AB-Schnellkupplungsrohre

Ergänzend zum Abrollbehälter Großpumpe fungiert dieser Container, der mit 10 Schnellkupplungsrohe mit F-Stulp beladen ist. Mit ihm können formstabile Saugvorrichtung, auch über längeren Distanzen verlegt werden. Mit entsprechend speziellen Kupplungsstücken in 15 Grad Abwinkelung verlegt werden, um materialschonend Hindernisse zu überwinden. Der Abrollbehälter ist der FG Löschwasserrüchaltung (LöWaRüHa) und der damit verbundenen Wasserförderung zugeteilt.

Auch dieses MOC existierte bereits länger. Auch schon, als die Container nur acht Noppen lang waren. Nur offiziell vorgestellt hatte ich ihn nie. Ich war lange auf der Suche nach einem schlüssigen Verwendungszweck für diese Rohre, die zu einem Bauunternehmen sicher leichter gepasst hätten. Außerdem weiß ich gar nicht mehr so genau, woher ich sie hatte. Jedenfalls stieß ich auf einen Abrollbehälter der Berliner Feuerwehr, der solche Schnellkupplungsrohre geladen hat. Tatsächlich sind solche Rohre wesentlich dünner im Durchmesser und aus festem Aluminium gefertigt. Sei’s drum. Ich habe mir mein eigenes Einsatzsprektrum dafür kreiert.

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AB-R (Rüst)

Der Abrollbehälter-Rüst wurde beschafft, um bei umfangreichen Einsätzen technischer Hilfeleistung, die über das normale Maß hinausgehen, ein großes Spektrum an zusätzlichem Material zur Verfügung zu stellen. Auf ihm befinden sich weitere schwere hydraulische Rettungsgeräte und Hebekissen, sowie Werkzeuge aller Art, ein mobiler Generator, Ketten, Seile etc. Er kann zwar auch allein eingesetzt werden, da er wie ein mitunter wie ein Rüstwagen nach DIN 14555-3 ausgestattet ist, versteht sich aber als Ergänzung für die Fahrzeuge des Rüstzuges. Zugeteilt ist dieser AB der Fachgruppe Bergung.

Ich hatte überlegt, ob ich meiner Wehr nicht einen RW 3 spendieren sollte. Dies wäre bei einer 500.000+ Einwohnerstadt neben einem kleineren RW 2 (jeweils nach alter Normierung) durchaus plausibel, wenn man einen Blick in den Fahrzeugpark der Feuerwehr Düsseldorf wirft. Jedoch hatte ich mich zunächst für das Stadtsäckel „günstigere“ Anschaffung eines AB-Rüst entschieden. Die Unterteilung der Gerätefächer nahm ich mittels alter 1x4x3er Zugfenster vor, was jedem Fach eine schöne optische Trennung gibt. Auch kam vorn auch wieder ein montierter Lichtmast zum Einsatz. Die umfangreiche Beladung aus stilisierten Hebekissen, Ketten und Werkzeugen, sowie einem tragbaren Generator sorgen für das „greebelige“ Finish. Allerdings ist die Idee mit dem RW 3 noch nicht ganz vom Tisch.

LKW-KRD (Kampfmittelräumdienst)

Als am 01. Januar 1996 der Kampfmittelräumdienst des Landes an die Zuständigkeit der Feuerwehr überging, übernahm man auch einige Sonderfahrzeuge. Diese wurden in den Jahren danach tw. 1:1 durch Neubeschaffungen ersetzt, teils aber auch ersatzlos ausgemustert. Eines der Fahrzeuge, das in 2008 in einer weiteren Generation neu beschafft wurde, ist der LKW-KRD. Ausgestattet mit einem hochgeländegängigen Fahrgestell, einer entsprechend speziellen Bereifung für umwegsames Terrain, sowie einer vorgelagerten, kleinen Pritsche, einem heckseits installierten Ladekran und einer Frontseilwinde. Mit ihm ist die Fachgruppe Kampfmittelräumung in der komfortablen Lage auch größere, entschärfte Kampfmittel auch aus schwer zugänglichen Bereichen zu bergen.

Die Idee entstammt einmal mehr aus dem reichhaltigen Hamburger Fuhrpark. Hatten sie doch bis 2004 das Vorbild in Dienst. Das Original besticht durch seine Kompaktheit und hat dank des Allradantriebs und der Portalachsen eine recht imposante Erscheinung. Gleiches wollte ich auch für meine Portierung in Vierbreit erreichen. Ebenso nutzte dieses Modell auch für ein paar neue Bereifungsspielereien. Genauer gesagt zwei Reifen übereinander aufzuziehen, um einen besonderen Look hinzubekommen. Die profilierten Reifen außen sind gewöhnliche Motocross-/Motorrad-Reifen, die über einen Standard-PKW-Breitreifen gezogen wurden. Der Kran am Heck ist selbstredend funktional ausgeführt. Schlussendlich komplettieren viele Details, wie eine Konturmarkierung, seitliche Begrenzungsleuchten und ein detailreiches Fahrgestell samt Anbauteilen das Fahrzeug rundum.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x 2x6er Platten)

Fachgruppe Beleuchtung (FG Leucht)

Dass die Feuerwehr nur Brände löscht, wäre heute nicht mehr zeitgemäß. Es ist zwar nach wie vor ihre Kernkompetenz, aber eine moderne Feuerwehr ist heutzutage eine regelrechte Eingreiftruppe mit vielen Spezialfähigkeiten. Egal, ob Chemieunfall, Massenanfall von Verletzten, Sturmschädenbeseitigung oder Rettung aus großen Höhen und Tiefen. Auf jedes Szenario kann die Feuerwehr adäquat reagieren. Daher sind viele Spezialbereiche der Gefahrenabwehr in sog. Fachgruppen gegliedert. Allein die Feuerwehr Farnheim verfügt als Großstadtwehr über 12 verschiedene Fachgruppen. Diese Spezialgebiete übernehmen nicht allein die Berufsfeuerwehrfrauen und -männer, sondern auch die zahlreichen Helfer der Freiwilligen Feuerwehr (FF) sind in das strategische Konzept der Gefahrenabwehr integriert. In erster Linie ist Ihr Aufgabengebiet die Unterstützung der Berufskräfte im Einsatzfall – auch eben mit besonderen Einsatzaufträgen. Die erste Fachgruppe, auf der hierbei das Augenmerk liegt, ist die Fachgruppe Beleuchtung (kurz FG Leucht), mit der die FF Eppenwerder (FF 24) u. a. betraut ist und immer dann alarmiert wird, wenn Witterung und Tageszeit eine Illuminierung der Einsatzstelle erfordern. So obliegt dieser FG die großflächige horizontale und vertikal Ausleuchtung von Einsatzstellen zur Sicherung der Einsatzkräfte und/oder dem Ausleuchten von Behandlungs-, Verpflegungs und Betreuungsplätzen (in Verbindung mit der Fachgruppe MANV). So ist es ihr mit dem ihr derzeit zur Verfügung stehenden Material möglich, eine 250 x 150 m große, ebenerdige Einsatzstelle mit mindestans 30 Lux blendfrei zu illuminieren. Für den Einsatzfall stehen eine Reihe von speziellen Fahrzeugen im Fuhrpark:

  • Mannschaftstransportwagen (MTW), Bj. 2014
  • Mehrzweckfahrzeug (MZF), Bj. 2011 (dient als Zugfahrzeug für den Generator-Anhänger)
  • Gerätewagen Lichtmast (GW-LiMa), Bj. 2014
  • Gerätekraftwagen (GKW), Bj. 2004
  • Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20/6 KatS), Bj. 2013 (dient meist als Grundschutz für den zugewiesenen Ausrückebezirk)
  • Lichtmast-Anhänger (FwA-LiMa), Bj. 1998
  • Generator-Anhänger 200 KvA (FwA-Gen200), Bj. 2009

Alarmiert wird die FG Leucht bei folgenden Alarmarten:

  • EINSTG (Gebäudeeinsturz Groß)
  • EXPLG (Explosion Groß)
  • PVERSR (mehrere Personen verschüttet, Hangrutsch)
  • ZUNFG (Zugunfall Groß)
  • TH 2 (Technische Hilfeleistung ab Stufe 2, mit Ergänzungen und Erweiterungen)
  • FEU 3 (Feueralarm ab Stufe 3, Zuführung von Spezialgerät und Arbeitsgruppen)
  • MANV 3 (Massenanfall an Verletzten ab Stufe 2)
  • Sonstige Alarmarten (ALA) auf Anforderung und je nach Lageprofil

Somit ist die FF Eppendorf eine Spezialkomponente unter den Freiwilligen Wehren in Farnheim. Was bedeutet, dass sie keine reine Stadtteilfeuerwehr ist, sondern vielmehr im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden kann. Einige wenige Male im Jahr kann auch vorkommen, dass die Fachgruppe Beleuchtung auch überregional zu Einsatzlagen alarmiert wird. Allerdings sind die Mitglieder der FF Eppendorf nicht alleine nur in dieser Fachgruppe aktiv. Jeder der 35 Frauen und Männer ist in mindestens zwei weiteren Fachabteilungen der städtischen Feuerwehr spezialausgebildet.

In loser Folge werden künftig alle übrigen Fachgruppen der Feuerwehr hier in Wort und Bild vorgestellt.