FLF 6500 – Pacer4 (4×4)


Als schnelles Vorauslöschfahrzeug verfügt die Flughafenfeuerwehr Farnheim über ein FLF 6500. Dies ist als Reservefahrzeug eingeteilt und steht bspw. für Brandwachen bei Flugzeugbetankungen zur Verfügung. Je nach Einsatzanforderung dient es auch als Vorauslöschfahrzeug. Aufgebaut wurde das Fahrzeug auf einem Pacer4 (4×4), der einst aus einer Eigenentwicklung des Feuerlöschfahrzeug- und -geräteherstellers Firebrick hervorging. Das singlebereifte und allradangetriebene 26-Tonnen-Gefährt wird von einem V8-Turbodiesel mit 650 PS befeuert. In seinem Bauch transportiert der Pacer4 5.800 L Wasser, 500 L Schaummittel und 250 kg Pulver zur Einsatzstelle. Die Kreiselpumpe 10-8000 fördert ihrer Beschreibung nach 8.000 L bei 10 bar. Das Fahrzeug verfügt über zwei kombinierte Werfer, die während der Fahrt fernsteuert betrieben werden können. Somit ist bereits auf der Anfahrt die Abgabe von Löschmittel auf das Brandobjekt möglich. Zudem ist die Brandbekämpfung stationär über zwei Schnellangriffhaspeln möglich. 

Neues Jahr, neue Modelle. Jüngst habe ich mir meine Flughafenfeuerwehr als Ziel neuer Umbaubemühungen ausgeschaut. Nach ersten Fahrzeugen, die im vergangenen Jahr fertiggestellt wurden, hat nun mein erstes 6-Noppen-breites Modell überhaupt in Form dieses zweiachsigen FLFs Premiere. Es war nur eine Frage für entsprechnd plausibel wirkende Größenverhältnisse schließlich nur eine Frage der Zeit, bis ein solches Gefährt auf meinem Bautisch vorfährt. Ihr fragt Euch vielleicht, ob dies nun der Anfang vom Ende der 4w-Modelle sei? Mitnichten! Ich kann Euch beruhigen. PKWs und Kleintransporter sowie Löschfahrzeuge bleiben auch in Zukunft 4/5w breit. Es sei noch die Randnotiz erlaubt, dass TLC höchst selbst ein solch 6-Noppen-breites Ungetüm während der Classictown-Ära im Programm führte.

Dieses Löschfahrzeug ist für mich zunächst nur als Fingerübung gedacht. Denn 6wide ist gar nicht so einfach, wie es scheint. Hier hat man plötzlich viel mehr Platz und der will sinnvoll gefüllt werden, ohne zu bemüht zu wirken, oder über Strecken zu undetailliert. Gleichzeitig möchte ich dabei mit andersartigen Bautechnicken gewohnte Konstruktionspfade verlassen, um noch mehr optischen Spielraum zu haben. Denn das eigentliche Ziel sind die Verbeiterung meiner 8×8 Löschfahrzeuge „Prevailor“ auf sechs Noppen. So werden werden später hierbei sicher noch die eine oder andere modellbauerische Weiterentwicklung einfließen. Da für dieses aktuelle Modell laut meines ersonnenen Feuerlöschkonzeptes für den Farnheimer Flughafen eigentlich keinen Bedarf besteht, schaue ich mal, inwieweit sich dieses Fahrzeug darin integrieren lässt. Ansonsten wird hieraus bald schon der erste der 8x8er Löschriesen. Bleiben wir gespannt…

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Umbau des FLF 60/88-12 auf 5w

Schon damals, kurz nach Fertigstellung des Flughafenlöschfahrzeugs war bereits klar, dass der Aufbau bei solch einen Brummer viel zu schmal geriet. Dennoch mussten knapp zwei Jahre ins Land vergehen, ehe ich die Verbreiterung in die Tat umsetzte.

Ich nehme also nicht immer gleich bestehende Modelle auseinander, ich modifiziere sie auch, wenn es mir sinnvoll erscheint. Nicht, dass es mir hierbei in den vergangenen zwei Jahren noch nicht sinnvoll erschein – mir fehlte schlicht der Elan.

In einem halben Tag mit viel Tüftelei und Probiererei habe ich die Verbreiterung umsetzen können. Alles begann mit dem Gerätekasten. Der noch vermeintlich leichteste Teil des Umbaus. Dahinter fingen aber die Experimente an, um das bestehende Erscheinungsbild nur nicht zu verfremden. Die größte Herausforderung war das gesnottete Tanksegment über den beiden Hinterachsen im Inneren wieder stabil zu verankern, da das Heckteil, das nun auch eine halbe Noppe versetzt wurde, nicht am Fahrgestell befestigt werden konnte. So musste eine andere Lösung her. Und die kam in Form eines 1×1 Clips. Dieser hält den eingerückten weißen Teil (den Boden des Heckgeräteraumes, wenn man so will) mit dem Fahrgestell ausreichend fest. Keine legale Bautechnik, aber was soll’s.

 

Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 NG (Neue Generation)

Farnheim plant für die Zukunft. Genauer gesagt für die Brandbekämpfung der Zukunft. Ziel soll sein, dass sich der Fahrzeugpark, insbesondere bei den Löschfahrzeugen, bei Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr gleicht. So strebt die Planungsgruppe „FLF25“ an, dass sich die ersten der neuen HLF 30/20 auf Basis des typischen Farnheimer Löschfahrzeugs, kurz FLF, ab 2025 zunächst im Zulauf der Freiwilligen Feuerwehr befinden.

Ein erster Prototyp steht nun den Wehrfrauen und -männern zur Verfügung. Er wird bis Ende 2019 zunächst auf allen Wachen der BF seinen Dienst versehen, und später auch der Freiwilligen Feuerwehr bereitgestellt. Grund ist diese ausgiebige Testphase, zu der in einem abschließendem Audit sämtliche Vorschläge, Wünsche und Kritiken gesammelt in einem Abschlussbericht nach anschließender europäischer Ausschreibung dem Aufbauhersteller zur Verfügung gestellt werden. Die Beschaffung umfasst bei derzeitigem Planungsstand insgesamt 30 Fahrzeuge, die in mehreren Auslieferungschargen bis 2028 erfolgen soll.

Farnheim plans for the future. More specifically, for the future of firefighting. The goal shall be to have a similar vehicle fleet, especially for fire fighting vehicles, to professional and volunteer fire department as well. The planning group „FLF25“ is aiming that the first of the new HLF 30/20 to be first available for the volunteer fire brigade from 2025 onwards.

A first prototype is now available to the fire fighters for extensive testing. In the end of the test phase test phase, all proposals, wishes and criticisms will be collected in a final report and handed over to the manufacturer. The fire department id planning to get a total of 30 vehicles, which is to be delivered in multiple delivery batches by the end of 2028.

Der vorstellig gewordene Prototyp verfügt derzeit über folgende technische Eckdaten:

  • 18-Tonnen-Allradfahrgestell mit Intarder
  • 6-Zylinder-Turbodiesel-Aggregat mit einer Leistung von 242 kW (330 PS) (Euro 6)
  • geräumige, verbreiterte Gruppenkabine für sechs (BF) und neun (FF) Einsatzkräfte
  • Klimatisierte Gruppenbabine
  • Torsionssteifer Aufbau aus verklebten Aluminiumprofilen
  • Hoch-Niederdruck-Feuerlöschkreiselpumpe FP 10-3000 mit eingebautem Zumischer
  • CAFS (Compressed Air Foam System)
  • 1.800 L Löschwasserbehälter und 200 L Schaummitteltank aus GFK
  • fernsteuerbarer Lichtmast mit vier Hochleistungs-LEDs
  • Akkubetriebener Rettungssatz
  • Hygienewand mit Druckluftpistole
  • Aufbaubeleuchtung (Innen und Außen) sowie Umfeldbeleuchtung in LED
  • neues optoakustisches Sondersignalkonzept ( u.a. sog. Intersection Lights und Rumbler-Sirene)

Nicht ganz ein Jahr verging, dass ich, während ich dem Farnheimer Standardlöschfahrzeug ein Facelift verpasste, verkündete, dass die Modernierung dieser Fahrzeuggattung abgeschlossen sei. Pustekuchen! Mir schwebte nämlich auch hier schon länger eine 4/5-Noppen-Kombination zwischen Kabine und Aufbau vor.  Heutzutage sind Gruppenkabinen mit verbreitertem Mannschaftsabteil gang und gäbe. Jeder namhafte Feuerwehrgerätehersteller hat solche in seinem Produktportfolio, und so dachte ich mir, dass es nur logisch sei, wenn sich dieser (kostengünstigere und platzspendende) Trend auch in Farnheim durchsetzt. Zugegebenermaßen bin ich aus ästhetischen Gesichtspunkten kein Freund solcher Mannschaftskabinen, da sie in meinen Augen die ursprüngliche Linienführung der Kabine aufbrechen und dadurch wie angeflantscht wirken. Sei’s drum.

Less than a year passed, since I presented a facelift for the Farnheim standard fire engine. At that time I announced that the refurbishment of this type of vehicle had been completed. I was wrong! I had the ideas of a 4/5wide-combination between cabin and superstructure for this type of truck. Today, group cabins with a widened crew compartment are commonplace. Every well-known fire-fighters manufacturer has such in its product portfolio, and so I thought that it would be only logical, if this (more cost-effective and space-giving) trend also prevails in Farnheim. Admittedly, from an aesthetic point of view, I am not a friend of such crew cabins because, in my eye, they break up the original lines of the cabin and seem like a foreign body.

The presented prototype currently features the following technical key data:

  • 18-tons-AWD-chassis with Intarder
  • 6-cylinder turbo-diesel engine with an output of 242 kW (330 hp) (Euro 6)
  • spacious, widened cabin for six (professionals) and nine (volunteers) fire fighters
  • Auxiliary heated and air conditioned crew cab
  • Torsionally rigid construction made of bonded aluminum profiles
  • High-low-pressure centrifugal fire pump FP 10-3000 with built-in foam mixer
  • CAFS (Compressed Air Foam System)
  • 1,800 L fire water tank and 200 L foam tank made of GRP
  • remotely controlled light tower with four high-power LEDs
  • Battery operated rescue kit
  • Hygiene wall with compressed air gun
  • Surface lighting (indoor and outdoor) and scene lighting in LED
  • new optoacoustic special signal concept (e.g. intersection lights and rumbler siren)

Schließlich war es soweit: Steine in die Hand genommen und losgelegt. Innerhalb einer Woche entstand an mehrere Abenden schließlich das neue Baumuster. Haspeln sowie Teile der Inneneinrichtung übernahm ich nahezu unverändert vom Vorgänger. Letzteres habe ich nun seitengetauscht untergebracht, d. h. auf der Fahrerseite befinden sich sämtliche Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung, während rechts all das Benötigte für die Brandbekämpfung untergebracht ist. Somit wird dieses Fahrzeug Vorlage für weitere Exemplare. Und so wie es aussieht, werden die alten Modelle dran glauben müssen. Doch bis es soweit ist, dauert es noch etwas. Es fehlen mir augenblicklich noch ein paar benötigte und wichtige Bauteile – und eine Drehleiter in 5w…

Finally the time had come: Bricks picked up and started. Within a week, the new model was created on several evenings. Reels and parts of the interior were taken over almost unchanged from its predecessor. I changed the sides storing the equipment. On the driver’s side you’ll find all the equipment for technical assistance, while right are stored all the necessary stuff for fighting fires. Thus, this vehicle will be the template for more copies. And it looks like the old models are done. But until that happens, it takes a while. I am still in the need of a few needed important components right now – and an aerial ladder in 5w …

Feuerwehr Farnheim on Tour – XI

Zum mittlerweile fünften Mal war die Feuerwehr im vergangenen September auf dem Steinewahn in Berlin zu Gast. Einmal mehr kümmerte sie sich um die brandschutztechnische Sicherheit auf den MOCs sämtlicher Aussteller und das große Drumherum.

 

 

Einsatz der Feuerwehr Farnheim bei Brick Bits 2018

Am Sonntag vormittag ereignete sich auf dem Groß-MOC „Flughafen Hamburg“ auf der diesjährigen Brick Bits während der Ausstellungszeit ein Zwischenfall. Ein Triebwerk einer am Terminal 2 stehenden Boeing 747 fing aus bislang ungeklärter Ursache Feuer. Schnell dehnte sich eine weithin sichtbare Rauchwolke entlang der Parkposition auf dem Vorfeld aus. Während die Besatzung eine schnelle Evakuierung des Fliegers einleitete, setzte sich die umgehend alarmierte Flughafenfeuerwehr zügig mit einem ICAO-Löschzug in Bewegung. Gleichzeitig rückte auch die Farnheimer Feuerwehr mit einem erweiterten Löschzug samt Sonderfahrzeugen zur sog. überörtlichen Hilfe an.

Während die schweren Flughafenlöschfahrzeuge bereits bei Erreichen der Einsatzstelle einen massiven Löschangriff einleiteten, unterstützten die Farnheimer die Tätigkeiten mit zusätzlichen Löschangriffen oder standen in Bereitstellung. Hierzu kam auch das neue GTLF 10 der Berufsfeuerwehr zum Einsatz und erlebte zugleich seine „Feuertaufe“. Dieses Fahrzeug ist so neu, dass es bislang noch nicht einmal von der Presseabteilung entsprechend fotogen ins Licht gerückt werden konnte.

Die Evakuierung des Jumbos wurde ohne nennenswerte Zwischenfälle besonnen und zügig abgeschlossen. Die Passagiere kamen lediglich mit einem Schrecken davon. Auch die Flammen am äußeren Triebwerk der linken Tragfläche waren rasch erstickt. Glück im Unglück, denn erst kurz zuvor war der Airbus für den Start bereits vollgetankt worden.

Die Passagiere konnten etwas später mit einem Ersatzflugzeug ihre Weiter-(Reise) nach New York antreten. Die Unfallermittler und der Triebwerkhersteller haben die Arbeiten aufgenommen, das Problem zu identifizieren.

Der Familie Burmester sei herzlich dafür gedankt, dass sie diese Ereignis auf Ihrem MOC freundlicherweise haben stattfinden ließen. Ebenso geht ein Dank an Wolfgang (legoviller) für die Unterstützung durch einige seiner 4wide-Fahrzeuge.

Einsatzdauer: ca. 35 Minuten

Personalstärke: 23 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Feuerwehr Farnheim
• KdoW (WAL) (Florian Farnheim 01-KDOWWAL-1)
• Einsatzleitwagen ELW 1-3 (Florian Farnheim 03-ELW-1)
• Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-3 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
• GTLF 10 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
• SLF 30/60-6 (Florian Farnheim 02-SLF-1)
• WLF (Florian Farnheim 05-NEF-1) + AB T2 (Tank 2)
• RTW 19 (Florian Farnheim 03-RTW-1)
• NEF 6 (Florian Farnheim 05-NEF-1)

Flughafenfeuerwehr
RIV 1200/300
FLF 60/88-12
• RTW 19 (Florian Farnheim 03-RTW-2)
• NEF 6 (Florian Farnheim 02-NEF-6)

sowie einige Fahrzeuge von legoviller und der Familie Burmester.

Feuerwehr Farnheim on Tour – X

Das Ausstellungsjahr begann heuer ungewohnt früh. Am letzten Januarwochenende lud die LUG Steineland Harz+Heide zur Brick-Bits-Ausstellung nach Braunschweig. Und der ganze Farnheimer Feuerwehr-Tross musste natürlich mit. Wegen der Sicherheit…

Feuerwehr Farnheim on Tour – IX

Bau.Stein.Spiel.Spaß. Unter diesem Motto stand nach der Auftaktveranstaltung im Vorjahr dieses Jahr erneut die kleine Ausstellung des Organisators MBFR in der Alten Cuesterey inmitten Essen-Borbecks. Wer diese Örtlichkeit kennt, schätzt sein uriges Inneres. Einbettet in altem Gemäuer, behutsam saniert und ausgestattet mit viel warmem Holz und altem kirchlichem Charme. Einst wartete auf dieses Kleinod jedoch beinahe die Abrissbirne, aber der Kultur-Historische Verein Borbecks bewahrte die 200 Jahre alte Geschichte und sanierte von das Gebäude von Grund auf. Als offenes Kulturzentrum und Kunstmuseum erfreut es heute seine Besucher.

Nichtsdestotrotz war auch die Feuerwehr Farnheim erneut mit der Absicherung des Brandschutzes beauftragt und nahm jedes einzelne MOC persönlich ab.