Wachen und Fahrzeuge der BF Farnheim

Für den Schutz der Bevölkerung und die Gefahrenabwehr Farnheims ist in erster Linie die modern ausgestattete Berufsfeuerwehr zuständig. 480 Frauen und Männer, sowie 165 Einsatzfahrzeuge, 8 Anhänger und 34 Abrollbehälter (Stand 09/2015) stehen im Ernstfall für ein rasche und angemessene Reaktion bereit, die sich auf fünf strategisch über das Stadtgebiet verteilte kombinerte Feuer- und Rettungswachen, sowie drei eigens errichtete reine Rettungswachen verteilen.

Neben den ganzen Fahrzeugvorstellungen, möchte ich nun einmal dem interessierten Leser präsentieren, was wo in der fiktiven 571.000 Einwohner fassenden Metropole stationiert ist. Es folgt eine detaillierte Standortauflistung.

Was fällt auf? Neben unverlinkten Fahrzeugkürzeln (diese gibt es noch nicht als Modell), sind andere mehrfach verlinkt. Hier ist das Ziel, mittelfristig die Stückzahlen an gleichwertigen Fahrzeugtypen mit weiteren Nachbauten aufzustocken.

Feuerwache 1 (intern F11) – Centrum (Insel)
Helenenstraße 8
48 Mann übernehmen insgesamt die Risikoabdeckung in der Innenstadt. Die Wache, ein altes Backsteingebäude aus den frühen 20iger Jahren des 20. Jh. dient als Unterkunft. Stationiert ist dort ein Löschzug, sowie für kleinere Einsätze ein Mittleres Löschfahrzeug, ein Kleineinsatzfahrzeug, sowie zwei permandent besetzte Rettungswagen.

Feuerwache 2 (intern F12) – Eppendorfer Groden (Nordosten)
Bei der Hauptfeuerwache 1
99 Mann, inkl. der Branddirektion des Amtes 37 sorgen sich für die Sicherheit im Nordosten der Stadt. Im Ausrückebereich liegt neben großen Teilstücken zweier Autobahnen und einem dem BAB Farnheim-Ost, auch das Gelände der Raffinerie Jade Öl AG. Das Wachgebäude ist ein Funktionsbau aus dem 1980er Jahren, der in den ersten Jahren des dritten Jahrtausends um einen modernen, komplett autark gehaltenen Bürotrakt erweitert wurde. Hierin befinden sich u. a. auch Katastrophenschutzlagezentrum. Die F12 ist eine Doppelzugwache, d. h. es sind zwei Löschzüge untergebracht, sowie zahlreiche Sonderfahrzeuge, die unter anderem für die Sonderaufgaben des Kampfmittelräumdienstes (KRD), der Fachgruppe Führung und Kommunikation (FüKom), der ABC-Gefahrenabwehr und der Fachgruppe Schaum vorgesehen sind. Zudem befindet sich hier die Fahrzeug- und Materialdesinfektion.

Feuerwache 3 (intern F13) „Hafenwache“ – Westerwede (West)
Flottillenstraße 27
87 Mann stellen in drei Schichten den Brandschutz im Westen Farnheims sicher. In ihrem Bezirk liegen der Seehafen und der Marine-Stützpunkt. Der Stützpunkt wurde in den 1950er Jahren erbaut und liegt direkt am Wasser, so dass auch hier das Löschboot in unmittelbarer Nähe zum Wachgebäude vor Anker liegt. Besetzt werden hier ein Löschzug, zwei Rettungswagen ein Wasserrettungszug, sowie einige weitere Mittel für maritime Einsätze. Zugeteilt sind den Frauen und Mannen die Sonderaufgaben der Wasserrettung und die Deichverteidigung im Katastrophenschutzfall.

Feuerwache 4 (intern F14) „Technik- und Umweltwache“ – Farmsen (Mitte)
Mönckebergskamp 12-18
Auf der größten Wache der Berufsfeuerwehr versehen 108 Mann stellen in drei Schichten ihren Dienst. Das Wachgebäude wurde in den späten 1990er Jahren auf dem Gelände des alten städtischen Busdepots neu errichtet. Aufgrund der zentralen Lage ist hier u. a. auch die Logistik, das Materiallager und die Kleiderkammer untergebracht. Ebenso sind hier auch viele Fachgruppen, wie die Höhenrettung, Bergung und Atemschutz beheimatet. Zu den zugewiesenen Sonderaufgaben zählen die Zentralwerkstätten, die Atemschutz-, Feuerlöscher-, sowie Funkwerkstatt, auch die Megacode Trainer werden hier Instand gehalten und die Einsatzkräfteversorgung.

Feuerwache 5 (intern F15) „Flughafenwache“ – Lohstedt (Süden)
Junkersdamm 57
Für die Gefahrenabwehr der südlichen Stadtteile, die gekennzeichnet sind durch den Internationalen Flughafen, einem großen Automobilwerk, dem Kraftwerk, der Fußballarena und weitläufigen ländlichen Nutzflächen und Waldgebieten, stehen den Kräften zwei Löschzüge sowie ausreichend Material für einen Massenanfall an Verletzten zur Verfügung. Ebenso ist auch hier ein zweiter Wasserrettungszug stationiert. Gemeinsam mit der Flughafenfeuerwehr übernimmt man die Risikoabdeckung des Flughafens. Dafür hält die BF extra ein Großtanklöschfahrzeug und einige Abrollbehlter mit Sonderlöschmitteln vor. Ebenso ist hier der Rettungszug Monorail stationiert. Die Feuerwache stammt aus den späten 1980er Jahren und bietet Platz für 102 Beamte in ihren drei Wachabteilungen. Der Wache zugeordnet sind die Fachgruppen MANV und Wasserrettung.

Rettungswache 1 (intern R11) – Schmallenberge Heide (Norden)
Essener Bogen 75
Im Jahre 2014 wurde die neu errichtete Rettungswache eingeweiht. Insgesamt 18 ausgebildete Rettungsassistenten und -sanitäter arbeiten hier in drei Wachabteilungen. Einzugbereich ist die gesamte nördliche Stadtfläche.

Rettungswache 2 (intern R12) – Altenjade (Cityinsel)
Tidestraße 4
Für die Risikoabdeckung bezog die Berufsfeuerwehr im östlichen Teil der Insel 1998 ein umgebautes Gebäude. Zu ihrem EInzugsgebiet gehören neben der Insel auch die westlichen und angrenzenden Festlandsstadtteile. Insgesamt 12 Kräfte sind hier in drei Schichten im Dienst.

Rettungswache 3 (intern R13) – Werdumer Groden (Süden)
Cranzer Hauptdeich 58
Im Süden steht die kleinste Rettungswache mit nur einem RTW, um im Notfall im abgelegenen Stadtteil XXX schnell Hilfe leisten zu können. 6 Kräfte teilen sich hier mit einem Rettungswagen den 3-Schicht-Betrieb.

Feuerwehr- und Rettungsassistentenschule (intern S11) – Süderwarden (Osten)
Nordoststraße 65-67
Die Schule befindet sich im Osten der Stadt auf einem gesonderten Areal. Neben zahlreichen Schulungsräumen finden sich dort Einrichtungen für die Realbrandausbildung und Schulungen mit dem Umgang von Gefahrgut. Dazu wurden eigens ein alter Tanksattelzug und ein Kesselwagen der Deutschan Bahn hergerichtet. Auch ein großes Tauchbecken, sowie ein üppig dimensionierte Atemschutzstrecke lassen dort praxisnahe Arbeiten zu. Die Schule verfügt über einen eigenen Fahrzeugpark, der im wesentlichen den Fahrzeugen des täglichen Einsatzdienstes entspricht. Sie können im Großenschadenfall auch durch die Freischichten der F12 besetzt werden.

In naher Zukunft folgt die der Vollständigkeit halber auch die Aufstellung der Freiwilligen Feuerwehr.

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Die moderne Berliner Feuerwehr – Fahrzeuge von 1996 bis 2011

Berlin ist Weltmetropole, Hauptstadt, kultureller Schmelztiegel und hoch verschuldet. Letzteres betrifft auch die Berliner Feuerwehr. Zwar ist eine Wehr der Superlative, die aber immer seltener aus dem vollen Schöpfen darf (wenn sie es denn je konnte). Dennoch ist sie in der Pflicht den Brandschutz für ihre 3,3 Millionen Einwohner sicherzustellen. Dies stellt die Großstadtwehr vor große Herausforderungen und vielseitige Aufgaben. Wer jetzt einen unfamgreichen Gemischtwarenladen im Fahrzeugpark erwartet wird allerdings enttäuscht: die Berliner Feuerwehr hat ihren Fahrzeugpark in den vergangenen Jahren weitestgehend standardisiert. Und das ist auch gut so. Für das Personal, die Bevölkerung und den Geldbeutel.

Das Buch gibt einen prallgefüllten Einblick in den kompletten Fahrzeugpark der letzten 15 Jahre. Zeigt die (Weiter-)Entwicklung des Berliner LHF (Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeugs), die in den 80er Jahren mit Mercedes-Benz und Bachert begann. Wie und wann die Folienbeklebung Einzug hielt. Wie Wehr vom Konjunkturprogramm II profitierte, und wie sich die Feuerwehr ein eigenes Corporate Identity zulegte. Für Liebhaber aktueller Fahrzeugbestände im Brand- und Rettungswesen ein Fest, da hier (wie schon im Hambugrer Buch) alle Fahrzeugtypen, angefangen bei ELWs, PKWs und RTWs, über Lösch- und Drehleiterfahrzeuge, bis hin zu Rüst- und Gerätewagen, Wechselladerfahrzeuge, Abrollbehältern und Anhängern alles dabei ist, was bei der Berliner Feuerwehr im Dienst ist, und darüber hinaus welcher Wache sie zugeordnet sind.

Der Autor Hans-Jörg Schierz ist selbst aktiver Feuerwehrmann in Diensten der Berliner Feuerwehr, passionierter Modellbauer, und Jounalist und veröffentlichte hiermit nun sein erstes Buch.

Die Münchner Feuerwehr im Einsatz – Von den Siebzigern bis heute

Bei den aktuellen Buchneuerscheinungen in der Sparte Feuerwehr scheint sich derzeit ein Trend beim Format abzuzeichnen. So sind die bisherigen hier vorgestellten Bücher über die Feuerwehr Hamburg und den Rettungsdienst der Stadt Mülheim an der Ruhr, sowie das an dieser Stelle vorstellte Buch im handlichen DIN A5-Hardcover zu haben. Das mag ja sehr händisch sein, dennoch leiden tw. Abbildungsgrößen, die besonders bei Fahrzeugen durchaus hätten größer ausfallen können und dürfen. Sicher aber stellt hierbei die Buchgröße aufgrund der Produktionskosten dem progostizierten Verkäufen gegenüber einen Kompromiss dar. So ist das halt mit „Special Interest“-Titeln.

Nun aber zum Buch selbst. Die Münchner Berufsfeuerwehr ist eine bedeutsame. Die größte in Bayern und, hinter Berlin und Hamburg, die drittgrößte Deutschlands. Einige Einsätze haben die Wehr auch im Rest der Republik bekannt werden lassen: z. B. als 1994 ein Linienbus durch U-Bahnbauarbeiten im Erdreich versank, als ein angetrunkener Fußballfan 1982 kurz vor Anpfiff der Partie des FC Bayern gegen den HSV das Zeltdach des Olympiastations erkletterte, oder als 1986 der Löwenbräukeller ein Raub der Flammen wurde. Aber über die Jahrzehnte hatte auch immer mal wieder die Feuerwehr selbst Verluste zu beklagen. Glücklicherweise gingen diese aus personeller Sicht meist glimpflich aus.

Der Autor Thomas Gaulke, selbst aktiv im Einsatzdienst – früher als Feuerwehrmann, heute als Fotograf, hat für dieses Buch die spektakulärsten, größten und ungewöhnlichsten Einsätze seit Beginn der 70er Jahre zusammengesammelt und die Bilder mit kurzen informellen Texten ergänzt. So ergibt sich ein anschaulicher Reigen aus dem Alltag der Münchner Feuerwehr durch die Jahrzehnte; sei es bei der Brandbekämpfung, der technischen Hilfeleistung, bei Umweltschutzeinsätzen oder tierischen Rettungsaktionen.

Eine interessante Retrospektive, die neben den Einsätzen auch einen Blick auf längst vergangene Zeiten Blicken lässt.

Buch „Die Münchner Feuerwehr im Einsatz – von den Siebzigern bis heute″, gebundene Ausgabe
Verlag: Sutton Verlag
144 Seiten, 245 (zum Teil farbige) Fotos
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86680-789-1
Größe: 25 x 17,5 x 1,2 cm
Preis: 22,90 Euro

Rettungsdienst in Mülheim an der Ruhr von 1850 bis 2010

Ein geschätzer und guter Bekannter und ehemaliger Bastelkollege von mir, Harald Karutz, der sich, wie ich, seit Kindertagen mit dem Blaulichtthema beschäftigt, hat bereits vor längerer Zeit ein Werk veröffentlicht, das sich komplett mit der Entwicklung des Rettungsdienstwesens in seiner/unserer Heimatstadt Mülheim an der Ruhr der vergangenen 160 Jahre beschäftigt. Ich möchte nun an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen und das hervorragende Machwerk einmal näher vorzustellen.

Mülheim an der Ruhr ist nun wirklich keine Stadt von Weltruf. Dennoch bietet diese Stadt mit ihrem Rettungsdienst eine erzählenswerte Geschichte. Auf 144 Seiten werden dem Leser chonologisch sämtliche technischen und medizinischen Entwicklungen, seien es die ersten Krankenkarren in den Anfängen, die Menschenrettung während des zweiten Weltkrieges, der Vorläufer aller Notarztwagen, das sog. „Clinomobil“, der Aufbau eines ärztlichen Notfalldienstes, oder auch die Etablierung des mittlerweile bewährten Rendezvous-Systems von NEF und RTW über alle Hilfsorganisationen hinweg vor Augen geführt und erläutert. Bei vielen dieser „Meilensteine“ betrat man tw. entwicklungstechnisches Neuland und galt mitunter als Vorreiter für andere Kommunen des Landes, die diese Neuerungen später mitunter übernahmen.

Viele Einsatz- und Fahrzeugfotos, sowie eine umfangreiche, abschließende Zeittafel bieten dabei nicht nur für Fahrzeugenthusiasten und Geschichtsfreunde ein umfangreich recherchiertes Nachschlagewerk.

Buch „Rettungsdienst in Mülheim an der Ruhr von 1850 bis 2010″, gebundene Ausgabe
Verlag: Martina-Galunder-Verlag
144 Seiten, 198 (zum Teil farbige) Fotos
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-89909-08 1- 9
Größe: 24,6 x 17,4 x 1,3 cm
Preis: 14,90 Euro

Einsatzfahrzeuge der Hamburger Feuerwehr – 1960 bis Heute

Manfred Gihl, seines Zeichens 23 Jahre lang Branddirektor der Hamburger Feuerwehr, ist nach wie vor „seiner“ Wehr sehr eng verbunden und hat mit „Einsatzfahrzeuge der Hamburger Feuerwehr – 1960 bis Heute“ eine weitere, komplett farbig gestaltete Bilddokumentation vorgestellt, die 2011 im Sutton Verlag erschienen ist.

Dieses Buch beschäftigt sich, wie es der Titel vermuten lässt, mit dem Fahrzeugpark der hansestädtischen Feuerwehr, die zugleich die zweitgrößte Deutschlands ist, und auf nicht weniger als 517 (!) landgebundene Fahrzeuge zurückgreifen kann. Dieser große Anzahl an Fahrzeugen gliedert sich in fünf Kapitel, die die unterschiedlichen Fahrzeugsegmente ausführlich beleuchten. Beginnend mit den Standardlöschfahrzeugen auf den bekannten Mercedes-Pullman, über die klassischen Kurzhauber, dem ersten frontlenkergesteuerten „HANSA-Löschzug“ bis hin zu den heutigen HLFs, die, wie ich jetzt darin las, fälschlicher Weise oftmals als „Hilfeleistungslöschfahrzeuge“ bezeichnet werden. „HLF“ steht in diesem Zusammenhang aber schlicht für „Hamburger Löschfahrzeug“: Ein spezielle hanseatische Entwicklung, die allerdings eng mit dem allgemein bekannten HLF verwand ist. Darüber hinaus werden sämtliche Drehleitertypen und Teleskopmastbühnen, die Einsatzleitfahrzeuge und Befehlswagen, die Fahrzeuge des Rettungsdienstes und sämtliche Sonderfahrzeuge, wie Rüst- und Gerätewagen, Fahrzeuge des Kampfmittelräumdienstes, sowie WLFs und Kranfahrzeuge in Wort und vor allem Bild vorgestellt.

Kurzum, für Blaulichtfahrzeugfans ein lohnenswerter Bildband und ein großer Ideenquell für Modellbauer aller Maßstäbe.

Buch „Einsatzfahrzeuge der Hamburger Feuerwehr 1960 bis Heute″, gebundene Ausgabe
Verlag: Sutton Verlag
132 Seiten, 216 Fotos
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866807678
ISBN-13: 978-3866807679
Größe: 24,6 x 17,4 x 1,6 cm
Preis: 22,95 Euro

Wie es sich lebt auf der Wache Süd

Nach einigen bildhaften Kurzgeschichten über die Abenteuer der Jungs von Wache Süd, möchte ich heute ein wenig genauer über das Gelände der Feuerwache berichten, das dort bereits ausgiebig als Kulisse gedient hat. Seit der neuesten Geschichte ist aber (wieder) alles anders – nämlich größer.

Um die Wache genauer unter die Lupe zu nehmen, muss ich ein wenig ausholen: Alles begann bekanntlich, nachdem Uschi ein seltsames Artefakt unter dem seit langem nicht mehr Staub gewischten Zentralistentisch vorfand. Als dieses Etwas unter lautem Getöse „explodierte“ war alles auf dem Gelände nicht mehr, wie zuvor.

Die alte baufällige Wache, die als altes Originalset # 6385 (Fire House I von 1985)  in gerademal 19 Szenen Verwendung fand, wich fortan einer modernen Herberge mit allen Schikanen. Optisch bildet sie den Grad zwischen den modernen LEGO®-Sets und den Klassikern der 80er Jahre. Den Baugrund für das eigentliche und wesentliche Hauptgebäude bildet die grüne Bauplatte aus dem Bausatz # 6571 (Flame Fighters aus dem Jahre 1994). Manche halten die Wache Süd für die moderne Variante des letztgenannten Sets.

Wie dem auch sei. Die Wache Süd wird allen Ansprüchen an eine Unterkunft des 21. LEGO®-Jahrhunderts gerecht. Das von einer Mauer (auf der rechten Seite vor dem Turm befindet sich ein offener Waschplatz) umschlossene Areal verfügt im hinteren Teil über eine hohe Fahrzeughalle mit zwei Einstellplätzen, die zwei großen Löschfahrzeugen ausreichend Raum bieten. Zudem finden sich dort von der Decke herabreichende Abgasschläuche und zusätzlicher Lagerplatz für etwas Material.

Das Wachgebäude, ein 3-geschossiger Turm, beherbergt im Erdgeschoss die hochmoderne Zentrale mit einem Zugang zur Fahrzeughalle. Die Zentrale bietet alle computergestützten Spielereien, wie z. B. Digitalfunk. Im Stockwerk darüber befindet sich der Ruheraum der wachhabenden Mannschaft, und im zweiten Obergeschoss ein großer Besprechungs- und Unterrichtsraum samt Whiteboard und Overhead-Projektor.

Erst kürzlich wurde das Gelände auf der linken Seite um einen separaten Hallenstellplatz erweitert. Erbaut wurde dieser auf einer 16x32er Bauplatte in grün, und soll in naher Zukunft als Unterstellplatz für einen geplanten Rettungswagen dienen. Im Augenblick parkt dort der PKW der Tagesdienstes, bzw. sie wird gelegentlich zur Reparaturzwecken genutzt.

Für Erholung der Wehrleute sorgt eine kleine Sitzgelegenheit im Freien, umgeben von ein wenig Grünbepflanzung.

Ehemaliges der Berufsfeuerwehr Mülheim an der Ruhr

Bei der Durchsicht der Interschutz-Fotos fielen mir auch einige Bilder ehemaliger Fahrzeuge der BF Mülheim in die Hände. Kaum zu glauben, all diese Fahrzeuge sind heute schon lange nicht mehr im Dienst, tw. sogar bereits in zweiter Nachfolger-Generation modernisiert.

Sicherlich eine Besonderheit stellten die beiden Chevrolet Blazer dar, die in den 80er und 90er Jahren als ELF 11/1 und 11/2 die Führungsfahrzeuge in den beiden Löschzugen waren. Beschafft im Herbst 1978 als geplante Vorausrüstfahrzeuge, beladen mit Schere und Spreizer, mangels Alternativen, wie Mercedes G (noch nicht lieferbar oder/und Range Rover (zu teuer und zu geringe Zuladung). Auf Grund des schwammigen Fahrwerks, was besonders Kurvenfahrten durch das hohe Einsatzgewicht sehr kritisch gestaltete, wurden die Hilfeleistungsaggregate später wieder abgerüstet.

In den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts bestimmten zahlreiche Fahrzeugbeschaffungen auf Magirus-Fahrgestellen den Bestand. So stellte die BF Mülheim 1964 das TLF 24/35 mit heckseitig offenem Pumpenstand, 1965 einen GW-Öl und drei Jahre später die DL 30 in Dienst. Alle samt auf Magirus Deutz Merkur F 150 D 10 Fahrgestellen. Jedoch verfügten nur der Gerätewagen und das Tanklöschfahrzeug über permanenten Allradantrieb. 1973 kamen ein LF 16 und der Gerätewagen-Wasserrettung auf den neuen Magirus Deutz Frontlenkern hinzu, die 1974 durch das TLF 16 und 1976 durch das TroTLF 16 ergänzt wurden. Novum waren hierbei die Lackierungen in neuen Signalton „Tagesleuchtrot“ RAL 3024.

Mit dem verstärkten Auf- und Ausbau des neuen Wechselladersystems kamen ab 1975 auch eine große Anzahl an Mercedes-Benz Frontlenkern hinzu. 1977 stellte die BF eine neue Drehleiter DLK 23/12 in Dienst. 1979 ergänzte das neu beschaffte TLF 24/50 mit Metz-Aufbau und untypischen Straßenantrieb den Fahrzeugpark. Ferner verfolgte man bei der Feuerwehr ein neues Löschfahrzeugkonzept: mit dem ersten Prototypen eines neuen LF 24 konnte ab 1980 die Erprobung im Einsatzdienst begonnen werden. Somit waren erstmals Brandbekämpfung und technische Hilfeleistungen gleichermaßen möglich. 1981 folgte schließlich der neue Rüstwagen RF 2 auf MB 1019 AF.

Im Rettungsdienst erfolgte ab 1979 die Ablösung der Bonna KTWs durch die sog. „Bäckerwagen“, die neuen „Bremer“-Transporter auf Mercedes-Benz 207-210 D. Ebenso erfolgte die Umstellung der Lackierung nach NRW-Landesregierungserlass von 1980 auch bei den RTWs.

Zwischendrin fanden auch bemerkenswerte Neuanschaffungen statt, wie der FwK 25 auf Faun/MFL von 1972, oder aus das Tr0LF 750 auf MB Unimog U 1300 L, das über eine Streuvorrichtung samt kleinem Streumitteltank und Schneefluganbauplatte verfügte. Beide Trockenlöscheneinrichtungen, die des Unimogs und die des alten TroTLF 16 fanden später Verwendung für den Bau des AB 16 – Pulver/CO2.