FwA-LiMa (Lichtmastanhänger)

Für die wirkungsvolle Ausleuchtung von Einsatzstellen, vornehmlich in der Dunkelheit, verfügt die Fachgruppe Beleuchtung u. a. über diesen Lichtmastanhänger älteren Baujahres. Der 1971 in Dienst gestellte und im Jahr 1999 von Grund auf sanierte Anhänger verfügt über einen auf 8 Meter ausfahrbaren Mast mit einer Plattform (die heute nicht mehr üblich ist), mithilfe dessen das Personal in der Höhe die 6 x 1.500 Watt starken Halogenscheinwerfer wunschgemäß ausrichten kann. Gleichzeitig versorgt ein mitgeführter, schallisolierter 10 kVA-Dieselgenerator die Lichtanlage mit dem notwendigen Strom. Allerdings sind seine Tage gezählt, denn er zählt lediglich noch als technische Reserve. Nicht, dass Licht nicht mehr benötigt würde, allerdings führen heutzutage sämtliche Lösch- und Tanklöschfahrzeuge bereits Lichtmasten für eine hinreichende Ausleuchtung der Einsatzstelle mit.

Ich erinnerte mich an einen Lichtmastanhänger der Berufsfeuerwehr Frankfurt von dem die Branddirektion 1965 und 66 zwei Stück beschaffte. U.a. diese verfügten über die erwähnte Kanzel. Damals wurde eben vieles noch von Hand erledigt; auch das Ausrichten der Strahler. Dies nahm ich mir zum Vorbild, um meine Version umzusetzen. Dabei lag das Augenmerk auf der Gestaltung der Kanzel samt Leuchtstrahler sowie Fähigkeit des „Ausfahrens“ und platzsparenden Unterbringens des Mechanismus mittels Pantographen. Eine passende Abstützung an allen vier Ecken und so etwas wie ein Generator machen kleine Modell komplett.

GW-BL (Beleuchtung)

gw-bl00

Zahlreiche zeitintensive Einsätze der jüngeren Vergangenheit machten die Verwendung von umfangreichem Flutlicht während der Nachtstunden notwendig. Zwar verfügt die Feuerwehr Farnheim über eine schlagkräftige Fachgruppe, die Fachgruppe Beleuchtung. Doch haben diese Einsätze gezeigt, dass je weitläufiger sich die Einsatzstellen erstreckten, desto schwieriger es wurde sie ausreichend mit Licht zu illuminieren.

Die Branddirektion prüfte daher die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs, da ein eben nicht unerheblicher Teil der Einsatzstunden in der Dunkelheit absolviert wurden. Jetzt, pünktlich mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit, konnte der neue GW-Beleuchtung in Dienst gestellt werden.

Ausgestattet mit sechs 350 Watt Power-LED-Strahlern kann der Mast bis 350 Grad gedreht und bis zu 9 Metern in der Höhe ausgefahren werden. Ein im Fahrzeugaufbau integriertes, schallisoliertes Dieselaggregat versorgt den Lichtmast während der Einsatzzeit mit der notwendigen Energie. Darüber hinaus lassen sich weitere externe Lichtquellen, bspw. sog. Powermoons anschließen. Dank der verschiedenen Einstellmöglichkeiten des Schwenk- und Neigekopfes des Mastes können Lichtszenarien von punktuellem Licht bis hin zu breitgefächerten Nahfeldausleuchtungen erzielt werden.

Zugeteilt ist der neue Gerätewagen fortan der Fachgruppe Beleuchtung (FG-Leucht) mit ihrem Stützpunkt in Eppenwerder. Sein älteres „Schwesterfahrzeug“ durchläuft indes ein umfassendes Refurbishment.

In meinem Bilderarchiv über nachbauenswerte Einsatzfahrzeuge fand sich ein ähnliches Fahrzeug in Händen der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe. Da ich mein als GW-Licht tituliertes Modell bereits 2013 fertigte, war es nun an der Zeit hierfür etwas neues zu schaffen. Die Kabine besteht aus Gründen der optischen Gleichheit aus demselben Modell, aus dem bereits viele andere Fahrzeuge entstanden, allerdings in der zwischenzeitig facegelifteten Version. Der Aufbau ist bewusst – und dem Vorbild entsprechend – so schmal gehalten, dass außen entlang gelaufen werden kann. Der Gerätekasten hinter dem Fahrerhaus ist als bautechnische Besonderheit gesnottet ausgeführt. Der filigrane Lichtmast ist natürlich wie oben bereits geschrieben, genauso einstellbar. Tja, jetzt fehlt tatsächlich nur noch das (echte) Licht…

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er Platte)

Gerätekraftwagen (GKW)

Die Ausübung von Sonderaufgaben obliegt in Farnheim nicht alleine nur den Berufsfeuerwehrfrauen und -Männern. Auch die freiwilligen Kräfte werden in das ganzheitliche Konzept der Einsatzaufträge und Aufgaben mit eingebunden. So ist z. B. die FF Eppenwerder eine Spezialkomponente, die vornehmlich für die technische Gefahrenabwehr zuständig ist. Ihr Einsatzgebiet reicht über das gesamte Stadtgebiet. Hin und wieder sie auch bei überregionalen Schadenslagen angefordert.

Einer ihrer Hauptaufträge ist die Unterstützung der Berufsfeuerwehr in Gestalt der Fachgruppe Beleuchtung. Sie sorgt bei Einsätzen in Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen für eine großflächige und gleichmäßge, blendfreie Ausleuchtung der Einsatzstelle.

Zu diesem Zwecke wurde ein altes FLF (Farnheimer Löschfahrzeug) der vierten Generation kernsaniert und umgerüstet. Dazu entfernte man in Eigenarbeit Löschwassertank, Pumpe und teilte die Gerätefächer neu auf. Heute sind auf dem Fahrzeug neben Generator, Powermoons, Taschenlampen, Arbeitsscheinwerfer, Akkus, Ladegeräte und weitere, umfangreiche Ausstattung zur technischen Hilfeleistung verladen. Gleichzeitig ist es primäres Zugfahrzeug für den Lichtmast- Anhänger (FwA-LiMa).

Die genauen Anforderungsprofile der jeweiligen Fachgruppen samt Fahrzeugschau folgt an andere Stelle mal etwas ausführlicher.

Vorbild für dieses Modell ist der GKW der FF Eppendorf in Hamburg. Und so entstand während des Baus eine (bewusst) etwas abgewandelte Version des aktuellen Farnheimer Standard-Löschfahrzeugs. Es soll durch seine andere als der sonst üblichen Frontgestaltung einen älteren Fahrzeugtyp darstellen. Wesentliche Aufbauelemente blieben jedoch gleich. Somit auch der Radstand.

Den Anhänger komplettierte ich während der Entstehungsprozesse allerdings zuerst. Und als er dann so vor mir auf dem Schreibtisch stand, dachte ich, es müsse noch ein entsprechendes Zugfahrzeug her. Da kamen mir die Hamburger Freiwilligen in den Sinn.

Um das Bauteil der sog. „offenen“, also nicht umbaubaren Kotflügel nutzen zu können, musste auch ein entsprechender Aufbau her, der auch wie darauf aufgesetzt aussah. Eine Breite von zwei Noppen erschien mir zu schmal, und so wurde dank Jumperplate kurzerhand ein 3w-Aufbau daraus. Genug Platz, um im Inneren des Geräteraums noch einen Genratorbedienpult unterzubringen. Natürlich ist der Lichtmast als weiteres Detail aufklapp- und ausziehbar.

Fahrgestellbasislängen: Zugfahrzeug: 12 Noppen (2x12er + 2×2 auf 1x4er Bracket), Anhänger: 4 Noppen (2x4er Platte)