PKW

Auch die erhebliche kleinere Flughafenfeuerwehr verfügt für ähnliche Zwecke wie die Berufsfeuerwehr über ein paar PKWs im Fahrzeugpark. Genau wie die Kolleginnen und Kollegen aus der Stadt hat man sich für den kleinen kompakten Stufenheckler entschieden. Selbstredend im passenden Flughafen-Farbkleid.

Da meine zivilen Stadtautos nun gehörig in die Jahre kommen, und dort bald wohl eine umfangreiche Revision ansteht, habe ich gleich mal vorausgeschaut, in welchen Farben sich dieses Fahrzeug noch umsetzen ließe. Die Krux dabei, alte und neue Bauteile unter den denselben colorierten Hut zu bekommen. Einige klassische Farben ließen sich für unifarbene Fahrzeuge umsetzen – bis auf gelb und grau (egal, ob alt oder neu). Greift man hingegen den aktuellen Trend auf Autos mit Bicolor-Farbschemata umzusetzen, so bekäme man durchaus ein paar durchaus interessante Farbvarianten zusätzlich hin.

KdoW

Bei der Bewältigung alltäglicher Boten- und Inspektionsfahrten greift die Branddirektion der Flughafenwehr auf einen Pool kleinerer Dienstfahrzeuge zurück. In der Regel sind dies Kleinbusse oder Kombis, je nach Einsatzzweck und Verfügbarkeit. Seit kurzem ergänzt ein neuer, geräumiger Kombi die Flotte.

Inspiriert von den Modellbauten des lettischen Modellbauers de-marco auf flickr entstand diese klssisch vier Noppen breite Eigeninterpretation. Sie könnte glatt als „Rucksackversion“ seines Streifenwagen-Stufenhecks durchgehen. Und so bekam das Fahrzeug als Finnishing das mittlerweile etablierte Farbschema mit dem typischen weißen Streifen auf der Motorhaube.

Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 30/20

Die Modernisierung des Fahrzeugparks der Flughafenfeuerwehr schreitet voran. Neben der neuen Drehleiter können die Wehrfrauen und -männer nun auch auf zwei neue HLF 30/20 zählen. Diese beiden schlagkräftigen Hilfeleistungslöschfahrzeuge sind die neuen „Mädchen für Alles“. D. h., sie rücken nicht nur dann aus, wenn ein Flugzeugnotfall gemeldet wird, sondern auch, wenn ein Fahrzeug brennt, ein Aufzug klemmt oder sich sonstwo auf dem oder um das Flughafengelände ein Unglück ereignet hat.

Als Basis entschied man sich, ähnlich wie die städtischen Kollegen, für die bekannte Fahrzeuganbieter/Aufbau-Kombination. Und vom optischen „Zwilling“, der bei der Berufsfeuerwehr die Runde macht, konnte sich im Vorfeld die Abteilung Technik der Flughafenfeuerwehr ein ausgiebiges Bild machen und dessen Vorzüge in Augenschein nehmen. Natürlich war bei der Beschaffung Allrad Pflicht.

Gerade beim Gebäudebrandschutz und in der technische Hilfeleistung, inbesondere auf dem Straßen und Zubringern rund um den Flughafen werden die Fahrzeuge zukünftig gute Dienste leisten.

Der Gebäudelöschzug (v.l.): ELW, KEF, HLF und DLK – ergänzt durch einen RTW der Medizinischen Dienste

Nach der Drehleiter kam mir in den Sinn, den Löschzug für den Gebäudebrandschutz zu komplettieren. Eine Flughafenfeuerwehr besteht eben nicht nur aus den bekannten Löschriesen, die aussrücken, sobald ein Flugzeug einen Notfall meldet. Ebenso ist die Feuerwehr für die brandschutztechnische Sicherheit innerhalb der Gebäude und auf den Straßen und Wege auf oder um das Flughafengelände zuständig. Und so musste ein gescheites HLF her. Bekannte Basis bildet, wie oben erwähnt, das städt. Aquivalent. Und somit ist es mit diesem auch annähernd baugleich – vom Farbschema einmal abgesehen. Lediglich die Bereifung ist eine grobstolligere und die Beladung unterscheidet sich leicht von seinem Pendant der Berufsfeuerwehr.

DLA (K) 26/12

Kürzlich konnte die neu ausgelieferte Drehleiter der Flughafenfeuerwehr Farnheim, der FAirport AG, in Dienst gestellt werden. Sie ersetzt ein altes Expemplar, dass zuletzt durch zuviele technische Defekte nur noch bedingt einsatztauglich war. Der Nachfolger nun verfügt über singlebereiften Allradantrieb (wie nahezu alle Fahrzeuge der Flughafenwehr) der von einem leistungsstarken Turbodiesel, der 353 kW (480 PS) leistet, angetrieben wird. Als Besonderheit ist der Leiterpark am vorderen Ende abneigbar, was besonders bei der verwinkelten Flughafenbebauung zu verbesserten Einsatzmöglichkeiten verhilft. Der Leiterpark reicht ausgefahren bis in 33 Metern Höhe. Die Bezeichnung 26/12 bedeutet, dass gegenüber der bekannten Typisierung 23/12 eine um drei auf insgesamt 26 Metern vergrößerte Arbeitshöhe bei gleicher Traglast und Abstützungsbreite von 12 Metern. Ähnliche Fahrzeugtypen sind Ende letzten Jahre an die Feuerwehr Hamburg geliefert worden.Die neue Drehleiter stellt ein Novum dar. Sie verfügt als erstes Fahrzeug dieser Art über einen 5-Noppen-breiten Aufbau. Als ich kürzlich die Zeile schrog: „Ich scheue mich zunächst noch vor einem Umbau“, war das zwar richtig, da es sich dabei um die Drehleitern der Berufsfeuerwehr drehte. Jedoch war jener niedergeschriebener Auslöser, das Projekt 5w-Drehleiter schlussendlich anzugehen. Also entschied ich mich dafür, ein komplett neues Fahrzeug zu bauen. Und da aktuell viele der Flughafenfahrzeuge eine Überarbeitung erfahren/erfuhren, warum nicht auch gleich eine neue Drehleiter für den Airport?

Also startete ich direkt mit Aufbau, genauer gesagt mit dem Geräteaufbau hinter dem Fahrerhaus. Dieser sollte den aktuell gültigen Vorbildern entsprechend über ein großes Gerätefach verfügen, daher auch die Sonderform der „Jalousie“-artigen Abdeckung mittels Fliesen. Der komplette Fahrzeugufbau ließ sich dann relativ schnell komplettieren und in der Länge ausloten. Auch die Fixierung auf dem Chassis mittels Jumpern stellte kein Hexenwerk dar. Kniffelig wurde es in der Baugröße jedoch mit der darstellbaren und vor allem funktionstüchtigen Abstützung. Hier musste schließlich ein Kompromiss dafür sorgen, dass die DLK sowohl fahrbar ist als auch mit der ausgefahrenen Abstützung dargestellt werden kann. Der Kompromiss sieht vor, dass das vordere Abstützungspaar im Fahrmodus unter dem Fahrzeug Platz findet, das hintere nur zum Teil – der Rest muss also gesondert mitgeführt werden. Nicht optimal, aber eine bessere Lösung habe ich derzeit (noch) nicht. Das Farbschema stellt indes keine Besonderheiten dar und orientiert sich an den zuletzt vorgestellten Fahrzeugen. Einige Details, die man den Fotos entnehmen kann, vervollständigen das Fahrzeug.

Etwas Trivia zum Schluss: Tatsächlich benötigte ich insgesamt vier Tage à mehrere Stunden, um das Modell fertigzustellen.

KEF – Kleineinsatzfahrzeug

Für kleine und Kleinsteinsätze verfügt die Flughafenfeuerwehr, ebenso wie die städtischen Kollegen, über ein sog. KEF, um nicht gleich immer mit dem großen Besteck anzurücken. Mit ihm bewältigt die Wehr alle Einsatz-Kleinigkeiten, wie das Abstreuen von ausgelaufenden Betriebsmitteln, Kleinstbrände vom Schlage eines brennenden Mülleimers oder technische Hilfe von geringem Umfang., wie das Öffnen von Türen. Wie alle Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr verfügt auch dieser Kleintransporter über einen hochstelzigen Allradantrieb.

Dieses Modell bietet tatsächlich, trotz seiner gewöhnlichen Optik, einige Besonderheiten. Zunächst kamen für die Form des Hochdaches die jüngst über den Kundendienst bezogenen neuen Bauteile zum Einsatz. Leider weisen die Bauteile für Stirn- und Rückseite nicht dieselbe Rundung auf wie die Seitenteile. Die Radien unterscheiden sich gerade im Übergangsbereich zum Dach minimal. Durch die Blaulichbalken fällt dies aber kaum auf. Die mit einer angedeuteten A-Säule bedruckte Windschutzscheibe aus dem MINI-Set der Speed-Champions-Reihe bietet optisch ein gewisses Etwas. An der Fahrzeugfront setzte ich für die Kühlergestaltung die neuen 1×1 Snotsteine mit vorderer und seitlicher Noppe ein. Dadurch war es möglich die Scheinwerferkäseecken mitsamt der Frontblitzer anders – seitlich – anzuordnen. Und statt der typischen Niederquerschnittsreifen, die für gewöhnlich auf diesen Felgen sitzen, habe ich die dicken PKW-/Rennwagen-Walzen aufgezogen. Ein wenig Kraftanstrengung und schmerzende Fingerkuppen muss man aber dafür in Kauf nehmen. Das zweifarbige Farbschema und eine entsprechende einsatzspezifische Beladung komplettieren das neue MOC.

TroLF 750

Ein kompaktes, aber wichtiges Löschfahrzeug, war zu seiner Zeit, sprich während seiner Dienstzeit in den 1990er Jahren, das TroLF 750. Die Flughafenfeuerwehr beschaffte es vornehmlich als erweiterte Löscheinheit für den Gebäudebrandschutz. 2009 wurde es an den Sportflughafen Westerau-Jeester verkauft.

Als ich (mal wieder) das weltweite Netz nach Anregungen durchstöberte, fiel mein Blick unweigerlich (erneut) auch auf den lettischen Modellbauer de-marco. Unter seinen hervorragenden Kreationen befand sich eben auch dieses Kabinendesign, welches ich nachbaute und dem ich hintendran einen kompakten Aufbau spendierte. Modellbauerisch bietet der Aufbau keine modellbauerischen Rafinessen, aber er bietet Platz für alle wichtigen Dinge, die einen solchen Fahrzeugtypen ausmachen: Pulvertank, Druckbehälter, Schnellangriff, Dachwerfer und Bedienfeld. Das Ganze im für die Flughafenfeuerwehr bekannten zweifarbigen Lackkleid.

Umbau des FLF 60/88-12 auf 5w

Schon damals, kurz nach Fertigstellung des Flughafenlöschfahrzeugs war bereits klar, dass der Aufbau bei solch einen Brummer viel zu schmal geriet. Dennoch mussten knapp zwei Jahre ins Land vergehen, ehe ich die Verbreiterung in die Tat umsetzte.

Ich nehme also nicht immer gleich bestehende Modelle auseinander, ich modifiziere sie auch, wenn es mir sinnvoll erscheint. Nicht, dass es mir hierbei in den vergangenen zwei Jahren noch nicht sinnvoll erschein – mir fehlte schlicht der Elan.

In einem halben Tag mit viel Tüftelei und Probiererei habe ich die Verbreiterung umsetzen können. Alles begann mit dem Gerätekasten. Der noch vermeintlich leichteste Teil des Umbaus. Dahinter fingen aber die Experimente an, um das bestehende Erscheinungsbild nur nicht zu verfremden. Die größte Herausforderung war das gesnottete Tanksegment über den beiden Hinterachsen im Inneren wieder stabil zu verankern, da das Heckteil, das nun auch eine halbe Noppe versetzt wurde, nicht am Fahrgestell befestigt werden konnte. So musste eine andere Lösung her. Und die kam in Form eines 1×1 Clips. Dieser hält den eingerückten weißen Teil (den Boden des Heckgeräteraumes, wenn man so will) mit dem Fahrgestell ausreichend fest. Keine legale Bautechnik, aber was soll’s.