FLF 14000/500P – Pacer8 (8×8)

Bereit für die Feuertaufe

Die Flughafenfeuerwehr der FAirport AG in Farnheim trägt dem stetig steigendem Luftverkehrsaufkommen erneut Rechnung und modernisiert seinen Fahrzeugpark. Das erste von insgesamt vier neuen Großlöschfahrzeugen konnte nun auf dem Flughafen im Empfang genommen und der Presse vorgestellt werden. Das Löschmonster vom Typ Pacer8 ist mit insgesamt 12.500 Litern Wasser, 1.500 L Schaummittel und 500 kg Pulver beladen. Sein 1.400 PS starker V12-Zylinder-Dieselmotor katapultiert die insgesamt 48 Tonnen Gesamtgewicht in 12 Sekunden auf 80 km/h. Schluss ist bei 128 km/h. Die eingebaute Kreiselpumpe FPN-10-10000, liefert 10.000/Min. und wird von einem separaten V6-Diesel mit 480 PS Leistung angetrieben. Der Werfer des HRET speit 8.000 L/Min. während der Frontmonitor 3.500 L/Min. 80 Meter weit schießt. Wie schon beim Pacer4 zeichnet sich auch hier erneut der Feuerlöschfahrzeug- und -gerätehersteller Firebrick für den Bau verantwortlich.

Wer hätte gedacht, dass das Design der 4×4 Pacers tatsächlich längerfristigen Bestand haben sollte. Ich wohl am wenigsten. Und so kam, wie es kommen musste, dass er nun einen großen Bruder zur Seite gestellt bekam. Endlich, könnte man meinen. Und so vervollständigt sich nach und nach ein schlagkräftiger Löschzug nach ICAO-Standards. Übrigens errang das Luftdrehkreuz Farnheim die höchste Kategorie 10 und muss die geforderten 32.200 L Löschmittel mit einer Auswurfmenge von 11.200 Litern innerhalb von 3 Minuten gewährleisten können und auf eben drei Fahrzeuge verteilen. Das vierte Fahrzeuge dient der Reserve.

Der Bau selbst ging zügig – ich hatte ja schließlich eine Vorlage, an der ich mich entlang hangeln konnte. Lediglich die Fahrzeugverlängerung durch die größeren Radausschnitte für die Zwillingsachsen erforderten gerade im vorderen, gesnotteten Bereich etwas Tüftelei. Somit schreitet die Umgestaltung des Fahrzeugparks der Flughafenfeuerwehr voran. Dank der neuen Aufkleberbögen der Xtra-Serie konnte ich die beiden Fahrzeuge auch mit einer weithin sichtbaren Nummerierung versehen. Im Wesentlichen entspricht die vierachsige Version der des kleinen Erstlings, lediglich der hochreichende Löscharm, das sog. High Reach Extendable Turret, ist eine der größeren ausstatterischen Unterschiede. Verbildgerecht ausrüstet mit Löschlanze, separatem Werfer und ein bisschen Gegreeble.

Übrigens beim Blick auf den Kalender war ich ganz überrascht, dass die alten GFLFs bereits über fünf Jahre auf dem Buckel haben. Also, höchste Zeit für ein Refurbishment.

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KEF – Kleineinsatzfahrzeug

Für kleine und Kleinsteinsätze verfügt die Flughafenfeuerwehr, ebenso wie die städtischen Kollegen, über ein sog. KEF, um nicht gleich immer mit dem großen Besteck anzurücken. Mit ihm bewältigt die Wehr alle Einsatz-Kleinigkeiten, wie das Abstreuen von ausgelaufenden Betriebsmitteln, Kleinstbrände vom Schlage eines brennenden Mülleimers oder technische Hilfe von geringem Umfang., wie das Öffnen von Türen. Wie alle Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr verfügt auch dieser Kleintransporter über einen hochstelzigen Allradantrieb.

Dieses Modell bietet tatsächlich, trotz seiner gewöhnlichen Optik, einige Besonderheiten. Zunächst kamen für die Form des Hochdaches die jüngst über den Kundendienst bezogenen neuen Bauteile zum Einsatz. Leider weisen die Bauteile für Stirn- und Rückseite nicht dieselbe Rundung auf wie die Seitenteile. Die Radien unterscheiden sich gerade im Übergangsbereich zum Dach minimal. Durch die Blaulichbalken fällt dies aber kaum auf. Die mit einer angedeuteten A-Säule bedruckte Windschutzscheibe aus dem MINI-Set der Speed-Champions-Reihe bietet optisch ein gewisses Etwas. An der Fahrzeugfront setzte ich für die Kühlergestaltung die neuen 1×1 Snotsteine mit vorderer und seitlicher Noppe ein. Dadurch war es möglich die Scheinwerferkäseecken mitsamt der Frontblitzer anders – seitlich – anzuordnen. Und statt der typischen Niederquerschnittsreifen, die für gewöhnlich auf diesen Felgen sitzen, habe ich die dicken PKW-/Rennwagen-Walzen aufgezogen. Ein wenig Kraftanstrengung und schmerzende Fingerkuppen muss man aber dafür in Kauf nehmen. Das zweifarbige Farbschema und eine entsprechende einsatzspezifische Beladung komplettieren das neue MOC.

Die neuen Feuerwehruniformen

Es tut sich wieder etwas an der Bekleidungsfront. In schöner Regelmässigkeit renoviert TLC alle Jahre wieder die Optik seiner Feuerwehruniformen (aber nicht nur die). Werfen wir doch mal einen genaueren Blick auf das, was seit Anfang dieses Jahres erhältlich ist.

2019 ist ein besonders Jahr, denn es gibt, neben der bekannten schwarzen Kluft, die bereits 2016 renoviert wurde, eine neue Arbeitskleidung in darktan und einen weiteren neuen Arbeitsoverall in bright light orange. Das beige Vorbild ist sicher wieder in den USA zu suchen, wenngleich auch hierzulande Feuerwehren mit dieser Arbeitskluft ausgestattet sind. Ergo, mich erfreut’s ganz besonders. Und nun bin ich versucht, die neuen Uniformen bei den Feuerwehren in Farnheim einzuführen.

Neben blütenweißen Diensthemden für die Branddirektion gibt’s für die FF neue Dienstbekleidung

Insgesamt bietet der Feuerwehr-Dresscode für Minifigs im Lego-Kosmos genug Stoff, um sich in einem gesonderten Artikel mit den Dienstuniformen der vergangen 40 Jahre in erschöpfender Breite zu beschäftigen. Dazu später mehr.

Nun aber zunächst zurück ins hier und jetzt. Die ebenso neue orangefarbene Uniform entspricht NICHT der der Waldbekämpfer aus dem Jahr 2012. Auch wenn sie sich auf den ersten Blick gleichen, bietet der neue Arbeitsanzug ein eigenständiges Design, und die retroreflektierenden Streifen werden diesmal, anstelle des alten, hellen Graus, mit einem echten Silberaufdruck immitiert.

 

Zudem spendiert TLC seinen Feuerwehrleuten neue Diensthemden. Einmal ausgehfertig mit gebundener und standesgemäß roter Krawatte und einmal als Shirt mit Polohemd-artigem Kragenabschluss. Aber alle verfügen über ein mittlerweile übliches Feuerlogo in Wappenform und einem Sprechfunkgerät angeklipst an der rechten Brusttasche. Die Rückseiten sind erfreulicherweise ebenfalls dekoriesiert und bei beiden idetisch.

Die Designer durften diesmal aus dem Vollen schöpfen: Vier neue Feuerwehroberteile und zwei neue Hosen sind das Resultat

TroLF 750

Ein kompaktes, aber wichtiges Löschfahrzeug, war zu seiner Zeit, sprich während seiner Dienstzeit in den 1990er Jahren, das TroLF 750. Die Flughafenfeuerwehr beschaffte es vornehmlich als erweiterte Löscheinheit für den Gebäudebrandschutz. 2009 wurde es an den Sportflughafen Westerau-Jeester verkauft.

Als ich (mal wieder) das weltweite Netz nach Anregungen durchstöberte, fiel mein Blick unweigerlich (erneut) auch auf den lettischen Modellbauer de-marco. Unter seinen hervorragenden Kreationen befand sich eben auch dieses Kabinendesign, welches ich nachbaute und dem ich hintendran einen kompakten Aufbau spendierte. Modellbauerisch bietet der Aufbau keine modellbauerischen Rafinessen, aber er bietet Platz für alle wichtigen Dinge, die einen solchen Fahrzeugtypen ausmachen: Pulvertank, Druckbehälter, Schnellangriff, Dachwerfer und Bedienfeld. Das Ganze im für die Flughafenfeuerwehr bekannten zweifarbigen Lackkleid.

FLF 6500 – Pacer4 (4×4)


Als schnelles Vorauslöschfahrzeug verfügt die Flughafenfeuerwehr Farnheim über ein FLF 6500. Dies ist als Reservefahrzeug eingeteilt und steht bspw. für Brandwachen bei Flugzeugbetankungen zur Verfügung. Je nach Einsatzanforderung dient es auch als Vorauslöschfahrzeug. Aufgebaut wurde das Fahrzeug auf einem Pacer4 (4×4), der einst aus einer Eigenentwicklung des Feuerlöschfahrzeug- und -geräteherstellers Firebrick hervorging. Das singlebereifte und allradangetriebene 26-Tonnen-Gefährt wird von einem V8-Turbodiesel mit 650 PS befeuert. In seinem Bauch transportiert der Pacer4 5.800 L Wasser, 500 L Schaummittel und 250 kg Pulver zur Einsatzstelle. Die Kreiselpumpe 10-8000 fördert ihrer Beschreibung nach 8.000 L bei 10 bar. Das Fahrzeug verfügt über zwei kombinierte Werfer, die während der Fahrt fernsteuert betrieben werden können. Somit ist bereits auf der Anfahrt die Abgabe von Löschmittel auf das Brandobjekt möglich. Zudem ist die Brandbekämpfung stationär über zwei Schnellangriffhaspeln möglich. 

Neues Jahr, neue Modelle. Jüngst habe ich mir meine Flughafenfeuerwehr als Ziel neuer Umbaubemühungen ausgeschaut. Nach ersten Fahrzeugen, die im vergangenen Jahr fertiggestellt wurden, hat nun mein erstes 6-Noppen-breites Modell überhaupt in Form dieses zweiachsigen FLFs Premiere. Es war nur eine Frage für entsprechnd plausibel wirkende Größenverhältnisse schließlich nur eine Frage der Zeit, bis ein solches Gefährt auf meinem Bautisch vorfährt. Ihr fragt Euch vielleicht, ob dies nun der Anfang vom Ende der 4w-Modelle sei? Mitnichten! Ich kann Euch beruhigen. PKWs und Kleintransporter sowie Löschfahrzeuge bleiben auch in Zukunft 4/5w breit. Es sei noch die Randnotiz erlaubt, dass TLC höchst selbst ein solch 6-Noppen-breites Ungetüm während der Classictown-Ära im Programm führte.

Dieses Löschfahrzeug ist für mich zunächst nur als Fingerübung gedacht. Denn 6wide ist gar nicht so einfach, wie es scheint. Hier hat man plötzlich viel mehr Platz und der will sinnvoll gefüllt werden, ohne zu bemüht zu wirken, oder über Strecken zu undetailliert. Gleichzeitig möchte ich dabei mit andersartigen Bautechnicken gewohnte Konstruktionspfade verlassen, um noch mehr optischen Spielraum zu haben. Denn das eigentliche Ziel sind die Verbeiterung meiner 8×8 Löschfahrzeuge „Prevailor“ auf sechs Noppen. So werden werden später hierbei sicher noch die eine oder andere modellbauerische Weiterentwicklung einfließen. Da für dieses aktuelle Modell laut meines ersonnenen Feuerlöschkonzeptes für den Farnheimer Flughafen eigentlich keinen Bedarf besteht, schaue ich mal, inwieweit sich dieses Fahrzeug darin integrieren lässt. Ansonsten wird hieraus bald schon der erste der 8x8er Löschriesen. Bleiben wir gespannt…

Umbau des FLF 60/88-12 auf 5w

Schon damals, kurz nach Fertigstellung des Flughafenlöschfahrzeugs war bereits klar, dass der Aufbau bei solch einen Brummer viel zu schmal geriet. Dennoch mussten knapp zwei Jahre ins Land vergehen, ehe ich die Verbreiterung in die Tat umsetzte.

Ich nehme also nicht immer gleich bestehende Modelle auseinander, ich modifiziere sie auch, wenn es mir sinnvoll erscheint. Nicht, dass es mir hierbei in den vergangenen zwei Jahren noch nicht sinnvoll erschein – mir fehlte schlicht der Elan.

In einem halben Tag mit viel Tüftelei und Probiererei habe ich die Verbreiterung umsetzen können. Alles begann mit dem Gerätekasten. Der noch vermeintlich leichteste Teil des Umbaus. Dahinter fingen aber die Experimente an, um das bestehende Erscheinungsbild nur nicht zu verfremden. Die größte Herausforderung war das gesnottete Tanksegment über den beiden Hinterachsen im Inneren wieder stabil zu verankern, da das Heckteil, das nun auch eine halbe Noppe versetzt wurde, nicht am Fahrgestell befestigt werden konnte. So musste eine andere Lösung her. Und die kam in Form eines 1×1 Clips. Dieser hält den eingerückten weißen Teil (den Boden des Heckgeräteraumes, wenn man so will) mit dem Fahrgestell ausreichend fest. Keine legale Bautechnik, aber was soll’s.

 

Einsatz der Feuerwehr Farnheim bei Brick Bits 2018

Am Sonntag vormittag ereignete sich auf dem Groß-MOC „Flughafen Hamburg“ auf der diesjährigen Brick Bits während der Ausstellungszeit ein Zwischenfall. Ein Triebwerk einer am Terminal 2 stehenden Boeing 747 fing aus bislang ungeklärter Ursache Feuer. Schnell dehnte sich eine weithin sichtbare Rauchwolke entlang der Parkposition auf dem Vorfeld aus. Während die Besatzung eine schnelle Evakuierung des Fliegers einleitete, setzte sich die umgehend alarmierte Flughafenfeuerwehr zügig mit einem ICAO-Löschzug in Bewegung. Gleichzeitig rückte auch die Farnheimer Feuerwehr mit einem erweiterten Löschzug samt Sonderfahrzeugen zur sog. überörtlichen Hilfe an.

Während die schweren Flughafenlöschfahrzeuge bereits bei Erreichen der Einsatzstelle einen massiven Löschangriff einleiteten, unterstützten die Farnheimer die Tätigkeiten mit zusätzlichen Löschangriffen oder standen in Bereitstellung. Hierzu kam auch das neue GTLF 10 der Berufsfeuerwehr zum Einsatz und erlebte zugleich seine „Feuertaufe“. Dieses Fahrzeug ist so neu, dass es bislang noch nicht einmal von der Presseabteilung entsprechend fotogen ins Licht gerückt werden konnte.

Die Evakuierung des Jumbos wurde ohne nennenswerte Zwischenfälle besonnen und zügig abgeschlossen. Die Passagiere kamen lediglich mit einem Schrecken davon. Auch die Flammen am äußeren Triebwerk der linken Tragfläche waren rasch erstickt. Glück im Unglück, denn erst kurz zuvor war der Airbus für den Start bereits vollgetankt worden.

Die Passagiere konnten etwas später mit einem Ersatzflugzeug ihre Weiter-(Reise) nach New York antreten. Die Unfallermittler und der Triebwerkhersteller haben die Arbeiten aufgenommen, das Problem zu identifizieren.

Der Familie Burmester sei herzlich dafür gedankt, dass sie diese Ereignis auf Ihrem MOC freundlicherweise haben stattfinden ließen. Ebenso geht ein Dank an Wolfgang (legoviller) für die Unterstützung durch einige seiner 4wide-Fahrzeuge.

Einsatzdauer: ca. 35 Minuten

Personalstärke: 23 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Feuerwehr Farnheim
• KdoW (WAL) (Florian Farnheim 01-KDOWWAL-1)
• Einsatzleitwagen ELW 1-3 (Florian Farnheim 03-ELW-1)
• Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-3 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
• GTLF 10 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
• SLF 30/60-6 (Florian Farnheim 02-SLF-1)
• WLF (Florian Farnheim 05-NEF-1) + AB T2 (Tank 2)
• RTW 19 (Florian Farnheim 03-RTW-1)
• NEF 6 (Florian Farnheim 05-NEF-1)

Flughafenfeuerwehr
RIV 1200/300
FLF 60/88-12
• RTW 19 (Florian Farnheim 03-RTW-2)
• NEF 6 (Florian Farnheim 02-NEF-6)

sowie einige Fahrzeuge von legoviller und der Familie Burmester.