AB-PUMP-G (Pumpe-Groß)

Dieser jener Abrollbehälter ist mit einer Groß- oder auch Havariepumpe versehen. Dank ihres großvolumigen Wasserdurchsatzes von bis 30.000 L/Min. und ihrer konstruktiven Beschaffenheit ist sie auch für den Salzwasserbetrieb und extrem verunreinigte und verschlammte Wasserarten geeignet. Drei F-Zugänge und zwei B und 2 F-Abgänge sorgen für duchsatzhohe Weiterleitung. Zudem befinden sich in Tanks je 500 Liter Schaummittel und Dieselkraftstoff, um einen etwa fünfstündigen Betrieb gewährleisten zu können. Die Einsatzmöglichkeiten liegen primär in der Schiffsbrandbekämpfung bzw. -havarie, bei Großbränden und Hochwasserereignissen.

Neues Jahr, neue Abrollbehälter. So oder ähnlich könnte die Devise wie auch schon im vergangenen Jahr lauten. Neben Neukreationen stehen nun auch wieder Überarbeitungen bestehender Container an. So auch hierbei. Die alte Havariepumpe hat ausgedient und darf sich nun auf dem verlängerten Chassis üppiger ausbreiten. Das Gerätefach wanderte nach vorn, sodass auf den verbleibenden sechs Noppen Raum für die Pumpeneinheit blieb. Am Heck sind die obenbeschriebenen drei Zugänge erkennbar, während auf den Seiten jeweils zwei Abgänge verbaut sind. Auf dem Dach sind fürs Finish zudem Zu- und Ablufteinichtungen erkennbar.

GW-A (Atemschutz)

Als Ersatz für seinen Vorgänger steht ab sofort dieser GW-Atemschutz zur Verfügung. Aufgebaut auf einem den Bedürfnissen der Feuerwehr Farnheim ausgerichteter und ausgestatteter Kofferaufbau lassen sich im Inneren Pressluftatmer befüllen, prüfen und instantsetzen. Die Aufbaukabine ist entsprechend klimatisiert, so dass bei längerfristigen Einsätzen unabhängig von der Witterung gearbeitet werden und die gebrauchten Atemschutzgeräte im Trockenen erneut einsatzbereit gemacht werden können. Verladen sind auf dem Fahrzeug überdies 25 Atemschutzgeräte PA 80 und 6 Langzeitatmer PA 200, 50 Rettungshauben und 20 spezielle Masken mit entsprechender Sprechfunkvorrichtungen sowie die notwendige Technik dazu.

Das alte Modell war bereits Baujahr 2009 und schon lange kein Fahrzeug mehr, das ich mit auf Ausstellungen nahm. Mit dem neuen Modell könnte sich das wieder ändern. Auch wenn sein Nachfolger ebensowenig eine bautechnische Besonderheit darstellt, entspricht es in Punkto Optik dem aktuellen Zeitgeist solcher Fahrzeuge. Trotz der hinzugekommenen Kabine im Aufbau konnte ich erneut die gleiche Anzahl an Atemschutzgeräten für die Minifigs unterbringen. In der Vergangenheit neigten meine Nachforlger-Fahrzeuge immer dazu etwas größer, vor allem länger zu werden. Hierbei konnte die alte Basis und Gesamtlänge beibehalten zu werden.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x4er + 2x6er Platte und der Platz für zwei 2×3-Noppen-große nebeneinander platzierte Cupboards)

GW-AS (Atem-/Strahlenschutz)

Zur Gefahrenabwehr mit gefährlichen (atomaren, biologischen und chemischen) Gütern und Stoffen gibt es bei der Berufsfeuerwehr gleich zwei Fahrzeuge für solche Aufgaben. Wobei beide gründsätzlich (nicht nur optisch) sehr unterschiedlich sind und sich im Einsatzfall hervorragend ergänzen. Das an dieser Stelle vorgestellte Fahrzeug bietet bspw. die Möglichkeit, dass sich die Einsatzkräfte vor Ort im Inneren des Fahrzeugs umziehen und diverse Schutzkleidungen anlegen können. Gleichzeitig ist es aber die logische Fortführung für dieses Konzept der Gefahrenabwehr, das von vornherein auf ein duales Fahrzeugsystem ausgelegt war. Je nach Einsatzanforderung wird der Gefahrgutzug, dessen Bestandteil beide Fahrzeuge sind, um entsprechende Wechselladerfahrzeuge mit speziellen Abrollbehältern angereichert.

Leser „adidasmaker“ gab mir für den Bau dieses Fahrzeug den entscheidenen Denkanstoß. Optisch lehnt es sich in der Tat an den kürzlich vorgestellten Einsatzleitwagen (ELW 2) an, dennoch soll er sich diesem Punkt wesentlich von ihm unterschieden. So ist die Kabine im Aufbauinneren wesentlich kleiner, dafür kann der GW-AS durch die höhrere Anzahl an Gerätefächern mehr Material aufnehmen. Zudem sorgt ein großer Stauraum am Heck für einen weiteren sichtbaren Unterschied. Beim älteren Fahrzeug sind zudem noch zahlreiche Geräte mehr verlastet. Die Aufgabenverteilung ist damit klar umrissen, während dieses Gerätefahrzeug große Teile der Schutzeinrichtung und Platz zur Umkleide bietet (und auch für die Reinigung, Wartung und Befüllung der Pressluftatmer an der Einsatzstelle zuständig ist), ist das ältere „Schwestermodell“ als reines Materialfahrzeug zu verstehen.

Fahrgestellbasislänge: Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2x12er + 2x3er Platte)

GW-Atemschutz

Im Falle eines Großschadenereignisses auf dem Gelände der Raffinierie hält die Werkfeuerwehr neben speziellen Löschfahrzeugen auch einige Sonderfahrzeuge bereit. Eines dieser Fahrzeuge soll der hier vorgestellte GW-Atemschutz sein, der in Eigenregie von den Wehrleuten für diese Zwecke umgebaut wurde. Das Fahrzeug verfügt durch seinen langen Radstand und die seitliche Tür über ausreichend Stauraum für und Zugriffmöglichkeiten auf Atemschutzgeräte, Langzeitatmer, Ersatzmasken oder auch Fluchthauben. Zudem können entleerte Sauerstofffläschen am Einsatzort wieder befüllt werden.

Das Modell ist sozusagen karosserietechnisch als Nachfolger der Form, die ich für den GW-Nachschub der WF FAirport AG gewählt habe, anzusehen. Somit soll dieser Fahrzeugtyp „älter“ sein, als mein gängiger Kleintransporter. Der Bau stellt eigentlich keine besonders erwähnenswerte Aktion dar, außer, dass ich ihm ein Hochdach und eine Laderaumtür auf der Fahrerseite verpasst habe. Neben den gewohnt zahlreichen Warneinrichtungen, wie heckseitig hochgesetzte Zusatzblinker, Straßenräumer und Nebelscheinwerfer vorn, verfügt dieses MOC ebenfalls wieder über die Bicolor-Lackierung, die ja für die WF Jade Öl AG optisch so typisch ist.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

GW-Atemschutz

Ein weiteres Sonderfahrzeug in Diensten der BF ist der GW-Atemschutz. Er wird dann alarmiert, wenn entweder große Menge Pressluftatmer vorgehalten werden müssen, oder der Einsatz über einen längeren Zeitraum dauert, der einen Wechsel verbrauchter PAs erforderlich macht. Zudem können am Fahrzeug leere Pressluftflaschen wieder gefüllt werden.

Der Bau orientiert sich optisch an die bereits vorgestellten Normfahrzeuge im aktuellen Einheits-Front-Design, soll aber durch seine sehr niedrig gehaltetene Bauhöhe noch eine Klasse unter den Löschzug-Fahrzeugen angesiedelt sein. Der Aufbau des vorderes Modelldrittels ist identisch mit den bislang vorgestellten Familiengesicht-MOCs. Lediglich der Aufbau unterscheidet sich im Wesentlichen von seinen Brüdern. Der Geräteraum vorne nimmt Pressluftflaschen und Wartungswerkzeuge auf, während im hinteren Bereich des Aufbaus die Masken und Visiere der Helme verladen sind. Der Heckabschluss bildet eine einfache Verkehrswarneinheit.