FwA-Kühlung

„Wenn’s mal wieder länger dauert…“ – so könnte man meinen, käme dieser Anhänger zum Einsatz. Tatsächlich ist auch so, wenn die Verpflegung der Einsatzkräfte bei langandauernden und kräftezehrenden Einsätzen ansteht. Ohne Mampf schließlich auch kein Kampf. So beschaffte die Wehr vor einigen Jahren einen isolierten Kühlanhänger, der mithilfe eines eigenen Generators (siehe Anhänger-Vorderseite) Speisen und Getränke kühl hält. Er steht der Fachgruppe Logistik für ebensolche Zwecke zur Verfügung.

Noch ganz vereinnahmt von der Sommerhitze ersann ich mir diesen Kühlanhänger nach Düsseldorfer Vorbild. Und so tüftelte ich ein wenig an den gesnotetten Seitenwänden mitsamt gelber Konturbeklebung und an der Deichsel. Sie ist vollkommen höhenunabhängig und kann mit verschiedenhohen Kupplungstypen gekoppelt werden. Mit dem jüngst präsentierten MFZ kann – je nach Einsatzstichwort – der Anhänger ein vollwertiges Gespann bilden. Auch lässt er sich von jedem anderen  Zugfahrzeug zum Einsatzort ziehen.

MZF (Mehrzweckfahrzeug)

Der Zuständigkeit der Fachgruppe Logistik fallen insgesamt vielfältige Aufgabenbereiche zu. Neben der Einsatzgruppenversorgung bei umfangreichen und lang andauernden Einsätzen – das umfasst bspw. die Verpflegung der Einsatzkräfte sowie die Sicherstellung am Einsatzort benötigter Materialien oder Lösch- und Betriebsmittel und dem Aufbau und Betrieb eines Logistikstützpunktes –  ist die Fachgruppe auch mit dem Hochwasserschutz und der Deichverteidigung betraut. Hierbei befasst sie sich mit dem Befüllen von Sandsäcken und Big-Packs, dem Einsatz von Wasserpumpen, in der Beschaffung verschiedenster benötigter Materialien und Baustoffe, der Leitung und dem Betrieb von Füllplätzen sowie der Erkundung sowie der Schutz gefährderter Objekte im Einsatzgebiet. Je nach Einsatzstichwort liegen Vorplanungen mit Personal-, Fahrzeug- und Zeitbedarf bereit. Das Logistikbüro auf der FRW 4 (F14) ist durch einen Fachberater besetzt. Dieser Fahrzeugtyp hat sich im Praxiseinsatz in Farnheim bewährt, und seine hochgeländegängige Eigenschaft sowie seine große Wattiefe machen aus ihm ein exzellentes Einsatzfahrzeug selbst in schwierigen Situationen. Stationiert ist das Fahrzeug bei Freiwilligen Feuerwehr in Farmsen.

Da ich nach wie vor dabei bin, meine Logistiker auf- und auszubauen, entstand zunächst ein weiterer Anhänger (diesen stelle im Anschluss vor). Allerdings fehlte ihm ein passendes Zugfahrzeug. In Düsseldorf zieht man den Hänger mit einem Unimog. In Farnheim erledigt den Job nun der bereits mehrfach verwendete leichte Allradler – diesmal aber in einer anderen Karosserieausprägung. So allmählich ist meine Fachgruppe komplett, so dass ich auch diese dann auch im Gesamten vorstelle.

AB-Transport

Eine reine Transportmulde ergänzt das umfangreiche Abrollbehälterprogramm der Feuerwehr. Neben dem Teleskoplader lassen sich damit auch kleinere verunfallte oder liegengebliebene Einsatzfahrzeuge abschleppen.

Natürlich sei an dieser Stelle auch noch einmal der Abrollbehälter zum WLF nachgereicht, auf den der Teleskoplader verladen wird. Da er auch fünf Noppen breit wurde, wuchs er folglich in der Länge. Die Mulde ist in der Mitte offen gehalten, lediglich die Fahrspuren sind durchgängig. Somit ist diese Mulde auch nur als eine reine Transportmulde für Fahrzeuge gedacht. Als Rampen dienen simple Autotüren, die sich für den Tranport hochklappen lassen. Als kleines Detail verfügt auch dieser AB über eine gelbe Konturmarkierung – wie es sich gehört.

 

WLF (Wechselladerfahrzeug)

Ein weiteres Fahrzeug, das der Fachgruppe Logistik unterstellt ist, ist dieses WLF. Es ist bei der Fachgruppe Logistik der Freiwilligen Feuerwehr in Farmsen stationiert und wird im Alarmierungsfalle durch die dortigen Kräfte besetzt. Neben dem Abrollbehälter mit Teleskoplader, stehen noch zwei weitere Abrollbehälter für Logistikzwecke bereit. Das hochgeländegängige und vierachsige Fahrgestell sorgt für größtmögliche Beweglichkeit auch abseits befestiger Wege und Straßen.

Nachdem ich bekanntermaßen seit einigen Jahren LKW-Aufbauten grundsätzlich fünf Noppen breit baue und diese somit bereits in einem größeren Umfang präsentationsreif sind, ist dies nun der erste Wechsellader mit einem ebensolchen, breiteren Aufnahmeschlitten. Dadurch, dass mittels sog. Jumper, die Noppen um einen halben Stud verschoben werden mussten, wuchs der Fahrzeugrahmen um eine Plattenhöhe. Umbaumaßnahmen, um auf demselben Höhenniveau wie in der 4er Breite zu bleiben, schieden aufgrund der Bereifung zunächst aus. Neben dem Anwuchs in der Breite wurde auch automatisch das Modell insgesamt etwas länger. Das hat den Vorteil, dass Abrollbehälter nun 12 Noppen lang sein können dürfen. Ein immenser Vorteil für die (fünf Noppen breiten) Containeraufbauten. Dazu musste der Haken allerdings weiter nach vorne rücken, wodurch aber der Abrollmechanismus nicht mehr ganz so tadellos funktioniert. Ich tüftle allerdings schon einem eigenen Hakensystem, das dieses Problem künftig beheben soll. Mal sehen, wie es klappt. Alles weitere an dem Modell ist bekannte Ausstaffierungskost und bietet keinen nennenswerten Überraschungen. Mit dieser Umbaulösung sehen manch beladene Container nun nicht mehr allzu hecklastig aus.

GW-N (Gerätewagen Nachschub)

Die Spezialisten der Fachgruppe Logistik setzen sich aus MItarbeiterinnen und Mitarbeitern der FRW 4 (F14) sowie den Mitgliedern der beiden Freiwilligen Wehren im Stadtteil Farmsen zusammen. An der Wache der Freiwilligen Feuerwehr im Bezirk Laabsen werden dazu entsprechende Einsatzmittel vorgehalten. Neben einem Transportanhänger zählt dazu ein hochgeländegängiger Gerätewagen-Nachschub, kurz GW-N. Er kann mit bis zu sechs Rollcontainern, die je nach Einsatzlage bestückbar sind, beladen werden. Er ist überdies im städtischen Katatrophenschutz eingebunden, bspw. wenn es um die Deichverteidigung geht. Aus diesem Grund verfügt der leichte LKW über ein hochgeländegängiges Fahrgestell, speziell profilierte Reifen, Differenzialsperren und selbstverständlich Allradantrieb.

Es wurde Zeit, die Logistiker der Feuerwehr, also das Rückrat bei der Einsatzversorgung, adäquat auszustatten. Bisherige LKWs in Reihen der Feuerwehr spielen für mich heute keine Geige mehr und dürfen ihren wohlverdienten Ruhestand antreten. Bekanntermaßen bin ich ja Freund eines einheitlichen Fuhrparks. Also wendete ich abermals das Kleintransporter-„Gesicht“ in der Facelift-Version an. Ursprünglich sollte aus dem GW-N ein ausgewachsener 14-Tonnen-LKW werden. Doch schon während der Bauphase begann das „Downsizing“. Ein kleinerer LKW – nur halb so schwer – tat’s für den Aufbau der Logistik-Truppe auch. Nach dem Abschleppwagen kam hier ebenfalls ein speziell gebautes Fahrgestell zu Einsatz, was mir ermöglichte, diese Art der hinteren Kotflügel zu installieren. Das bedeutete ungleich mehr Tüftelei und Teilebedarf. Dafür aber lohnte der Aufwand für ein anschließend realistischeres Gesamtbild, wie ich finde. Rund um das Fahrgestell finden sich einige wichtige Details, wie Trittstufen, Anstriegsstrang, Getriebegehäuse, seitliche Gerätekästen und eine Anhängerkupplung. Passend dazu kann ein entsprechend geplanter Anhänger angekoppelt werden und macht somit das Gepann erst komplett.

Und mit etwas Abstand betrachtet, passt steht dem LKW die Kleintransporteroptik ziemlich gut. Vielleicht seht Ihr das ja genauso?

Gabelstapler

Heutzutage ist eine moderne und schlagkräftige Feuerwehr ohne spezialisierte Fachgruppen undenkbar. Die Zeiten des reinen Feuerlöschens sind lange passé. Dazu hatte ich in der Vergangenheit alle Fachgruppen und ihre Tätigkeitsfelder der Farnheimer Feuerwehr kurz beschrieben. Eine daraus ist die Fachgruppe Logistik, die sich um eine rasche Versorgung der im Einsatz befindlichen Einheiten mit benötigten Gerätschaften und Verbrauchsgütern sowie der Verpflegung kümmert. Um einen reibungslosen logistischen Ablauf zu gewährleisten, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einige Spezialfahrzeuge zurückgreifen. Ein solches ist dieser Gabelstabler, der beim Verladen der Güter wertvolle Dienste leistet. Der Stapler der Feuerwehr Farnheim ist ein dieselbetriebener Liftking 350 und Baujahr 2017. Stationiert an der Technik- und Umweltwache (F14).

Schon länger hegte ich den Wunsch mir einen Stapler zu bauen. Bei einer Teilebörse Anfang Februar in Oberhausen konnte ich einen alten, grauen Hublift für dieses Projekt erstehen und wollte anschließend ambitioniert die Bauphase starten. Jedoch war mir schnell klar, dass dieses alte Fertigteil nicht meiner Vorstellung von Detailreichtum (Cran würde sagen „Gegreeble“ 😉 ) genügte. Also musste eine andere Lösung her. Bekanntlich ist Gurgel ja unser aller Freund, und so wurde ich schnell fündig. Allerdings sollte es schließlich kein simpler Nachbau eines Stapler eines anderen Modellbauers werden. Mein Anspruch war schon, etwas eigenes auf die Räder zu stellen. Und so betrieb ich mein persönliches Troubleshooting, in dem ich Dinge zusammensetzte und diese zunächst eine Weile auf mich wirken ließ, um sie anschließend wieder zu zerlegen und mit anderen Bauteilen neu zu kombinieren. Solange, bis ich mit den Ergebnissen zufrieden war. So sah ich bspw. als Käfig zunächst das bekannte Überrollkäfig-Formteil vor, ehe die letztlich verwendete und detailreichere aber auch erheblich teileintensivere Lösung Verwendung fand. Während das Chassis und die Karrosserie recht schnell ihre finalen Entwicklungsstand erreichten, tüftelte ich bis zuletzt an einem funktionalen Hubarm aus alternativen Teilen. Wie ich schnell feststellen musste, fand ich zunächst keine akzeptable Lösung, bei der sich die Gabel auch bis zum Boden absenken ließ. Somit benötigte die jetzige Lösung auch einige Anläufe, ehe ich auch damit zufrieden war und den Stapler in den Einsatzdienst schicken konnte.

LKW

Immer dann, wenn größere Einsätze die Versorgung der Kräfte vor Ort mit jeglicher Art von Nachschub erfordern, kann die Fachgruppe Logistik auf einen Pool an Fahrzeugen zurückgreifen. Als Teil der Gruppe versieht dieser LKW bereits seit einigen Jahren seinen Dienst. Seine kompakte Bauweise und Geländefähigkeit machen dieses Fahrzeug zu einem wahren Allrounder.

Seit längerem werden ja nach und nach viele der Modelle der ersten Generation (ab 2009) überarbeitet. Nun hat es einen alten Mannschaftstransportwagen der Flughafenfeuerwehr erwischt. Allerdings gefiel mir nach wie vor die höhergesetzte Allradvariante, die dem Zeitgeist etwas angepasst angepasst, nun durchaus als eine weitere Version der momentan vielfach verwendeten Kleintransporter gelten kann. Jedoch verkürzte ich das „Blechkleid“ und snottete kurzum einen Plattenaufbau über die Hinterachse, der eine LKW-Plane darstellen soll. Er ist fortan nicht mehr der Flughafen-, sondern der städtischen Feuerwehr unterstellt.

Fahrgestellbasisplatte: 10 Noppen (2x10er Platte)