Getränkelieferwagen

Wie bekommen eigentlich die Supermärkte, Schnellimbisse und Restaurants ihre Getränke? Ganz einfach mit einem geeigneten Lieferwagen natürlich. Und dieser ist im Dienste des hiesigen Erfrischungskonzern „Brickola“ tagtäglich unterwegs, um die Gastronomie mit entsprechenden Produkten für die dürstende Kundschaft zu beliefern.

Das Modell ein 1:1-Nachbau des Moccers IИDOMITUS. Es gefiel mir so gut, dass ich es unbedingt für meine Zwecke nachbauen wollte und musste, es aber farblich ein wenig abänderte. Neben der mordernen Gestaltung (gesnottete Frontpartie und „Käseecken“ als Scheinwerfer) fällt sofort die noppenlose Bauweise auf, was dem Fahrzeug fast einen Fertigmodellcharakter verleiht.

Zusätzlich erhielt das Modell eigens drei Getränkekisten und einen kleinen, elektrischen Hubwagen. Dieser lässt sich in seinen Funktionen zwar nicht bewegen, jedoch erfüllt er als Standmodell durchaus seinen Zweck.

Fahrgestellbasislänge: 9 Noppen (2x8er Platte und 1×2 auf 1x4er Winkelplatte)

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Klempnerfahrzeug

„Wenn der Abschluss mal verstopft ist, ja was ist denn schon dabei? Da nimmt man Abflussfrei, das macht den Abfluss frei“. Dieser Werbespruch aus den 70ern könnte auch gut heutzutage noch gelten. Abflüsse verstopfen schließlich immer noch. Deswegen findet man unter den zahlreichen Klein- und Mittelständlern in Farnheim auch mehrere Klempnerdienste. Der hier und heute vorgestellte hat sich zu allen Themen rund um Heizung, Sanitär und Abfluss spezialisiert. Mit seinen in Firmenfarben lackierten Kleintransportern sind die Angestellten tagtäglich in der Stadt unterwegs, um bei allen stockenden Problemen in häuslichen Röhren und Leitungen zu helfen.

Bei diesem MOC war erneut der Weg das Ziel. Sprich, ohne Konzept ging ich ans Werk. Und so entwickelte sich während der Bausphase zunächst das Grundgerüst, und später dann auch der „Einsatzzweck“ des Fahrzeugs. Auch die Optik sollte wieder ein moderner Mix aus traditioneller 80er-Bauweise gepaart mit frischen Bauteilen werden, um zu sehen, wie andersartig „klassische“ 4w-Autos aussehen können. So klein und übersichtlich der Laster ist, so vollgestopft ist er mit dem ganzen Handswerkszeug: ein Klodeckel, Werkzeuge, Taschenlampe, Rohre und Leitungen, sogar ein ganzer Heizkörper finden in und auf dem Fahrzeug Platz.

Fahrgestellbasislänge: 9 Noppen (2x8er und 1x2er Platte)

Milchlaster

Mehrmals wöchentlich fährt Bauer Jespersen mit seinem kleinen Milchlaster durch die Straßen der Außenbezirke und versorgt die Anwohner mit frischen Erzeugnissen seines Hofes. Mithilfe der großen Glocke am Auto macht er lautstark auf sich aufmerksam. Und seine Produkte sind in der Nachbarschaft ein echter Geheimtipp.

Ein kleines Moc auf Basis der PKW-Bodenplatte, das im Heckbereich um ein Noppe verlängert wurde. Ein geschlossener Aufbau samt Kühlanlage auf dem Dach und verriegelbarer Hecktür halten insgesamt acht Milchflaschen frisch. Front und Heckbereich haben durch die Benutzung von verschiedenen Winkelplatten einen anderen Look und somit echte Stoßstangen bekommen. Natürlich stattete ich das Auto auf der Fahrerseite mit einer großen Klingel und insgesamt mit einem grauschwarzen Streifendesign aus.

NACHTRAG: Auch zu diesem Modell gibt’s nun eine Bauanleitung: Klick (Rechtsklick „Ziel speichern unter…“)

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (4x10er Bodenplatte + 1x4er Platte)

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind natürlich rein zufällig und völlig unbeabsichtigt… 😉

# 6375 – Trans Air Carrier (1990)

Bei dem Zusammenbau dieses Flugzeugsets wurde mir wieder einmal klar, weshalb LEGO-Bausätze einen so hohen Spielwert besitzen: nicht nur, dass die Steine immer wieder beliebig zusammengesetzt werden können, sie glänzen eben mit vielen durchdachten Details, etwaigen Zusatzmodellen und Zubehör, und sorgen so für mächtig viel Drumherum-Spielspaß.

So auch bei diesem hier vorgestellten Frachtflugzeug aus dem Jahr 1990. Neben einem vierstrahligen Jet in schöner, dreifarbiger Farbgebung unterstützen zwei Bodenfahrzeuge (ein Transportbuggy und ein Gabelstapler) das Be- und Entladen der Maschine. Wie schon beim Airport Container Truck (#1772) dienen gelben „Briefkasten“-Boxen als Ladung. Hier sind sie jedoch leer.

Was mir allerdings bei solchen zusätzlichen „Dreingaben“ bislang immer wieder aufgefallen ist, und was sich bis in die Gegenwart durchzieht, ist die Tatsache, das sie meist einfach gestaltet sind und mit weniger Teilen auskommen müssen. So ist hier besonders der Gabelstapler ein simpler Bausatz und ohne viele Details. Lampen fehlen völlig und auch keine Spur von einem Dach oder Auspuffrohren.

Um aber auch auf die spielerisch nützlichen Details zu sprechen zu kommen, verfügt der Flieger über zwei Möglichkeiten der Beladung: einmal durch eine große, nach oben schwenbare setiliche Ladeluke und, was mir persönlich besonders gefällt, durch die hintere Öffnung, in dem man das komplette Flugzeugheck zur Seite schwenkt (eine Boeing B-377 Super Guppy stand wohl Pate). Und hier kommt der Mehrwert der zusätzlichen Modelle zum Tragen: man kann mit ihnen die Be- und Entladung des Fliegers erspielen.

Zu guter letzt sei noch positiv anzumerken, dass sämtliche Dekore auf die Teile aufgedruckt sind, und nicht als Sticker verklebt werden müssen. Eine schöne Sache, der sich die TLC doch bitte wieder verstärkt annehmen sollte. Dann gehören auch endlich die Diskussionen über die verknickten Stickersheets der Vergangenheit an.

Jahr: 1990
Teile: 208
Minifigs: 2

# 1772 – Airport Container Truck (1992)

1992 veröffentlichte man ein limiertes Promotional-Set, das exklusiv nur an Airlines ging. Hierzulande war das die „Deutsche Aero Lloyd“. Nach all den Jahren kam ich nun in den Besitz dieses Sets, bei dem die Container-Sticker und die weißen Bauteile zu meiner Überraschung in einem tollen Zustand sind. Natürlich nagte auch hier und da der leichte Gilb, aber dennoch muss ich die Teile nicht in eine Wanne voll Chlorreiniger schmeißen.

Das Set selbst besteht aus dem, ich nenne es mal Cateringfahrzeug, welches realistisch mit einer Hebebühne ausgestattet ist, um so die Fracht einfacher ins Flugzeug zu laden. Zwei große Container beladen mit je 2 gelben, unbedruckten „Briefkästen“, die wiederum mit einer klar transparenten Tasse und einem 1x2er Stein in rot als Fracht bestückt sind, sowie einem Fahrer mit blauem Overall und Cappie runden das Set ab.

Das Führerhaus des Kleintransporters erinnert durch seine Bauweise und die ähnliche Farbgebung stark an das limitierte Abschleppfahrzeug aus dem Bausatz #1518 – Racing Service Crew aus dem Jahr ’89.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass dieses Set durch ein weiteres Fluggesellschafts-Promosets, das ebenfalls recht rar ist, und im direkten Zusammenhang steht, komplettiert wird: #1773 (Airline Maintenance Vehicle with Trailer).

Jahr: 1992
Teile: 80
Minifigs: 1