Neue Fahrzeuge für die Feuerwehr Lindburg

Die Hauptfeuerwache der Stadt Lindburg

Am Freitag, den 22.02.2019 konnte die Feuerwehr Lindburg drei neue Fahrzeuge in Empfang nehmen. Sie ergänzen und modernisieren den Fuhrpark maßgeblich. Unter Federführung der befreundeten Feuerwehr Farnheim wurden die neuen Fahrzeuge entwickelt, beschafft und letztlich  ihrem neuen Bestimmungsort zugeführt.

Der Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Lindburg nimmt die Fahrzeuge vom Direktor der Feuerwehr Farnheim entgegen

Die drei Fahrzeuge warten fortan auf ihre neuen Aufgaben

KdoW – Dieser Kommandowagen wird der Branddirektion der Stadt Lindburg unterstellt. Mit ihm ist zukünftig der Stadtbrandinspektor unterwegs. Neben repräsentativen Aufgaben wird er mit seinem Fahrzeug auch zu größeren Einsätzen alarmiert.

KEF – Das Kleineinsatzfahrzeug ist das Mädchen für alle Einsätze geringen Umfangs. Mit ihm lassen sich fortan Kleinstbrände löschen, aufgelaufende Betriebsstoffe abstreuen oder auch Haustüren öffnen.

GW-Boot – Highlight ist das neue technische Hilfsmittel für Einsätze auf den Gewässern der Stadt Lindburg. Dieser neue Gerätewagen nach Farnheimer Vorbild verfügt ein auf dem Dach verlastetes Mehrzweckboot mit festem Rumpf und kann mit dem Kran am Heck rasch zu Wasser gelassen werden. Ein Allradantrieb und hohe Geländegängigkeit verstehen sich hierbei schon von selbst.

Sämtliche Fahrzeuge sind im klassischen Farbschema der Lindburger Feuerwehr gehalten. Wir wünschen der Wehr stets gute Fahrt und eine gute Heimkehr für alle nach jedem Einsatz.

KEF – Kleineinsatzfahrzeug

Für kleine und Kleinsteinsätze verfügt die Flughafenfeuerwehr, ebenso wie die städtischen Kollegen, über ein sog. KEF, um nicht gleich immer mit dem großen Besteck anzurücken. Mit ihm bewältigt die Wehr alle Einsatz-Kleinigkeiten, wie das Abstreuen von ausgelaufenden Betriebsmitteln, Kleinstbrände vom Schlage eines brennenden Mülleimers oder technische Hilfe von geringem Umfang., wie das Öffnen von Türen. Wie alle Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr verfügt auch dieser Kleintransporter über einen hochstelzigen Allradantrieb.

Dieses Modell bietet tatsächlich, trotz seiner gewöhnlichen Optik, einige Besonderheiten. Zunächst kamen für die Form des Hochdaches die jüngst über den Kundendienst bezogenen neuen Bauteile zum Einsatz. Leider weisen die Bauteile für Stirn- und Rückseite nicht dieselbe Rundung auf wie die Seitenteile. Die Radien unterscheiden sich gerade im Übergangsbereich zum Dach minimal. Durch die Blaulichbalken fällt dies aber kaum auf. Die mit einer angedeuteten A-Säule bedruckte Windschutzscheibe aus dem MINI-Set der Speed-Champions-Reihe bietet optisch ein gewisses Etwas. An der Fahrzeugfront setzte ich für die Kühlergestaltung die neuen 1×1 Snotsteine mit vorderer und seitlicher Noppe ein. Dadurch war es möglich die Scheinwerferkäseecken mitsamt der Frontblitzer anders – seitlich – anzuordnen. Und statt der typischen Niederquerschnittsreifen, die für gewöhnlich auf diesen Felgen sitzen, habe ich die dicken PKW-/Rennwagen-Walzen aufgezogen. Ein wenig Kraftanstrengung und schmerzende Fingerkuppen muss man aber dafür in Kauf nehmen. Das zweifarbige Farbschema und eine entsprechende einsatzspezifische Beladung komplettieren das neue MOC.

KEF (Kleineinsatzfahrzeug)

Hin und wieder stelle ich mir gerne vor, wie ein MOC mit selbstproduzierten Aufklebern aussähe

Gemeinsam mit der Feuerwehr Mülheim entwickelten die Farnheimer ein neues Fahrzeugkonzept für die Abarbeitung keinerer Einsätze mit wenig Personalbedarf: Abstreuen von Ölspuren, Löschen von Kleinstbränden oder als Unterstützungsfahrzeug für den Löschzug, z. B. bei Türöffnungen oder Absicherung von Einsatzstellen.

Man entschied sich aus Kostengründen gegen einen gesonderten Auf- und für den günstigeren Ausbau der gewöhnlichen Kastenwagenvariante mit zwei seitlichen Schiebetüren. Als Besonderheit bestückte man das Fahrzeug auf dem Dach mit einer LED-Matrix-Verkehrswarnanlage für insbesonders stark frequentierte Stadtstraßen und Autobahnen und einen Allradantrieb samt grob profilierten Geländereifen. Grund für letztere Entscheidung sind die zahlreichen Einsatzszenarien, die sich abseits befestigter Straßen und Wege ergeben.

Während die Berufsfeuerwehr Mülheim zwei Fahrzeuge abnahm, orderte die Feuerwehr Farnheim indes sechs KEFs dieses Typs. Jeder Wache wir fortan eines zugeteilt. Es ersetzt somit die Generation bestehender Kleineinsatzfahrzeuge.

Als die Berufsfeuerwehr meiner Heimat gestern ihre Neubeschaffungen offiziell vorstellte, fesselte mich gleich die wuchtige Erscheinung. „Was die können, kann ich auch“, fuhr es mir durch den Kopf. Also machte ich mich ans Werk, ohne aber vorher noch einmal geschaut zu haben, wann ich denn das alte KEF zusammenbaute: vor knapp fünf Jahren – Zeit für einen Wechsel.

Der Transporter war schnell auf die Beine gestellt, jedoch sollte er über ein paar Gimmicks verfügen. So bekam er ebenfalls wie das Original grobstollige Geländereifen, ein filigranes Trittbrett hinten sowie eine Verkehrswarnanlage auf dem Dach (bereits bekannt in ihrer Bauweise vom Polizei-Bus). Schließlich verbaute ich bei dem Transporter noch zwei echte seitliche Schiebetüren, die sich wie beim Vorbild nach hinten schieben. Was allerdings zur Folge, dass im Innenraum etwas Platz für die Beladung verloren geht. Aber irgendwas ist ja immer.

Fahrgestellbasislänge:  11 Noppen (2×3 + 4×4 + 2x4er Platte)

 

KEF (Kleineinsatzfahrzeug)

Es gibt auch bei der Raffinerie-Werkfeuerwehr Jade Öl AG Einsätze, die nicht immer das sog. „große Besteck“, also den Industrie-Löschzug auf den Plan rufen. Für eben solche Einsätze ist das neue KEF zuständig. Ausgerüstet mit Materialien und Werkzeugen für die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung kleineren Umfangs, sorgt es, wie die großen Fahrzeuge gleichermaßen für mehr Sicherheit auf dem Betriebsgelände. Es ersetzt ein altes Fahrzeug mit der selben Einsatzanforderung, das allerdings zu klein und untermotorisiert erschien.

Das MOC entstand ursprünglich aus der Idee eines neuen Manntransportwagens für die Berufsfeuerwehr heraus (wenngleich die Idee noch nicht vom Tisch ist), und gestaltete sich während des Entwicklungsprozesses mehr und mehr zu einem kleinen Einsatzfahrzeug mit einem umfangreicherem Einsatzzweck, als lediglich Personal an oder von der Einsatzstelle zu kutschieren. Neben den vier Geräteräumen, und der (ungewöhnlichen) Staffelkabine wollte ich auch meinen CO2-Löscher verfrachten, den ich schon vor einer Weile montierte. Der Platz, besser gesagt Einschub, bot sich während der Bauphase förmlich an. Das für die Werkfeuerwehr Jade Öl AG bekannte Zweifarben-Lackierschema vervollständigt die optische Erscheinungsweise. Das alte Modell bekommt eine neue Funktion zugesprochen – die eines Teilespenders.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x6er Platte + zwei 2x2er Achsenplatte)

KEF (Kleineinsatzfahrzeug)

Das Einsatzkonzept der Berufsfeuerwehr sieht u. a. bei Einsätzen kleinen Umfangs, überwiegend bei einfachen technischen Hilfeleistungen, vor, dass ein KEF zur Einsatzstelle beordert wird. Entweder allein als selbsttätiger Trupp, oder als Teil eines Fahrzeugverbandes (mit Löschfahrzeugen oder in Verbindung mit RTW und NEF), wenn sich hinter verschlossenen Türen Personen in aktur Gefahr befinden. Das Einsatzspektrum umfasst kleinere technische Hilfeleistungen, das Beseitigen von Ölspuren, Notfalltüröffnungen oder das Löschen von Kleinstbränden. Ebenso können hiermit Personen aus öffentlichen Gewässern in Ufernähe gerettet werden.

Dieses Fahrzeug ist Teil der Beschaffungsmaßnahme die alte Generation der ersten KEFs zu ersetzen. Nachdem bei den ersten beiden Nachfolgefahrzeugen allerdings eine derart hohe Störanfälligkeit und gar ein gebrochener Rahmen auftrat, sah sich die Abt. Technik nach etlichen werksseitigen Nachbesserungen genötigt von der Bestellung Abstand zu nehmen, die bereits in Dienst gestellten Fahrzeuge zurückzugeben, und neu auszuschreiben. Ein anderer Hersteller konnte gar mit einem besseren Preis-/Leistungsverhältnis gefunden werden. Zudem verfügen die Fahrzeuge, dank des neuen Herstellers, ab Werk bereits über eine höhere Gewichtsreserve. Da jede Feuerwache im Stadtgeboet eines dieser Fahrzeugtypen in seinem Fuhrpark vorhält, stehen noch weitere fünf Lieferungen bis Jahresende aus.

TroLF 250

Von 1984-1989 besaß die Feuerwehr auch ein solches Unikat. In Eigenregie verpasste man dem Pickup einen Blechaufbau und installierte darin einen 250-kg-Pulvertank samt Schnellangriff. Dieses Fahrzeug gilt somit wohl als eines der ersten KEF (Kleineinsatzfahrzeuge) in der Geschichte. Doch dieser umgebaute Lieferwagen war zudem mit einer Doppelfunktion belegt: im Falle eines Großschadenfalls sollte die Bevölkerung per Lautsprecherdurchsagen vor der drohenden Gefahr gewarnt werden. Die Lackierung fiel ebenfalls nach Frankfurter Vorbild (welches ursprünglich aus Dortmund stammte) aus. Vor dem Umbau lief das Fahrzeug überigens bereits sieben Jahre als LKW zur Abstreuung von Ölspuren.

Dieses Modell hat kein wirklich existentes Vorbild. Vielmehr wurde es mit seiner Farbgebung zu einem Teil der Oldtimer-Flotte. Um den Charakter eines Youngtimers zu wahren, verbaute ich runde Scheinwerfer und auch nur ein einzelnes Blaulicht auf dem Dach. Das Innere des Aufbaus besteht aus einem kleinen, runden Pulvertank, samt Bedieneinrichtung und einem verstaubaren Schnellangriffsschlauch.

Fahrgestellbasisplatte: 11 Noppen (4x10er PKW-Basisplatte + 1x4er Platte)

KEF

Ein weiteres Kleinfahrzeug der Werkfeuerfeuerwehr Jade ÖL AG möchte ich heute mit dem KEF vorstellen. Auch die Werkfeuerwehr rückt bei Kleinbränden oder geringfügigen Hilfeleistungsanforderungen mit diesem Fahrzeug aus. Es unterscheidet sich im wesentlichen in der Beladung von seinem Pendants der Berufsfeuerwehr.

Das Modell basiert im Grunde auf einen tradionellen PKW-Bau der 80er Jahre mit klassischen Snotsteinen für Scheinwerfer- und Rückleuchten. Desweiteren habe ich dem Modell einen kleinen Aufbau versehen, bei dem im Heck ein kleiner Geräteraum in Form einer 2x2x2er Kiste (Briefkasten) eingesetzt wurde. Im Fahrgastinnenraum fand als weiteres Gimmick, neben der zu öffnenden Motorhaube, ein wenig feuerwehrtechnisches Gerät Platz.

Fahrgestellbasislänge: (10 Noppen) 4x10er PKW-Bodenplatte

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.