Einsatzleitwagen (ELW 1) – Facelift

Die Unterschiede bei der Modernisierung könnten größer kaum sein

Als letztes Jahr ein ELW bei einer Einsatzfahrt verunglückte und der entstandene Schaden dem Gutachten nach irreparabel erschien, sprang der hiesige Autohändler am Platz – zu dem die Feuerwehr übrigens gute Beziehungen pflegt – mit einem Ersatzfahrzeug ein. Fertig um- und ausgebaut konnte es nun der Berufsfeuerwehr übergeben werden. Somit ist die Flotte dankenswerter wieder komplett. Randnotiz: Die damals am Unfall beteiligten Personen erlitten allenfalls leichte Verletzungen, von denen sie heute mittlerweile wieder völlig genesen sind.

Wie das ja so ist. Alles entwickelt sich weiter. Auch Modellautos. Bisweilen werden sie dabei einem, neudeutsch, Facelifting unterzogen. Nach fast fünf Jahren war die Zeit nun reif, meine vielseitig eingesetzte Kleinlasterflotte zu aktualisieren – ein längst überfälliger Modellwechsel, wie mir erschien. Selbstverständlich werden die bestehenden Fahrzeuge nicht geliftet. Lediglich Neuindienststellungen bekommen die neue Fahrzeugoptik verpasst. Ansonsten blieb beim ELW selbst auch beinahe alles beim alten. Lediglich die Signalanlage auf dem Dach und die Beladung im Heck wurden etwas angepasst.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x 2x3er + 1x4er Platte)

4w ist Geschichte…

Die Feuerwehr Farnheim feiert ja bekanntlich dieses Jahr ihr 30jähriges Bestehen. Mit einer Pause zwischendurch hat sich diese Modellfeuerwehr dennoch stetig weiterentwickelt. Damit dies auch in Zukunft vorangehen kann, habe ich somit beschlossen, die bisherige nostalgische Baubreite von vier Noppen aufzugeben, um  zukünftig verstärkt 6w-Modelle (insbesondere bei LKWs) zu bauen. Die breiteren und damit einhergehenden größeren Modelle bieten gleich mehrere Vorteile: Höhere Detaildichte, noch mehr vorbildgerechtere Funktionen und ein noch realistischeres Größenverhältnis von PKW zu LKW. Wie heißt es so schön: Alte Zöpfe soll man abschneiden…

Die alten Modelle werde ich nach und nach zerlegen und die Flut der so freigewordenen Teile in neue Projekte fließen lassen. Erste Modelle stapeln sich indes schon auf dem Schreibtisch, damit rechtzeitig zum Relaunch der Seite im Frühsommer, einiges an neuem Content online gehen kam – „4w“ wäre dann ein abgeschlossenes Kapitel und somit Geschichte.

Sonderlöschmittelfahrzeug (SLF 30/60-6)

2011 betraute man die Technikabteilung der Berufsfeuerwehr in enger Zusammenarbeit mit der Werkfeuerwehr Jade Öl AG mit der Entwicklung eines Sonderlöschmittelfahrzeuges mit Schwerpunkt auf größere und größte Flüssigkeitsbrände. Dementsprechend orientiert sich daran die Beladung. Es fungiert einsatztaktisch bei der BF aber als klassisches Großtanklöschfahrzeug.

Jedoch markiert dieses Fahrzeug eine einmalige Beschaffung, da solche Einsatzfahrzeugtypen in keinster genormt und letztlich bezuschusst sind. Somit sind die Beschaffungskosten, gerade bei einer Sonderanfertigung besonders hoch, da sie von der Stadt zu 100 % geleistet werden müssen und stellen in Zeiten klammer Kassen eine immens hohe finanzielle Belastung des Haushalts dar.

Die Planung und zu einem solchen Fahrzeug und schließlich seine Indienststellung erfolgte nach einer Serie von Großbränden auf dem Raffineriegelände zwischen 2006 und 2009, als die Werkfeuerwehr die BF jeweils um Unterstützung bat. In den Folgejahren nach Indieststellung leistete es gute Löschdienste u. a. bei zwei Großfeuern in Quartiermannsbetrieben im Hafen 2013 und 2014, als zwei mehre tausend Quadratmeter große Schuppen niederbrannten.

Das Besondere an dem Fahrzeug sind sicher seine beiden Monitore, die unabhängig voneinander eingesetzt werden können. 6.000 L Wasser und 600 L Mehrbereichsschaummittel fassen die innenliegenden Tanks. Die Pumpe leistet 3.000 L bei 10 Bar. Entgegen sonst üblicher Konfigurationen ist dieses SLF zur Einsatzwertsteigerung mit Allradantrieb ausgestattet. Als Randnotiz sei vermerkt, dass ein entprechend baugleiches Schwesterfahrzeug bei der Werkfeuerwehr in Dienst ging.

Nun, was modellbaut man einer Feuerwehr, die bereits alles hat? Man entdeckt interessante Fahrzeugtypen quer über das Internet, die eigentlich nicht so wirklich in das Konzept einer Großstadtwehr passen und konstruiert eine Geschichte drumherum – so dass es passt.

Das Original (zweitletztes Fahrzeug von unten) ging bei der WF Esso in Köln 1980 in Dienst und nach wenigen Jahren, nach Schließung der Raffinerie, an die FF Pulheim. Mir gefiel die Form des abgestuften Aufbau des Vorbilds, und die Möglichkeit des Einsatzes von zwei Dachwerfern fand ich spannend. Somit entstand ein Modell, das in weiten Teilen dem des GTLF entspricht. Jedoch wollte ich das Abbild nicht streng dem Original nachempfinden, und somit entschied ich gegen die vorderen Geräteräume zugunsten zweier Schnellangriffseinrichtungen. Aus Gründen der Gleichheit wählte ich als Kabine die Variante, die ebenfalls u. a. bei dem Großtanklöschfahrzeug Anwendung fand.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2x8er + 2x3er + 2x2er +1x2er Platte + 1×2 auf 1×4 Bracket)

Minifigs kustomisieren – Teil 3

In einer weiteren Runde sind erneut ein paar neue Figurenkombinationen entstanden, die so sicher ein passendes Ausschmückungsdetail bei kommenden Ausstellungen abgeben werden… können.

Die wilde Horde ungestümer Vierbeiner scheint dem Hundesitter sichtliche Probleme zu bereitenMürrisch dreinschauender Gentleman mit farblich abgestimmten KraftfahrzeugDer Hobbygärtner vor seinem floralen ErfolgEin Polizeitrio bei einer kurzen LagebesprechungViel Stress mit einer Leckage im KellerWohl versetzt worden…Make Lego great again

30 Jahre Feuerwehr Farnheim

Ein weiteres Jubiläum kündigt sich an. Die Feuerwehr Farnheim feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. Doch wie war das überhaupt? Wie kam es dazu und was passierte eigentlich in all den letzten 30 Jahren? Ein kleiner geschichtlicher Abriss gibt Antworten.

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Die Fahrzeuge der Feuerwache 1 – Mitte haben haben 1992 Aufstellung genommen

Damals, als alles noch analog war, bastelte ich an Feuerwehrmodellumbauten mit meist realen Vorbildern im Maßstab 1:87 – ehrlich gesagt mehr schlecht als recht. Und irgendwie war das, rückblickend betrachet, alles etwas uninspiriert. Mit der Oktober-Ausgabe des Jahres 1986 des damaligen „blaulichtfahrzeugmagazins“ erschien erstmals ein Artikel des Modellbauers Jürgen Mischur, dessen modellbauerische Präzision und herausragende Qualität für mich persönlich eine Art Wendepunkt bei meinem Hobby darstellte. Auch wenn ich seine Skills niemals auch nur annähernd erreichte, faszinierte mich allerdings desweitern seine Idee, die Feuerwehrmodelle in einen fiktiven urbanen Mikrokosmos zu stellen. Somit war man frei von allen vorbildmäßigen Restriktionen, und konnte bauen, was immer man wollte. Ich war von diesem spannenden Konzept derart elektrisiert, dass ich mir selbiges für eine eigene Großstadt ersann. Irgendwann Anfang 1987 nach Lexikonrecherchen und Atlantenwälzungen war Farnheim geboren. Zunächst wurde der Name noch mit einem weiteren „h“ in der ersten Silbe geschrieben. In der Folge entstand, neben zahlreichen Modellen, auch ein erstes, grob skizziertes Bild der Stadt und ihrer Feuerwehr. Und ein Kennzeichen: FAH.

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Der Gerätewagen, intern LKW, bei der Sichtprüfung der Kranhydraulik

Die Faszination hielt einige Jahre an und wuchs stetig. Zahlreiche Modelle füllten den Fahrzeugpark an. Allerdings mit Beginn des Studiums gegen 1997 und einhergehender Interessensverlagerung nahm in der Folge das Engagement aber ab, und das Modellbauhobby kam sogar vollständig zum Erliegen. Die Aktivitäten rund um das Fantasie-Konstrukt sollten nun für beinahe zwei Jahrzehnte ruhen.

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So sah Fahrnheim aus – anno 1987

2009, bei einer Internet-Recherche zu altem Spielzeug aus Kindertagen, entflammte eine alte Liebe: Lego. Mit den ersten nachgekauften Sets aus jenen recht frühen Lebensjahren erwuchs die Idee das Thema Feuerwehr und Lego zu verknüpfen. In der Folge erwachte auch Farnheim zu neuem Leben. Wirklichkeitsnaher denn je. Denn es entstanden ein Stadtplan, ein neu verfasste und detailreichere Stadtgeschichte, ein Logo und ein Stadtwappen. Farnheim 2.0 eben und voll digital. Vor allem aber wurde die Feuerwehr mit vielen fiktiven Details ausstaffiert und zu dem, was sie heute ist: eine umfangreiche Modellbau-Feuerwehr in nostalgischer 4-Noppen-Baubreite, die jedes Jahr zu verschiedenen Lego-Ausstellungen auf Reisen geht.

Warum eigentlich diese vier Noppen? Ganz einfach. In meiner Kindheit war das Citythema auch namentlich erheblich kleiner angesiedelt und hieß schlichtweg Town. Und die kleinstädtische Themenwelt bot seinerzeit – mit der Einführung der uns heute noch wohlbekannten Minifigur – auch Fahrzeugmodelle, vor allem LKWs, die eine 4-Noppen-Baubreite aufwiesen. Da mich dies durch die Kindheit begleitete und mir heutige Fahrzeuge für meinen Geschmack tw. viel zu groß ausfallen, hat das Festhalten an vier Noppen simpel einen nostalischen Hintergrund.

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Die Wachbezirke der damaligen Großstadt. Nichts blieb wie es war.

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So präsentiert sich die Farnheimer Innenstadt heute

30 Jahre später erwuchsen daraus weit über 100 Fahrzeuge, Container und Anhänger – alle HIER anzuschauen –, eine Feuerwache, ein Rettungshubschrauber, ein Löschboot, eine autonome Löscheinheit und ein Monorail-Rettungszug. Dazu kamen eine Flughafen-, eine Werkfeuerwehr einer großen Raffinierie und einige Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Farnheim.

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Einsatz in Farnheim

Heute sind die Modelle mit unzähligen Details und viel Zubehör ausgestattet

Dies war sie also, die kleine Rückschau auf eine recht abwechslungs- und wandlungsreiche Geschichte zum 30sten. So hoffe ich ganz optimistisch auf weitere 30 Jahre. Mal sehen, ob’s klappt. Übrigens war 1987 auch das Gründungsjahr der Feuerwehren meiner Modellbaufreunde Barnsburg und Thalburg.

 

Mehrzweckfahrzeug (MZF)

Der Branddirektion steht im Pool auch eine gewisse Anzahl an Mehrzweckfahrzeugen bereit. Mit ihnen werden unterschiedlichste Boten- und Arbeitsfahrten absolviert. Im Heck ist u. a. Platz für die Aufnahme der Ausrüstung.

Dem aufmerksamen Beobachter mag sicher aufgefallen sein, dass es sich hierbei um eine Karosserievariante des KdoW des Wachabteilungsleiters handelt. Ebenso sind die kürzlich vorgestellten Streifenwagen aus dem gleichen „Plastik“ gesteckt. Ich wählte bewusst eine bereits bekannte Form, um auch in dieser Fahrzeugklasse die Vereinheitlichung des Fuhrparks weiter voranzubringen. Die Basis bildet allerdings nicht die gute, alte PKW-Plattform, sondern eine Variante mit verlängerter Sitzwanne für die Minifigs. Dadurch haben zwei Figuren hintereinander tiefliegenden Platz. Diese Basis wird zuküftig sicher noch für weitere Fahrzeuge der Brandditektion herhalten.

Fahrgestellbasisplatte: 10 Noppen (4x10er PKW-Bodenplatte)

Zwischen den Kulissen

Es geht wieder los. Neues Jahr, neue Ausstellungen. Daher soll es zur Einstimmung mal ein An- und Einsichten auf und in das geben, was uns dieses Jahr wieder erwartet: Ein knallbunter Einblick in die Welt der Bausteine.

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