, dass solch offen gestaltete Aufbauten bei diesen Fahrzeugtypen durchaus üblich waren und es auch noch sind, war ich lange Zeit nach der Ausstellung 2012 auf der Suche nach den entsprechenden Bauteilen, insbesondere nach den Pulvertanks. Die Montage selbst ging dann an einem Nachmittag über die Bühne.

In der Regel beginne ich die Montage mit dem Bau des Fahrgestells, in seltenen Fällen – so auch hierbei – lege ich mit dem Aufbau los. Dies bietet den Vorteil, dass er den nötigen Platz zugesprochen bekommt, und alles weitere gestaltet sich im weiteren Verlauf drumherum. Der übrige Zusammenbau bietet keine Besonderheiten. Das übliche Finish komplettiert letztlich das MOC.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x8er + 2x6er Platte)

GW-San

Durch sich verändernde Gefahrenlagen, wie den 11. September 2001 oder Sport-Großereignisse, wie die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, bei dem ein sog. MANV, ein Massenanfall von Verletzen/Erkrankten eintreten kann, beschäftigen nicht alleine nur die Hilfsorganisationen. Schnell geraten dabei Rettungsdienste an ihren Leistungsgrenzen. Um dem entgegenzuwirken, gibt es bei beim MANV-Konzept verschiedene Versorgungsstufen (1 bis 4). Entsprechend der Rückmeldungen ersteintreffender Kräfte am Einsatzort wird entschieden, welche MANV-Stufe ausgelöst wird. Entsprechend vordefinierte Rettungsmittel setzen sich daraufhin umgehehend in Bewegung, um die Einsatzkräfte vor Ort massiv zu unterstützen und entsprechend zu entlasten.

Solch schnelle Eingreiftruppen, die bei Terroranschlägen, Großunfällen, wie bspw. Zugunglücken oder Flugzeugabstürzen, Epidemien oder auch ABC-Einsätzen zum Einsatz kommen, setzen sich aus kombinierten Kräften der städtischen Feuerwehr und den zahlreichen Hilfsorganisationen Farnheims zusammen.

Ein Fahrzeug, das in das MANV-Konzept der Stadt Farnheim eingebettet ist, ist der hier vorgestellte GW-San. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe lieferte in der ersten Tranche 40 Fahrzeuge aus, wobei einer an die Feuerwehr Farnheim geliefert wurde. Dieser GW-San ist ausgegestattet, einen Behandlungsplatz für 25 Verletzte zu betreiben, wenn der Abstransport in Krankenhäuser kurzfristig nicht möglich ist.

Der Gerätewagen ist ab sofort auf der Feuerwache 4 stationiert und Teil der Fachgrupe MANV.

Ein gefühlte halbe Ewigkeit lag ein genotteter Aufbau (ich wollte schon seit längerem diese Cupboards um 90 Grad gekippt verbauen) und ein halbfertig montiertes Fahrgestell auf meinem Schreibtisch herum. Bis jetzt fehlte mir die zündende Idee, beides detailreich und wohlproportioniert zu kombinieren. Nachdem ich den halben nachmittag damit verbrachte, den Aufbau immer mal wieder nach dem Zusammenbau auseinander zu rupfen und umzubauen, überzeugte mich persönlich dann endlich der letzte Anlauf. Ich hoffe, dem geneigten Leser ebenso.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x3er + 4x4er + 2x4er Platte)