GW-Kampfmittelräumung 1 (KRD)

Als Ersatz für einen der beiden ehemaligen Gerätewagen, der vor einigen Jahren bei einer Alarmfahrt verunfallte, beschaffte die Wehr im darauffolgenden Jahr einen Ersatz, der allerdings wesentlich größer ausfiel. Die Größe des gewählten Fahrzeugs bot den Vorteil die benötigte Ausrüstung, die zuvor (je nach Einsatzanforderung) mit einem weiteren Fahrzeug an die Einsatzstelle gebracht werden musste, nun noch mit nur einem zu transportieren. Außerdem lassen sich nun auch entschärfte Kampfmittel sicher im Fahrzeuginneren für den Abtransport verstauen, um sie im Anschluss der thermischen Vernichtung zuzuführen.

Neben dem GW-FMT ist dies der zweite Kleinbus mit langem Radstand, mittelhochem Dach sowie seitlichen Gerätefächern in Reihen der Feuerwehr – allerdings mit geänderter Heckpartie. Auch dieses Modell stellt ein real gebaute Umsetzung, aber in Details meinen Zwecken angpassten digitalen Idee von Dorothea Williams auf 1000steine dar.

GW-KRD (Kampfmittelräumdienst)

Kürzlich konnte eine Ersatzbeschaffung im Fuhrpark der Berufsfeuerwehr willkommen geheißen werden. Der neue Gerätewagen der Fachgruppe Kampfmittelräumung (engl. EOD – Explosive Ordnance Disposal) wurde in den Einsatzdienst gestellt. Dabei handelt es sich, wie schon beim TLF-W, um einen UniMoc A560UF der Steiner Fahrzeugwerke, der die (antriebs-)technische Basis liefert. Als hervorzuhebene technische Ausstattung sind bspw. die an der Fahrzeugfront verbaute und unter der roten Abdeckplane verborgene Seilwinde mit 50 kN Zugkraft zu nennen sowie kann mithilfe des am Heck befindlichen Krans, der über 700 kg Hubkraft bei 4,5 Meter Ausladung verfügt, das entschärfte Kampfmittel geborgen und für die fachgerechte Entsorgung verladen werden. Zur technischen Ausstattung gehören desweiteren u.a. eine Drohne, ein fernsteuerbarer Roboter, diverse Messgeräte, Trenn- und Winkelschleifer, allerlei Werkzeug, Vollschutzanzüge, Metalldetektoren, Video- und Fotokameras sowie ein LED-Lichtmast samt Stromgenerator. Das Fahrzeug ersetzt ab sofort den alten LKW-KRD.

Ein Spontanbau, der dem Waldbrand-TLF nun einen Bruder zur Seite stellt. Als ich jüngst über einige Bilder und Videos des aktuellen GW-KRD der Feuerwehr Hamburg stieß, entstand der Wunsch nach einer Art Nachbau. Damit der Fahrzeugtyp auch in das Farnheim’sche Feuerwehrkonzept passte, wurde kurzerhand die obige Geschichte ersonnen. Von wegen Plausibilität und so…

Da ich mich durchaus zu den Puristen zähle; sprich ich verbaue ausschließlich orginal dänische Bausteine, habe ich durchaus immer mal wieder Wunsch nach etwas mehr Authentizität bei meinen Modellen. Dazu zählt – und das ist tatsächlich das Einzige, das ich mir in Sachen Fremdteilen erlaube – eine Reflexbeklebung mittels entsprechender Folierung. Erstmals habe ich dazu eine ausgiebige Diagonalbeklebung am Heck des Fahrzeugs angebracht. Manch ein mag sicher sagen, die Schraffur brauche es nicht, um als Feuerwehrfahrzeug zu gelten; und damit hat der/diejenige sicherlich Recht. Jedoch machen aber gerade solche Details für mich den kleinen wie feinen Unterschied aus.

GW-KRD (Kampfmittelräumdienst)

Als mit Beginn des Jahres 1995 die bis dahin bestehenden Katastrophenschutzeinheiten mit Auflösung des Bundesamtes für Zivilschutz in die städtischen Feuerwehren eingegliedert wurden, bekam auch der Kampfmittelräumdienst fortan bei der Berufsfeuerwehr eine neue Heimat. Bedingt dadurch, dass die Stadt gegen Ende des zweiten Weltkriegs wiederholt Ziel alliierter Bomberverbände wurde – nicht zuletzt während des verheerenden Bombardements in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli 1944, werden bei Bauarbeiten in regelmäßigen Abständen alte Blindgänger ans Tageslicht gefördert.

Die Abt. KRD (Kampfmittelräumung) hält für solche Einsatzszenarien zwei spezielle Gerätewagen bereit. Diese sind Allradantrieb und Sperrdifferenzial ausgestattet und verfügen über eine besondere EX-II-Zulassung. D. h., die Fahrzeuge haben speziell gekapselte elektrische Leitungen und erfüllen besondere Anforderungen an Batterien, Kraftstoffbehälter und Auspuffanlage. Zudem sind sie beladen einer ex-geschützten Sicherheitsbox für kleinere Sprengkörper, sowie Pulverlöscher, Atemschutzmaske und pers. Schutzausrüstung.

Ein solches Vorbild befindet u. a. in neuerer Generation bei der Feuerwehr Hamburg. Die reizvolle Idee, ein solches Fahrzeug auch in den Reihen der Farnheimer Feuerwehr zu sehen. Gesagt, getan. Als Basis entschied ich mich für das jüngst beim LKW der Feuerlöscherwerkstatt vorgestellte Design.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (neueres PKW-Fahrgestell mit längerem Innenteil in 4 x 10)