Rüstwagen Umweltschutz (RW-U)

Als Ersatz für den alten GW-U aus dem Jahr 2001 beschaffte die Wehr ein neuen Rüstwagen, der neben Gerätschaften für große technische Hilfeleistungen mit einer umfangreichen Beladungsergänzung für den Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern ausgestattet ist. Im Rahmen des TUIS-Abkommens kann er bei größeren Schadenfällen somit auch von der städtischen Feuerwehr zur Unterstützung herangezogen werden. Bspw. wurde im Jahr 2013 TUIS zu bundesweit 866 Einsätzen von öffentlichen Gefahrenabwehrkräften (Feuerwehr, Polizei, etc.) angefordert. Allerdings nicht immer in Form von Personal und Material direkt vor Ort. Das aber nur am Rande.

Das Fahrzeug stellt einen Komplettumbau dar. Sowohl von außen als auch innen wurde das Fahrzeug gründlich optimiert. Das Ausgangsmodell war nun mittlerweile annähernd fünf Jahre alt – Zeit also für ein sog. „Make over“.

Im Grunde blieb außer der Kabine und dem vorderen Teil des Geräteraumes nichts erhalten. Der Radstand des Fahrgestells zwischen erster und zweiter Achse wuchs um eine Noppe. Das schuf Platz für den heckseitigen Geräteraum inkl. Platzierung einer Ladebordwand. Den so gewonnen Platz am Fahrgestell ließ sich mit allerei Trittbrettern und Anbauteilen füllen. Die Dachaufbauten wurden dank eines Windabweisers um einiges aerodynamischer, und am Heck kamen einige neue Warneinrichtungen hinzu. Neu ist allerdeings der auf dem Dach verlastete und üppig dimensionierte Lichtmast, der Einsatzstellen in der Nacht ausreichend dankbare Helligkeit spendiert. Das rote Etwas an der Fahrzeugfront soll, wie schon beim TroLF 1500, eine Seilwinde in abgedeckter Form darstellen. Zu sehen übrigens im Original auch an den neuen LF24 der BF Mülheim.

Die Beladung wurde den neuen Bedürfnissen angepasst und aufgestockt. Neben Kettensäge, Absperrpilonen, Werkzeugkoffern, Hebekissen, einem Generator, finden sich im Heck gelben Tonnen zur sicheren Aufnahme von Gefahrgut.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2x16er Platte)

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Kommandowagen (KdoW)

Auch eine Werkfeuerwehr verfügt über einige Führungsfahrzeuge. In diesem Falle ist es ein Kommandowagen, den auch der Leiter der Feuerwehr für Dienstfahrten nutzt. Mit ihm können aber auch kleinere Einsätze koordiniert werden.

Das Modell ist baugleich mit den Dienstwagen der städtischen Feuerwehr. Jedoch unterscheidet es sich in Punkto Signalanlage und Farbschema. Hierbei findet auch gleich eine kleine farbliche Weiterentwicklung Anwendung. Alle Fahrzeuge der Werkfeuerwehr erhalten nach und nach einen weißen Streifen an der Stirnseite.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er Platte)

Sonderlöschfahrzeug (SLF 30/10-250P)

Seit dem letzten Jahr verstärkte sich die Wehr auch bei den Fahrzeugen für die aktive Brandbekämpfung. So beschaffte man zum SLF 16/18-2 ein erweiteres Fahrzeug – das SLF 30/10-250P. Wie die Zahlen darauf hindeuten lassen, transportiert dieses Einsatzfahrzeug 3.000 L Wasser, 1.000 AFFF-Schaummittel, sowie 250 kg Löschpulver zur Einsatzstelle, die allesamt über den kombinierten Dachwerfer auf das Brandgut abgegeben werden können. Es ist Teil des ersten Löschzuges.

Übrigens: Auf die Löschzugkombinationen einer Werkfeuerwehr gehe ich zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich ein.

Natürlich habe ich dieses Fahrzeug dem älteren SLF nicht zur Seite gestellt, sondern es für die Umgestaltung genutzt. Das Modell wuchs um eine Noppe in der Länge, was dem Tanksegment (zu Erkennen an den 1x3er Fliesen auf den Seitenflächen) zu Gute kam. Grundsätzlich blieb die originale Optik erhalten. Allerdings ersetzte ich die vormals weißen Gerätefachabdeckungen durch hellgraue. Der wuchtige Monitor wich zudem einer filigraneren Version. Überhaupt konzentrierte sich die wesentliche Modifizierung am Heck. Hier kamen neue Schauchhaspeln zum Einsatz, die bereits vom Farnheimer Löschfahrzeug bekannt sein dürften. Auch abgeänderte Lichtmasten sorgen für mehr Helligkeit bei der Einsatzstellenausleuchtung.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2x6er + 4x4er +1x4er Platte + 1×2 auf 1x4er Bracket + 2 Lampensteine)

Sondertanklöschfahrzeug (STLF 10.000 HRET)

Ein weiteres Fahrzeug im umfangreichen Fuhrpark der Werkfeuerwehr Jade Öl AG ist  das STLF 10.000 HRET (High Reach Extendable Turret). Es verfügt über 7.000 L Wasser und 3.000 L Schaumittel, eine FP 15-4000 und, um an höher gelegene Brandherde zu gelangen, einen Löscharm. Entgegen der üblichen Montage der feuerlöschtechnischen Einrichtungen auf einem Straßenfahrgestell, entschied man sich für einen geländegängigen Allradantrieb. Ein Grund dafür ist das das Werksgelände umgebene eingedeichte Marschland.

Das Fahrzeug ist als Allrounder konzipiert und kann aufgrund der großzügig dimensionierten Feuerlöschkreiselpumpe auch zur Wasserversorgung herangezogen werden. Der Löscharm hilft an höher gelegene Brandherde zu gelanden, oder über Hindernisse hinweg zu löschen.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Der Ursprung dieses Modells war eigentlich als WLF mit einem passenden AB-Großbrand erdacht. Mir wollte es aber aufgrund der Bauhöhe für diesen Zweck nicht so recht zusagen. So ging ich auf Internetrecherche und schaute, was bei Werkfeuerwehren so geht. Die Fahrzeugparks solcher Sonderfeuerwehren sind für Projekte wie dieses wahre Ideenfundgruben, da derlei Fahrzeuge keiner Norm unterliegen und letztlich individuell auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Wehr zugeschnitten sind. Im Verlauf entfiel kurzerhand der Abrollmechanismus für das angedachte Wechselladerfahrzeug, und ich flanschte den Aufbau direkt an das Fahrgestell. Einige Modifikationen waren im Anschluss noch notwendig, um dem Modell den letzten Schliff zu verpassen. So kamen der Löscharm, eine Schnellangriffsvorrichtung, sowie ein portabler Schaum-/Wasserwerfer hinzu.

Die modellbauerische Modernisierung der Werkfeuerwehr nimmt also (weiterhin) Formen an. In den kommenden Tagen folgen einige weitere Vorstellungen teils überarbeiteter, teils neukonstruierter Fahrzeuge. Der geneigte Leser darf schon einmal eine gespannte Erwartungshaltung einnehmen.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2x12er + 2x2er Platte + 1×2 auf 1x4er Bracket)1

TZ – Tankzug

Die kürzlich hier vorgestellten Tankzüge waren bereits Fahrzeuge, welche von der Anzahl der Betriebsstunden ihrer Ablösung entgegensteuerten. Und so kam, dass die Werkfeuerwehr Jade Öl AG nun Ersatz beschaffen konnte. Hierbei handelt es sich um gewöhnliche Tankauflieger, in deren Kammern 23.000 L Mehrbereichsschaumittel lagern. Eine installierte Pumpe fördert im Einsatzfall bis zu 800 L/Min. in den Zumischer und damit in das Löschnetz der Einsatzstelle.

Die Werkfeuerwehr hält an ihrem Prinzip „Viel hilft viel“ fest, wenngleich auch mit den modernen Löschfahrzeugen im Verbund mittlerweile ein wesentlich effektiveres Einsetzen des Schaummittels möglich sind.

Mit diesem Tankzug konnte ich einen langgehegten Wunsch eines gesnotteten Tankaufliegers in zylindrischer Form realisieren. Da es die Zylinderhälften des Tanks leider nicht in rot gibt, musste diese Zweifarblösung her. Weil sie aber nicht ins Farbschema der städtischen Wehr passt, bastelte ich die o. g. Geschichte drumherum. Die Zugmaschine sollte bautechnisch dem Auflieger in nichts nachstehen, und so bekam er eine kippbare Fahrekabine mit einem stilisierten Motorblock darunter. Erstmalig an einem meiner MOCs.

Zum Finish zählt sicher die Ausgestaltung mit einigen Details, wie bspw. der Handlauf am Auflieger, die Pumpeneinrichtung auf der Fahrerseite oder auch der transportable Schaum-/Wasserwerfer.

Allerdings, so sei noch abschließend erwähnt, werde ich den älteren Tankzug nicht gleich wieder auseinander nehmen.

Fahrgestellbasislänge: Zugmaschine 10 Noppen (2x8er Platte + 1×2 auf 1x2er Bracket + 1×2 auf 1x4er Bracket), Auflieger (2x6er Platte als Achsenaufnahme)

Trockenlöschfahrzeug (TroLF 6000)

Das Löschkonzept der Werkfeuerwehr sieht bei Mineralölbränden vor, neben einem massiven Einsatz von Schaummitteln auch einen Angriff mit Löschpulver in großen Mengen. Dafür steht den Kräften der Wehr nun ein TroLF 6000 zur Verfügung, das in seinen beiden Kesseln mit je 3.000 kg Löschpulver der Brandklassen B und C beladen ist. Über einen formstabilen Druckschlauch, sowie über den Dachwerfer kann das Pulver auf den Brandherd abgegeben werden. Es ersetzt das in die Jahre gekommene TroLF 1500, welches, wie angekündigt, auf einem kleinen Regionalflugplatz noch einige Jahre zuverlässig seinen Dienst verrichten wird.

Der Ausbau der Flotte der Werkfeuerwehr schreitet peu à peu voran. Die Idee dieses Fahrzeugs ist bereits zwei Jahre alt und wurde auf der letztmaligen Fanwelt geboren.  Dadurch, dass solch offen gestaltete Aufbauten bei diesen Fahrzeugtypen durchaus üblich waren und es auch noch sind, war ich lange Zeit nach der Ausstellung 2012 auf der Suche nach den entsprechenden Bauteilen, insbesondere nach den Pulvertanks. Die Montage selbst ging dann an einem Nachmittag über die Bühne.

In der Regel beginne ich die Montage mit dem Bau des Fahrgestells, in seltenen Fällen – so auch hierbei – lege ich mit dem Aufbau los. Dies bietet den Vorteil, dass er den nötigen Platz zugesprochen bekommt, und alles weitere gestaltet sich im weiteren Verlauf drumherum. Der übrige Zusammenbau bietet keine Besonderheiten. Das übliche Finish komplettiert letztlich das MOC.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x8er + 2x6er Platte)

TZ – Tankzug

Die Raffinierung und großvolumige Lagerung von Mineralölen und ebensolchen Erzeugnisse macht aufgrund des damit verbundenen hohen Gefahrenpotenzials die Vorhaltung von Löschmitteln in ebenso großer Menge notwendig. Um bei Bränden entsprechend schlagkräftig reagieren zu können, stehen der Werkfeuerwehr Jade Öl AG zwei baugleiche Tankzüge mit jeweils 23.500 Litern Schaummittel für den Notfall bereit. Während einer der beiden AFFF-Löschschaum mitführt, ist der andere mit Mehrbereichsschaummittel beladen. In der Hauptsache fungieren beide Tankzüge als logistischer Zubringer und/oder als Schaummittelverteiler in das Löschnetz an der Einsatzstelle. Deswegen verfügen die Fahrzeuge auch über keine übliche Feuerlöschkreiselpumpe und keinen Dachwerfer.

Seit langer Zeit schon wollte ich den alten Tankzug aus den Reihen der städtischen Feuerwehr in den wohlverdienten Ruhestand schicken. Die Optik erschien mir schlicht nicht mehr zeitgemäß. Zudem passte dieser Fahrzeugtypus auch nicht mehr in mein Konzept einer modernen Großstadtfeuerwehr. Ihn aber ersatzlos streichen wollte ich allerdings auch nicht. So bot sich die Werkfeuerwehr des Mineralölgiganten an.

Da manche Dinge einfach Zeit brauchen, oder Ideen dann und wann einfach noch die Reife haben, umgesetzt zu werden, ging ich das Projekt auch erst jetzt endgültig an. Zugmaschine und Auflieger entstanden zunächst getrennt voneinander. So kam es, dass ich die Höhe des Aufliegerrahmens, bedingt durch vorgebene Bauhöhe des Zugmaschinenfahrgestells im Verlaufe mehrmals anpassen und optimieren musste, ehe der Auflieger auch entsprechend waagerecht auf dem Zugfahrzeug zum Liegen kam. Dem Tank maß besondere Aufmerksamkeit bei. Zunächst wollte ich eine Röhre gesnottet auf den Rahmen legen, allerdings fehlten mir dazu einige Teile. Schlißelich rief ich mir die Tankform in Erinnerung, die ich schon dem Schaumtankfahrzeug (STF 6000) spendierte, und montierte so einen großen Tank in nur etwas abgeänderter Form.

Natürlich sollte auch dieses Modell, wie gewohnt, über eine Vielzahl an Details verfügen, wie z. B. klappbare Aufliegerstütze, Unterfahrschutz, Seitenmarkieren, Feuerlöscher, Bremskeil, Löschmittelabgänge, etc. Natürlich verpasste ich dem Modell den typischen, für die Werkfeuerwehr bekannten, Zweifarb-Anstrich.

Fahrgestellbasislänge: Zugmaschine 11 Noppen (2x10er Platte + 1×2 auf 1x4er Bracket), Auflieger (2x8er Platte als Achsenaufnahme)