Deep down in the MOCs

Die Ausstellung in Sankt Augustin hatte an den zwei Tagen im Juni erneut viel fürs Auge zu bieten. Vor allem aber gab es viel zu entdecken. Irgendwo in den MOCs. Der Blick aus der Hocke lohnte sich durchaus. Nicht nur, dass man etwas neues entdecken konnte, man bekam auch eine völlig neue Sicht auf die Dinge.

 

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GKW (Gerätekraftwagen)

Die vergangenen Jahre zeigen in der Statistik einen unverkennbar hohen Zuwachs an technischen Hilfeleistungen durch umwelt- bzw. witterungsbedingte Ereignisse. Zu diesem Zwecke beschaffte die Abteilung Technik einen auf die Bedürfnisse der Wehr und die Einsatzanforderungen zugeschnittenen GKW, um derlei Einsatzereignisse zukünftig noch schneller abarbeiten zu können. Das neu in Dienst gestellte Fahrzeug wird auf der Wache F22 der Freiwilligen Feuerwehr Saarnergroden (Stadtteil Schmallenberger Heide) stationiert und gehört damit der dortig neu installierten Fachgruppe Bergung für die schwere technische Hilfeleistung und Gefahrenabwehr an.

Der GKW ist ein speziell auf oben angeführten Szenarien ausgelegter „fahrbarer Werkzeugkoffer“, wie ihn die Mannschaft bereits augenzwinkernd getauft hat. An Bord befindet sich alles, was zur Bewältigung von vornehmlichen Sturmereignissen benötigt wird. Dazu zählen neben Absperrmaterialien, Werkzeuge, Hand- und Motorsägen, Schnittschutzhosen, Schutzhelme und Augenschutz, Arbeitshandschuhe, Äxte, Taschenlampen, ein Generator samt LED-Lichtmast, Powermoons oder auch Betriebsmittel für die motorisierten Sägen.

Das Fahrzeug kann aber auch unterstützend zu allerlei technischen Hilfeleistungen abseits der obig genannten Einsatzszenarien alarmiert werden. Allerdings versteht er sich dabei nicht als Rüstwagen-Ersatz, denn dazu fehlt ihm allein schon der klassische hydraulische Rettungssatz samt Spreizer, Schere sowie Hubzylinder und Hebekissen.

Nun, nach dem baulichen „Vorgeplänkel“ ist das Vorhaben weiter vorangeschritten und konnte noch vor der Ausstellung in St. Augustin weitenstgehend fertiggestellt werden. Die Änderungen zum Erstling betreffen im Wesentlichen einen um eine Noppe verlängerten Aufbau, damit die Ladebordwand im geschlossen Zustand besser anliegt, einen geänderten Unterfahrschutz am Heck mitsamt andersartiger Klemmen/Skelettarme für das Heben und Senken der Bordwand sowie eine Anhängerkupplung. Zudem lugt nun auch ein Lichtmast aus dem Dach. Das eigentliche Highlight aber ist, wie schon gezeigt, die erste zwillingsbereifte Hinterachse in Farnheim. Als Rad/Reifen-Kombination diente einmal mehr die Version, die schon beim LKW für die Kampfmittelräumung Verwendung fand. Auch beim Kabinendesign gab es diesmal keine Überraschungen. Dem aufmerksamen Leser mag aber sicher aufgefallen sein, dass es mittlerweile schon vielfach im Einsatz ist.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x12er + 1x2er Platte)

Einsatz der Feuerwehr Farnheim bei ABSolut Steinchen 2017

Kurz vor Ende der Ausstellung ABSolut Steinchen ereignete sich am Sonntag nachmittag noch ein Zwischenfall auf der Anlage von Schwabenstein. Gegen 14:20 Uhr erreichte die Leitstelle der Feuerwehr Farnheim ein Notruf, dass ein Auto ins Hafenbecken gestürzt sei und sich darin noch eine Person befinde.

Umgehend setzte der dortige Disponent den Wasserrettungszug der Wache 3 in Bewegung und alarmierte den Rettungsdienst, der nur wenige Minuten später die Einsatzstelle erreichte. In der Zwischenzeit konnte sich der Fahrer des in das Hafenbecken gestürzten PKWs selbsttätig befreien. Die Polizei begann indes mit der Zeugenbefragung. Zusätzlich entsendete die Leitstelle der Berufsfeuerwehr noch das WLF 5 der Hafenwache (F13), beladen mit dem AB-Umwelt und Gewässer und dem AB-MUG (Mulde Umwelt und Gewässer), um die Ausbreitung etwaig austretender Betriebsstoffe mittels Ölsperren schnell unterbinden zu können.

Der Rettungsdienst samt Notarzt und vorsorglich hinzubeordertem Rettungshubschrauber, Christoph 50, konnten den geretteten Patienten schließlich von den Taucher-Kollegen der Berufsfeuerwehr aus dem Mehrzweckboot übernehmen und transportfähig bekommen. Die erste Diagnose durch den Notarzt attestierte lediglich einen Schock sowie eine leichte Unterkühlung. Sicherheitshalber wurde er aber zu einem ambulanten Checkup ins Krankenhaus verbracht.

Verantwortlich für die Ursache des Unfalls sei laut Polizeiangaben ein Fahrfehler des Fahrzeughalters, der offenbar das Brems- mit dem Gaspedal verwechselte. Er war mit seinem Auto als erster zunächst völlig unauffällig auf die Fähre gefahren, doch anstelle das Fahrzeug vorn auf dem Deck des Schiffes zu parken, gab der Fahrer plötzlich und unvermittelt Gas, sodass die Bugklappe der Fähre dem Aufprall nachgab und das Auto in den Kanal stürzte.

Der nachträglich zur Einsatzstelle beorderte Feuerwehr-Kranwagen half, wie auch ein herbeigeeiltes Wasserflugzeug, bei der Bergung des Fahrzeugs, das nur noch Schrottwert haben dürfte.

Gegen 15:45 Uhr meldete die Einsatzleitung den Einsatz für beendet und übergab diese schließlich der Polizei.

Einsatzdauer: 1 Stunde, 25 Minuten

Personalstärke: 12 Mann

Eingesetzte Einheiten:
• Einsatzleitwagen ELW 1-3 (Florian Farnheim 03-ELW-1)
• Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-3 (Florian Farnheim 03-FLF-1)
• GW-Taucher
• GW-Boot
• FwK 60
• Wechselladerfahrzeug WLF (Florian Farnheim 03-WLF-2)
• AB-Umwelt und Gewässer
• AB-Mulde Umwelt und Gewässer
• RTW 19 (Florian Farnheim 03-RTW-2)
• NEF 6 (Florian Farnheim 02-NEF-6)
• RTH Christoph 50

Abschließend möchte ich noch Christian alias BricksCorner und dem gesamten Team von Schwabenstein danken, der das dramatische Szenario auf der Anlage von Schwabenstein erst möglich machte. Glückerlicherweise nahm keine Minifig ernsthaft Schaden.

Feuerwehr Farnheim on Tour – VIII

Übernahme einer Sicherheitswache an einem Holzkohle-Meiler auf Cran’s PCSe

Bei der sommerlichen Hitze musste die üppige clickits-Blütenpracht tüchtig gegossen werden

Erneut zeichnete sich die Farnheimer Feuerwehr bei ABSolut Steinchen für die Sicherheit auf allen MOCs verantwortlich. Neue Modellbauten mussten inspiziert und auf betriebssicherheit auch „ausprobiert“ werden. Letztlich konnte ihnen aber allen das „Farnheim approved“-Siegel zur Betriebssicherheit erteilt werden.

 

Neues Feuerwehrfahrzeug – Work in Progress

In den Tagen, nachdem mich eine neuerliche Reifengroßbetellung erreichte, erbastelte ich mir eine erste echte zwillingsbereifte Achse zusammen. Waren vorangegangene Modelle doch nur kosmetisch mit angedeuteter Zwillingsbereifung ausgestattet, so das kommende Fahrzeug doch tatschächlich über zwei Reifen je Achsseite verfügen. Durchaus ein echtes Feature ist der neue Grad der Detailierung. Einziges Manko hingegen: Die bereifte Achse ist 5w!

Wie dem auch sei. So entstand um die Achse ein Fahrgestell und schließlich eine Kabine und so etwas wie ein Aufbau – der allerdings in 5w. All dies ist noch ein völliger „Work in Progress“-Zustand. Zudem muss ich für dieses Drauflosgebaue erst einmal einen Bedarf für meine Feuerwehr generieren. Denn dieses Fahrzeug passt derzeit nicht in das Fahrzeuganforderungsprofil für die Berufsfeuerwehr. Aber mir wird dafür sicherlich schon etwas einfallen. Ich tendiere derzeit das Fahrzeug der Freiwilligen Wehr zu unterstellen.

Um konstruktive Vorschläge bin sehr dankbar. Nicht nur, was den künftigen Einsatzzweck anbelangt, ebenso und vor allem interessiert mich sehr Eure Meinung zum Modell und die Gedanken rund um die Noppen-Breite. Ich hoffe auf regen Ausstausch.

Die MoRaSt-Anlage bei ABSolut Steinchen 2016

Nicht, dass ich etwas hinterherhinke, aber dieser Artikel passt ganz gut in die Zeit, da sich erneut die Ausstellung in der 2017er Auflage nähert. Er darf damit sozusagen als Appetithäppchen dienen…

Die letztjährige Ausstellungssaison startete erneut mit ABSolut Steinchen in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin. Einmal mehr beteiligten sich meine MOCs und ich an der großen MoRaSt-Gemeinschaftsanlage. Dieses Mal war aber irgendwie alles anders. Nach Absagen einiger etablierter Aussteller mussten wir den kurzfristigen Ausfall zweier weiterer Aussteller kompensieren. Das gelang uns im Nachgang betrachtet recht gut. Das bedeutete aber auch kein irres Streckenszenario und keinen Rekord. Is mir eh wurscht. Denn diese etwas andere Situation erlaubte es mir, mich vor Ort mehr um die Kontaktpflege der übrigen Aussteller samt ihrer Modelle und einige persönliche Belange zu kümmern. Dazu aber in einem anderen Artikel mehr.

Dennoch wollen der Vollständigkeit halber noch ein paar technische Dinge fixiert, bzw. erwähnt werden. Wie eingangs geschrieben, gab es dieses Mal keinen neuerlichen Streckenrekord. Dennoch rollten die zahlreichen Züge auf immerhin 112,54 Gleismetern über 11 Module von 10 verschiedenen Modulbetreibern. Es mussten sogar sehr kurzfristig der Ausfall zwei weiterer Aussteller mit einer Gesamtlänge von 26 Platten (ca. 6,5 Tischmeter) kompensiert werden. Aber bei genau solchen Fällen zahlt sich der einst ersonnene Standard aus. Fluchs wurde unter den austellenden Modulbetreiber eine neue Modulanordnung erörtert und zusammengestellt. Somit lief der anschließende Betrieb, als wäre nichts geschehen.

Gesamtkompositorisch zeichnete diese Anlage erneut das aus, was den MoRaSt so attraktiv und spannend macht: Eine hervorragend bunt zusammengewürfelte Einschienenbahn-Welt.