Feuerwehr Farnheim on Tour – VI

Einmal mehr war die Feuerwehr Farnheim in der Hauptstadt zu Gast und übernahm  sämtliche sicherheitsrelevanten Aufgaben rund um den Brandschutz und die Technische Hilfe beim Steinewahn 2016. Erneut gab es für Frauen und Männer der Wehr reichlich zu tun. Nachfolgend ein kurzer, bildlicher Abriss über die vielfältigen Tätigkeitsfelder an jenem Wochenende.

Die Farnheimer sind angekommen melden sich dienstbereit

Zwischendrin wird sogar kurz mal nach Langeoog übergesetzt

Feuerwehr Farnheim on Tour – V

Es geht los. ABSolut Steinchen öffnet seine Pforten

Es geht los. ABSolut Steinchen öffnet seine Pforten

So ist das mit dem Gesetz der Serie. Da die Feuerwehren im Bonn’schen Umland durch die hiesigen Wetterkapriolen in diesem Jahr arg in Atem gehalten wurden, stellten die Damen und Herren der Farnheimer Feuerwehr erneut den Brandschutz auf der Ausstellung ABSolut Steinchen in St. Augustin sicher.

Jedes einzelne MOC wurde durch den Brandschutz-TÜV der Farnheimer abgenommen. Bei den zahllosen Modellen bedeutete dies einmal mehr sehr viel Arbeit, die im Anschluss hieran in einer bebilderten Essenz vorgestellt werden möchte.

Feuerwehr Farnheim on Tour – IV

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Erneut hatte die Feuerwehr Farnheim auf der Ausstellung SteineWAHN in Berlin alle Hände voll zu tun. Sozusagen als überörtliche Hilfe übenahm sie anstelle der Berliner Feuerwehr den Sicherheitsdienst vor Ort.

Erneut musste jedes MOC, jedes Exponat und jeder Winkel der Ausstellungsfläche in den Räumlichkeiten der Tegeler Seeterrassen auf mögl. Sicherheitsbedenken überprüft werden. Letztlich konnte aber ein reibungs- und störungsfreier Ausstellungsablauf gewährleistet werden. Was folgt ist ein kleiner, bildlicher Abriss über die vielseitigen Aufgaben der Damen und Herren Feuerlöscher vom Wochenende.

Einsatz der Feuerwehr Farnheim beim 4. Berliner SteineWAHN

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Am Sonntag, den 06.09.2015 gegen 14:27 Uhr kam es für die Feuerwehr Farnheim beim 4. Steinwahn zu einem ungewöhlichen Einsatz. In der Zentrale liefen zu der Zeit mehrere Notrufe von Passanten auf, in dem sie von einer offenbar hilflosen Person auf dem Dach des Funkturmrestaurants berichteten. Kaum waren die unverzüglich alarmierten ersten Rettungskräfte vor Ort, um sich ein Bild von der Situation zu machen, konnten die Meldungen bestätigt werden.

Innerhalb kürzester Zeit trafen, neben einem kompletten Löschzug, einem MLF (zur personellen Unterstützung) und einem KEF, auch die Höhenretter der Feuerwehr am Einsatzort ein. Wie sich herausstellte, war bedauerlicherweise der Aufzug defekt, und so musste der Höhenunterschied mitsamt der kompletten Ausrüstung über die Außentreppe überwunden werden.

Oben angekommen wurden entsprechende rettungsdienstliche Maßnahmen ergriffen und den verwirrten Patienten beruhigt, betreut und transportfähig gemacht. Da sich aufgrund der vorherrschenden starken Winde mit Böen von rund 70 km/h kein Abseilen vom Restaurantdach empfahl, musste folglich der Patient auf der Trage liegend erneut die Außentreppe hinab transportiert werden. Der mühsame und schweißtreibende Abstieg war nach einigen Anstrengungen, aufgrund der baulichen Enge, schließlich erfolgt, und der Patient konnte anschließend dem Krankenhaus zugeführt werden. Somit rückten nach den Aufräumarbeiten auch die restlichen Kräfte wieder ein.

Einsatzdauer: 19 Minuten

Personalstärke: 9 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 01-ELW-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 01-FLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 24/48-SL-1 (Florian Farnheim 01-TLF-1)
Mittleres Löschfahrzeug MLF-1 (Florian Farnheim 01-MLF-1)
Kleineinsatzfahrzeug KEF 2-1 (Florian Farnheim 02-KEF-1)
Gerätewagen-Höhenretter GW-H (Florian Farnheim 03-GW-H-1)
Drehleiter DLK 23/12 (Florian Farnheim 01-DLK-1)
RTW 37 (Florian Farnheim 01-RTW-3)
NEF 3 (Florian Farnheim 01-NEF-3)

Abschließend sei 1000steine-Mitglied Nico alias Gummibär herzlich für die Erlaubnis zur Inszenierung und den damit verbundenen Spaß mit und auf seinem Modell gedankt.

Tag der offenen Tür bei der BF Essen

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Lange war er geplant und angekündigt. Lange war auch das Wetter ordentlich. Nun war der Tag gekommen. Ausgerechnet jetzt (am Sonntag) spielte das Wetter einfach nicht mit. Aus tiefverhangenen Wolken regnete es gnadenlos unablässig. Trotzdem beging die Feuerwehr Essen traditionell am ersten Wochenende nach dem Sommerferien ihren Tag der offenen Tür an der Hauptfeuerwache an der Eisernen Hand.

Sie präsentierte sich mit einer großen Fahrzeugschau, bei der die Flut an neuen KTWs vorgestellt wurden, Vorführungen der Brandbekämpfung und Personenrettung brachten dem Publikum den Arbeit der Feuerwehr näher, Live-Musik sorgte für Unterhaltung und fürs leibliche Wohls gab’s frisch Gegrilltes. Denn die wenigen Besucher, die sich bei dem Sauwetter auf dem Gelände der Feuerwehr einfanden, verbrachten ihre Zeit dort lieber im Trockenen.

Somit sind die Flecken auf einigen Bildern kein Staub auf/in dem Objektiv, sondern vielmehr herniederprasselnde Regentropfen.

Einsatz der Feuerwehr Farnheim bei ABSolut Steinchen 2015

Als hätte die Feuerwehr Farnheim auf der Ausstellung ABSolut Steinchen nicht schon alle Hände voll zu tun die Sicherheit zu gewährleisten, kam es überdies zu einem ziemlich schweißtreibenden Großeinsatz.

Am frühen samstäglichen Nachmittag wurde die Feuerwehr zu einem ausgedehnten Feuer auf Meisterschnorrer’s MoRaSt-Modul gerufen. Zahlreiche Augenzeugen berichteten der Leitstelle von einer großen Feuerwalze infolge brennenden Baum- und Buschwerks in der Nähe des Skate Parks am Rocky Lake. Die Feuerwehr setzte sich umgehend mit einem kompletten Löschzug in Bewegung. Bereits auf der Anfahrt war der entfernte Feuerschein zu erkennen, und so wurde der Einsatz sogleich auf die Stufe „FEU3“ erhöht. Dass bedeutete, dass neben weiteren Kräften der Berufsfeuerwehr auch die Freiwillige Wehr alarmiert wurde. Auch ein GTLF und die Hochleistungspumpe „Hytrans Fire System“ wurde zum Einsatzort bestellt.

Vor Ort brannten mehrere Bäume in voller Ausdehnung. Um dem großen Flammenschein her zu werden, wurde vorsorglich auch der Lösch- und Hilfeleistungszug in Bewegung gesetzt. Während die Freiwillige Feuerwehr mit der Löschwasserversorgung betraut wurde, kümmerten sich die Berufswehrleute um die Bekämpfung des Feuers mithilfe eines massiven Wasserwerfereinsatzes.

Die Polizei konnte noch am Einsatzort einen männlichen Verdächtigen mit nicht unwesentlichen Mengen brennbarer Substanzen festnehmen. So wie sich die Situation derweil darstellt, wurde das Feuer offenbar mutwillig gelegt. Durch die anhaltene Trockenheit brannte das umliegende Geäst schnell lichterloh und drohte sich rasch auszubreiten. Nur durch den massiven Einsatz großer Wassermengen, gefördert aus dem nahen See, konnte eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden. Der Feuerwehr gelang es anschließend schnell den Brand unter Kontrolle zu bringen. Gegen 14:10 Uhr rückten schließlich die ersten Einheiten wieder ein. Ein Brandwache, bestehend aus einem FLF (Farnheimer Löschfahrzeug) wurde sicherheitshalber eingerichtet und letzte Glutnester konnten erfolgreich abgelöscht werden.

Am Rande des Einsatz kam es zudem zu einem weiteren, einem notfalldienstlichen Rettungseinsatz für die Besatzungen von RTW und NEF. Infolge der Ablenkung durch das Feuer war einer der Jugendlichen auf dem Skate Park derart schwer gestürzt, dass er mit mehreren Knochenbrüchen ins nahegelegene Krankenhaus auf sorn’s MoRaSt-Modul eingeliefert wurde.

Einsatzdauer: 22 Minuten

Personalstärke: 19 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 01-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 02-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW 2-1 (Florian Farnhem 01-ELW-2)
Einsatzfahrzeug des Wachabteilungsleiter WAL (Florian Farnheim 01-KdoW-2)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-5 (Florian Farnheim 01-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-2 (Florian Farnheim 02-FLF-2)
Löschgruppenfahrzeug LF20-KatS-4 (Florian Farnheim 04-LF-KatS-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 24/48-SL-1 (Florian Farnheim 01-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50-SL-3 (Florian Farnheim 02-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50-SL-2 (Florian Farnheim 05-TLF-1)
WLF 4 mit AB HFS (Florian Farnheim 05-WLF-2)
Großtanklöschfahrzeug GTLF 10 (Florian Farnheim 05-GTLF-1)
Drehleiter DLK 23/12 (Florian Farnheim 01-DLK-1)
RTW 36 (Florian Farnheim 01-RTW-2)
NEF 5 (Florian Farnheim 01-NEF-3)
Lösch- und Hilfeleistungszug (Florian Farnheim 05-MoRaSt-1)

Abschließend sei 1000steine-Mitglied René alias Meisterschnorrer herzlich für die Erlaubnis zur Inszenierung und den damit verbundenen Spaß auf seinem Modul gedankt.

Interschutz 2015

Interschutz2015001 Nach einem Besuch der Internationalen Messe für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz 1988, war es abermals an der Zeit für einen neuerlichen Messerundgang in Hannover. Nach Intermezzi in Augsburg und Leipzig findet die Interschutz nun im Fünf-Jahres-Rhythmus bis 2025 in Hannover statt. Auf dem Außengelände spielte sich erwartungsgemäß das Meiste ab.

Während hinter der zentralen Halle 26 auf Freigelände Hersteller ihre Innovationen im Praxiseinsatz vorführten, reckten sich die Hubretter in einem wahren „Drehleiterpark“ gen Himmel und konkurierten mit dem knapp 89 Meter hochgewachsenen Hermesturm. Gleich nebenan, unter dem atemberaubenen, hölzernen Expodach präsentierten sich die „Big 5“ mit ihren Ausstellungsfahrzeugen: Rosenbauer, Ziegler, Magirus, Schlingmann und Gimaex. In den umliegenden Hallen bot eine Vielzahl an Unternehmen und Zulieferer eine große Produktschau ihrer neuesten Innovationen.

Apropos Drehleiter. An den Fahrzeugen aus dem Rosenbauer-Konzern konnte man beobachten, dass das Metz-Logo beinahe vollständig verschwunden ist. Grund ist, dass sich der österreichische Feuerwehrgerätehersteller ab Juni 2015 neu positioniert. Somit soll ein einheitliches Erscheinungsbild gewährleistet werden, und Feuerwehren in Deutschland haben fortan nur noch einen Ansprechpartner für alle Bereiche. Hubrettungsprodukte von Rosenbauer bekommen zukünftig das Siegel „Metz Technology“ versehen. Zur Erinnerung: 1998 ging der Feuerwehrgerätehersteller in die österreichische Rosenbauer Holding über. Während Rosenbauer die Entwicklung und den Bau sämtlicher Feuerwehrfahrzeuge übernahm, oblag die Produktion von Hubrettungsfahrzeugen markentechnisch getrennt weiterhin bei Metz. Künftig firmiert die Metz Aerials GmbH & Co. KG unter dem neuen Namen Rosenbauer Karlsruhe GmbH & Co. KG.

Mit Pomp und einer gewissenen schauspielerischen Dramaturgie wurde von den Verantwortlichen der Berufsfeuerwehr Hannover und der Firma Magirus explarisch eines von 16 neuen HLF 20 auf Mercedes Econic-Fahrgestell feierlich enthüllt. Inklusive symbolischer Schlüsselübergabe in luftiger Höhe. Die Kombination klassischer Tanklöschfahrzeuge und LKWs für Logistikzwecke waren sicher einer der Trends auf der Interschutz 2015. Dieses ungewöhnliche Fahrzeugkonzept sieht neben einem großen Wassertank, Platz für eine Staffel (1+5 Mann), sowie – dank mittschiffs verbauter Pumpe – zusätzlichen Stauraum für diverse Rollcontainer im Heck vor.

Dass die Weltleitmesse in der niedersächsischen Landeshauptstadt stattfand, erkannte man auch daran, dass die Feuerwehr Hannover auf dem Gelände omnipräsent war: Neben zahlreichen Neufahrzeugen war sie auch abseits des Ausstellungstrubels anzutreffen, so bspw. beim Wiederherrichten des Vorführgeländes.

Lokalpatriotischerweise sei zu erwähnen, dass auch die Feuerwehr Mülheim mit einem Fahrzeug auf der Messe vertreten war: Mit ihrem nagelneuen ELW auf Mercedes-Benz Sprinter mit 4matic. Den Ausbau übernahm der französische Hersteller Gimaex. Hierüber berichtete ich etwas ausführlicher in einem separaten Artikel. Ein Fahrzeug war mir allerdings entgangen. Die neue Drehleiter-Generation niedriger Bauart der Berufsfeuerwehr München.

Insgesamt war es eine rekordverdächtige Messe: 157.000 Besucher informierten sich bei den rund 1.500 Aussteller aus über 51 Ländern an den sechs Ausstellungstagen. Somit war die 2015er Ausgabe die größte und best besuchte Interschutz aller Zeiten.