NRW-Tag in Düsseldorf

Anlässlich des 70. Jahrestages seit der Gründung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen beging die Landeshauptstadt Düsseldorf am letzten August-Wochenende bei feinstem Kaiserwetter großräumige Feierlichkeiten.

Grund auch für die zahlreichen Feuerwehren und Hilfsorganisationen sowie Polizei, Bundeswehr und THW sich und ihre Arbeit auf den Rheinwiesen dem interessierten Besucher ausführlich zu präsentieren. Selbst aus den niederländischen und belgischen Nachbarländern waren Gesandschaften der Polizei zu Gast.

Einige weiterführende Links zum Thema

Blaulichttag 2015

Alle zwei Jahre findet im Mai der sog. „Tag der Mülheimer Hilfsorganisationen“ statt. Dieses Jahr fand er unter neuem Namen gleich auch an neuer Wirkungsstätte statt: am neuen Mülheimer Stadthafen. Jenes Becken, mit dessen Hilfe Mülheim noch näher an den Fluss rücken möchte. Und tatsächlich bietet dieses umgestaltete Areal dem lustwandelnden Naherholer eine durchaus angenehme Atmosphäre.

Somit hatten sich bei Kaiserwetter um das Becken auch die Feuerwehr, das DRK, passenderweise mitsamt der Wasserwacht, der DLRG, dem THW, die lenzten, was das Zeug hielt, die Johanniter, sowie einige Stände fürs leibliche Wohl drapiert.

Die Organisationen informierten u. a. mit einer Fahrzeugschau und ihrer Ausrüstung umfangreich über ihre Tätigkeitsfelder. Wer interesse hatte, konnte sich noch an Ort und Stelle bewerben.

Rettungsübung der Feuerwehr Mülheim und des Rettungsdienstes

Am Samstag mittag, den 12. Oktober, gegen kurz nach zwölf Uhr wurde die Feuerwehr Mülheim zu einem Unfall auf der Eltener Straße gerufen. Als die ersten Kräfte eintrafen, stellte sich die Situation recht unübersichtlich dar. Mehrere Autos, darunter auch ein vollbesetzter Linienbus waren stadtauswärts verunfallt. Einer der PKWs lag auf dem Dach. Eine eingangs noch nicht genau zu beziffernde Anzahl an Verletzten und einige schockig umherirrende Menschen machten die Erfassung der Situation zunächst nicht gerade einfach. Schnell aber war klar, hier muss mehr Material und Rettungspersonal her. Umgehend alarmierte die Einsatzleitung den Rüstzug und den Zug I&K (Information und Kommunikation) der BF Mülheim, beide Züge der freiwilligen Feuerwehr, sowie ein Großaufgebot an Rettungsdienstkräften – auch aus den umliegenden Städten Duisburg, Essen und Oberhausen.

Der Einsatzort wurde umgehend in mehrere Abschnitte unterteilt, mit hydraulischen Rettungsgerät befreite man eingeklemmte Personen, die SEGs des DRK und der Johanniter richteten indes eine Patientenablage ein, eine eigens eingerichtete Fahrspur für Rettungsfahrzeuge sorgte für einen reibungslosen Abtransport der Verletzten, und die Notfallseelsorge des DRK übernahm in einem von der MVG bereitgestellten Linienbus die Betreuung der unverletzten Unfallbeteiligten.

Zum Glück war alles nur eine Großübung, um die koordinierte Abarbeitung einer unübersichtlichen Einsatzstelle bei einem sog. MANV, einem Massenanfall an Verletzten zu trainieren. Daran beteiligten sich neben der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr (mit den Zügen Broich und Heißen) der Rettungsdienst von Feuerwehr, DRK und JUH auch die Rettungsdienste der BF Oberhausen, Essen, sowie der JUH und des ASB Essen. Geübt wurde auf einem abgesperrten Straßenabschnitt unter möglichst realistischen Bedingungen – nicht zuletzt unter Zuhilfenahme zahlreicher Unfallfahrzeuge, 25 geschminkter Verletztendarsteller und 12 weiterer Statisten. Gegen 13:40 Uhr rückten die ersten Kräfte wieder ab.

Ich konnte bei der Gelegenheit gleich auch einige Fahrzeuge ablichten, die entweder neu in Dienst stehen, oder in absehbarer Zeit ihrer Ausmusterung entgegensehen.

Tag der Hilfsorganisationen

Zwei Jahre sind seit der letzten Veranstaltung vergangen, bei dem sich Mülheimer und Essener Hilfsorganisationen mit ihrer Arbeit in der MüGa einem breiten Publikum präsentierten. Nun war es wieder soweit. Leider spielte das Wetter nicht so wirklich mit. Dennoch bekamen die Besucher einiges geboten: die Feuerwehr löschte an der Ruhr, eine große Übung hatte einen Massenanfall an Verletzten (kurz MANV) zum Thema und das DRK, die JUH, Feuerwehr und THW auf den Plan rief, eine Besichtigung des einfliegenden Rettungshubschraubers Christoph 9 aus Duisburg, sowie jede Menge Fahrzeuge und Ausrüstungen der Verbände. Ein Comedy-Duo sorgte für entsprechend thematische Unterhaltung.

Tag der Hilfsorganisationen

Einmal jährlich stellen sich die Träger des städtischen Rettungsdienstes bei einem eigens organisierten Tag der breiten Öffentlichkeit dar. Teilnehmer sind die Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe, die Malteser und die DLRG, sowie das THW. All diese Hilfsorganisationen präsentieren sich und ihre „alltäglichen“ Tätigkeiten und Einsatzspektren der jeweiligen Fachbereiche dabei vor.

Neben zahlreichen Fahrzeugen und Rettungsmitteln wird dem Besucher auch einiges an Programm geboten: das THW lädt zur Schiffstour auf der Ruhr, die Feuerwehr lässt löschen, oder benötigt Hilfe beim Getränkekästenstapeln, und das DRK und die JUH zeigen in einer großen Übung die Patientenversorgung bei einem evtl. MANV (Massenanfall an Verletzten). Highlight ist sicher aber der Einflug des Rettungshubschraubers Christoph 9 aus Duisburg, bei dem anschließend die Besatzung den interessierten Zuschauern Rede und Antwort steht. Leider dauert die lockere Gesprächsrunde kürzer als erhofft: schon nach knapp 40 Minuten wird er zu einem neuerlichen Notfall gerufen.