FLF 9500-500 (Flughafenlöschfahrzeug)

Als Ersatzbeschaffung für zwei in die Jahre gekommene Vorgänger stehen seit kurzem zwei neue FLFs im Dienst der Flughafenfeuerwehr. Unter den Funkrufnamen Florian Flughafen 01/26-01 und -02 sorgen sie als Crash 17 und 18 fortan für mehr Sicherheit. Befüllt sind sie, wie die Fahrzeugbezeichnung bereichts vorgibt, mit 9.500 L Wasser und 500 L AFFF-Schaummittel. Die Abgabe erfolgt über einen 50 Meter Schnellangriff aus einem formstabilen Druckschlauch, per Front- oder Dachwerfer, das Löschmittel je 25 bzw. 55 Meter. Der technischen Vollständigkeit halber fördert die Kreiselpumpe 6.000 L/Min. bei 10 bar.

Erneut knöpfte ich mir ein altes Modell vor, um es in Punkto Optik wieder auf einen zeitgemäßen Stand zu hieven. Diesmal erwischte es eines der Flughafenfeuerwehr. Obschon mir die ursprüngliche Version optisch noch immer zusagte, dachte ich mir, ob nicht ein paar wenige aber signifikante Detailänderungen bereits reichen würden. Die Antwort dann auch relativ kam schnell: Nein. Und so verselbstständigte sich das „Makeover“, bis beinahe ein komplett neues MOC daraus entstand. Nachdem nach einigem Ausprobieren die neue Bereifung feststand – erstmals benutzte ich für meine Modelle die heutzutage sehr gängigen LKW-Reifen, folgte der Umbau auf die weiße „Teillackierung“ im unteren Karosseriebereich. Obwohl dieses Farbschema eigentlich der Werkfeuerwehr vorbehalten ist, macht dieses wohl noch einen Findungsprozess durch. Mal sehen, wo das enden will, um sich dennoch genug von der Farbgebung der WF Jade Öl zu unterscheiden. Jedenfalls. Nachdem auch Frontgestaltung eine größere Veränderung mitsamt neuem Frontwerfer erfuhr, musste schließlich auch noch der alte Aufbau dran glauben. So bekam das „neue“ Modell einen schlanken und flachen Aufbau verpasst und darin eine überarbeite Pumpenvorrichtung. Im Hinterkopf schwang während des Umbauprozesses immer auch ein wenig das Buffalo-FLF der Flughafenwehr Kassel-Calden mit.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (1×2 + 2×10 + 2x4er Platte)

FLF 60/88-12 (Flughafenlöschfahrzeug)

FLF

Mit der Jahrtausendwende beschaffte die Flughafenfeuerwehr zwei baugeiche FLF 60/88-12, die intern auf den Namen FLF 10 hören. Aufgebaut auf einem hochgelängegängigen Allradfahrgestell mit besonderer Sandbereifung fassen die Löschmitteltanks 8.800 Liter Wasser und 1.200 l Schaum. Die Pumpe fördert 6.000 l/min. Der V8-Dieselmotor leistet 620 PS und beschleunigt das Ungetüm auf 120 km/h. Die Gesamtmasse beträgt 32.000 kg.

Mit der Indienststellung der neuen GFLFs und der entsprechenden beförderten ICAO-Klassifizierung des Flughafens in die höchste Kategorie sind die beiden nicht mehr Teil des ersten Abmarsches, aber weiterhin als Reservefahrzeuge im Dienst.

FLFs

Angefixt von einem alten fahrzeugbewerbenen Flyer aus dem Hause Ziegler, der die Zeit seit der Interschutz 1988 in meinem Archiv papierhaft geduldig überdauerte und von der ungebrochenen Faszination gegenüber dieses Fahrzeuges dachte ich mir, es sei durchaus an der Zeit, so etwas mal in meinen Lego-Kosmos zu schrumpfen.

Und zwar wollte ich die gewaltige Reifengröße auch in der 4er-Baubreite adäquat wiedergeben. Wer sich mit der Reifenmaterie bei Lego ein wenig beschäftigt, stößt schnell an Grenzen. Entweder sind die zu groß oder zu klein, zu breit, zu sportlich, zu ach, was weiß ich was. Da hilft nur die Komination zweier verschieden großer Pneus. Glücklicherweise passten dieser und jener hervorragend zusammen. Die unterschiedliche Beschaffenheit des Gummimaterials verschaffen dem Gesamtwerk Sandreifen anschließend eine, wie ich finde, interessante Optik.

Die Kabine stellt bewusst ein Ebenbild des zuvor vorgestellten FLF 450/50-5 dar. Jedoch ist diese hierbei kippbar ausgeführt und gibt einen Blick auf eine Motorblocknachbildung preis. Dem aufmerksamen Betrachter mag auch hierbei erneut aufgefallen sein, dass im Radkasten des Fahrerhauses ein großes, bauartbedingtes Loch klafft, welches unabdingbar ist, wenn noch eine Minifig hinter dem Steuer Platz finden soll. Der Aufbau ist im Bereich des Tank gesnottet ausgeführt. Zwei 1 x 2 x 5 großen Steinen mit eingelassener Nut. Die vertikale Lücke zwischen eben jenem Tank und Motorlüftungsgittern soll die modulare Bauweise des Vorbildes nachempfinden. Natürlich verfügt auch dieses Modell wieder über eine feuertechnische Beladung und eine im Heck installierte Pumpe. Eine zweifarbige Farbgebung rundet das äußere Erscheinungsbild ab.

Zum Vorbild sei erwähnt, dass der Stuttgarter Flughafen drei (!) dieser Fahrzeuge der sog. „Advancer“-Serie ab 1988 in Dienst stellte. Ab 2003 folgte dann die Ausmusterung und der Weiterverkauf zweier FLFs an den Flughafen Friedrichshafen und das Dritte im Bunde wechselte an den Flughafen Siegerland. Aktuell steht die Nummer „5“, die in Friedrichshafen ihren Dienst tat, bei autoscout24 für knapp 70.000 Euro zum Verkauf. Na, Interesse?

Fahrgestellbasislänge: 18 Noppen (2x12er + 2x2er Platte)

FLF 450/50+5 (Flughafenlöschfahrzeug)

FLF45-50-500

Rapid Intervention Vehicle (RIV), zu deutsch Schnelle Vorauslöschfahrzeuge sind so konzipiert, dass mit ihrer HIlfe permanente Sicherheitswachen an Rollfeldern obsolet werden. Durch eine ausgezeichnetes Leistungsgewicht erreichen derartige Fahrzeuge weit über 150 km/h in der Spitze und tragen moderate Löschmittelvorräte sowie Gerät für kleine technische Hilfeleistungen mit sich.

Dieses attraktive Fahrzeugkonzept konnte die Werkfeuerwehr des Flughafens kürzlich mit einer Neubeschaffung in Dienst stellen, und sich damit auch ein wenig gegen den deutschlandweiten Ausmusterungstrend der RIVs stellen. Der Neuling, den die Brickinger Feuerlöschgerätefabrik auf einem Trackstar 4 x 4 der Brickmarscher Automobilwerke aufbaute, tritt die Nachfolge zweier alter PLF 2000 an und trägt damit den sich veränderden Gefahrenlagen und stetig wachsenden Flugbewegungen Rechnung.

Der Nachfolger transportiert nicht mehr nur ein Löschmittel zur Einsatzstelle, sondern vielmehr drei. Genauer gesagt sind das 4.500 L Wasser, 500 L Schaum und 500 kg. Die Pumpe fördert 6.000 L Löschmittel bei 10 bar, bzw. 350 L bei 40 bar. Das 20 Tonnen schwere Gefährt wird dabei von einem 620 PS starken V8-Zylinder-Diesel angetrieben. Der Allradantrieb und sorgt dafür, dass das Fahrzeug auch den entlegensten Winkel des Flughafenareals erreichen kann. Seine 163 km/h Höchstgeschwindigkeit machen es zum derzeit schnellsten Einsatzfahrzeug seiner Klasse. Außerdem ist es Teil des Gebäudelöschzuges und Erstangriffsfahrzeug bei Schadenereignissen im direkten Ufeld des Flughafens.

Fahrzeug + Aufbau:
Fahrgestell: BAW Trackstar AF20.62/41 4x4
Aufbau: BFF
Baujahr: 2016

Motorisierung:
Motor: V8-Dieselmotor
Motorleistung: 459 kW (620 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 163 km/h
Beschleunigung 0-80 km/h: 15 Sek.
Getriebe: Twin-Disc Automatikgetriebe
Gesamtgewicht: 19.800 kg

Pumpenleistung:
 - 6.000 l/Min. bei 10 bar
 - 350 l bei 40 bar

Löschmittel:
 - 4.500 l Wasser
 - 500 l Schaummittel in 2 Tanks à 250 l
 - 500 kg BC-Löschpulver

Besatzung:
 - 1 Mann (0/1)

Beladung/Ausstattung:
 - Wasser-/Schaummonitor Rosenbauer BFF80WS auf dem Fahrzeugdach
   mit Scheinwerfer, ferngesteuert, Leistung: 4.000 l/Min. bei 10 bar
 - Pulvermonitor Rosenbauer BFF25P an der Fahrzeugfront,
   Leistung: 25 kg/Sek.
 - Automatisches Schaumvormischsystem Foamatic
 - CAFS-Löschanlage
 - Hochdruck-Schnellangriff 80 m
 - Selbstschutzanlage mit 5 Düsen à 100 l/Min.
 - Stromgenerator 8 kVA
 - 2 pneumatische Lichtmasten à 3.000 W
 - Hydraulischer Rettungssatz
 - Hitzeschutzbekleidung
 - Pressluftatmer PA
 - Diverse Schläuche und wasserführende Armaturen

Endlich Ersatz für ein sieben Jahre altes Modell. Wurde auch Zeit – könnte man meinen. Aber ganz so vorhersehbar war der Bau des Neulings dann doch nicht. Alles begann mit der Idee, die neuerlichen Kotflügelteile einmal in eine meiner Konstruktionen einzubauen. Lange lagen diese Kotflügel, so nenne ich sie mal, in meinem Fundus herum, und bislang wollte mir selbst kein vernüftiges Einsatzfeld einfallen, das sich zugleich mit dem klasssichen Erscheinungsbild verbinden ließ. Die Initialzündung ergab sich schließlich durch ein MOC der digital modellbauenden Userin Dorothea Williams auf 1000steine, die diese Bautechnik bei einem ihrer Fahrzeuge anwandt.

Nachdem das Fahrgestell stand, sollte das Fahrzeug zunächst in den Fuhrpark der städtischen Feuerwehr eingereiht werden. Als Sonderlöschmittelfahrzeug. Bei feuerwehren in großen Metrolpolen, z. B. München ist ein Fahrzeugtyp durchaus anzutreffen. Aufgrund der sich immer hochbeiniger gestaltenden Silhouette war es für die BF nicht mehr das Einsatzmittel der Wahl. Also, Flughafen. Da fielen mir eben diese weitverbreiteten RIVs ein. Das Profil erscheint äußerst kompakt, extrem geländegängig, damit gut proportioniert und in der optischen Gesamtaufmachung äußerst bullig. Gleiches wollte ich auch hierbei erreichen. Dabei immer die Bespielbarkeit und die Positionierung einer behalten Minifig hinter dem Steuer. Ich hoffe, all das ist mir, trotz meiner selbststeckten Anforderungen, geglückt. Das mag nun der geneigte Leser entscheiden. Aber, ich lass das jetzt so. 😉

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x10er + 2x2er Platte)

Zugkombinationen – Teil 3

In dieser kleinen Serie möchte ich auch solche Kombinationen vorstellen, die nicht Teil der städtischen Feuerwehr sind. In diesem Falle ist es die erste von zwei Löschzugzusammenstellungen der Flughafenfeuerwehr. Der ICAO-Löschzug (intern Löschzug 2) ist immer dann der erste Abmarsch, wenn sich ein Problem bei einer Maschine im Landeanflug oder auf dem Flugfeld abzeichnet. Gleichfalls rückt dieser auch zu Alarmierungen rund um das Flughafengelände aus, desweiteren kann er in speziellen Fällen auch zu Unterstützungseinsätzen der Berufsfeuerwehr herangezogen werden. Dabei muss es sich nicht immer nur um Flugnotfälle handeln.

Im Gegensatz dazu rückt die Berufsfeuerwehr bei gemeldeten Flugnotfällen technischer Art (z. B. Rauch in der Kabine, Triebwerksschaden, etc.) mit einem Löschzug aus den beiden umliegenden Wachen in Beklum und Farmsen aus, um auf den Flughafenvorfeld in Bereitstellung zu gehen. Gleichzeitig wird der Fachgruppe MANV alarmiert). Ein ähnliches Konzept der Zusammenarbeit zur Schadenabwehr verfolgen seit einigen Jahren die Flughafen- und die Berufsfeuerwehr Hamburg.

Dieser ICAO-Löschzug setzt sich aus dem Führungsfahrzeug, dem HTLF 30/50-5, drei GFLF 100/125-15 + 500P und dem Rettungstreppenfahrzeug, sowie einem Rettungswagen zusammen. Dieser Rettungswagen dient in erster Linie, wie es auch bei den städtischen Zugkombinationen der Fall ist, dem personellen Eigenschutz. In den Löschfahrzeugen stehen im Einsatzfall, bei dem binnen 2 Minuten jeder Punkt auf dem Flughafengelände erreicht werden muss, insgesamt 42.500 L Wasser, 5.000 L Schaummittel und 1.500 kg Löschpulver für einen Erstangriff zur Verfügung. Diese Mittel erfüllen somit die Anforderungen der höchsten ICAO-Brandschutzkategorie 10.

Nebenbei noch der Link vom selbigen Löschzug anno 2009.

Hilfeleistungstanklöschfahrzeug (HTLF 30/50-5)

Im Zuge der umfangreichen Modernisierung der Fahrzeugflotte beschaffte die Flughafenfeuerwehr zwei neue Hilfeleistungstanklöschfahrzeuge. Diese Fahrzeuge sind ab sofort fester Bestandteil des ICAO-Löschzuges, somit erhöht sich Löschmittelbevorratung für einen Erstangriff gemäß der internationalen Sicherheitsbestimmungen. Grund hierfür ist die Heraufstufung der Brandschutzkategorie von 9 auf 10. Denn der Flughafen insgesamt rüstet sich derzeit für die Abfertigung von Großraumflugzeugen, wie den Airbus A380 und Co.

Das HTLF transportiert 5.000 L Wasser und 500 Liter Schaummittel an den Einsatzort. Die fahrzeuggebundene Nieder-/Hochdruckkpumpe fördert 3.000 L/Min. bei 10 bar oder 800 L/Min. bei 24 bar. Zugleich ist es mit einer umfangreichen Beladung für die technische Hilfeleistung ausgestattet. Somit kann es auch zu Einsätzen auf den Verkehrswegen rund um das Flughafengelände eingesetzt werden.

Die Modellüberarbeitung schreitet voran. Hierfür zerlegte ich die beiden alten HLF 32/30-3 ohne Rücksicht auf Verluste. Als Basis diente für das Fahrerhaus das in der Vergangenheit in den Reihen der Berufsfeuerwehr etablierte schwere Fahrgestell (siehe GTLF 10 oder auch STF 5000), um den optsich Fahrzeugmischmasch weiter zu vereinhetlichen. Lediglich der Aufbau wurde dem Einsatzzweck entsprechend angepasst. Somit wuchs die vormals zweiachsige Basis um eine weitere Achse, und die Bodenfreiheit wurde erhöht. Der so neu gewonnende Platz konnte in zahlreiche Geräteräume investiert werden. So platzierte ich im großen Geräteraum links Utensilien für die Brandbekämpfung, während gegenüber das Werkzeug für die technische Hilfeleistung zu finden ist. Heckseitig wurde eine entsprechende Feuerlöschkreiselpumpe verbaut. Der Dachmonitor ist schwenk- und klappbar, während eine entsprechende Zuleitung auf dem Dach den Werfer mit Löschmittel speist. Ein aufrichtbarer Lichtmast unterstreicht den Aspekt der technische Hilfeleistung. An der Front wurde, wie schon bei den großen GFLFs ein Frontwerfer angebracht, der im Ernstfall die Löschunternehmungen tatkräftig unterstützt. Natürlich bekam auch dieses Fahrzeug ein optimiertes Streifendesign verpasst.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2 Stück 1 x 2 auf 1 x 4 Brackets + 4 x 4er Bodenplatte + 2 x 4er und 2 x 6er Platten)

GFLF „Prevailor“ 100/125-15 + 500P

Die Werkfeuerwehr des Flughafens Farnheim, die FAirport AG, stellte im Rahmen der Modernisierung zwei neue Löschfahrzeuge in Dienst. Die beiden GFLF 100/125-15 + 500P vom Typ „Prevailor“ ersetzen zwei ältere Fahrzeuge und sind ab sofort Teil des ersten Abmarsches. Die beiden vierachsigen „Löschmonster“ verfügen über je 12.500 L Wasser und 1.500 L Schaummittel, sowie 500 kg Pulver in einem weiteren Kessel. Der Dachwerfer ist als Ausleger gestaltet, an dessen Ende sich eine Löschlanze befindet, mit der die Außenhaut eines Flugzeug durchstoßen werden kann, um das Löschmittel direkt am Brandherd im Inneren abzugeben. Die Fahrzeuge werden jeweils von einem 1.250 PS starken V12-Turbodiesel betrieben, was sie in 19 Sekunden aus dem Stand auf 80 km/h beschleunigt. Die interne Kreiselpumpe, eine FPN-10-10000, liefert 10.000/Min. und wird von einem V6-Diesel mit 480 PS angetrieben. Der HRET (High Reach Extentable Turret)-Werfer am Löscharmende leistet 5.500 L Löschmittelabgabe/Min. und befördert dieses rund 60 Meter weit. Der Frontwerfer kann 3.500 L/Min. abgeben. Diese beiden „Prevailors“ markieren die ersten beiden Fahrzeuge in einer neuen Löschfahrzeuggeneration. Der Beschaffungsplan sieht vor im kommenden Jahr noch vier weitere Fahrzeuge dieses Typs vor.

Nachdem ich die letzten 12 Monaten ausgebiebig meine Fahrzeugflotte der städtischen Feuerwehren, sowie der Werkfeuerwehr Jade Öl AG modifizierte, ist nun endlich auch der Fahrzeugpark der Flughafenfeuerwehr an der Reihe. Den Start markieren diese beiden Flugfeldlöschfahrzeuge, denen die beiden alten Exemplare (FLF und GFLF) zum Opfer fielen. Gleichzeitig markieren diese beiden Ungetüme ein neues Farbschema, dass auf alle weiteren Modelle übertragen möchte – mal sehen, ob und wie es klappt.

Seit dem Ende der Bricking Bavaria vor wenigen Wochen puzzelte ich mir im Kopf bereits die Optik zusammen: eine schwarzes Fahrerhaus sollte es bekommen, ebenso wieder eine Löschlanze auf dem Dach und ungleich detaillierter als seine Vorgänger sollte es werden. Vor allem aber wünschte ich einen deutlich martialischen Auftritt. So legte ich los. Die Basis des Modells ist aber noch wie vor, die des zerlegten älteren GFLFs. Jedoch gestaltete ich den Aufbau (oberhalb der weißen Gürtellinie) komplett neu. Für eine ungewöhnliche und im vorderen Bereich geringere Bauhöhe sorgen die niedrigeren Windschutzscheiben. Dennoch achtete ich hierbei darauf, dass eine Minifig in der Fahrgastzelle Platz findet – wenngleich auch ohne Helm. Durch die Verwendung der 1x4x3er Paneele als Tankaufbau konnte ich im Heckbereich eine große Klappe installieren, die Zugriff auf die Feuerlöschkreiselpumpe erlaubt. Der Gelenkarm, an dessen Ende sich die Löschlanze und ein Werfer befinden, gestaltete ich komplett um. Zudem fällt die Spitze nun filigraner aus. Eine nicht zu unterschätzende Wirkung haben, was den martialisch wirkenden Auftritt angeht, die auf den Radnaben aufgesteckten schwarzen 1×1 Rundplättchen. Sie unterstreichen das montröse Auftreten der beiden neuen Löschriesen. Apropos… Nachdem ich das erste Fahrzeug fertiggestellt hatte, machte ich mich sogleich daran, noch ein weiteres, baugleiches Exemplar zusammenzuklötzeln. In naher Zukunft wird sich noch ein weiteres Fahrzeug dieses Typs hinzugesellen, das allerdings über einen herkömmlichen Dachwerfer verfügt, um die Anfroderungen des Löschzug gemäß ICAO-Standard erfüllen zu können.

Fahrgestellbasislänge: 18 Noppen (2×12er + 2x 2×3er)

GPLF 12000 – Der zweite Koloss des Faun-Trios

Ich hatte es ja bei der Präsentation des GFLF 6/18-2 bereits angekündigt, dass irgendwann das GPLF folgen würde. Nun, jetzt ist es fertig.

Neben den beiden Großflugfeldlöschfahrzeugen stellte die Flughafenfeuerwehr Frankfurt am Main AG (FAG) in enger Zusammenarbeit mit dem Feuerschutzanbieter Total Anfang der 70er Jahre das hier vorgestellte GPLF 12000 (Großpulverlöschfahrzeug) in Dienst. Zu dem Zeitpunkt befanden sich die Druckgasbehälter noch unverkleidet mittig auf beiden Aufbauseiten. Nach einer Revision im Frühjahr 1971, die zahlreiche Nachbesserungen beeinhaltete, wurde das Fahrzeug schließlich  im Juli 1971 wieder in den Dienst der FAG gestellt. Bei diesen zahlreichen Optimierungen verschwanden auch die gewaltigen Treibgastanks für das Löschpulver in einen zentralen Zylinder, der fortan, wie die beiden großen Pulvertanks oben aus dem Aufbaudach ragte. Die Seitenflächen wurden mit Türen verschlossen, und boten zusätzlichen Stauraum für feuerlöschtechnische Gerätschaften. Alsbald stellte sich jedoch heraus, dass die 12.000 kg Löschpulver zu überdimensioniert waren, was bei der Anschaffung der nächsten Generation an Großlöschfahrzeugen berücksichtigt wurde. 1986 folgte schließlich die Ablösung durch die neuen 8×8 Simba GFLFs von Rosenbauer.

Auch die technischen Daten des Montrums sind gewaltig. So verfügte das Fahrzeug zwei Kessel mit insgesamt12.000 kg Löschpulver mit zwei Dachmonitoren mit je 50 kg/Sek. Durchsatz. Vier riesige Druckgasbehälter mit je 275 L Inhalt erzeugten einen Druck von 200 bar. Als Treibsatz verwendete man getrocknete Pressluft oder Stickstoff. So benötigte das Fahrzeug allerdings 40-50 Sekunden, um den benötigten Betriebsdruck aufzubauen, was viel zu lange dauerte. Nach der Revision verbaute man einen Kompressor, der das Löschpulver konstant auf 32 bar hielt. Ebenso installierte man eine Selbstschutzanlage inkl. Bodensprüdüsen und einen 800L fassenden AFFF-Tank, die man bereits aus den GFLFs kannte.

Mein Modell ist eine Zwitterlösung. Zum einen zeigt es die Treibgasanordnung zum Auslieferungsdatum, allerdings sind diese hier bereits durch die in der Revision angebrachten Geräteraumtüren verschlossen. Ebenso musste ich, aufgrund der Teileverfügbarkeit bei den Frontwerfern einen Kompromiss eingehen. Im Original waren die Werfer getrennt von einander dreh- und schwenkbar. Dieses Problem werde zu gegebener Zeit aber nochmals angehen. Der Rest des Modell basiert im wesentlichen auf dem des GFLF 6/18.

Jetzt sollte nur noch das zweite GFLF folgen, dann wäre das Faun-Trio wieder komplett – zumindest aus LEGO®.

Fahrgestellbasislänge: 2×8 (vorderes Achspaar) + 2×6 (hinteres Achspaar)