TdoT bei der Feuerwehr Mülheim 2016

Einmal mehr bot der Tag der offenen Tür bei der Mülheimer Feuerwehr 2016 bestes Ausflugswetter. Demnach fanden sich auch zahlreiche Besucher auf dem Hof der FRW 1 an der alten Dreherei in Broich ein. Leider ist die geplante Neuanschaffungen noch nicht in Sicht. Somit bot der Tag in Sachen Fahrzeugtechnik persönlich auch nichts neues. Jedoch gelang mir nochmals Blick auf allmählich scheidende Fahrzeuge, wie bspw. der Gerätewagen-Wasserrettung. Auffällig war allerdings, dass der GW-Mess und die Fiat Doblos, in Gestalt des GW-Tier und als PKW für den Tagesdienst nicht mehr vorzufinden waren. Jedoch konnte ich noch einen interessierten Blick in die Werkstätten werfen.

Die Letzten ihrer Art

Was als Überschrift auf den ersten Blick ein wenig schwermütig klingen mag, ist aber tatsächlich so gemeint. Denn es geht um zwei Fahrzeuge, die, wenn man sich den aktuellen Fahrzeugpark der Mülheimer Feuerwehr ansieht, wahrlich als die letzten Fahrzeuge ihrer Art gelten.

TLF 16/24-Tr. der BF MH, MB LN2 917 AF, Aufbau Metz, Bj. 1996

TLF 16/24-1, MB LN2 917 AF, Aufbau Metz, Bj. 1996

TLF 16/24-2, MB 917 AF (LN2/Facelift), Aufbau Metz, Bj. 1997

TLF 16/24-2, MB 917 AFE (LN2/Facelift), Aufbau Metz, Bj. 1997

In den Jahren 1996 und 1997 beschaffte die Berufsfeuerwehr als Ersatz zweier in die Jahre gekommener Löschfahrzeuge diese zwei TLF 16/24-Trupp. Durch der Reduktion der Personalstärke reichte fortan eine Trupp-Fahrerkabine, zudem fiel die Wahl auf die kleine Nutzfahrzeugklasse „LN2“ von Mercedes-Benz auf einem hochgeländegängigen Fahrgestell mit Portalachsen und Singlebereifung für enge Altstadtstraßen und Einsätze abseits befestigter Wege. Denn ein nicht unerheblicher Teil der Mülheimer Stadtfläche besteht aus Feldern, Wäldern und Wiesen. Durch ein zum Produktionsjahr ’97 vorgenommenes Facelift bei Mercedes-Benz, trägt die Kabine des zweiten Fahrzeugs auch dessen karosserietechnische Modifikationen. Das (mittlerweile) Besondere stellen jedoch jeweils die Fahrzeugaufbauten dar. Sie wurden durch die Metz Feuerwehrgeräte GmbH mit Sitz in Karlsruhe hergestellt.

Kurz zur Unternehmensgeschichte: Die Carl Metz GmbH wurde als Maschinenfabrik 1842 in Heidelberg gegründet. 1998, vom österreichischen Feuerlöschgerätegiganten Rosenbauer übernommen, verschwanden der Markenname und Fahrzeugprogramm durch rosenbauereigene Produkte. Lediglich die Drehleitersparte blieb unter dem alten Firmennamen als „Metz Aerials“ zunächst erhalten. Seit 2015 firmiert diese allerdings unter „Metz Technologies“ mit mehrheitlichen Rosenbauer-Logos auf den Fahrzeugen. Heute ist Metz der weltweit zweitgrößte Hersteller von Hubrettungsfahrzeugen nach Magirus in Ulm.

Zurück nach Mülheim. Auch hier, wie bei vielen anderen (Berufs-)Feuerwehren Deutschlands, standen neben den beiden TLFs zahlreiche weitere Fahrzeuge mit Metz-Aufbauten im Fuhrpark. Die Mülheimer TLFs waren viele Jahre Teil des ersten, bzw. zweiten Abmarsches. Nach der Übernahme durch Rosenbauer beschaffte die Mülheimer Wehr 2001 ein neues TLF 24/50, nun allerdings mit Schlingmann-Aufbau. Das 1997er TLF 16-2 wurde schließlich Reservefahrzeug und ist 2010, mit der Beschaffung eines zweiten TLF 24/50 (genau genommen ist es ein TLF 24/48-SL und noch genauer genommen ist es eigentlich ein TLF 30/50) diesmal mit Ziegler-Aufbau, in den Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr, Löschzug Broich überstellt worden. Das Fahrzeug aus 1996 steht nach wie vor bei BF in Dienst – vornehmlich als Reserve im dritten Abmarsch.

Mittlerweile sind alle übrigen Lösch- und Rüstfahrzeuge mit Metzaufbauten bei der Feuerwehr Mülheim außer Dienst gestellt worden (abgesehen von den Drehleitern). Bis 2020 könnte durchaus mit einem Ersatz für das erste schwere TLF 24 auf MAN zu rechnen sein, so dass eines der TLF 16 aller Wahrscheinlichkeit nach vor seiner Außerdienststellung steht. Bis es aber soweit ist zählen die kleinen, wendigen und sehr zuverlässigen TLFs in Mülheim eben zu den Letzten ihrer Art. Mögen sie uns doch noch ein wenig erhalten bleiben.

TLF 16/24 Tr., MB 917 AF, Aufbau Metz, Bj. 1997

Blick auf Heck und Beladung des TLF 16-2

Noch der Blick auf die feuerwehrtechnische Beladung

Die feuerwehrtechnische Beladung der Gerätefächer G1 und G3

Dieses Fahrzeug mit Metz-Aufbau ist Bj. 1997

Heckansicht des Reserve-TLF

Man muss schon sehr genau hinschauen, um die Unterschiede der „Zwillinge“ zu erkennen. Oben TLF 16-2, darunter das 1996er-Fahrzeug

Technische Daten:

  • Fahrzeug: Mercedes-Benz 917 AF(E) LN2 4×4 mit permanentem Allradantrieb
  • Leistung: 125 kW (170 PS)
  • Hubraum: 5.958 ccm
  • Schaltgetriebe – Permanenter 
Allradantrieb, Differenzial-Sperren und Untersetzung
  • Zul. Gesamtgewicht: 9.000 kg
  • Aufbau: Metz Feuerlöschgeräte GmbH, Karlsruhe
  • Pumpe: FP 16/8 (1.600 L/Min. bei 8 bar)
  • Löschmittel: 2.400 L Wasser im Fahrzeugtank
  • 60 L Schaummittel in Kanistern

Tag der offenen Tür bei der BF Essen

TdoTBFE201500

Lange war er geplant und angekündigt. Lange war auch das Wetter ordentlich. Nun war der Tag gekommen. Ausgerechnet jetzt (am Sonntag) spielte das Wetter einfach nicht mit. Aus tiefverhangenen Wolken regnete es gnadenlos unablässig. Trotzdem beging die Feuerwehr Essen traditionell am ersten Wochenende nach dem Sommerferien ihren Tag der offenen Tür an der Hauptfeuerwache an der Eisernen Hand.

Sie präsentierte sich mit einer großen Fahrzeugschau, bei der die Flut an neuen KTWs vorgestellt wurden, Vorführungen der Brandbekämpfung und Personenrettung brachten dem Publikum den Arbeit der Feuerwehr näher, Live-Musik sorgte für Unterhaltung und fürs leibliche Wohls gab’s frisch Gegrilltes. Denn die wenigen Besucher, die sich bei dem Sauwetter auf dem Gelände der Feuerwehr einfanden, verbrachten ihre Zeit dort lieber im Trockenen.

Somit sind die Flecken auf einigen Bildern kein Staub auf/in dem Objektiv, sondern vielmehr herniederprasselnde Regentropfen.

Mittleres Löschfahrzeug – MLF

Als Ersatz für die in die Jahre gekommenen LF 10/6 der freiwilligen Feuerwehr beschafft die Feuerwehr Farnheim in diesem Jahr insgesamt 10 sog. MLF. Im Grunde genommen nimmt die Abteilung Technik ein Downgrade vor, jedoch kommen den neuen Fahrzeugen andere Aufgabengebiete zu. Somit werden auch die Zusatzbeladungen der LF 10/6 für die technische Hilfeleistung nicht mehr benötigt, da jeder Stützpunkt der freiwilligen Wehr über mindestens ein größeres LF 16/12, LF 20-KatS oder ein HLF 20/16 verfügt. Die MLF übernehmen u. a. fortan Aufgaben rund um die Löschwasserversorgung. Zwei der Fahrzeuge werden aber auch der Berufsfeuerwehr zugeteilt. Zu einem bekommt die Citywache ein solches Fahrzeug, denn gerade in den engen und betriebssamkeitsstarken Straßenzügen der Innenstadt stießen die sperrigen Großfahrzeuge der Feuerwehr schnell immer wieder an ihre Grenzen. Für kleine Brände ist das MLF, das über einen 600L Wassertank und eine FP 10-1000 verfügt, somit ideal.

Die Idee dafür bekam ich auf der Interschutz in Hannover praktisch auf dem Silbertablett serviert, als eines mit seiner Besatzung mit den Aufräumarbeiten auf dem Außengelände getraut war. Mir gefiel seine kompakte Bauform auf Anhieb und dachte, so etwas muss  sich doch auch in 4wide realisieren lassen. Als Basis bot sich auch hier wieder die beliebte Kleintransporter-Bauform an. Eine Bestätigung, dass dieser Modelltyp äußerst wandlungsfähig ist. Dadurch, dass ich den großen Geräteraum hinten verbaute, entstand am Heck eine zwei Noppen breite Lücke über die gesamte Höhe des Fenterrahmens. Diese konnte ich aber mithilfe eines 1x2er SNOT-Steins und einer mit zahlreichen Fliesen reichhaltig dekorierten 4x6er Platte schließen.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er Platte)

Mannschaftstransportwagen (MTW 14)

Das zweite Fahrzeug der im letzten Jahr beschafften MTWs unterscheidet sich insofern von seinem Schwesterfahrzeug, als dass es mit einem Hochdach ausgestattet ist. Es bietet etwas mehr Raum, da es schnell zu einem Führungsfahrzeug für einsatztaktische Maßnahmen umgebaut werden kann.

Ausnahmslos alle Fuhrparks der 13 Wachen der freiwilligen Kräfte verfügen über solche MTWs. Da die BF solche Fahrzeugtypen nicht im Bestand hat, kann sie für Fahrten (bspw. im Rahmen der Ausbildung) auf die Fahrzeuge der FF zurückgreifen.

Während ich das vorangegangene Modell für die FG Leucht fertigte, kam mir die Idee mit dem Hochdach. Somit wechselte ich zunächst die Dachversion aus, um sie zugutachten. Erst danach baute ich den zweiten Mannschaftstransporter zusammen. Alles ab Hochdach straßenwärts entspricht dem Schwesterfahrzeug. Lediglich am Heck platzierte ich zusätzlich eine Verkehrswarnanlage.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x4er + 2x3er + 4x4er Platte)

Mannschaftstransportwagen (MTW 9)

Der kürzlich, im Rahmen der Fachgruppe Beleuchtung vorgestellte MTW soll nun hier etwas genauer gezeigt werden. Die Wehr legt ja bekanntermaßen großen Wert auf einen einheitlichen Fahrzeugpark, so beschaffte sie im vergangenen Jahr abermals zwei Kleinbusse als Mannschafttransportwagen in unterschiedlicher Ausführung beim bekannten Fahrzeughersteller, der in der Vergangenheit schon allerlei Kleinbusse an die Wehr lieferte. Beispielhaft sei in dem Zusammenhang als Querverweis an die ELWs, die Werkstattwagen, und NEFs erinnert.

Die beiden neuen MTW stehen bei der Freiwilligen Feuerwehr im Dienst und dienen, neben dem Personentransport, auch als Führungs- oder Lotsenfahrzeug.

Optisch ansprechende Mannschaftstransporter fehlten der Feuerwehr bislang. Dieses Problem konnte ich nun endlich beseitigen. Das Modell fügt sich von seiner Gestaltung nahtlos in den Fahrzeugpark ein, und vor allem, es passt zu der Schar bisheriger Kleinbusse. Der Rest ist schnell erzählt: Im innern finden, neben dem Fahrer, zwei weitere Minifigs Platz. Ein kleiner „Kofferraum“ bietet Platz für etwas Ausrüstung, Gepäck, o. ä.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x4er + 2x3er + 4x4er Platte)

 

LF 20-KatS (Löschgruppenfahrzeug)

Der umfangreiche Fahrzeugpark der freiwilligen Feuerwehr umfasst, neben den HLF 20/6 KatS, auch mehrere Löschfahrzeuge der aktuellen Baureihe der vom Bund beschafften und der Stadt Farnheim zugewiesenen LF 20-KatS. Erstmals wurde eines mit dem neuen Facelift-Fahrerhaus bestückt. Dies ist zeitgleich Teil einer neuen Auslieferungstranche, die das BMI beim Feuerlöschgerätehersteller Steinert in Auftrag gab. Somit ist Zuteilung der neuen Bund-Fahrzeuge – zumindest für Farnheim – abgeschlossen. Das Fahrzeug wird der FF 27 Altengroden und damit der Fachgruppe Löschwasserrückhaltung (FG-LöWaRüHa) unterstellt.

Ein Modellbau eines solchen Fahrzeugtyps stand schon länger auf meiner To-Do-Liste. Sollte es sich an den eingangs beschriebenden Fahrzeugtyp optisch und bautechnisch anlehnen. Im Verlaufe des Baus über die zwei Tage, die es dauerte, optimierte ich das Modell mehr und mehr, wobei es durchaus eine Wandlung vollzog: die Front erhielt durch den Verzicht des Brackets ein sog. „Facelift“. Zudem kamen einige wesentliche Details (z. B. Pumpenabgänge, Verkehrswarnanlage, Federungsnachbildung am Radträger, etc.) zur Urversion hinzu. Auch der hintere Zugang zum Mannschaftsraum, der ja vorbildlicher Weise Teil der Aufbaus ist, wandelte sich von einem zunächst verwedetenen 1x2x3er Glaspaneels zur jetzigen Version mit Autotür und kleinerem 1x2x2er Paneel mit Fenstereinsatz. Selbst die Bereifung erhielt im Verlauf größere, weil geländefähigere Gummis. Während ich diese Zeilen schreibe, wird mir klar, dass ich bei einem der nächsten MOCs mal Fotos von den Baustadien festhalten werde – versprochen.

Fahrgestellbasislänge 12 Noppen (2x12er Platte)