Einsatz der Feuerwehr Farnheim bei ABSolut Steinchen 2015

Als hätte die Feuerwehr Farnheim auf der Ausstellung ABSolut Steinchen nicht schon alle Hände voll zu tun die Sicherheit zu gewährleisten, kam es überdies zu einem ziemlich schweißtreibenden Großeinsatz.

Am frühen samstäglichen Nachmittag wurde die Feuerwehr zu einem ausgedehnten Feuer auf Meisterschnorrer’s MoRaSt-Modul gerufen. Zahlreiche Augenzeugen berichteten der Leitstelle von einer großen Feuerwalze infolge brennenden Baum- und Buschwerks in der Nähe des Skate Parks am Rocky Lake. Die Feuerwehr setzte sich umgehend mit einem kompletten Löschzug in Bewegung. Bereits auf der Anfahrt war der entfernte Feuerschein zu erkennen, und so wurde der Einsatz sogleich auf die Stufe „FEU3“ erhöht. Dass bedeutete, dass neben weiteren Kräften der Berufsfeuerwehr auch die Freiwillige Wehr alarmiert wurde. Auch ein GTLF und die Hochleistungspumpe „Hytrans Fire System“ wurde zum Einsatzort bestellt.

Vor Ort brannten mehrere Bäume in voller Ausdehnung. Um dem großen Flammenschein her zu werden, wurde vorsorglich auch der Lösch- und Hilfeleistungszug in Bewegung gesetzt. Während die Freiwillige Feuerwehr mit der Löschwasserversorgung betraut wurde, kümmerten sich die Berufswehrleute um die Bekämpfung des Feuers mithilfe eines massiven Wasserwerfereinsatzes.

Die Polizei konnte noch am Einsatzort einen männlichen Verdächtigen mit nicht unwesentlichen Mengen brennbarer Substanzen festnehmen. So wie sich die Situation derweil darstellt, wurde das Feuer offenbar mutwillig gelegt. Durch die anhaltene Trockenheit brannte das umliegende Geäst schnell lichterloh und drohte sich rasch auszubreiten. Nur durch den massiven Einsatz großer Wassermengen, gefördert aus dem nahen See, konnte eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden. Der Feuerwehr gelang es anschließend schnell den Brand unter Kontrolle zu bringen. Gegen 14:10 Uhr rückten schließlich die ersten Einheiten wieder ein. Ein Brandwache, bestehend aus einem FLF (Farnheimer Löschfahrzeug) wurde sicherheitshalber eingerichtet und letzte Glutnester konnten erfolgreich abgelöscht werden.

Am Rande des Einsatz kam es zudem zu einem weiteren, einem notfalldienstlichen Rettungseinsatz für die Besatzungen von RTW und NEF. Infolge der Ablenkung durch das Feuer war einer der Jugendlichen auf dem Skate Park derart schwer gestürzt, dass er mit mehreren Knochenbrüchen ins nahegelegene Krankenhaus auf sorn’s MoRaSt-Modul eingeliefert wurde.

Einsatzdauer: 22 Minuten

Personalstärke: 19 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 01-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 02-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW 2-1 (Florian Farnhem 01-ELW-2)
Einsatzfahrzeug des Wachabteilungsleiter WAL (Florian Farnheim 01-KdoW-2)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-5 (Florian Farnheim 01-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-2 (Florian Farnheim 02-FLF-2)
Löschgruppenfahrzeug LF20-KatS-4 (Florian Farnheim 04-LF-KatS-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 24/48-SL-1 (Florian Farnheim 01-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50-SL-3 (Florian Farnheim 02-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50-SL-2 (Florian Farnheim 05-TLF-1)
WLF 4 mit AB HFS (Florian Farnheim 05-WLF-2)
Großtanklöschfahrzeug GTLF 10 (Florian Farnheim 05-GTLF-1)
Drehleiter DLK 23/12 (Florian Farnheim 01-DLK-1)
RTW 36 (Florian Farnheim 01-RTW-2)
NEF 5 (Florian Farnheim 01-NEF-3)
Lösch- und Hilfeleistungszug (Florian Farnheim 05-MoRaSt-1)

Abschließend sei 1000steine-Mitglied René alias Meisterschnorrer herzlich für die Erlaubnis zur Inszenierung und den damit verbundenen Spaß auf seinem Modul gedankt.

Werbeanzeigen

Lösch- und Hilfeleistungszug Typ Monorail (LHZ-MR)

Nach dem folgenreichen Zwischenfall auf der letztjährigen Fanwelt, bei der ein Monorail-Zugunglück die Herbeirufung der Feuerwehr Farnheim erforderlich machte, beschloss die Branddirektion in Verbindung mit der Monorail-Stadtbahn und dem Auftraggeber Zypper mit der Prüfung, Planung, Finanzierung und Entwicklung eines sog. Lösch- und Hilfeleistungszuges, kurz Rettungszug. Er sollte die Kriterien eines Großtanklöschfahrzeuges erfüllen, gleichzeitig aber auch in der Lage sein, verletzte Personen aufzunehmen und aus dem Gefahrenbereich zu befördern, sowie für den bevorzugten Innenstadtbereich, und über das Streckennetz Industrieanlagen in der städtischen Perepherie auch höher gelegene Brandherde zu erreichen. All das gestaltete eine entsprechende Realisierung nicht gerade einfach, denn dieses Großprojekt ist gleichfalls ein Novum, denn etwas vergleichbares wurde bislang noch nirgends realisiert.

Der Zug besteht aus einem Rettungs- und einem Lösch- und Hilfeleistungssegment. Im ersten werden Patienten so lange notfallmedizisch betreut, bis sie dem straßengebundenen Rettungspersonal übergeben werden können. Beide Segmente, die überdies Fahrstände in beide Fahrtrichtungen aufweisen, trennt eine Antriebseinheit. Das zweite Segment befördert 10.000 L Löschwasser und 1.000 L Schaumbildner zur Einsatzstelle. Eine eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe versorgt zudem die beiden verlenkbaren Dachwerfer, von dem einer als Löscharm ausgeführt ist. Daneben ist die Ausrüstung eines genormten Hilfeleistungslöschfahrzeuges verladen, um neben der Brandbekämpfung auch komplexere Tätigkeiten der technischen Hilfeleistung abwickeln zu können. Da das Fahrzeug elektrisch betrieben wird, kann es somit auch in stark verrauchte Tunnel einfahren. Die Kabinen stehen dazu unter leichtem Überdruck, so dass keine giftigen Schadstoffe ins Zuginnere gelangen können.

Lange hat dieses Projekt gedauert, ehe ich es nun realisieren konnte. Zahlreiche Versuche, eine entsprechend gut ausgestattete und erhaltene Bahn zu bekommen, schlugen in buchstäblich letzter Sekunde fehl. Mein Interesse wurde geweckt, nicht zuletzt, als sechs der AFOLs von Köln den MoRaSt (Monorail-Standard) ins Leben riefen. Denn die vielen Bahnbetrieblichkeiten auf einer Gemeinschaftsanlage, wie von Brixe, Idefix und Zypper in Köln zu sehen, bieten ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Die Gründung einer entsprechenden Fachgruppe, der „FG Rettungszug“ der Feuerwehr Farnheim ist auf das eingangs angesprochene Unglück zurückzuführen. Sie ist somit die dreizehnte Fachgruppe ihrer Art. Basis für den Bau bildet die Monorailbahn aus dem Set (#6399), das ich in Kürze ebenso hier vorstellen werde. Komplett entkernt machte ich mich an einen kompletten Neubau. Lediglich ein Passagierabteil beließ ich es weitestgehend. Der Rest ist sicher den zahlreichen Bildern zu entnehmen.