FuStW (Funkstreifenwagen mit Sonderaufbau)

Die Autobahnpolizei als Teil der Landespolizei hat im Zuge der Modernisierung 44 neue Funkstreifen mit Sonderaufbau in Dienst gestellt. Dieses neue Fahrzeug mit einer auf dem Dach montierten Verkehrsbeeinflussungsanlage wird vornehmlich als sog. Verkehrsunfallsicherungswagen eingesetzt. In ihm sind sämtliche Ausrüstungsgegenstände verlastet, die bei einer Unfallaufnahme benötigt werden. Ferner dient er als Einsatzfahrzeug bei LKW-Fahrzeugkontrollen und wird überdies bei der Fahndung eingesetzt.

Die Wandlungsfähigkeit stellt der Kleintransporter ist auch über Behördengrenzen hinweg unter Beweis. So entstand ein Kleinbus mit dem kürzlich vorgestellten Facelift in dem hierzulande bekannten blau-silbernen Farbschema. Bis auf die heckseitige Beladung, die einen 2x2x2er Container, in dem die Pylone verstaut sind, aufnimmt, unterscheidet sich dieser von der Feuerwehrvariante nur marginal. Herzstück ist aber eben jene Verkehrsbeeinflussungsanlage, die aus dem diesjährig neuen 1x6x3er Bar mit vier Noppen besteht, und an dessen unteren beiden Noppen die Verkehrzeichen Platz finden sowie an den oberen beiden zwei orangefarbene Blitzer. Die großen Seitenpaneele mit dem Autobahnsymbol entstammen vom alten Highway Maintenance Truck (#6653).

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x 2x3er + 1x4er Platte)

Gerätewagen-Logistik (GW-L)

Bei längerfristigen Einsätzen setzt die Werkfeuerwehr gerne auf ihren Gerätewagen-Logistik, um den Nachschub an Material oder die Versorgung der Einsatzkräfte sicherzustellen. Auf das sog. „Mädchen für Alles“ wird auch gerne zurückgegriffen, wenn während des Dienstalltags sperrige Güter zu transportieren sind. Da der auch erst kürzlich an die Wehr ausgeliefert wurde, fand auch hierbei bereits das modizierte Farbschema Anwendung.

Ursprünglich als ELW mit Kofferaufbau geplant, stellte sich schnell heraus, dass ein LKW mit Pritsche und Plane im Pool der Fahrzeuge zunächst mehr Sinn machen würde. Zunächst waren an drei Ladeflächenseiten klappbare Bracken vorgesehen, die sich aber optisch nicht recht anpassungsfähig zeigten. So fiel die Wahl auf eine (flachere) starre Brackenverkleidung, dafür mit einer passenden Beplanung. Der eingangs erwähnte ELW fällt dann wohl eine fahrzeugtechnische Spur größer aus.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x8er + 2x3er Platte)

#6661 – Mobile TV Studio

Auch Minifigs haben ein Recht auf Informationen. So erschien relativ spät, nämlich erst 1989, in der klassischen Town-Ära ein mobiler Übertragungswagen, um damit schnell vom Ort des Geschehens berichten zu können. So kann man in Verbindung mit den Polizei- und Feuerwehrsets wahre Heldengeschichten erzählen. Das Kritik an der Förderungs des Voyeurismus verkneife ich mir mal… 😉

Wie sein großes Vorbild ist dieser Ü-Wagen mit allen entsprechenden Finessen ausgestattet: einen Techniker samt großer Kamera, einen Schnittcomputer im Inneren des Vans und eine Satellitenschüssel, um die gedrehten Bilder schnell an die Fernsehstationen zu übertragen. Dieses kleine Set ist aber etwas besonderes, da es sich um eine echte Funktionsneuheit handelte.

Der Van, ein typischer Vertreter des sog. „Box-Designs“ seiner Zeit, weist allerdings, im Gegensatz zu seinen Brüdern (dem Post-Van #6651, dem Highway Truck, #6653, dem Police Van #6681, dem kleinen Paketzusteller #6624, dem Krankenwagen #6680), einige signifikante Unterschiede auf: ein zusätzliches Fenster hinter Fahrerkabine lässt ihn mehr nach Kombi aussehen, die Frontportie wirkt sehr clean, da auf die typischen Lampensteine verzichtet wurde, und die gelungene Farbkombination althellgrau und blau machte trotz damals knapper Farbpalette ordentlich was her. Und die beiden großen Seitenpaneele sind mit einem unübersehbaren „TV“-Schriftzug bedruckt.

Highlight ist aber die tolle Konstruktion der Kamera, die zwar mehr an ein Studiomodell erinnert, und für einen Außeneinsatz wenig mobil genug erscheint. Sei’s drum. Sie fällt mit den wenigen kleinen Teilen sehr realistisch aus, und lässt sich mit einem Hebel auch hervorragend von der Minifig bedienen.

Die Figur, die dem Set beiliegt, ist selbst ein wenig unspektakulär, aber dennoch recht passend gekleidet. Ein weißer Overall mit schwarzen Reißverschlussaufdruck und ein blaues Basecap erinnern ein wenig an Arbeitskleidung. Ich wusste aber gar nicht, dass man sich bei einer solchen Tätigkeit derart einsaut, dass ein Overall von Nöten wäre… 😉

Jahr: 1989
Teile: 78
Minifig: 1