KdoW WAL (3. Generation)

Kürzlich präsentierte die Pressestelle der BF der Öffentlichkeit eine neue Generation von KdoW für die Wachabteilungsleiter vor. Er ersetzt die Bisherigen, die aber nicht außer Dienst gestellt werden, sondern für andere Aufgaben innerhalb der Branddirektion vorgesehen sind. Die neuen Fahrzeuge sind allesamt erneut sog. SUVs mit Allradantrieb, die es erlauben, auch wieder eine entsprechende Menge Material zur Einsatzleitung aufzunehmen.

Nachdem ich im Artikel über die Modellevolution das Fahrzeug bereits kurz bildlich anpreiste, will ich nun auch die vollständige Präsentation nachholen. Dieses Modell ist eine Weiterentwicklung mit größeren optischen, weil schwarz gehaltenen Offroad-Stilelementen. Zudem versah ich es mit eine Satz anderer Reifen, wodurch ein insgesamt passenderes Größenverhältnis erreicht wurde. In Bild 5 und 6 lassen sich übrigens, als ein beinahe unsichtbares Detail, die Stoßdämpfer – versinnbildlicht mittels 1x1er Rundplättchen – erkennen. Am Heck kam die neue 1x2er Radaufnahme zum Einsatz, die sich vereinzelt u. a. in den aktuellen Dimensions-Sets finden lässt.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (4x10er PKW-Bodenplatte)

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Einsatz der Feuerwehr Farnheim bei ABSolut Steinchen 2016

Als hätte die Feuerwehr Farnheim nicht schon genug Arbeit für das Ausstellungswochenende in Sankt Augustin gehabt. Daher kam es, wie es kommen musste. Murphy’s Gesetz eben! Auf dem Römerdiorama von Andreas alias friccius brach am späten Sonntag nachmittag ein Feuer aus. Der Limesturm stand in hellen Flammen und die anwesende Römergarnison war in ebensolcher Aufregung. Denn einer ihrer Wachmänner war durch den Brand der Fluchtweg aus dem Gebäude versperrt. So rettete er sich auf die Balustrade auf wartete dort auf die Retter.

Während der Hauptmann die Garnisonsschar zwecks Bildung einer Wasserkette auf dem Vorplatz aufexerzieren ließ, erreichte ein Notruf eines flinken römischen Melders um 14:50 Uhr die Farnheimer Leitstelle. Die Profis mussten ran. Umgehend setzte sich eine Abgesandschaft der Feuerwehr, die sich mittels Zeitportal erfolgreich in die Szenerie beamen konnte, in Bewegung. Dort angekommen begann der Trupp des Löschfahrzeugs nach kurzer Einweisung des Einsatzleiters umgehend mit der Brandbekämpfung, während man versuchte auf den römischen Wachmann beruhigend einzuwirken. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht, allerdings konnte sie zur Menschenrettung nicht eingesetzt werden, so bließ man umgehend das Rettungskissen auf. Während der Einsatzleiter die Alarmierungstufe erhöhte und für Nachschub sorgte, da das Feuer im Turm durch eine abrupte Sauerstoffzufuhr durchzündete.

Die Löschwasserversorgung stellte sich als äußerst kompliziert heraus, da zwar nahe Wasserstellen vorzufinden waren, die sich aber aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht für die professionelle Brandbekämpfung eigneten. Die inzwischen gebildete Wasserkette verschafffte nicht den erwünschten Löscherfolg. So rückte die Wehr mit einem weiteren Wechsellader samt zweier Container mit großen Mengen Löschmitteln an.

Während die Brandbekämpfung über die Drehleiter und einen Monitor des Löschzug-Tanklöschfahrzeugs lief, landete der leicht schockige Wachmann – nach einigem Überredungsgeschick – sicher im rettenden Sprungkissen. Äußerlich unbeschadet wurde er dennoch zu einem kurzen Check-up ins Krankenhaus verbracht. Die Fachgruppe Spüren und Messen behielt indes die Rauchsäule im Auge, konnte glücklicherweise aber keine signifikante Gefahr für die umliegende Bevölkerung feststellen.

Um 15:26 Uhr konnte die Einsatzleitung, dank des massiven Wassereinsatzes, schließlich „Feuer aus!“ vermelden. Eine anschließend großvolumige Belüftung des Gebäudes stellte die letzte Aktion der Feuerwehr dar, ehe sie die Einsatzstelle wieder verließ und über das Zeitportal zur Wache zurückkehrte.

Während die Mauern des Turms und weite Teile des hölzernen Dachs sowie des Balkons den Flammen und der Hitze standhielten, muss innen wohl nun kernsaniert werden. Glücklicherweise kamen keine Minifigs zu Schaden.

Einsatzdauer: 43 Minuten

Personalstärke: 13 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 02-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 04-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW B-Dienst (FLorian Farnheim 02-ELW-B-Dienst-1)
Einsatzleitwagen ELW 3 (Florian Farnheim 02-ELW-3-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-2 (Florian Farnheim 04-FLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50 (Florian Farnheim 02-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50 (Florian Farnheim 03-TLF-1)
Drehleiter DLK 23/12 (Florian Farnheim 01-DLK-1)
Gerätewagen-Großlüfter (Florian Farnheim 04-GW-GL-1)
Gerätewagen-Sprungretter GW-SPR (Florian Farnheim 04-GW-SPR-1)
Gerätewagen-Messtechnik GW-Mess (Florian Farnheim 04-GW-Mess-1)
Wechselladerfahrzeug WLF (Florian Farnheim 03-WLF-2)
AB-Tank
AB-Großbrand
RTW 37 (Florian Farnheim 02-RTW-2)
NEF 3 (Florian Farnheim 01-NEF-1)

Aufs Herzlichste sei an dieser Stelle Andreas alias friccius gedankt, der freundlicherweise sein Diorama für diesen kurzweiligen Farnheimer Schabernack zur Verfügung stellte.

ELW 3 (Befehlswagen)

Das alte Jahr endet doch noch mit der Auslieferung eines neuen Großfahrzeugs: einem neuen Befehlswagen für große Schadenlagen. Er löst zukünftig den alten Bus ab, der aufgrund seiner hohen Dienstzeit mittlerweile engmaschige und damit kostenintensive Wartungsintervalle einfordert, damit seine Einsatzbereitschaft weiterhin gewährleistet werden kann. Seine mittlerweile 15 Jahre im Einsatzsatzdienst sowie weitere 8 Jahre zuvor im Farnheimer ÖPNV sind nicht ohne Spuren geblieben und nagen bereits seit längerem an der automobilen Substanz.

Grund genug nun für einen adäquaten Ersatz zu sorgen, der – wie es heute üblich ist – auf einem dreiachsigen LKW-Fahrgestell mit Kofferaufbau realisiert wurde. Den Zuschlag für den Auf- und Ausbau erhielt die Firma Brickfire GmbH in Steinheim, die seinerzeit auch schon mit dem Ausbau der ELW 1 betraut wurde. Letzte Bestückungen werden ab Anfang Januar in den feuerwehreigenen Zentralwerkstätten durchgeführt. Nachdem die Fachkräfte an dem Fahrzeug hinreichend ausgebildet wurden, folgt gegen Frühjahr 2016 die Indienststellung.

Die Vorbilder für ein solches Modell sind heutzutage gar nicht so selten. Für meine Version standen Vorbilder aus Düsseldorf und Hannover Pate. Grundsätzlich verfügen viele Großstadtwehren ab etwa 450.000 EW über ELWs dieser größten Kategorie.

Zu Beginn experimentierte ich noch, ob sich der Aufbau mit dem seitlichen Auszug (der war modellbauerisch unbedingt gesetzt) nicht in 4w realisieren ließe. Jedoch konnte dabei der Auszug nur 3w breit werden, was ingesamt etwas schmal wirkte. So entschied ich mich für die komplexere Bauweise des Aufbaus in fünf Noppen Breite – eine Sonderlösung und eine seltene Ausnahme. Ich begann mit der Dachfläche und seinen Aufbauten (Satellitenschüssel, Klimaanlage, Lautsprecher ein kleiner Antennenwald etc.), so konnte ich zugleich die Kofferaufbaulänge ausloten, um nicht zu lang zu werden und arbeitete mich Richtung Fahrgestell voran. Für die Optik des Fahrerhauses entschied ich mich für eine Version, die ich schon beim SLF 100/180 realisierte. Sie stellt eine Modifizierung dieser Variante dar.

Etwas kniffelig wurde die Verbindung des in der Breite ungeraden Aufbaus mit der gerade Anzahl Noppen des Fahrgestells. Mittels AZMEPs/Jumper in 1×2 und 2×2 ließ sich das aber relativ stabil an mehreren Punkten realisieren. Die Auszugführung und -auflage des Anbaus erfolgte mittels Fliesen. Zur Vollendung dieser recht lange schon schwelenden Idee bekam der ELW ein graues Trittpodest, um den Minifigs zu Zugang zum höhergelegenden Innenraum zu erleichtern sowie ein Markise.

Fahrgestellbasislänge 18 Noppen (2x16er + 2x2er Platte)

ELW B-Dienst (Einsatzleitwagen)

Bei Einsatzszenarien, die über das normale Maß hinausgehen, bspw. ab der zweiten Alarmierungsstufe und/oder bei besonderen Ereignissen, übernimmt der B-Dienst als nächst höhrere Instanz die Leitung an der Einsatzstelle. Er fungiert als Schnittstelle zwischen den C-Diensten und der Leitstelle sowie anderen Einheiten und Ämtern, wie Polizei, Hilfsorganisationen oder dem Ordnungsamt der Stadt. Er kann, im Gegensatz zum C-Dienst (der nur in seinen Wachbezirken eingesetzt wird) über das gesamte Stadtgebiet hinweg alarmiert und eingesetzt werden. Dazu stehen der Branddirektion zwei baugleiche ELWs auf einem Kleintransporterfahrgestell zur Verfügung. Von der technischen Ausstattung und Beladung entsprechen sie weitestgehend den C-Dienst Einsatzleitwagen.

Nach dem ELW-U und der Beschaffung fehlender Teile konnte ich nun ein Modell des B-Dienst-ELWs fertigstellen. Er unterscheidet sich absichtlich kaum vom ELW-U. Lediglich die Karofläche (eine vom Battenburg-Design abgeleitete Markierung namens Sillitoe Tartan) am oberen Aufbauende sollen ihn wenigstens visuell von den übrigen Modellen etwas abheben. Die übrigen Unterscheidungsmerkmale, z. B. auf dem Dach sind marginal.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x4er + 4x4er + 2x3er Platte)

ELW-ATF (Analytische Taskforce)

Ein wohl in seiner Farbgebung einzigartiges Fahrzeug im Fuhrpark der Feuerwehr Farnheim dürfte zweifelsohne der Einsatzleitwagen der Anayltischen Taskforce sein. Sein strahlendes Weiß macht dieses Fahrzeug sofort als solchen erkennbar – und auch wiederum nicht. Die weiße Farbe wurde zunächst aus dem Grunde gewählt, da das Fahrzeug mitunter auch zivil, z. B. während Massenveranstaltungen, argieren kann. Daher verfügt er zudem über abnehmbare Magnetblaulichter. Seit Juli 2015 rückt man allerdings von solchen einsatztaktischen Maßnahmen ab, und eine bundeseinheitliche Folierung in RAL 3000 ist vorgesehen. Die des Farnheimer Fahrzeugs steht noch aus. Als ein Teil der Beschaffungsmaßnahme des Bundes ist er neben dem GW-ATF auf der Wache 3 stationiert.

Ausstattungstechnisches Herzstück ist das Fernerkundungssystem SIGIS2 (Scanning Infrared Gas Imaging System), welches eine nicht unbedingt sichtbare Gefahrstoffwolke in großer Entfernung sichtbar macht und gleichzeitig ihre Zusammensetzung identifiziert. Zudem ist das Fahrzeug mit modernster EDV- und Telekommunikationtechnik ausgestattet. Zusatzbatterien für IuK, EDV und die Klimatisierung sorgen für autarkes Arbeiten.

Während der GW-ATF bautechnische Formen annahm, förderte eine zeitgleiche Internetrecherche den weißen ELW zutage. So ungewohnt hatte natürlich auch das Farnheimer Pendant auszuschauen. Soll doch angenommen werden, dass er aus derselben Beschaffungscharge wie die übrigen sieben ELW in Deutschland stammt. Lediglich die Konturbeklebung unterscheidet ihn von den übrigen (echten) Schwesterfahrzeugen.

Basis für das MOC bildet der bekannte Kleintransporter, der in Farnheim vielseitige Aufgaben wahrnimmt. Eine Vielzahl an Details, die in vielen Teilen von seinem Vorbild abgeschaut wurden, runden das Modell ab. Grundsätzlich war der ELW-U bautechnischer Pate.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x3er + 2x4er und 4x4er Platte)

ELW-U (Einsatzleitwagen-Umweltschutz)

Im Kreise der Einsatzleitfahrzeuge ist der ELW-U ein speziell für Umweltschutzeinsätze ausgerüstetes Führungsfahrzeug, das mit einem Gefahrgutberater besetzt wird. Dieser steht den Führungskräften an der Einsatzstelle fachlich anleitend zur Seite.

Das Fahrzeug selbst ist mit umfassenden Kommunikations- und Messeinrichtungen ausgestattet. Dazu zählen GPS, WLAN und UMTS für einen schnellen und uneingeschränkten Zugriff auf die Gefahrgutdatenbanken der Feuerwehr Farnheim. Ein GSM-Handy, -Fax und -Notebook sichern eine stabile und ausfallfreie Datenkommunikation. Die umfangreiche Beladung macht es möglich sämtliche explosionsfähigen Gas-, Dampf-, Luftgemische, toxischen Stoffe sowie sonstige gefährliche Stoffe in den Aggregatzuständen, flüssig, und gasförmig nachzuweisen, zu lokalisieren und zu bestimmen. Darüber hinaus sind für Strahlenschutzeinsätze zusätzlich sog. Kontaminationsnachweisgeräte verlastet. Zur Einsatzdokumentation findet sich im klimatisierten Inneren ein Schreibtisch mit entsprechend protokollergänzender Literatur.

Das Fahrzeug kann im Rahmen der überörtlichen Hilfe auch über die Stadtgrenzen Farnheims hinaus immer dann alarmiert werden, wenn das Meldebild es erforderlich macht.

Nachdem ich kürzlich sämtliche Fahrzeugstandorte hier veröffentlichte und diese noch einige Lücken bei den Fahrzeugmodellen aufweisen, entschloss ich mich mit diesem ELW-U eine davon zu schließen. Auch wenn dieser augenscheinlich kaum Unterscheidungsmerkmale zu weiteren vergleichbaren Modellen (MTW, WSW) aufweist, ist dies sehr wohl gewollt; er soll sich schließlich nahtlos in die Riege der bestehenden Kleintransporter einfügen. Notiz an mich: Die ELWs für den B- und A-Dienst werden den gleichen Fahrzeugtypus bekommen.

Trotz aller Ähnlichkeit, war ich dennoch versucht dem Fahrzeug ein paar neue Details mit auf den Weg zu geben. Zum einen ist das die nun in die Leuchtbalken integrierte Umfeldbeleuchtung (zu erkennen an den klartransparenten 1x1er Plättchen, zum anderen rollt dieser ELW, wie auch schon das MLF, auf grauen Steckfelgen, die die alten roten Classic-Radsätze nach und nach ersetzen werden. Gewohnheitsgemäß wurde auch dieses Fahrzeug dem Einsatzzweck ensprechender Ausrüstung versehen.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x4er + 4x4er + 2x3er Platte)

ELW 2.0 (Einsatzleitwagen)

Schon verhältnismäßig kurze Zeit nach seiner Fertigstellung habe ich den ELW für die Werkfeuerwehr Jade Öl bereits wieder überarbeitet. Grund: zu klein für die Einsatzleitung. Das bedeutete nicht mehr und nicht weniger, als das Modell in der Länge zu expandieren. So wuchs das Fahrgestell von vormals 7 auf nun 11 Noppen, was dem Innenraum zwar effektiv nur eine Noppe mehr Platz gab, aber dennoch einen nutzbaren Funkarbeitsplatz möglich machte, sowie mehr Stauraum für ein paar Absperrmaterialien hergab. Hinzu kamen, neben einer weiteren Tür für den Funkraum auf der Beifahrerseite, auch einige weitere Details, wie eine neue Umfeldbeleuchtung, eine neue Sondersignalanlage und eine umgestaltete Heckklappe. Auch hierbei modifizierte ich das Farbschema an der Front, um es das einheitliche Erscheinungsbild weiterhin zu gewährleisten.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass dem Modell die Profilstreckung durchaus wesentlich besser zu Gesicht steht, als noch die gedrungene Optik vor der Erweiterung.

Fargestellbasislänge: 11 Noppen (4x4er + 2 Stück 2x3er +1x2er Platte)