Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 30/20

Die Modernisierung des Fahrzeugparks der Flughafenfeuerwehr schreitet voran. Neben der neuen Drehleiter können die Wehrfrauen und -männer nun auch auf zwei neue HLF 30/20 zählen. Diese beiden schlagkräftigen Hilfeleistungslöschfahrzeuge sind die neuen „Mädchen für Alles“. D. h., sie rücken nicht nur dann aus, wenn ein Flugzeugnotfall gemeldet wird, sondern auch, wenn ein Fahrzeug brennt, ein Aufzug klemmt oder sich sonstwo auf dem oder um das Flughafengelände ein Unglück ereignet hat.

Als Basis entschied man sich, ähnlich wie die städtischen Kollegen, für die bekannte Fahrzeuganbieter/Aufbau-Kombination. Und vom optischen „Zwilling“, der bei der Berufsfeuerwehr die Runde macht, konnte sich im Vorfeld die Abteilung Technik der Flughafenfeuerwehr ein ausgiebiges Bild machen und dessen Vorzüge in Augenschein nehmen. Natürlich war bei der Beschaffung Allrad Pflicht.

Gerade beim Gebäudebrandschutz und in der technische Hilfeleistung, inbesondere auf dem Straßen und Zubringern rund um den Flughafen werden die Fahrzeuge zukünftig gute Dienste leisten.

Der Gebäudelöschzug (v.l.): ELW, KEF, HLF und DLK – ergänzt durch einen RTW der Medizinischen Dienste

Nach der Drehleiter kam mir in den Sinn, den Löschzug für den Gebäudebrandschutz zu komplettieren. Eine Flughafenfeuerwehr besteht eben nicht nur aus den bekannten Löschriesen, die aussrücken, sobald ein Flugzeug einen Notfall meldet. Ebenso ist die Feuerwehr für die brandschutztechnische Sicherheit innerhalb der Gebäude und auf den Straßen und Wege auf oder um das Flughafengelände zuständig. Und so musste ein gescheites HLF her. Bekannte Basis bildet, wie oben erwähnt, das städt. Aquivalent. Und somit ist es mit diesem auch annähernd baugleich – vom Farbschema einmal abgesehen. Lediglich die Bereifung ist eine grobstolligere und die Beladung unterscheidet sich leicht von seinem Pendant der Berufsfeuerwehr.

Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 NG (Neue Generation)

Farnheim plant für die Zukunft. Genauer gesagt für die Brandbekämpfung der Zukunft. Ziel soll sein, dass sich der Fahrzeugpark, insbesondere bei den Löschfahrzeugen, bei Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr gleicht. So strebt die Planungsgruppe „FLF25“ an, dass sich die ersten der neuen HLF 30/20 auf Basis des typischen Farnheimer Löschfahrzeugs, kurz FLF, ab 2025 zunächst im Zulauf der Freiwilligen Feuerwehr befinden.

Ein erster Prototyp steht nun den Wehrfrauen und -männern zur Verfügung. Er wird bis Ende 2019 zunächst auf allen Wachen der BF seinen Dienst versehen, und später auch der Freiwilligen Feuerwehr bereitgestellt. Grund ist diese ausgiebige Testphase, zu der in einem abschließendem Audit sämtliche Vorschläge, Wünsche und Kritiken gesammelt in einem Abschlussbericht nach anschließender europäischer Ausschreibung dem Aufbauhersteller zur Verfügung gestellt werden. Die Beschaffung umfasst bei derzeitigem Planungsstand insgesamt 30 Fahrzeuge, die in mehreren Auslieferungschargen bis 2028 erfolgen soll.

Farnheim plans for the future. More specifically, for the future of firefighting. The goal shall be to have a similar vehicle fleet, especially for fire fighting vehicles, to professional and volunteer fire department as well. The planning group „FLF25“ is aiming that the first of the new HLF 30/20 to be first available for the volunteer fire brigade from 2025 onwards.

A first prototype is now available to the fire fighters for extensive testing. In the end of the test phase test phase, all proposals, wishes and criticisms will be collected in a final report and handed over to the manufacturer. The fire department id planning to get a total of 30 vehicles, which is to be delivered in multiple delivery batches by the end of 2028.

Der vorstellig gewordene Prototyp verfügt derzeit über folgende technische Eckdaten:

  • 18-Tonnen-Allradfahrgestell mit Intarder
  • 6-Zylinder-Turbodiesel-Aggregat mit einer Leistung von 242 kW (330 PS) (Euro 6)
  • geräumige, verbreiterte Gruppenkabine für sechs (BF) und neun (FF) Einsatzkräfte
  • Klimatisierte Gruppenbabine
  • Torsionssteifer Aufbau aus verklebten Aluminiumprofilen
  • Hoch-Niederdruck-Feuerlöschkreiselpumpe FP 10-3000 mit eingebautem Zumischer
  • CAFS (Compressed Air Foam System)
  • 1.800 L Löschwasserbehälter und 200 L Schaummitteltank aus GFK
  • fernsteuerbarer Lichtmast mit vier Hochleistungs-LEDs
  • Akkubetriebener Rettungssatz
  • Hygienewand mit Druckluftpistole
  • Aufbaubeleuchtung (Innen und Außen) sowie Umfeldbeleuchtung in LED
  • neues optoakustisches Sondersignalkonzept ( u.a. sog. Intersection Lights und Rumbler-Sirene)

Nicht ganz ein Jahr verging, dass ich, während ich dem Farnheimer Standardlöschfahrzeug ein Facelift verpasste, verkündete, dass die Modernierung dieser Fahrzeuggattung abgeschlossen sei. Pustekuchen! Mir schwebte nämlich auch hier schon länger eine 4/5-Noppen-Kombination zwischen Kabine und Aufbau vor.  Heutzutage sind Gruppenkabinen mit verbreitertem Mannschaftsabteil gang und gäbe. Jeder namhafte Feuerwehrgerätehersteller hat solche in seinem Produktportfolio, und so dachte ich mir, dass es nur logisch sei, wenn sich dieser (kostengünstigere und platzspendende) Trend auch in Farnheim durchsetzt. Zugegebenermaßen bin ich aus ästhetischen Gesichtspunkten kein Freund solcher Mannschaftskabinen, da sie in meinen Augen die ursprüngliche Linienführung der Kabine aufbrechen und dadurch wie angeflantscht wirken. Sei’s drum.

Less than a year passed, since I presented a facelift for the Farnheim standard fire engine. At that time I announced that the refurbishment of this type of vehicle had been completed. I was wrong! I had the ideas of a 4/5wide-combination between cabin and superstructure for this type of truck. Today, group cabins with a widened crew compartment are commonplace. Every well-known fire-fighters manufacturer has such in its product portfolio, and so I thought that it would be only logical, if this (more cost-effective and space-giving) trend also prevails in Farnheim. Admittedly, from an aesthetic point of view, I am not a friend of such crew cabins because, in my eye, they break up the original lines of the cabin and seem like a foreign body.

The presented prototype currently features the following technical key data:

  • 18-tons-AWD-chassis with Intarder
  • 6-cylinder turbo-diesel engine with an output of 242 kW (330 hp) (Euro 6)
  • spacious, widened cabin for six (professionals) and nine (volunteers) fire fighters
  • Auxiliary heated and air conditioned crew cab
  • Torsionally rigid construction made of bonded aluminum profiles
  • High-low-pressure centrifugal fire pump FP 10-3000 with built-in foam mixer
  • CAFS (Compressed Air Foam System)
  • 1,800 L fire water tank and 200 L foam tank made of GRP
  • remotely controlled light tower with four high-power LEDs
  • Battery operated rescue kit
  • Hygiene wall with compressed air gun
  • Surface lighting (indoor and outdoor) and scene lighting in LED
  • new optoacoustic special signal concept (e.g. intersection lights and rumbler siren)

Schließlich war es soweit: Steine in die Hand genommen und losgelegt. Innerhalb einer Woche entstand an mehrere Abenden schließlich das neue Baumuster. Haspeln sowie Teile der Inneneinrichtung übernahm ich nahezu unverändert vom Vorgänger. Letzteres habe ich nun seitengetauscht untergebracht, d. h. auf der Fahrerseite befinden sich sämtliche Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung, während rechts all das Benötigte für die Brandbekämpfung untergebracht ist. Somit wird dieses Fahrzeug Vorlage für weitere Exemplare. Und so wie es aussieht, werden die alten Modelle dran glauben müssen. Doch bis es soweit ist, dauert es noch etwas. Es fehlen mir augenblicklich noch ein paar benötigte und wichtige Bauteile – und eine Drehleiter in 5w…

Finally the time had come: Bricks picked up and started. Within a week, the new model was created on several evenings. Reels and parts of the interior were taken over almost unchanged from its predecessor. I changed the sides storing the equipment. On the driver’s side you’ll find all the equipment for technical assistance, while right are stored all the necessary stuff for fighting fires. Thus, this vehicle will be the template for more copies. And it looks like the old models are done. But until that happens, it takes a while. I am still in the need of a few needed important components right now – and an aerial ladder in 5w …

Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 (Euro 6)

Nachdem 2013 die Ersatzbeschaffung bei den Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen der Berufsfeuerwehr zunächst abgeschlossen schien, wurde im Herbst letzten Jahres ein weiteres Baulos für zwei weitere Fahrzeuge ausgeschrieben. Grund ist der vor dem Bezug stehende Neubau der FRW 6 (F16). Dort wird eines der beiden Neufahrzeuge stationiert; als Reservefahrzeug kann auf das von der F11 zurückgegriffen werden, während dort der zweite Neulinge dessen Platz einnimmt. Jedenfalls konnten sie nun beim Hersteller abgeholt werden. Auch wenn sich die beiden Neuen äußerlich von den bisherigen FLFs (Farnheimer Löschfahrzeugen) nur in Nuancen unterscheiden, so stellen sie doch technisch eine weitere Evolutionsstufe dar. Zum einem sind auch die Motoren dieser Fahrzeuge seit dem Facelift Euro 6 konform, zum anderen wurde die feuerwehrtechnische Beladung insofern optimiert, als dass auf der linken Fahrzeugseite sämtliche Gerätschaften für die Brandbekämfung verlastet sind, während man auf der rechten alles Nötige zur Technischen Hilfleistung vorfindet.

Das Modellbauerleben schreibt manches Mal schon recht merkwürdige Geschichten. So entstand entstand dieses MOC spontan vor einem Ausstellungsbesuch in der Alten Cuesterey in Essen-Borbeck. Da ich plante erneut Fotos von einigen meiner Modellen in den dort ausgestellten MOCs anzufertigen, kam mir der Gedanke, dass nach einigen Facelift-Modellen in der Vergangenheit nun auch das FLF an der Reihe sei. Gesagt, getan. Schließlich kann man dort ja nicht mit alten Zeug auflaufen.  Neben den wesentlichen kosmetischen Korrekturen an der Fahrzeugfront erhielt das Löschfahrzeug insgesamt ein paar kleine Aufwertungen, die es von seinen älteren Geschwistern unterscheiden: eine andere Rad-/Reifenkombination, geänderte Fahrgestelllänge, ein optimiertes Belldungskonzept und eine andersartige signaltechnische Anlage – insbesondere auf dem Kabinendach.

Derart modern ausgestattet bekam das Modell auf der Ausstellung auch sogleich seine offizielle Feuertaufe und gesellt sich fortan als viertes echtes Modell in dieser Fahrzeugreihe zu seinen Geschwistern. Nur noch neun, und die Sollstärke der Feuerwehr Farnheim wäre erreicht. 😉

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x8er + 2x6er Platte)

Gerätekraftwagen (GKW)

Die Ausübung von Sonderaufgaben obliegt in Farnheim nicht alleine nur den Berufsfeuerwehrfrauen und -Männern. Auch die freiwilligen Kräfte werden in das ganzheitliche Konzept der Einsatzaufträge und Aufgaben mit eingebunden. So ist z. B. die FF Eppenwerder eine Spezialkomponente, die vornehmlich für die technische Gefahrenabwehr zuständig ist. Ihr Einsatzgebiet reicht über das gesamte Stadtgebiet. Hin und wieder sie auch bei überregionalen Schadenslagen angefordert.

Einer ihrer Hauptaufträge ist die Unterstützung der Berufsfeuerwehr in Gestalt der Fachgruppe Beleuchtung. Sie sorgt bei Einsätzen in Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen für eine großflächige und gleichmäßge, blendfreie Ausleuchtung der Einsatzstelle.

Zu diesem Zwecke wurde ein altes FLF (Farnheimer Löschfahrzeug) der vierten Generation kernsaniert und umgerüstet. Dazu entfernte man in Eigenarbeit Löschwassertank, Pumpe und teilte die Gerätefächer neu auf. Heute sind auf dem Fahrzeug neben Generator, Powermoons, Taschenlampen, Arbeitsscheinwerfer, Akkus, Ladegeräte und weitere, umfangreiche Ausstattung zur technischen Hilfeleistung verladen. Gleichzeitig ist es primäres Zugfahrzeug für den Lichtmast- Anhänger (FwA-LiMa).

Die genauen Anforderungsprofile der jeweiligen Fachgruppen samt Fahrzeugschau folgt an andere Stelle mal etwas ausführlicher.

Vorbild für dieses Modell ist der GKW der FF Eppendorf in Hamburg. Und so entstand während des Baus eine (bewusst) etwas abgewandelte Version des aktuellen Farnheimer Standard-Löschfahrzeugs. Es soll durch seine andere als der sonst üblichen Frontgestaltung einen älteren Fahrzeugtyp darstellen. Wesentliche Aufbauelemente blieben jedoch gleich. Somit auch der Radstand.

Den Anhänger komplettierte ich während der Entstehungsprozesse allerdings zuerst. Und als er dann so vor mir auf dem Schreibtisch stand, dachte ich, es müsse noch ein entsprechendes Zugfahrzeug her. Da kamen mir die Hamburger Freiwilligen in den Sinn.

Um das Bauteil der sog. „offenen“, also nicht umbaubaren Kotflügel nutzen zu können, musste auch ein entsprechender Aufbau her, der auch wie darauf aufgesetzt aussah. Eine Breite von zwei Noppen erschien mir zu schmal, und so wurde dank Jumperplate kurzerhand ein 3w-Aufbau daraus. Genug Platz, um im Inneren des Geräteraums noch einen Genratorbedienpult unterzubringen. Natürlich ist der Lichtmast als weiteres Detail aufklapp- und ausziehbar.

Fahrgestellbasislängen: Zugfahrzeug: 12 Noppen (2x12er + 2×2 auf 1x4er Bracket), Anhänger: 4 Noppen (2x4er Platte)

Wider dem Purismus

Es gleicht beinahe einer Glaubensfrage, in wie weit man bei seinen MOCs gehen darf oder soll. Ich rede vom kustomizieren, vom modifizieren, schlicht vom pimpen. Puristen schwören ja auf das, was das dänische Unternehmen im Portfolio hat. Alles andere gehört nicht in die Sammlung. Andere hingegen modifizieren ihre Modelle, indem sie ihnen einige Fremdteile als punktuelle Aufhübscher gönnen. Und dann gibt es noch die, die neben unternehmensfremden Bauteilen ihre MOCs mittels Farbe und Werkzeug, ich will mal sagen, optimieren. Ich selbst würde sicher niemals so weit gehen, meine Steine zu bemalen oder zu zersägen. Insofern denke ich, bin ich eher den Puristen zugetan (obwohl ich mir selbst diese Frage noch nie selbst stellte), jedoch bin ich aber auch einigen Fremdteilen nicht gänzlich abgeneigt. Der Einsatz dieser is, meines Erachtens, auch nur dann gerechtfertigt, wenn sie der Sache dienlich sind.

Auf unserem letzten Stammtisch erwähnte ich beläufig, dass ich in Erwägung zöge, meinen Modellen echte Konturmarkierungen in Form von reflektierenden Aufklebern zu spendieren. Das hatte einen mittelschweren Aufschrei zufolge. Dennoch ließ ich mich aber von den Äußerungen nicht abschrecken, denn wollte mir die Idee mit den retroreklektierenden Folien einfach nicht aus dem Kopf gehen. Nachdem ich mir kürzlich ein paar kleine Folienstücke erwarb, probierte ich es sogleich testweise an zwei Modellen aus. Ergebnis? Tja, was soll ich sagen? Der Effekt ist – wie eigentlich zu erwarten war – sprichwörtlich sehenswert. Der Vorteil der Folie ist, neben der Wiederablösbarkeit, dass ihr Farbton annähernd dem Gelbton der Steine entspricht, und sich bei Tageslicht weitestgehend unsichtbar verhält. Während sie aber im angeblitzten Zustand, oder bei Licht im Rücken des Betrachters ihren ganzen Reiz entfaltet. Allen, die sich am Stammtischaufschrei seinerzeit beteiligten, oder sich nun daran beteiligen möchsten, sei gesagt, dass ich lediglich die gelben Steine mit der Folie beklebe, d. h. sämtliche baulichen Gegebenheiten der Modelle bleiben nach wie vor bestehen.

Und damit man mal sieht, wovon ich die ganze Zeit spreche, ein paar Fotos zur optischen Verdeutlichung. Macht Euch selbst ein Bild:

Gleichzeitig beginnt jetzt eine Langzeitstudie, inwiefern sich der Folienkleber mit dem ABS-Kunststoff verträgt.

Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16

Drei Jahre vor der Beschaffung des neuen HLF 20/6 KatS stellte die Branddirektion, sozusagen in einer Übergangsphase, zwei HLF 20/16 in Dienst und teilte sie zwei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr zu. Sie ersetzten ab dem Zeitpunkt zwei 18 Jahre alte Bestandsfahrzeuge. Damit stellen diese beiden Indienststellungen allerdings auch eine Außnahme dar, denn weitere Neubeschaffungen dieses Typs sind aus o. g. Gründen nicht geplant. Die HLFs 20/16 sind sind nach DIN bestückt und Teil der Fachgruppen Löschwasserrückhaltung (LöWaRüHa) bzw. Schaum. Ihre Singlebereifung und das Allradfahrgestell lassen auch den Einsatz abseits der befestigen Wege zu.

Diese Modelle waren erst als Ersatz für die beiden alten alten Flughafen HLFs gedacht. Allerdings musste ich wegen des parallel entstandenen HTLFs, welches weit mehr in das Anforderungsprofil einer Flughafenfeuerwehr passte, umdisponieren. Da ich sie nicht wieder zerlegen, bzw. umbauen wollte, fielen sie dem jetzigen Aufgabenbereich der Freilligen Wehr zu. Da sie aber eingentlich nicht in das Beschaffungsschema meiner Wehr passten, musste ich mir diese kleine Geschichte der Übergangsbeschaffung ausdenken. Diese Fahrzeuge sind im Grunde eine Mischung aus bekannten Modellen (HLF 20/6, STF 5000), die sich lediglich in Sachen Beladung und einigen Anbaudetails, wie Schlauchhaspel und Lichtmast unterscheiden.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (1 x 2er + 2 x 12er Platte)

Hilfeleistungstanklöschfahrzeug (HTLF 30/50-5)

Im Zuge der umfangreichen Modernisierung der Fahrzeugflotte beschaffte die Flughafenfeuerwehr zwei neue Hilfeleistungstanklöschfahrzeuge. Diese Fahrzeuge sind ab sofort fester Bestandteil des ICAO-Löschzuges, somit erhöht sich Löschmittelbevorratung für einen Erstangriff gemäß der internationalen Sicherheitsbestimmungen. Grund hierfür ist die Heraufstufung der Brandschutzkategorie von 9 auf 10. Denn der Flughafen insgesamt rüstet sich derzeit für die Abfertigung von Großraumflugzeugen, wie den Airbus A380 und Co.

Das HTLF transportiert 5.000 L Wasser und 500 Liter Schaummittel an den Einsatzort. Die fahrzeuggebundene Nieder-/Hochdruckkpumpe fördert 3.000 L/Min. bei 10 bar oder 800 L/Min. bei 24 bar. Zugleich ist es mit einer umfangreichen Beladung für die technische Hilfeleistung ausgestattet. Somit kann es auch zu Einsätzen auf den Verkehrswegen rund um das Flughafengelände eingesetzt werden.

Die Modellüberarbeitung schreitet voran. Hierfür zerlegte ich die beiden alten HLF 32/30-3 ohne Rücksicht auf Verluste. Als Basis diente für das Fahrerhaus das in der Vergangenheit in den Reihen der Berufsfeuerwehr etablierte schwere Fahrgestell (siehe GTLF 10 oder auch STF 5000), um den optsich Fahrzeugmischmasch weiter zu vereinhetlichen. Lediglich der Aufbau wurde dem Einsatzzweck entsprechend angepasst. Somit wuchs die vormals zweiachsige Basis um eine weitere Achse, und die Bodenfreiheit wurde erhöht. Der so neu gewonnende Platz konnte in zahlreiche Geräteräume investiert werden. So platzierte ich im großen Geräteraum links Utensilien für die Brandbekämpfung, während gegenüber das Werkzeug für die technische Hilfeleistung zu finden ist. Heckseitig wurde eine entsprechende Feuerlöschkreiselpumpe verbaut. Der Dachmonitor ist schwenk- und klappbar, während eine entsprechende Zuleitung auf dem Dach den Werfer mit Löschmittel speist. Ein aufrichtbarer Lichtmast unterstreicht den Aspekt der technische Hilfeleistung. An der Front wurde, wie schon bei den großen GFLFs ein Frontwerfer angebracht, der im Ernstfall die Löschunternehmungen tatkräftig unterstützt. Natürlich bekam auch dieses Fahrzeug ein optimiertes Streifendesign verpasst.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2 Stück 1 x 2 auf 1 x 4 Brackets + 4 x 4er Bodenplatte + 2 x 4er und 2 x 6er Platten)