LHF 16/12 – Das Standard-Löschfahrzeug der Berliner Feuerwehr

Wer denkt, Berlin als Hauptstadt benötige auch besonders große Löschfahrzeuge, der irrt. Zwar ist die Berliner Feuerwehr personell und materiell die größte Deutschlands, aber die Aufgaben sind auch hier wie anderswo dieselben. Und da Berlin an sich sehr üppig bebaut ist, genügen aus platztechnischen Gründen meist Standard-Löschfahrzeuge aus dem genormten Herstellerkatalog.

Zum Fahrzeug. Auf jedem der 34 Stützpunkte der Berufsfeuerwehr ist zumindest eines dieser oder ähnlicher Löschfahrzeuge stationiert, allesamt aus unterschiedlichen Beschaffungschargen. Dabei handelt es sich in der Regel um ein in Berlin bewährtes LHF 20/12 oder LHF 16/12. Letzteres wird dort auch City-LHF gerufen. Übrigens sagt man in Berlin LHF statt HLF, aber sonst ändert sich nichts, Zum Teil stehen diese Fahrzeuge in älterer Generation mittlerweile auch bei Freiwilligen Feuerwehren vor allem im sog. Speckgürtel Berlins im Dienst, die dort eigene Ausrückebezirke innehaben.

In dem hier gezeigten Fall handelt es sich um ein LHF 16/12 (Lösch- und Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) der Freiwilligen Feuerwehr Wittenau (2201). Der Löschwassertank fasst 1.200 L, der für den Schaum 100 L, und die Pumpe fördert 1.600 Liter bei 8 bar Druck in der Minute zutage. Für das richtige Schaum-zu-Wasser-Verhältnis sorgt ein eingebauter Turbo-Zumischer. Für die technische Hilfeleistung gehört ein hydraulisches Kombigerät (Schere/Spreizer) samt Generator ebenso zum Beladungsumfang wie alles notwendige zur Brandbekämpfung.

Spätestens seit 1996 haben sich die sog. City-LHF in Berlin bewährt und etabliert und lösten nach und nach die dienstältesten LF 16 auf MAN Ponton-Kurzhauber und Mercedes-Benz NG ab. 1998 hielt schließlich die Folienbeklebung Einzug. Zunächst noch in retrofelektierendem Dunkelrot später in tagesleuchtendem RAL 3024 bzw. 26.

Zurück nach Wittenau. Hierbei fällt auf, dass das Fahrzeug noch nicht im aktuellen Coporate Design (retroreflektierender aufsteigender, weißer Viertelbogen auf den Kabinenseiten) beklebt ist und wohl auch nicht wird. Das Fahrzeug selbst ist ein MAN 10.224 LC mit Rosenbauer-Aufbau und Baujahr 2005. Somit beinahe wohl eines der letzten LHFs in altem Folierkleid mit gelbem Gürtel.

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