ÖSWF (Ölschaden-Waschfahrzeug)

Auch Fahrzeuge, die keine hohe Einsatzhäufigkeit vorweisen können, haben zwar eine deutlich höhere Laufzeit, bis sie ausrangiert werden, irgendwann aber müssen sie es. Und wenn weiterhin eine Notwendigkeit für eine Ersatzbeschaffenheit besteht, folgt ein Nachfolger. Wie in diesem Fall, bei dem kürzlich der designierte Nachfolger beim Feuerlöschgerätehersteller abgeholt werden konnte. Die Abteilung Technik entschied für einen leicht vergrößerten Aufbau mit einem Wasser- und einem Edelstahl-Abwassertank mit höherem Fassungsvermögen (1.000/1.500 Liter). Neu ist übrigens auch die hochaufragende Verkehrswarnanlage in LED-Technik. Das steht ab sofort auf der Technik- und Umweltwache (F14) in Farmsen bereit.

Obwohl dieses Fahrzeug schon lange im Pool verweilt, stand es nach weiteren sieben (!) Jahren erneut zur Revision an. Die mittlerweile dritte Überholung (siehe 1. Generation und 2. Generation) kam einem Neubau gleich. Lediglich die Kabine blieb im Wesentlichen erhalten. Neben Reinigungsaparatur an der Fahrzeugfront ist auch der Aufbau eine Neuentwicklung. Dazu zog ich mir Vorbildfotos des (2017 außer Dienst gestellten) Düsseldorfer Pendants zurate und versuchte mich erneut in der hochkantigen Snot-Bauweise der Container/Cubcoards. Ein sog. „funny Detail“ ist der Bananen-Aufkleber auf den Seiten. Da Öl und sonstige ausgelaufene Betriebsmittel durchaus rutschig sein können, erschien mir dieser Sticker sehr passend. Darüberhinaus ist er gar ein offizieller Aufkleber. Leider bin ich mit seiner Beschaffenheit nicht zufrieden. Während die schwarze Kontur durch die Stanzform auf der Fahrerseite sehr gleichmäßig getroffen wurde, passt es auf der Beifahrerseite leider gar nicht. Zudem ist der Aufkleber ursprünglich gelb. Mangels weißdeckender Unterdruckung mischt sich der nur bedingt deckende Sticker-Farbton auf den Steinen zu diesem eher nur halbschönen Orange. Dem aufmerksamen Leser mag sicher nicht entgangen sein, dass das neue Fahrzeug anders heißt. Mit der neuen Benamung ist es zwar ungenauer beschrieben, aber es spricht sich besser. Da der Fahrzeugtyp eh nicht genormt ist, kann man es durchaus nennen, wie man möchte.

Gerätewagen-Öl

In das Tätigkeitsfeld der Feuerwehr gehört u. a. auch die Ölwehr – zu Land und auch zu Wasser. Zur Bekämpfung von ausgelaufenen mineralölhaltigen Substanzen hält die Berufsfeuerwehr einen gesonderten Gerätewagen vor, der mit umfangreichem Spezialgerät beladen ist. Zwar wurde die Norm mittlerweile zugunsten des Gerätwagen-Gefahrgut zurückgezogen, aber gerade die Einsatzhistorie in Farnheim belegt, das darüber hinaus die Beschaffung eines speziellen Ölwehrfahrzeugs nach wie vor notwendig macht.

Das Fahrzeug verfügt beladen über eine Gesamtmasse von 9,5 Tonnen. Aufgrund seines Einsatzspektrums und zugunsten des Mehrgewichts für die feuerwehrtechnische Beladung beschränkte man sich bei der Beschaffung auf ein Straßenfahrgestell. Die Feuerlöschgerätefabrik Brickfire in Colm fertigte den geräumigen Kofferaufbau. In diesem werden allerlei Auffangbehältnisse, säure- und ölfeste Schläuche und Armaturen, Pumpen, Absperrmaterial, Werkzeuge und leichte Schutzanzüge sowie Bindemittel mitgeführt. Im Einsatz wird er meist er laut AAO (Alarmierungs- und Ausrückeordnung) von einem HLF zur Sicherung des Brandschutzes unterstützt. Außerdem kann er, je nach Einsatzstichwort, in den Gefahrgutzug integriert werden.

Nach und nach und zwischendurch arbeite mich an den alten Fahrzeugen ab, die noch keine entsprechede 5w-Erweiterung erhalten haben. So wollte ich eigentlich auch mein altes ÖWSF überarbeiten. Eigentlich. Doch erstens kam es anders, als zweitens man es dachte. So verselbständigte sich der Aufbau weg von einem „Irgendwas mit Tank“ hin zu einem „Geräteschuppen“, der wohl an weiteren Fahrzeugetypen Verwendung finden kann und soll. Besonderheit ist hierbei gesnottete Aufbau, um die Klappen der Cupboards realistischer nach oben schwenken zu können, aber ungleich komplizierter in der Verbindung mit dem Fahrgestell und in der Rasterfindung bei der Länge. Denn lange blieb zwischen Heckabschluss und Aufbauseiten eine unschöne Fuge. Mit einer weiteren Plattenreihe nach dem letzten Container heckseits konnte diese schließlich geschlossen werden. Zu guter Letzt staffierte ich das Fahrzeug noch mit allerei (hoffentlich identifizierbarem) Zubehör aus. So wurde also kurzerhand aus dem ÖWSF und reiner GW-Öl. Aber: Ersteres steht nach wie vor zur Revision an.

Gleich, und doch nicht gleich

Seit mittlerweile über 11 Jahren entwickle ich für meine Feuerwehr Farnheim Fahrzeugdesigns, die in erster Linie an die klassischen Town-Zeiten während der 1980er und 1990er Jahre erinnern. Gleichzeitig soll der Fahrzeugpark mit wenigen Fahrzeugtypen relativ vereinfacht werden, und damit in der Summe der viele verschiedenen Einsatzfahrzeuge ein recht einheitliches Gesamtbild abgeben. Daher schuf ich vor einigen Jahren ein sog. „Familiengesicht“, bei dem die klassischen LKWs ein überwiegend einheitliche, immer wiederkehrende Kabinengestaltung bekamen. Standen meine ersten Jahre nach den Dark Ages noch unter dem Motto: „Je abwechslungsreicher desto besser“, modifizierte ich meine damalige Überzeugung schon recht bald an noch heute für die Farnheimer geltenden Grundsätze an. Denn auch bei den deutschen Feuerwehren ließen und lassen sich durchaus überwiegend einheitliche Fuhrparks erkennen: Karlsruhe (Scania, heute), Nürnberg (MAN, damals und heute), Stuttgart und Hamburg (Mercedes-Benz, damals), Düsseldorf, München und Frankfurt/Main (Magirus-Deutz/Iveco Magirus, damals).

Den Anfang machten damals der mittelschwere LKW-Typus bis etwa 18 Tonnen. Also der Typ Fahrzeug, auf den man Drehleitern und Löschfahrzeuge aufbaut. Ein Facelift vor wenigen Jahren fügte ein weiteres paar Fronblitzer hinzu und änderte die Scheinwerferdarstellung.

DLA(K) 23/12 (L32 XS 3.0)

 

ITW (Intensivtransportwagen)

HLF 20/16 NG

Bis zum Facelift haben es die Gesichter der schweren Fahrgestelle allerdings noch nicht gebracht. Die heute aktuellen LKWs über 18 Tonnen gibt es in zwei Versionen, um dem Fahrzeugpark trotz aller visuellen Gleichzeit etwas Abwechselung zu gönnen. Denn auch in der Realität finden sich immer auch ein paar Fahrzeuge anderer Hersteller im Fuhrpark – europaweite Ausschreibungspflicht und klamme Stadtsäckel sei Dank.

TLF 30/50-SL

GW-L2

WLF schwer (Ex-geschützt)

GW-Boot (intern Bootswagen)

GTLF 9000

Vor allem, wenn Fahrzeuge z. B. Teil des Katastrophenschutzes sind, bei dem die Bundesbehörde f. Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) größere Chargen eines Typs ordert und an Wehren in ganz Deutschland verteilt, wird spätestens dadurch der eigene Fahrzeugpark in meisten Fällen zum „Gemischtwarenhandel“. So gibt es auch Farnheim vereinzelt in Dienst stehende mittelschwere Fahrzeuge eines gedachten, weiteren Fahrzeugherstellers.

GW-Mess

GW-ATF (Analytische Task Force)

Aber auch bei den Pkws und Kleintransportern fand und findet eine Vereinheitlichung statt. Egal, ob PKWs, SUVs oder Geländewagen. Als Insprirationsquell für den hier abgebildetetn SUV-Typ diente der in den USA sehr beliebte (und seit letztem Jahr auch wieder in Deutschland angebotene) Ford Explorer.

KdoW KRD (Kampfmittelräumdienst)

NEF (Erprobungsfahrzeug)

PKW

PKW

Das aktuell wandlungsfreudigste und mengenmäßig häufigst eingesetzte Fahrzeug ist der folgende Kleintransporter. Er lässt sich in alle Richtungen beliebig erweitern. Die Familie umfasst etwa 20  Fahrzeuge für verschiedenste Einsatzwecke. Aufgrund seiner hohen Beliebtheit erfuhr er ebenfalls mit den Jahren ein Facelift, das in Punkto Scheinwerfer, Kühlergrill und Kennzeichen Modernisierungen erfuhr. Die abgebildeten Varianten zeigen jeweils die Facelift-Versionen.

ELW (Kurzer Radstand, ohne Hochdach)

GW-Fernmeldetechnik (langer Radstand, mittleres Hochdach)

MLF (langer Radstand, Staffelkabine und Geräteaufbau)

RTW (langer Radstand, mittleres Kabinen-Hochdach und Kofferaufbau)

GW-Logistik (mittlerer Radstand, Portalachsen, Standard-Allradkabine mit höherer Wattiefe)

Familienclan: Die Geschwister beim Gruppenbild

 

Abrollbehälter CO2

Bisweilen brennt es an Stellen, an denen können Wasser, Schaum oder Pulver nichts ausrichten, oder hinterließen bei einem Löscherfolg einen zu großen Schaden. Vornehmlich innerhalb geschlossener Räume, in denen hohe elektrische Spannungen vorherrschen. Zu diesem Zwecke hält die Berufsfeuerwehr einen Abrollbehälter vor, auf dem 1.200 kg CO2 verlastet sind. Kohlendioxid bietet gegenüber herkömmlichen Löschmitteln den Vorteil, ungiftig, nicht elektrisch leitend und sauerstoffverdrängend zu sein. D. h., das Feuer wird förmlich erstickt. Zugleich schützt man so noch nicht durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogene elektrische Anlagen vor Löschmittelschäden. Die CO2-Abgabe erfolgt entweder über eine 50m Schnellangriffshaspel oder per Schlauchabzug zur Einspeisung in ein entsprechendes Leitungssystem.

Manchmal verselbstständigen sich gewisse Dinge einfach. So auch in diesem Fall. Angespornt durch ein Posting auf 1000steine, wurde ich gewahr, dass die Zeit für eine Modernisierung des Wechselcontainerprogramms längst überfällig geworden war. Tatsächlich war bis dato erst ein WLF mit einem in der Breite erweiterten Schlitten umgebaut. Auch ist aktuell die Anzahl überarbeiteter Abrollbehälter noch sehr überschaubar.

Als Vorbild für diesen Abrollhälter zog ich Fotos von dem der Flughafenfeuerwehr München heran. Dazu beabsichtigte ich auch die entsprechende Verleitung auch im Modell sichtbar zu machen. Das ermöglichte mir die größeren Grundfläche, die einer 5w-Containerbasis zur Verfügung steht. Denn immerhin sind 5×11 Noppen. Zur Erinnerung: ein herkömmlicher Town-/City-Wechselcontainer hat gerade einmal 4×8 Noppen zu bieten.

Historische Feuerspritze

Der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr kommt mit seiner Unterabteilung Feuerwehrhistorik und dem angeschlossenen Archiv ein nicht unerheblicher Teil der täglichen Arbeit zu. Sie sorgt zum einen für die Installierung, Aktualisierung und Digitalisierung eines umfangreichen Datenarchivs und unterhält zum anderen eine umfangreiche technische Ausstattung von mitunter hohem historischen Wert. Neben zahlreichen antiken Ausrüstungsgegenständen und Dienstbekleidungen stehen auch einige ausgemusterte Fahrzeuge als Schaustücke bereit. Die Frauen und Männer der Feuerwehrhistorik sorgen sich in den Zentralwerkstätten der Feuerwehr um die Restaurierung, Reparatur und Instandhaltung dieser Schätzchen. All das soll nämlich einmal in einem Feuerwehrmuseum der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Eines dieser Schätzchen soll hier und heute vorgestellt werden. Es ist kein geringeres als das älteste noch existierende Feuerlöschgefährt in Farnheim. Dabei handelt es sich um eine „vierrädrige einstrahlige Saug-Feuerspritze“ aus dem Jahr 1894 mit unterhängendem Wassertank. Vorbei war die Zeit ellenlanger Eimerketten. Sie war sogar bis zum Ende des zweiten Weltkriegs im Einsatz, vor allem, als während der letzten Kriegsjahre Treibstoffe rares Gut wurden. Ausgestattet mit einer sog. Hydrophore ließ sich Wasser unter Druck über rund 25 Meter auf das Brandgut werfen. Die mit Muskelkraft bediente Pumpe förderte rund 160 Liter Wasser in der Minute. Sie wurde rund neun Jahre später durch eine moderne 3,5 PS-starke Motorspritze ergänzt und diente fortan als Reserve.

Vor einigen Jahren schon fragte mich beim Berliner Steinewahn eine Mitausstellerin, ob ich nicht mal eine alte pferdezogene Feuerspritze bauen wollte. Eine tolle Idee. Allerdings hatte ich mich tatsächlich lange davor gescheut, weil ich immer dachte, Pferdefuhrwerke sind nicht mein Ding, und da würde nichts gefälliges bei herumkommen. Jetzt, nach all den Jahren, habe ich mich erneut an den Wunsch der damaligen Mitausstellerin erinnert und das Projekt nach kurzer Inet-Recherche dazu endlich gestartet. Auch einschlägige Modelle aus dem Hause in Dänemark sah ich mir dazu an. Jedoch waren sie mir im Unterbau nicht filigran genug. Meine Wunschvorstellung war ein Modell mit einem offenen Rahmen. Daher schieden sämtliche Standardplattenkonstruktionen à la LEGO® per se aus. Letztlich kamen dafür das traditionelle Pferdegeschirr und ein Wedge 4×3 zum Einsatz. Um die feine Optik zu gewährleisten, halfen hierbei viele Clips und 3- und 4L-Stangen, um das „Gebreeble“ zu befestigen. Der Tank bspw. unter dem Rahmen ist tw. um 180 Grad gesnottet. Die Schaluchhaspel wurde mit Gummireifen bestückt, um den Eindruck eines aufgerollten Schlauchs zu erwecken. Ein paar pearl-goldene Accessories ergänzen das zeitgemäß messinghafte.

STF 5000 (Schaumtankfahrzeug)

Zwar verfügt die Feuerwehr Farnheim über drei Abrollbehälter mit Schaummitteln, jedoch hält sie derzeit noch am Konzept fest größeren Mengen dieses Löschmittels in speziellen Fahrzeugen vorzuhalten. Dafür sprechen reaktionsschnellere Einsatzmöglichkiten und der höhrere Platzbedarf beim Auf- und Ablasten eines ebenbürtigen Abrollbehälters durch einen Wechsellader (WLF). In jedem Falle ist auch immer noch ein Löschfahrzeug erforderlich, da das STF, wie auch der AB, über keinen eigenen Wassertank für die Zumischung des Schaummittels verfügt. Jedoch sprechen mitunter wartungs- und damit kostenintensive Instandhaltung mittlerweile gegen ein solches Fahrzeugkonzept. Somit werden die beiden Schaumtanker nach Ablauf ihrer Dienstzeit nicht mehr durch ebenbürtige Fahrzeuge, sondern ebenfalls durch weitere Abrollcontainer, ersetzt.

Schade, dass klamme Städtehaushalte und die Durchnormierung sämtliche Einsatzfahrzeugtypen der Feuerwehr dazu führten, dass solche Fahrzeugkonzepte heutzutage keine Chance mehr haben. Solche Brummer waren für Freunde der Technik echte Highlights im Fahrzeugpark. Allen voran sei hier die Hamburger Berufsfeuerwehr erwähnt, die allein fünf Fahrzeuge vorhielt. Kleine Randnotiz zum Thema „Zweites Leben“: Die Werkfeuerwehr Akzo Nobel in Düren erstand Ende der 1980er Jahre eines der Hamburger Schaumtankfahrzeuge. Ich jedenfalls behalte mir für die Farnheimer vor, solche Fahrzeugformate noch eine Weile am Leben zu erhalten. Nicht umsonst transformierte ich das alte STF nun in die aktuelle Baubreite. Natürgemäß legte das Modell in allen Belangen zu: Erscheinungsbild, Teilebedarf und Detailgrad.

Letzterer überzeugt sicher bei der Kompaktheit des Monitors, den Fahrgestellanbauteilen und sicher auch bei der heckseitig verbauten Kreiselpumpe. Als kleines Gimmick (wenn auch nicht allzu realisitisch) kann man durchs Aufbaudach den innenliegenden Schaummitteltank erkennen. Grundsätzlich war ich versucht das alte Erscheinungsbild des Aufbaus zu erhalten. Allerdings wuchs er um zwei Noppen in der Länge, was die Silhouette bei einer 5er-Breite trotzdem nicht gestreckt wirken lässt. Erwähnenswert ist sicher noch die Verwendung einer anderen Fahrzeugfront, die so nun etwas besser zu anderen Löschfahrzeugen passt. Als Bereifung zog ich die gebräuchlichen „Speed Champs“-Gummis über aktuelle PKW-Niederquerschnittsreifen.

TMB 42 (Teleskopmastbühne)

Die Feuerwehr Farnheim verfügt über insgesamt 12 Hubrettungsfahrzeuge unterschiedlichster Bauart. Für besondere Aufgaben kommt allerdings diese Teleskopmastbühne mit 42 Metern Rettungshöhe zum Einsatz. Sie fungiert als Ersatzbeschaffung für den in die Jahre gekommenen Vorgänger. Erneut bekam die Red Stone Feuerlöschgerätetechnik in Ziegelbach den Zuschlag, während die Steinburger Fahrzeugwerke den mit einem höhenreduzierten Fahrerhaus den passend motorisierten Untersatz lieferten, der überdies mit einer Hinterachszusatzlenkung versehen ist. Wie auch schon der Vorgänger wird dieser Teleskopmast an der „Technik- und Umweltwache“ F14 in Farmsen stationiert.

Nach rund sieben Jahren wollte ich den Vorgänger nun einer größeren Modernisierung unterziehen. Denn auch er war noch nicht dem neuen 4/5 Noppen breiten Baustandard angepasst. Und wie das bei solchen (Um-)Bauprojekten so ist, konnte schon bald von Modernisierung allein nicht mehr die Rede sein. Zwar behielt ich einige Details insbesondere bei Hubarm und Korb bei; jedoch wurde aus dem Rest des Fahrzeugs ein kompletter Neubau. Als grobe Orientierung diente mir dazu ein Vorbild aus oder besser für Tschechien. Was mich, auch nach Abschluss der Bauarbeiten, noch immer stört (und das störte mich auch schon beim Vorgänger) ist, dass das Gelenk hinter dem Hubarm über keine Arretierung verfügt, d. h. der vollausgefahrene Zustand lässt sich augenblicklich leider (noch) nicht darstellen. Ansonsten ist die HZL, also hintere Zusatzlenkung, nicht bloße Theorie – die Steckachsplatte lässt sich tatsächlich drehen.

DLA(K) 23/12 (L32 XS 3.0)

Die Unterschiede von alter und neuer Generation könnten größer kaum sein

Eine neue Drehleiter-Generation hält in Farnheim Einzug. Nach zwei Jahren intensiver Planung und Realisierung konnte nun das erste Exemplar beim Fahrzeughersteller in Empfang genommen werden. Die exakte Bezeichnung (siehe Überschrift) wird intern ein simples DLK 23/12 abgekürzt. Als Besonderheit verfügt das Fahrzeug über einen Gelenk-Leitersatz, bei dem das letzte Leitersegment samt Rettungskorb absenkbar ausgeführt ist. Das sorgt für noch mehr Variabilität bei insgesamt geringerem Platzbedarf. So ist diese Drehleiter auch hervorragend in beengten Innenstadtgebieten einsetzbar. Der Leiterpark kann in eine Höhe von bis 32 Metern ausgefahren werden. Das Fahrzeug selbst leistet 290 PS. Allerdings werden in Zukunft nicht alle neuen Drehleitern mit dem Gelenk ausgestattet sein. Für Wachbezirke, in denen offenere und großzügig bemessenere Grundstückbebauungen vorherrschen, werden auch weiterhin herkömmliche Drehleitern ohne Gelenk beschafft. Außerdem gilt in der Bauordnung nach wie vor, dass der zweite Rettungsweg über eine Drehleiter OHNE Gelenkleitersatz erfolgen muss.

Wer hätte das gedacht, dass die alte Drehleiter-Generation fast auf den Tag genau sieben Jahre alt wird. So war es nur eine Frage der Zeit, bis dass auch hier eine Auffrischung erfolgen sollte und die sog. 5er-Breite Anwendung fand. Nicht, dass sie das bei der Flughafenfeuerwehr schon tat. Allerdings ist für die städtische Feuerwehr ein Novum. Nun ist also auch der städtische Löschzug insofern komplettiert, als dass er jetzt in Gänze den aktuellen Baustandard beschreibt. Notiz an mich: Ich sollte kurzfristig mal ein aktuelles Foto vom Löschzug anfertigen und nachliefern.

Leider ließ sich aufgrund des Platzmangels und der bautechnischen Gegebenheiten keine heckseitige Abstützung realisieren. Die vordere muss für Showzwecke ausreichen. 😉

GW-L2

Mit dem Gerätewagen-Logistik (GW-L2), stationiert auf der Wache Farmsen der Freiwilligen Feuerwehr, ergänzt ein weiteres Einsatzmittel das umfassende Logistikkonzept der Feuerwehr. Bei entsprechender Alarmierung  der Fachgruppe Logistik rückt dieser mit aus. Gleichzeitig macht sich auch ein dortig stationierter Wechsellader mit entsprechend der Einsatzanforderung aufgelastetem Abrollbehälter auf den Weg.

Der GW-L2 verfügt über einen Kofferaufbau, der im vorderen Bereich ein Gerätefach aufweist. Dort finden sich ein Generator für einen LED-Lichtmast sowie Absperrmaterial, Werkzeugkann mit unterschiedlichen Rollcontainer für jeden erdenklichen Einsatzzweck schnell und einfach beladen werden. Dafür stehen derzeit folgende Rollcontainer zur Verfügung:

  • 4x Schlauch á 500 Meter
  • 3x Class A Schaummittel
  • 3x AFFF Schaummittel
  • 2x Sturmschaden
  • 1x TS 8 + wasserführende Armaturen
  • 1x Löschwasserrückhaltung (LöWaRüHa)
  • 1x Hochwasser
  • 1x Wasserschaden
  • 1x Atemschutz
  • 1x Universal
  • 1x Betreuung

Durch die modulare Beladung ist es möglich den Gerätewagen auch als Schlauchwagen einzusetzen.

Da die augenblickliche Ausstattung an LKWs bei der Feuerwehr eher unter „Nicht weiter zeigenswert“ fallen, nahm ich mir zum Anlass einen neuen solchen zu bauen. Während der Enstehungsphase kristallisierte sich immer mehr der jetzige GW-L2 heraus. Waren zu Beginn noch ein Truppfahrerhaus und einer reiner Kofferaufbau formgebend, modellierte sich immer mehr der hier zu sehende Aus- und Umbaustand mit Geräteraumsegment und Staffelkabine heraus. Ganz nebenbei fiel mir auf, dass ich die FF konzeptionell arg vernachlässigt habe. So muss ich mir recht zügig einmal intensiv Gedanken machen, welche Einheiten an welchem Stützpunkt in welchem Stadtbezirk für welche Aufgaben stationiert sind.