# 6662 – Backhoe

Als TLC 1992 dieses Modell in den Handel entließ befand sich die Stadtwelt im Wandel. Vor allem erkannte man ihn an den neuen, bis heute gültigen Reifenstandards. Dieser Bagger war tatsächlich das allerletzte reguläre Set, das mit den großen, schmalen Reifen an der Vorderachse erschien. Somit bot sich für den Betrachter gewissermaßen ein wirklich klassisches Finale. Town an der Schwelle zur City. Eine Zäsur.

Entgegen dem Bulldozer (# 6658) glänzte dieses Modell sechs Jahre später mit mehr Zugaben. Beigepackt lagen Schaufel und Besen und zwei kleine, aufstellbare Verkehrszeichen. Kleiner Wehrmutstropfen: Leider lassen sich die Zugaben nicht am oder im Fahrzeug verstauen. Egal. Der Vielzweckbagger bietet gleich zwei Funktionen auf einmal, während sich die vordere Schaufel um sämtliche Anhäufungen in der Ebene kümmert, sorgt der hintere Bagger für Löcher in der Tiefe und damit für neue Haufen in der Ebene. Ein schönes Detail sind die transparent-klaren 1×2 Steine, die als Gucklöcher in der vorderen, unteren Kabinenhälfte für bedeutend mehr Übersicht sorgen. Unterstützend hilft auch das Loch im Dach, das mit einem, ebenfalls klar-transparenten Fensterchen geschlossen wird. Die Scheibe ist übrigens nicht ganz so oft anzutreffen; viel häufiger wurde der Einsatz in trasparentem Hellblau verwendet. Das Farbschema, wenn es überhaupt eines ist, kommt auf der Baustelle jedem gleich sehr bekannt vor – und das ist auch gut so. Dass sämtliche Funktion vorbildgerecht nachzuspielen sind, muss sicher nicht extra erwähnt werden. Ach, jetzt habe ich es ja doch getan. Zur Minifig gibt es nicht viel zu sagen und ist bekannte Kost.

Der Backhoe bietet bei der Montage ein raffiniertes bautechnisches Highlight. Um die Verschwenkung des hinteren Baggers trotz der in die Fahrzeugstruktur integrierten 2x2er Drehteller zu erreichen, steckte man einfach zwei davon übereinander. Somit lässt sich nur die obere (schwarze) Drehtellerpfanne, an der auch der hintere Bagger befestigt ist, in dem Konstrukt drehen – ziemlich clever.

Für gebrauchte Sets werden derzeit um die 15 Euro aufgerufen. Für die guterhaltenen darunter tendenziell etwas mehr. Eine BA ist dabei aber Pflicht. Das Zubehör sowieso. Das Gute ist, es gibt hier keine Aufkleber, die über die Jahrzehnte verlustig gegangen sein könnten. Einzig die Aufdrucke bei der Minifig und den Verkehrsschildern könnten durch eine hohe Beanspruchung viel zu Erzählen haben und dadurch arg verschlissen sein. Ersatz ist aber günstig und auch heute noch leicht zu bekommen. Neu und ungeöffnete Sets kosten hingegen auch schon mal bis zu 70 Euro und mehr.

Jahr: 1992
Teile: 85 (BL: 81)
Minifig: 1

12 Gedanken zu “# 6662 – Backhoe

      • Lyse schreibt:

        Nicht in zusammengebautem Zustand, aber die Teile werden sich in Kisten verstreut noch finden lassen. Ob allerdings die Bauanleitung auch noch abgeheftet in irgendeinem Ordner aufgetrieben werden kann, da bin ich mir gar nicht so sicher.

      • farnheim schreibt:

        Verstreut – das kommt mir bekannt vor. So sah mein Sammelsurium, bevor ich es als Teenager verkaufte. Vielleicht überkommt Dich ja mal wieder die Lust, das Set zusammenzubauen. Für einen Zusammenbau findet man gescannte Anleitungen im Netz.

      • Lyse schreibt:

        Meine Legosammlung hab ich glücklicherweise noch vollständig im Besitz. Auch wenn ich schon seit Jahren nichts mehr damit mache, käme es mir überhaupt nicht in den Sinn mich von ihr zu trennen.

        Dieses Modell müsste ich auch auch ohne Bauanleitung problemlos zusammengebaut bekommen. Ich dachte zuerst, Du spielst auf den Sammlerwert an. Ich erfreu(t)e mich ja ausschließlich am Bauspaß.

        Mal sehen, vllt. überkommt mich ja die Tage mal wieder das Legofieber. Wenn ich damit anfange – bin ich mir sicher –, lass ich vermutlich nicht mehr so schnell los. 🙂

      • farnheim schreibt:

        Sollte Dich das „Lego-Fieber“ tatsächlich packen, lässt es Dich auch so schnell nicht wieder los. Bei mir sind’s mittlerweile wieder 11 Jahre geworden. Bei dem Bagger ist der Sammlerwert ist ja überschaubar. Von daher eher keine Wertanlage für Rente. Da müsste schon etwas anderes in Deiner Sammlung stecken – eine Monorail bspw. 😉 Obwohl sich auch hier Preise wieder etwas relativiert haben, nach dem abgeebbten Hype vor einigen Jahren. (Dem ich selbst aufgesessen bin. Das war aber okay und ist noch immer ein elementares Teil auf meinen Ausstellungen.)

      • Lyse schreibt:

        Am Wochenende hab ich an meiner Hobelbank weitergewerkelt – allerdings aus Holz, nicht Lego. Bin sozusagen ganz an die ursprünglichen Anfänge zurückgekehrt. 🙂

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