Löschgruppenfahrzeug (LF 8) der FF St. Joostersiel

Die Nachbargemeinde und Touristikort St. Joostersiel des Landkreises Jade-Land verfügt über eine eigene Freiwillige Feuerwehr und ist darüber hinaus als Stützpunktwehr für die angrenzenden Ortschaften Wranstersiel, Hafflingersiel und Westersiel zuständig. Ingesamt verfügt die Wehr über drei Fahrzeuge. Von denen mit dem LF 8 nun ein älteres aber wichtiges Fahrzeug bei der Brandbekämpfung aber auch bei technischen Hilfeleistungen vorstellig wird. Das „Mädchen für Alles“ ist Baujahr 1995, heißt „Gisela“ und wird von den Joostersieler Wehrfrauen und -männern liebevoll gehegt und gepflegt.

Ein Video von de-marco, ein lettischer Modellbauer auf Eurobricks, der eine interessante Mixtur aus 4- und 4-Noppen breiten Fahrzeugen mittels toller Bautechniken kreiert, brachte mich auf die Idee eines seiner Fahrzeugdesigns für ein Feuerwehr-MOC zu nutzen. Seine Bewegtbild-Bauanleitung ließ mich bei einigen Dingen wunderbar hinter die Kulissen schauen.

Auch ich verpasste dem Modell einen 5w-Aufbau, bei dem sich im Verlauf die Befestigung auf dem Chassis als äußerst kniffelig erwies. Der einzige Haltenoppe (siehe blauen eingesteckten Technic-Pin im Fahrgestell in Bild 12) lässt alles andere als hinreichende Haltbarkeit zu, da mir aufgrund der begrenzten Möglichkeiten, die Radstand und angesteckte Anbauteile bereithalten, bislang noch keine bessere Lösung eingefallen ist. Und überhaupt. Sämtliche Leitern, die es von TLC so gab und gibt sind entweder zu lang oder zu breit. Somit blieb mir nichts anderes übrig, als kurzhand selbst eine zusammenzustecken. Ist ja auch ne Steckleiter. Haha. Nee, eigentlich eine Hakenleiter. Wie dem auch sei. Ein Finish mit weißen Kotflügeln und einer Bauchbinde entlang der Kabinenseiten komplettieren das MOC farblich.

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Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 (Euro 6)

Nachdem 2013 die Ersatzbeschaffung bei den Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen der Berufsfeuerwehr zunächst abgeschlossen schien, wurde im Herbst letzten Jahres ein weiteres Baulos für zwei weitere Fahrzeuge ausgeschrieben. Grund ist der vor dem Bezug stehende Neubau der FRW 6 (F16). Dort wird eines der beiden Neufahrzeuge stationiert; als Reservefahrzeug kann auf das von der F11 zurückgegriffen werden, während dort der zweite Neulinge dessen Platz einnimmt. Jedenfalls konnten sie nun beim Hersteller abgeholt werden. Auch wenn sich die beiden Neuen äußerlich von den bisherigen FLFs (Farnheimer Löschfahrzeugen) nur in Nuancen unterscheiden, so stellen sie doch technisch eine weitere Evolutionsstufe dar. Zum einem sind auch die Motoren dieser Fahrzeuge seit dem Facelift Euro 6 konform, zum anderen wurde die feuerwehrtechnische Beladung insofern optimiert, als dass auf der linken Fahrzeugseite sämtliche Gerätschaften für die Brandbekämfung verlastet sind, während man auf der rechten alles Nötige zur Technischen Hilfleistung vorfindet.

Das Modellbauerleben schreibt manches Mal schon recht merkwürdige Geschichten. So entstand entstand dieses MOC spontan vor einem Ausstellungsbesuch in der Alten Cuesterey in Essen-Borbeck. Da ich plante erneut Fotos von einigen meiner Modellen in den dort ausgestellten MOCs anzufertigen, kam mir der Gedanke, dass nach einigen Facelift-Modellen in der Vergangenheit nun auch das FLF an der Reihe sei. Gesagt, getan. Schließlich kann man dort ja nicht mit alten Zeug auflaufen.  Neben den wesentlichen kosmetischen Korrekturen an der Fahrzeugfront erhielt das Löschfahrzeug insgesamt ein paar kleine Aufwertungen, die es von seinen älteren Geschwistern unterscheiden: eine andere Rad-/Reifenkombination, geänderte Fahrgestelllänge, ein optimiertes Belldungskonzept und eine andersartige signaltechnische Anlage – insbesondere auf dem Kabinendach.

Derart modern ausgestattet bekam das Modell auf der Ausstellung auch sogleich seine offizielle Feuertaufe und gesellt sich fortan als viertes echtes Modell in dieser Fahrzeugreihe zu seinen Geschwistern. Nur noch neun, und die Sollstärke der Feuerwehr Farnheim wäre erreicht. 😉

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x8er + 2x6er Platte)

GW-BL (Beleuchtung)

gw-bl00

Zahlreiche zeitintensive Einsätze der jüngeren Vergangenheit machten die Verwendung von umfangreichem Flutlicht während der Nachtstunden notwendig. Zwar verfügt die Feuerwehr Farnheim über eine schlagkräftige Fachgruppe, die Fachgruppe Beleuchtung. Doch haben diese Einsätze gezeigt, dass je weitläufiger sich die Einsatzstellen erstreckten, desto schwieriger es wurde sie ausreichend mit Licht zu illuminieren.

Die Branddirektion prüfte daher die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs, da ein eben nicht unerheblicher Teil der Einsatzstunden in der Dunkelheit absolviert wurden. Jetzt, pünktlich mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit, konnte der neue GW-Beleuchtung in Dienst gestellt werden.

Ausgestattet mit sechs 350 Watt Power-LED-Strahlern kann der Mast bis 350 Grad gedreht und bis zu 9 Metern in der Höhe ausgefahren werden. Ein im Fahrzeugaufbau integriertes, schallisoliertes Dieselaggregat versorgt den Lichtmast während der Einsatzzeit mit der notwendigen Energie. Darüber hinaus lassen sich weitere externe Lichtquellen, bspw. sog. Powermoons anschließen. Dank der verschiedenen Einstellmöglichkeiten des Schwenk- und Neigekopfes des Mastes können Lichtszenarien von punktuellem Licht bis hin zu breitgefächerten Nahfeldausleuchtungen erzielt werden.

Zugeteilt ist der neue Gerätewagen fortan der Fachgruppe Beleuchtung (FG-Leucht) mit ihrem Stützpunkt in Eppenwerder. Sein älteres „Schwesterfahrzeug“ durchläuft indes ein umfassendes Refurbishment.

In meinem Bilderarchiv über nachbauenswerte Einsatzfahrzeuge fand sich ein ähnliches Fahrzeug in Händen der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe. Da ich mein als GW-Licht tituliertes Modell bereits 2013 fertigte, war es nun an der Zeit hierfür etwas neues zu schaffen. Die Kabine besteht aus Gründen der optischen Gleichheit aus demselben Modell, aus dem bereits viele andere Fahrzeuge entstanden, allerdings in der zwischenzeitig facegelifteten Version. Der Aufbau ist bewusst – und dem Vorbild entsprechend – so schmal gehalten, dass außen entlang gelaufen werden kann. Der Gerätekasten hinter dem Fahrerhaus ist als bautechnische Besonderheit gesnottet ausgeführt. Der filigrane Lichtmast ist natürlich wie oben bereits geschrieben, genauso einstellbar. Tja, jetzt fehlt tatsächlich nur noch das (echte) Licht…

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er Platte)

LF 20-KatS (Löschgruppenfahrzeug)

Der umfangreiche Fahrzeugpark der freiwilligen Feuerwehr umfasst, neben den HLF 20/6 KatS, auch mehrere Löschfahrzeuge der aktuellen Baureihe der vom Bund beschafften und der Stadt Farnheim zugewiesenen LF 20-KatS. Erstmals wurde eines mit dem neuen Facelift-Fahrerhaus bestückt. Dies ist zeitgleich Teil einer neuen Auslieferungstranche, die das BMI beim Feuerlöschgerätehersteller Steinert in Auftrag gab. Somit ist Zuteilung der neuen Bund-Fahrzeuge – zumindest für Farnheim – abgeschlossen. Das Fahrzeug wird der FF 27 Altengroden und damit der Fachgruppe Löschwasserrückhaltung (FG-LöWaRüHa) unterstellt.

Ein Modellbau eines solchen Fahrzeugtyps stand schon länger auf meiner To-Do-Liste. Sollte es sich an den eingangs beschriebenden Fahrzeugtyp optisch und bautechnisch anlehnen. Im Verlaufe des Baus über die zwei Tage, die es dauerte, optimierte ich das Modell mehr und mehr, wobei es durchaus eine Wandlung vollzog: die Front erhielt durch den Verzicht des Brackets ein sog. „Facelift“. Zudem kamen einige wesentliche Details (z. B. Pumpenabgänge, Verkehrswarnanlage, Federungsnachbildung am Radträger, etc.) zur Urversion hinzu. Auch der hintere Zugang zum Mannschaftsraum, der ja vorbildlicher Weise Teil der Aufbaus ist, wandelte sich von einem zunächst verwedetenen 1x2x3er Glaspaneels zur jetzigen Version mit Autotür und kleinerem 1x2x2er Paneel mit Fenstereinsatz. Selbst die Bereifung erhielt im Verlauf größere, weil geländefähigere Gummis. Während ich diese Zeilen schreibe, wird mir klar, dass ich bei einem der nächsten MOCs mal Fotos von den Baustadien festhalten werde – versprochen.

Fahrgestellbasislänge 12 Noppen (2x12er Platte)

Gerätekraftwagen (GKW)

Die Ausübung von Sonderaufgaben obliegt in Farnheim nicht alleine nur den Berufsfeuerwehrfrauen und -Männern. Auch die freiwilligen Kräfte werden in das ganzheitliche Konzept der Einsatzaufträge und Aufgaben mit eingebunden. So ist z. B. die FF Eppenwerder eine Spezialkomponente, die vornehmlich für die technische Gefahrenabwehr zuständig ist. Ihr Einsatzgebiet reicht über das gesamte Stadtgebiet. Hin und wieder sie auch bei überregionalen Schadenslagen angefordert.

Einer ihrer Hauptaufträge ist die Unterstützung der Berufsfeuerwehr in Gestalt der Fachgruppe Beleuchtung. Sie sorgt bei Einsätzen in Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen für eine großflächige und gleichmäßge, blendfreie Ausleuchtung der Einsatzstelle.

Zu diesem Zwecke wurde ein altes FLF (Farnheimer Löschfahrzeug) der vierten Generation kernsaniert und umgerüstet. Dazu entfernte man in Eigenarbeit Löschwassertank, Pumpe und teilte die Gerätefächer neu auf. Heute sind auf dem Fahrzeug neben Generator, Powermoons, Taschenlampen, Arbeitsscheinwerfer, Akkus, Ladegeräte und weitere, umfangreiche Ausstattung zur technischen Hilfeleistung verladen. Gleichzeitig ist es primäres Zugfahrzeug für den Lichtmast- Anhänger (FwA-LiMa).

Die genauen Anforderungsprofile der jeweiligen Fachgruppen samt Fahrzeugschau folgt an andere Stelle mal etwas ausführlicher.

Vorbild für dieses Modell ist der GKW der FF Eppendorf in Hamburg. Und so entstand während des Baus eine (bewusst) etwas abgewandelte Version des aktuellen Farnheimer Standard-Löschfahrzeugs. Es soll durch seine andere als der sonst üblichen Frontgestaltung einen älteren Fahrzeugtyp darstellen. Wesentliche Aufbauelemente blieben jedoch gleich. Somit auch der Radstand.

Den Anhänger komplettierte ich während der Entstehungsprozesse allerdings zuerst. Und als er dann so vor mir auf dem Schreibtisch stand, dachte ich, es müsse noch ein entsprechendes Zugfahrzeug her. Da kamen mir die Hamburger Freiwilligen in den Sinn.

Um das Bauteil der sog. „offenen“, also nicht umbaubaren Kotflügel nutzen zu können, musste auch ein entsprechender Aufbau her, der auch wie darauf aufgesetzt aussah. Eine Breite von zwei Noppen erschien mir zu schmal, und so wurde dank Jumperplate kurzerhand ein 3w-Aufbau daraus. Genug Platz, um im Inneren des Geräteraums noch einen Genratorbedienpult unterzubringen. Natürlich ist der Lichtmast als weiteres Detail aufklapp- und ausziehbar.

Fahrgestellbasislängen: Zugfahrzeug: 12 Noppen (2x12er + 2×2 auf 1x4er Bracket), Anhänger: 4 Noppen (2x4er Platte)

Wider dem Purismus

Es gleicht beinahe einer Glaubensfrage, in wie weit man bei seinen MOCs gehen darf oder soll. Ich rede vom kustomizieren, vom modifizieren, schlicht vom pimpen. Puristen schwören ja auf das, was das dänische Unternehmen im Portfolio hat. Alles andere gehört nicht in die Sammlung. Andere hingegen modifizieren ihre Modelle, indem sie ihnen einige Fremdteile als punktuelle Aufhübscher gönnen. Und dann gibt es noch die, die neben unternehmensfremden Bauteilen ihre MOCs mittels Farbe und Werkzeug, ich will mal sagen, optimieren. Ich selbst würde sicher niemals so weit gehen, meine Steine zu bemalen oder zu zersägen. Insofern denke ich, bin ich eher den Puristen zugetan (obwohl ich mir selbst diese Frage noch nie selbst stellte), jedoch bin ich aber auch einigen Fremdteilen nicht gänzlich abgeneigt. Der Einsatz dieser is, meines Erachtens, auch nur dann gerechtfertigt, wenn sie der Sache dienlich sind.

Auf unserem letzten Stammtisch erwähnte ich beläufig, dass ich in Erwägung zöge, meinen Modellen echte Konturmarkierungen in Form von reflektierenden Aufklebern zu spendieren. Das hatte einen mittelschweren Aufschrei zufolge. Dennoch ließ ich mich aber von den Äußerungen nicht abschrecken, denn wollte mir die Idee mit den retroreklektierenden Folien einfach nicht aus dem Kopf gehen. Nachdem ich mir kürzlich ein paar kleine Folienstücke erwarb, probierte ich es sogleich testweise an zwei Modellen aus. Ergebnis? Tja, was soll ich sagen? Der Effekt ist – wie eigentlich zu erwarten war – sprichwörtlich sehenswert. Der Vorteil der Folie ist, neben der Wiederablösbarkeit, dass ihr Farbton annähernd dem Gelbton der Steine entspricht, und sich bei Tageslicht weitestgehend unsichtbar verhält. Während sie aber im angeblitzten Zustand, oder bei Licht im Rücken des Betrachters ihren ganzen Reiz entfaltet. Allen, die sich am Stammtischaufschrei seinerzeit beteiligten, oder sich nun daran beteiligen möchsten, sei gesagt, dass ich lediglich die gelben Steine mit der Folie beklebe, d. h. sämtliche baulichen Gegebenheiten der Modelle bleiben nach wie vor bestehen.

Und damit man mal sieht, wovon ich die ganze Zeit spreche, ein paar Fotos zur optischen Verdeutlichung. Macht Euch selbst ein Bild:

Gleichzeitig beginnt jetzt eine Langzeitstudie, inwiefern sich der Folienkleber mit dem ABS-Kunststoff verträgt.

Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16

Drei Jahre vor der Beschaffung des neuen HLF 20/6 KatS stellte die Branddirektion, sozusagen in einer Übergangsphase, zwei HLF 20/16 in Dienst und teilte sie zwei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr zu. Sie ersetzten ab dem Zeitpunkt zwei 18 Jahre alte Bestandsfahrzeuge. Damit stellen diese beiden Indienststellungen allerdings auch eine Außnahme dar, denn weitere Neubeschaffungen dieses Typs sind aus o. g. Gründen nicht geplant. Die HLFs 20/16 sind sind nach DIN bestückt und Teil der Fachgruppen Löschwasserrückhaltung (LöWaRüHa) bzw. Schaum. Ihre Singlebereifung und das Allradfahrgestell lassen auch den Einsatz abseits der befestigen Wege zu.

Diese Modelle waren erst als Ersatz für die beiden alten alten Flughafen HLFs gedacht. Allerdings musste ich wegen des parallel entstandenen HTLFs, welches weit mehr in das Anforderungsprofil einer Flughafenfeuerwehr passte, umdisponieren. Da ich sie nicht wieder zerlegen, bzw. umbauen wollte, fielen sie dem jetzigen Aufgabenbereich der Freilligen Wehr zu. Da sie aber eingentlich nicht in das Beschaffungsschema meiner Wehr passten, musste ich mir diese kleine Geschichte der Übergangsbeschaffung ausdenken. Diese Fahrzeuge sind im Grunde eine Mischung aus bekannten Modellen (HLF 20/6, STF 5000), die sich lediglich in Sachen Beladung und einigen Anbaudetails, wie Schlauchhaspel und Lichtmast unterscheiden.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (1 x 2er + 2 x 12er Platte)