Fahrzeuge der BF Essen

Auf dem Heimweg fiel der überraschte Blick auf einige Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr Essen, die ich bei einem spontanen Pitstop fotografisch einfangen konnte. Offensichtlich waren die Damen und Herren von der nahen Feuer- und Rettungswache 1 an der Eisernen Hand gelegen zum Betriebssport ausgerückt.

Neben dem (fast) kompletten Löschzug samt brandneuer Drehleiter und dem Fahrzeug des WAL (Wachabteilungsleiter), fand sich mit dem Rüstwagen noch ein wahrlich spektakulär ausschauendes Fahrzeug am Straßenrand.

Die Feuerwehr Essen verfolgt mit dem LRF (Löschrettungsfahrzeug) ein recht ungewöhnliches wie interessantes Konzept zur Personenrettung. In der mittlerweilen zweiten Fahrzeuggeneration ist das LRF zum einen wie ein Vorausrüstwagen, zum anderen wie ein Rettungswagen ausgestattet. Damit kann bei Verkehrsunfällen eine sog. „Crashrettung“ – das Herausschneiden eingeklemmter Personen aus den Unfallfahrzeugen, oder eine mögl. Brandbekämpfung – unmittelbar vorgenommen werden. Dazu sind ein hydraulischer Hilfeleistungssatz sowie ein 400 L-Löschwassertank (Unterflur verbaut) samt Schnellangriff auf dem Fahrzeug verlastet. Den Ausschlag für dieses Fahrzeugkonzept gab vor einigen Jahren ein schwerer Verkehrunfall, bei dem eine eingeklemmte Person vor den Augen der RTW-Besatzung im Fahrzeug verbrannte. Nach wie vor gibt es in Essen für die gängige Notfallrettung aber auch das sog. Rendevous-System, bestehend aus Noteinsatzfahrzeug und gewöhnlichem Rettungswagen.

Löschfahrzeug umgekippt

Da surfe ich so über das WAZ-Portal „derwesten.de“, um zu lesen, was so neues in meiner Stadt passiert ist, da erfahre ich, dass das erst im vorletzten Jahr in Dienst gestellte TLF 24/50 auf einer Einsatzfahrt auf einer Brückenzufahrt umgestürzt ist. Glücklicherweise erlitt ein Feuerwehrmann nur leichte Verletzungen. Der Einsatz, zu dem das Fahrzeug ausrückte, war, wie sich herausstellte, lediglich ein Melderalarm und kein Brandeinsatz. Der Schaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf ca. 200.000 bis 250.000 Euro!

(Die Fotos zeigen das Fahrzeug vor dem Unfall und vor der Indienststellung im September 2010)

NACHTRAG vom 14. Juni: Nach Ermittlung eines Gutachters ist das verunfallte Fahrzeug KEIN Totalschaden und wird derzeit bis etwa Ende des Jahres bei der Firma Ziegler in Giengen/Brenz aufwändig in Stand gesetzt. Neben einem neuen Fahrerhaus bekommt das TLF auch einen komplett neuen Aufbau. Die kosteninsensive Reparatur soll sich nach WAZ-Information auf ca. 260.000 Euro belaufen. Der entstandene Schaden wird vermutlich über die KSA (Kommunaler Schadenausgleich westdeutscher Städte), einer Solidargemeinschaft, bei der alle kommunalen Fahrzeuge versichert sind, ausgeglichen.

Hier gibt’s noch mehr Infos zum Thema, inkl. umfangreicher Bildergalerien von der Bergung:

Imagefilm eines Leasingunternehmens über die BF Mülheim

Die neue FRW 1 der Berufsfeuerwehr Mülheim ist gerade erst einige Monate in Betrieb, da berichtete die lokale Presse, dass der Bauherr, die SMW GmbH Projektentwicklung, das Objekt einem namhaften Leasingunternehmen übertragen hat, welches nun das Gebäude für zunächst 20 Jahre an die Stadt Mülheim vermietet.

Im Auftrage des Leasingunternehmens wurde ein sehr hochwertiger Imagefilm produziert, der überdies sehr aktuell ist. Man bekommt einen guten Eindruck in die Tätigkeit, die aktuelle Fahrzeug- und Gebäudetechnik. Viel Spaß bei drei Minuten mit der Berufsfeuerwehr Mülheim.

Neues NEF der BF Mülheim

Ende Januar stellte die Berufsfeuerwehr ein weiteres neues Fahrzeug in Dienst: ein Notarzteinsatzfahrzeug auf VW Bus T5 (Facelift). Ein Novum für Mülheim, da in Vergangenheit eher Kombifahrzeuge vom Typ Mercedes E-Klasse oder 5er Touring von BMW gefahren wurden.

Ein kleines Video dazu von User Hoffes78:

Ich hoffe, demnächst mal einige Fotos nachreichen zu können.