Gleich, und doch nicht gleich

Seit mittlerweile über 11 Jahren entwickle ich für meine Feuerwehr Farnheim Fahrzeugdesigns, die in erster Linie an die klassischen Town-Zeiten während der 1980er und 1990er Jahre erinnern. Gleichzeitig soll der Fahrzeugpark mit wenigen Fahrzeugtypen relativ vereinfacht werden, und damit in der Summe der viele verschiedenen Einsatzfahrzeuge ein recht einheitliches Gesamtbild abgeben. Daher schuf ich vor einigen Jahren ein sog. „Familiengesicht“, bei dem die klassischen LKWs ein überwiegend einheitliche, immer wiederkehrende Kabinengestaltung bekamen. Standen meine ersten Jahre nach den Dark Ages noch unter dem Motto: „Je abwechslungsreicher desto besser“, modifizierte ich meine damalige Überzeugung schon recht bald an noch heute für die Farnheimer geltenden Grundsätze an. Denn auch bei den deutschen Feuerwehren ließen und lassen sich durchaus überwiegend einheitliche Fuhrparks erkennen: Karlsruhe (Scania, heute), Nürnberg (MAN, damals und heute), Stuttgart und Hamburg (Mercedes-Benz, damals), Düsseldorf, München und Frankfurt/Main (Magirus-Deutz/Iveco Magirus, damals).

Den Anfang machten damals der mittelschwere LKW-Typus bis etwa 18 Tonnen. Also der Typ Fahrzeug, auf den man Drehleitern und Löschfahrzeuge aufbaut. Ein Facelift vor wenigen Jahren fügte ein weiteres paar Fronblitzer hinzu und änderte die Scheinwerferdarstellung.

DLA(K) 23/12 (L32 XS 3.0)

 

ITW (Intensivtransportwagen)

HLF 20/16 NG

Bis zum Facelift haben es die Gesichter der schweren Fahrgestelle allerdings noch nicht gebracht. Die heute aktuellen LKWs über 18 Tonnen gibt es in zwei Versionen, um dem Fahrzeugpark trotz aller visuellen Gleichzeit etwas Abwechselung zu gönnen. Denn auch in der Realität finden sich immer auch ein paar Fahrzeuge anderer Hersteller im Fuhrpark – europaweite Ausschreibungspflicht und klamme Stadtsäckel sei Dank.

TLF 30/50-SL

GW-L2

WLF schwer (Ex-geschützt)

GW-Boot (intern Bootswagen)

GTLF 9000

Vor allem, wenn Fahrzeuge z. B. Teil des Katastrophenschutzes sind, bei dem die Bundesbehörde f. Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) größere Chargen eines Typs ordert und an Wehren in ganz Deutschland verteilt, wird spätestens dadurch der eigene Fahrzeugpark in meisten Fällen zum „Gemischtwarenhandel“. So gibt es auch Farnheim vereinzelt in Dienst stehende mittelschwere Fahrzeuge eines gedachten, weiteren Fahrzeugherstellers.

GW-Mess

GW-ATF (Analytische Task Force)

Aber auch bei den Pkws und Kleintransportern fand und findet eine Vereinheitlichung statt. Egal, ob PKWs, SUVs oder Geländewagen. Als Insprirationsquell für den hier abgebildetetn SUV-Typ diente der in den USA sehr beliebte (und seit letztem Jahr auch wieder in Deutschland angebotene) Ford Explorer.

KdoW KRD (Kampfmittelräumdienst)

NEF (Erprobungsfahrzeug)

PKW

PKW

Das aktuell wandlungsfreudigste und mengenmäßig häufigst eingesetzte Fahrzeug ist der folgende Kleintransporter. Er lässt sich in alle Richtungen beliebig erweitern. Die Familie umfasst etwa 20  Fahrzeuge für verschiedenste Einsatzwecke. Aufgrund seiner hohen Beliebtheit erfuhr er ebenfalls mit den Jahren ein Facelift, das in Punkto Scheinwerfer, Kühlergrill und Kennzeichen Modernisierungen erfuhr. Die abgebildeten Varianten zeigen jeweils die Facelift-Versionen.

ELW (Kurzer Radstand, ohne Hochdach)

GW-Fernmeldetechnik (langer Radstand, mittleres Hochdach)

MLF (langer Radstand, Staffelkabine und Geräteaufbau)

RTW (langer Radstand, mittleres Kabinen-Hochdach und Kofferaufbau)

GW-Logistik (mittlerer Radstand, Portalachsen, Standard-Allradkabine mit höherer Wattiefe)

Familienclan: Die Geschwister beim Gruppenbild

 

Drehleiter DLA (K) 23/12 L32FA (Euro 6)

Nachdem die Drehleiter der FRW 1 vergangenen Sommer bei einem Einsatz einen Stromschlag erlitt, stand relativ schnell fest, dass die Elektronik einen derart großen Schaden erlitt, dass ein Ausstausch der betroffenen Komponenten aus Kostengründen keinen Sinn machen würde.

So wurde die alte DLK außer Dienst genommen, und bis Ende Januar durch eine Reserveleiter ersetzt. Nun ist der Nachfolger angekommen. Im Grunde ist diese letztlich baugleich mit ihren Vorgängerinnen, lediglich das Fahrerhaus ist nun bereits mit dem Facelift ausgeführt, was auf eine Motorisierung nach Euro-6-Schadstoffnorm hindeutet. Heute wurde sie der Presse offiziell vorgestellt.

Um zwischenzeitig immer mal wieder den Gedanken eines großen Einsatzdioramas fortzuführen, müssen dafür mehrere baugleiche Fahrzeuge her. Egal, ob Löschfahrzeuge, Rettungswagen oder eben Drehleitern. So kam diese Drehleiter als weiteres Fahrzeug in den Fuhrpark. Somit schaffe ich zunächst mal die Ausgangsvoraussetzungen, ehe ich den substanziellen Dioramabau angehe.

Das MOC entspricht bis auf ganz wenige Marginalistäten dem Schwestermodell, weshalb ich auch eine detailreiche Fotodokumentation verzichtete.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen: 2x12er + 2x4er Platte

 

Eine neue Optik ist wie ein neues Leben

Getreu dem – zugegebenermaßen etwas abgeänderten – alten Schlager von Jürgen Marcus aus den tiefsten 1970er Jahren, habe ich dem nun fünf Jahre alten Erschinungsbild meines Blogs auch mal ein Lifting verpasst. Das Gute daran ist, dass alles so bleibt, wie es war. Nur eben etwas zeitgemäßer. Im Nachgang werde ich noch einige Kleinigkeiten dem neuen „Theme“ anpassen. Ich hoffe, Ihr, liebe Leser, gewöhnt euch sich schnell daran und findet die Umstellung halb so wild…

In diesem Sinne, weiterhin viel Spaß beim Stöbern, Lesen, Betrachen und Nachbauen.