SZ-SM (Sattelzug Schaummittel)

Im Jahr 1966 beschaffte die Branddirektion eine Zugmaschine sowie einen Tank-Auflieger, der 5.000 L Proteinschaummittel für die Erzeugung von Schwerschaum, fasste. Dem Auflieger folgten noch zwei weitere: Einer beladen mit Schnellkupplungsrohren und ein anderer mit zwei separaten Tanks für die Aufnahme von insgesamt 4.500 Litern Flüssigkeiten der Gefahrenklasse A III (Diesel und Heizöl). Zum einem ließ sich damit bei längerfristigen Einsätzen der Betrieb an Einsatzstellen sicherstellen, zum anderen konnten im Rahmen der Alarmierungen des Ölalarmzuges brennbare Flüssigkeiten aufgenommen werden.

Während die letztgenannten beiden Auflieger längst nicht mehr existieren, hat man den Schaumtank-Auflieger für die Nachwelt erhalten. Sein Haupteinsatzzweck bestand einst darin, bei großen Mineralölbränden die Einsatzkräfte vor Ort mit ausreichenden Mengen an Schaummitteln zu versorgen. Mit einer verlasteten 200-Liter-Pumpe, angetrieben von einem Industriemotor mit nachgeschaltetem Zumischer konnte Schaummittel direkt erzeugt oder zu anderen Einheiten gefördert werden.

Dieses System wurde allerdings mit Einführung des Wechselladerprogramms und den einhergehenden Abrollbehältern mit großen Mengen Schaummitteln überflüssig und 1979 schließlich außer Dienst genommen. Heute ist das Fahrzeug aufgrund seiner einzigartigen Erscheinung eines der Highlights des kommenden Feuerwehrmuseums.

Die Zugmaschine, ein Eckhauber der Humboldt Automobilfabrik, trieb ein 6-Zylinder-Dieselmotor an, der 125 PS leistete. Sie bildete mit dem Schaumtank-Anhänger einen Sattelzug und war auf der Feuerwache 2 im Nordosten der Stadt stationiert. Das Gespann war aufgrund seines Gewichts und der nicht gerade üppig motorisierten Zugmaschine nicht das Schnellste. Wenn das Fahrzeug bei Großbränden nachalarmiert zur Einsatzstelle aufbrach, begaben sich die Feuerwehrbediensteten auf die selbsternannte „Schleichfahrt bis zum Morgengrauen“.

Die Zugmaschine ist eine Humboldt Saturon DS.125 FA

Dieses Modell stand vor seiner Fertigstellung einige Wochen unter „Beobachtung“, denn es sollte zunächst daraus ein GTLF 12.000 entstehen. Der Auflieger war auch bereits weit fortgeschritten, jedoch war ich mir die ganze Zeit nicht sicher, ob die Wahl auf einen solchen Fahrzeugtyp für meine städtische Feuerwehr in den 1960er Jahren auch wirklich passend wäre. Erst ein Blick in das MIBA-Buch über die Frankfurter Feuerwehr „Brandschutz in einer Metropole – Band 2“ lieferte den für mich entscheidenden Hinweis. Dort war ein ähnliches Gespann abgebildet, jedoch wählte ich für die Form des Tanks eine recht flache, fast ovale Formgebung – eine für damalige Verhältnisse weithin geläufige Bauform. Um diese Optik zu erreichen, habe ich die Unterseite gegen die Oberseite gekontert und auf dem Kopf gebaut. Durch die Befestigung der Oberseite mit dem Fahrgestell wird zudem die nur aufgelegte Unterseite in ihrer Position fixiert.

Die Zugmaschine nimmt das Design des Rüstkranwagens oder besser der Drehleiter (wegen der kürzeren Haube) wieder auf, um sie der Epoche entsprechend aussehen zu lassen; auch, um bereits damals einen verhältnismäßig einheitlichen Fahrzeugpark zu erreichen. Selbstredend sorgen einige Details, wie ein Aufstieg am vorderen Tankende, Tankzu- und abgänge am Auflieger, seitliche Schnellangriffe, Gerätekästen und ein Bremskeil für das nötige Finish. Auch weist das Gespann das sog. Frankfurter Farbschema auf.

FwA-LiMa (Lichtmastanhänger)

Für die wirkungsvolle Ausleuchtung von Einsatzstellen, vornehmlich in der Dunkelheit, verfügt die Fachgruppe Beleuchtung u. a. über diesen Lichtmastanhänger älteren Baujahres. Der 1971 in Dienst gestellte und im Jahr 1999 von Grund auf sanierte Anhänger verfügt über einen auf 8 Meter ausfahrbaren Mast mit einer Plattform (die heute nicht mehr üblich ist), mithilfe dessen das Personal in der Höhe die 6 x 1.500 Watt starken Halogenscheinwerfer wunschgemäß ausrichten kann. Gleichzeitig versorgt ein mitgeführter, schallisolierter 10 kVA-Dieselgenerator die Lichtanlage mit dem notwendigen Strom. Allerdings sind seine Tage gezählt, denn er zählt lediglich noch als technische Reserve. Nicht, dass Licht nicht mehr benötigt würde, allerdings führen heutzutage sämtliche Lösch- und Tanklöschfahrzeuge bereits Lichtmasten für eine hinreichende Ausleuchtung der Einsatzstelle mit.

Ich erinnerte mich an einen Lichtmastanhänger der Berufsfeuerwehr Frankfurt von dem die Branddirektion 1965 und 66 zwei Stück beschaffte. U.a. diese verfügten über die erwähnte Kanzel. Damals wurde eben vieles noch von Hand erledigt; auch das Ausrichten der Strahler. Dies nahm ich mir zum Vorbild, um meine Version umzusetzen. Dabei lag das Augenmerk auf der Gestaltung der Kanzel samt Leuchtstrahler sowie Fähigkeit des „Ausfahrens“ und platzsparenden Unterbringens des Mechanismus mittels Pantographen. Eine passende Abstützung an allen vier Ecken und so etwas wie ein Generator machen kleine Modell komplett.

FwA-Transport (Feuerwehr-Anhänger)

Die Logistik bei der Feuerwehr ist ein weitreichender Aufgabenbereich. Neben der Einsatzgruppenversorgung mit Personal, Material und ggf. Verpflegung (bei länger andauernde Einsätzen) müssen hin und wieder, wenn auch äußerst selten, nicht mehr fahrbereite Fahrzeuge in die Werkstatt verbracht werden – meist aufgrund technischer Defekte oder einer Verunfallung.

Hierzu hilft ein spezieller LKW-Anhänger beim Abtransport, der Lasten bis zu 19 Tonnen Gesamtmasse aufnehmen kann – somit also die allermeisten, gängigen Fahrzeuge im Fuhrpark. Als Zugfahrzeug eignet entweder ein kleineres MFZ oder ein Großfahrzeug. Der Anhänger verfügt über eine hydraulische Auffahrrampe und eine Seilzugeinrichtung.

Nachdem ich von dem verunfallten eLHF der Berliner Feuerwehr erfuhr, überlegte ich mir, wie die Farnheimer den Abtransport liegengebliebener Feuerwehrfahrzeuge abhandeln würden. Also baute ich mir einen eigenen Anhänger, der natürlich 5 Noppen breit und hinreichend lang sein müsste, um auch Großfahrzeuge in der oben beschriebenen Gewichtsklasse aufladen zu können. Nach einer schnellen Bilderrecherche im Netz war klar, wie so ein Lademeister auszusehen hat: flach, lang genug und mit zwei Anfahrrampen ausgestattet. So weit so klar. Allerdings zeigte mir die Machbarkeit in 5w schnell Grenzen auf, sodass ich auf weitere Befestigungspunkte der grauen Fliesen mittels Jumpern (oder kurz AZMEPs) verzichten musste. Auch dadurch, dass ich noch einige sinnstiftende Details, wie Unterfahrschutz, Seitenmarkierungsleuchten und einen Spritzschutz um das Reifenpaar installieren wollte, machte das ganze mehr fragiler als es die Fotos verraten. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, und als Standmodell hat er in jedem Fall seine Eignung. Und darauf lege ich ja seit langem eher meinen Fokus.

Ach ja, was hat es mit dem Gespann und dem Utgaster TLF 8/16 auf sich? Die Farnheimer leisteten logistische Schützenhilfe, als sich das alte Schätzchen eines Tages nicht mehr bewegen ließ. Eine erste Inspektion ortansässiger Mechaniker deutete auf ein mechanisches Problem hin, das sich vor Ort aber nicht beheben ließ. Nach einem Telefonat erklärte sich die Farnheimer Feuerwehr bereit, im Rahmen der nachbarschaftlichen Hilfe, das Fahrzeug in die eigenen Zentralwerkstätten zu schleppen und den gebeutelten Helfer:innen für den Zeitraum der Reparatur ihr neues TLF-W samt Personal zu überlassen.

Wer sich bei den nachfolgenden Bildern fragen sollte, was die Gitterfliesen unterhalb des Ladebodens bezwecken sollen, ist die Antwort einfach: der angesprochene Unterfahrschutz. Noch eine abschließende Randnotiz: Die diagonal gestreiften Warnlätzchen am Heck der Rampenrückseite stammen wahrhaftig nicht vom dänischen Erstausrüster, sondern sind sog. Aftermarket-Material – fällt aber gar nicht auf.

MZF (Mehrzweckfahrzeug)

Für den Fall der Fälle stehen bei der Feuerwehr verschiedenste Mehrzweckfahrzeuge (mit Ladehilfe) im Dienst und diese sind, wie der Name es bereits richtigerweise suggeriert, keinem festen Einsatzzweck zugeordnet. Vielmehr werden sie zu verschiedensten Diensten herangezogen, bspw. dem Materialtransport. Vor allem aber dienen sie der Feuerwehr als leistungsstarke Zugfahrzeuge. Denn die leistungsstärksten unter ihnen sind die New World T-850 Greyhound. In ihnen leistet ein 4,2 Liter großer V6-Turbodiesel 340 PS bei 580 Nm Drehmoment. Damit lassen sich schon einige schwerere Massen fortbewegen.

Der neueste Zugang, dieser jene welche, verfügt zudem über einen Mild-Hybrid-Antrieb, d. h., die zusätzliche Elektrifizierung dient nicht dem rein elektrischen Fahrbetrieb, sondern unterstützt mit einem zusätzlichen Boost (+ 180 Nm) den Anrollvorgang bei der ersten Radumdrehung. Gerade beim Ziehen schwerer Lasten hat sich dieses Ausstattungsmerkmal als äußert hilfreich erwiesen.

Da auch die Freiwillige Feuerwehr bekanntermaßen mit einigen Spezialaufgaben betraut ist, vertraut auch sie auf diese robusten und zuverlässigen Zugpferde. Sie ziehen dann vornehmlich Anhänger für die Logistik oder Wasserrettung.

Dieser Fahrzeugtyp mausert sich, neben der mittlerweile stattlichen Flotte an Kleintransportern, zu einem weiteren sehr wandlungsfähigen Fahrzeugtyp. Derzeit existieren vier Fahrzeuge, allesamt mit anderen Auf- und Anbauten sowie Einsatzzwecken. Ob als Vorausrüstwagen, als MFZ mit Doppelkabine oder in diesem Fall mit langer Ladefläche oder als Rapid Intervention Vehicle (Vorauslöschfahrzeug) bei der Flughafenfeuerwehr.

WLF (Wechselladerfahrzeug)

Als die Branddirektion 1975 das neue Wechsellader-Fahrzeugkonzept der Öffentlichkeit präsentierte, konnte man noch nicht absehen, wie sich das hochflexible System bis zum heutigen Tage entwickeln würde. Mit beinahe einem halben Jahrhundert Abstand kann man das nun in nur einem Wort zusammenfassen: umfangreich. Denn 54 Abrollbehälter stehen heutzutage für die Bewältigung unterschiedlichster Aufgaben bei der Feuerwehr Farnheim bereit, die auf insgesamt 13 Trägerfahrzeuge der BF und FF verlastet werden können.

Im Pool der Museumsfahrzeuge befindet sich seit diesem Spätsommer auch ein WLF der ersten Generation. In diesem Fall war der 13-Tonner von 1975 bis 1999 im Dienst, ehe er an einen ortsansässigen Fuhrunternehmer verkauft wurde. Das Fahrzeug war dort noch bis knapp 2010 im Dienst, ehe ein privater Sammler das Fahrzeug erstand. Mittlerweile deutete von außen nichts mehr auf den ursprünglichen Einsatzzweck hin, denn der Wechsellader hatte zwischendurch eine neue Lackierung in himmelblau erhalten.

Als der Sammler zwischenzeitig verstarb, wurde Anfang 2019 die Oldtimer-Sammlung aufgelöst. Die historische Abteilung der Feuerwehr kaufte das Fahrzeug aus dem Nachlass des Sammlers zurück, und die erste technische Abnahme an neuer alter Wirkungsstätte bescheinigte dem alten robusten WLF einen durchaus patinösen aber respektablen Zustand – mitgenommen zwar, aber technisch stand er technisch recht gut da. Da das Fahrzeug insbesondere in den letzten 10 Jahren kaum Witterungseinflüssen ausgesetzt wurde, hielt sich die Rostbildung an Kabine und Rahmen schließlich auch in überschaubaren Grenzen. Dennoch waren viele hundert Stunden Arbeit nötig, um das Fahrzeug wieder in den Auslieferungszustand von 1975 zurückzuversetzen.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen MAS KH 1419F der Maschinenfabrik Augustastadt. Der Nomenklatur folgend leitete 6-Zylinder-Diesel rund 190 PS bei 14 to. zGM. Das KH-Kürzel stand für Kurzhauber und das F für Feuerwehraufführung. Das Abrollsystem installierte die Fa. Hakotech. Sein damaliger Fahrzeugzwilling überfüllte übrigens die gleichen technischen Rahmenbedingungen.

Mit dem AB-Tank konnte auch ein Abrollbehälter aus der ersten Beschaffungsserie restauriert werden. Tatsächlich war das WLF während der aktiven Dienstzeit mit genau diesem AB „verheiratet“, d.h. ständig beladen. Hierbei war dessen Beschaffung nicht ansatzweise so zeitaufwendig, denn der Container war nach Herausnahme aus dem täglichen Einsatzdienst im Jahr 2001 nach kurzer Revisionspause bis vor wenigen Jahren praktische Ausbildungsgerätschaft für Gefahrguteinsätze an derhauseigenen Feuerwehrschule.

Die Mulde befindet sich noch heute im aktiven Einsatzdienst – bald 50 Jahre nach Indienststellung. Sie wurde mit den Jahrzehnten mehrere Male teils mit größerem Aufwand grundsaniert, da sie die meiste Zeit, sommers wie winters, der Witterung ausgesetzt war. Da außer Stahlblech an ihr nichts kaputtgehen kann, wird sie wohl noch einige Jahre weiterhin zuverlässig ihren Dienst verrichten, vor allem auch, weil sie seit 2013 endlich einen festen Unterstellplatz hat.

Vor einigen Jahren hatte ich bereits mal einen Kurzhauber gebaut, wie man ihn als Mercedes-Benz kennt. Noch im traditionellen 4wide. Fragmente, wie die Motorhhaubengestaltung, blieben nach dem Zerlegen übrig und erst einmal liegen. Erst kürzlich nahm ich das Projekt noch einmal in die Hände und fing um die Haube herum komplett neu an. Da nun ein WLF aus den Versatzstücken entstehen sollte, empfahlt sich die 4er Breite nur noch in Teilen, da auch die aktuellen Abrollbehälter auf den künftigten Oldtimer und das Fahrzeug selbst künftig zu den aktuellen Geschwistern passen mussten. Zwar hatte ich der Vergangenheit bereits einige 5w-WLFs zusammengebaut, jedoch war auch diese Enstehungsphase wieder eine, die gekennzeichnet war vom Ausprobieren und abermaligen Umbauen. Das Tüfteln begann bereits mit der Entstehung der Kabine. Gesnottetes, also auf der Seite liegende Steine, hat nun mal keine typische Steinehöhe. Somit musste ich mir etwas einfallen lassen, um den vorderen Teil rund um die Motorenverkleidung mit dem Kabinenabteil zu verbinden, ohne größere Lücken klaffen zu lassen. Wenn man genau hinsieht, gibt es nur noch zwei kleine Spalte: einen horizontalen vor den Türen unterhalt der Scheibe und einen in unmittelbarer Nähe oberhalb des Kotflügels. Ich denke, das kann man so lassen und ist durchaus akzeptabel.

AB-Trinkwasser-Notversorgung

Gemeinsam mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, kurz BBK, und der Feuerwehr Mülheim entstand ein Abrollbehälter-System zur Trinkwasser-Notversorgung, wenn aus verschiedensten Gründen der örtliche Versorger die Belieferung mit Trinkwasser nicht mehr sicherstellen kann. Gerade nach dem gewaltigen Hochwasser im Juli 2021 hat sich im Ahrtal und in Regionen darüber hinaus gezeigt, dass mithilfe dieses leistungsfähigen Systems schnell einen Teil der benötigten unmittelbaren Hilfe geleistet werden kann.

Tatsächlich hat die Feuerwehr Mülheim dieses System mit dem BBK entwickelt. Dies besteht aus zwei Abrollbehältern mit einem je 15.000 L fassenden Trinkwasser-Tank sowie einem ergänzenden Technik-Container, auf dem erweiterndes Material zum Betrieb von zentralen oder mehrerer dezentralen Ausgabestellen verlastet ist. Dies umfasst u.a. Desinfektionsanlagen, Filter oder auch eine Wasserdruckerhöhungsanlage. Ich werde das System in einem einem separaten Artikel demnächst genauer in Wort und Bild vorstellen. Die Besonderheit ist u.a. seine Einzigartigkeit. Das System ist bei der Feuerwehr Mülheim stationiert und kann bundesweit angefordert werden und wird von Mülheimer Feuerwehrangehörigen vor Ort betrieben. Es war tatsächlich u.a. in Euskirchen und im Ahrtal vergangenen Juli für jeweils mehrere Tage im Einsatz.

Mein Nachbau zeigt den Abrollbehälter mit dem 15.000 L fassenden Trinkwasser-Tank. Ich habe für die Darstellungsform auf die Verplanung des Originals an den drei Seiten verzichtet, um den Blick auf die wenigen Details gleich freizugeben. Er bietet zunächst keinen wesentlichen Highlights, und sein Einsatzzweck erschließt sich nicht gerade auf den ersten Blick. Ich habe daher noch eine Trinkwasser-Zapfanlage gebaut und möchte mit samt dem noch folgenden Technik-Container eine entsprechende Zapfstelle exemplarisch aufbauen, um das System somit später bebildernd erläutern zu können.

AB-LöschG (Löschgeräte)

Wenn es brennzlig wird, kann die Feuerwehr auf diesen speziellen Abrollbehälter zurückgreifen, der die herkömmlichen Löschmaßnahmen nochmals erweitert. An Bord befindliche wasserführende Armaturen, Schaum- und Strahlrohre sowie ein portables Wenderohr unterstützen somit die eingesetzten Kräfte in der Brandbekämpfung.

Das Vorbild war bis vor Kurzem in Berlin beheimatet und ebenso wie in Farnheim in die Fachgruppe Schaum eingegliedert. Hierauf werden keinerlei Löschmittel mitgeführt, da die Feuerwehr Farnheim dies in hinreichender Menge auf Fahrzeugen für den Abwehrenden Brandschutz bzw. auf gesonderten Abrollbehältern mitführt bzw. vorhält.

Es war an der Zeit nun auch diesen Karton auf 5w umzubauen. Grundsätzlich blieb das Geräteraumlayout mit dem großen, gestürzten Gerätefach erhalten. Dazu gesellte sich neu ein hochkant montiertes Cupboard für mehr Stauraum. Somit habe ich auf engsten 5w, weil nur 10 Noppen lang, die wohl maximale SNOT-Möglichkeit erreicht. Neben der Hülle ist auch der Inhalt überarbeitet, den nun ein tragbares Wenderohr sowie zwei üppige Schaumrohre und Kübelspritzen umfassen. Beim Nachbearbeiten der Fotos fiel mir auf, dass ich eines mit ausgebreitetem Interieur vergaß anzufertigen. Das hole ich nach.

AB-Pulver

Vor der Ausmusterung des alten AB-Pulver befasste sich die Abteilung Technik bereits mit der Ersatzbeschaffung. Somit steht seitdem ein leistungsstarker Abrollbehälter zu Verfügung, der mit 3.000 kg Pulver der Kategorie ABC doppelt so viel Löschmittel zur Verfügung stellt. Zwei Schnellangriffsvorrichtung am Heck mit 50 Meter formstabilem Schlauch lassen eine stufenlose Abgabe des Löschpulvers zu 50 kg/sek zu. Zudem sind zwei 12 kg D-Pulverlöscher und Hitzeschutzanzüge an Bord. Die Feuerwehr beschaffte zwei Stück, die auf der Feuerwache 2 (F12) im Nordosten der Stadt, in Eppendorfer Groden und auf der „Flughafen“-Wache 5 (F15) in Lohstedt, im Süden Farnheims für den Ernstfall vorgehalten werden.

Der alte Container war, abgesehen von der schmaleren Baubreite, optisch nicht mehr zeitgemäß. Die jetzige Version soll noch als Doppelpack angelegt werden, damit es zur Wechselladerhistorie passt. Er lehnt sich optisch im Großen und Ganzen an den AB-Pulver an, den ich vor einigen Jahren für die WF Jade Öl zusammenklötzelte. Bensondere Kniffe, über die sich sprechen ließe, fielen beim Bau nicht an. Insofern sollte alle Wichtige in den Bebilderungen zu erkennen sein.

Am Rande sei noch angemerkt, dass die A, B und C-Kategorisierung des Pulvers die Eignung zum Löschen von üblichen Brandereignissen (Flüssigkeiten, Holz, Kunststoffe, etc.) bedeutet. Für die Chemiker unter Euch Leser*innen besteht das Löschpulver hierfür aus fein zermahlenem Ammoniumsulfat und Ammoniumphosphat und erzielt bei den o.g. Bränden eine hohe Löschwirkung. Pulver der Kategorie D eignet sich ausschließlich für Metallbrände und besteht aus Alkalichloriden, wie herkömmliches Speisesalz und „verpackt“ sich durch die Hitze mit der Oberfläche. Die Brandklasse E eignet sich lediglich für Speisefettbrände. Somit ist davon abzuraten, speziell klassifizierte Pulverlöscher bei andersartigen Brandereignissen einzusetzen, da sich schlimmstenfalls das Löschpulver zersetzen kann und überhaupt die Löschwirkung nicht den angedachten Erfolg verspricht.

AB-Tank

Der drittälteste im Pool der Abrollrollbehälter, im Weiteren taktisch kurz AB genannt, ist der Tank. Ihn beschaffte die Berufsfeuerwehr im Jahr 1976, den die Fa. Kolbler in Renshagen auf Geheiß fertigte. Mit dem Tank aus Edelstahl lassen sich nahezu alle flüssigen Gefahrstoffe aufnehmen. Er hat ein Fassungsvermögen von 5.000 L unterteilt in zwei Kammern zu 1.500 und 3.500 L. Seine wasserführenden Armaturen, Ventile und Dichtungen sind säure- und laugenfest sowie seewasserbeständig. Neben Gefahrgutaufgaben wird er bei Großbränden auch im Pendelbetrieb zur Bereitstellung größerer Mengen Löschwasser herangezogen.

Neue Modellvariante, neue Geschichte. Ich bin augenblicklich dabei die Historie des Wechselladerprogramms der Feuerwehr Farnheim neu zu schreiben. Dabei stehen u.a. einige Container zur Revision an. Den Anfang macht der AB-Tank. Er ist eine auf 5-Noppen-Breite umgebaute und abgeänderte Version seines Vorgängers aus 2016. Wenn man es so möchte, ist sein direktes Vorbild durchaus der AB-Tank der Feuerwehr Mülheim an der Ruhr, auf dem er locker basiert. Er bekam in der Überarbeitung einen üppigeren Pumpenstand am Heck und ein Überlauf im vorderen Bereich. Somit ist er für die kommenden Jahre modifiziert und Ausstellungen tageslichtauglich gemacht.

Es gab etwas zu feiern

… und noch nachzutragen. Der Ordnung halber. Und auch, weil ich mich noch immer riesig darüber freue. Doch zum Sachverhalt. Völlig unerwartet erlebte ich im vergangenen September auf dem Berliner SteineWahn! eine tolle Überraschung. Der Verein der Berliner Steinkultur e.V. als Veranstalter eben jener Ausstellung überreichte mir am AFOL-Abend (ein gemeinschaftlicher Abend aller Ausstellenden mit etwas Spiel, Spaß und Spannung) einen Sonderpreis für eine 10-malige Ausstellerzugehörigkeit in Folge. Da ich dereinst der Premiere nicht beiwohnte, und der SteineWahn! dieses Jahr zum 11. Male stattfand (für die Rechnenden, auch während der Corona-Zeit 2020 und 2021), überreichte mir der Verein ein extra in den Farben der Feuerwehr Farnheim gebautes Feuerwehrmodell mit einer exklusiv bedruckten Fahne des sog. 10. SteineFARN!, einen für die Veranstaltung typischen Pokal im Miniaturformat und eine von Gino alias YGREK handgeschriebene Urkunde.

Thekla und Stephan als Initiierende, Elli, Lars und Gino als ausführende Produzenten und allen anderen Mitwissenden und -machenden sei nochmal auf Allerherzlichste gedankt. Eine Weltidee, würde Dittsche attestieren. Und icke? Ick freu mir wie Bolle!

Bis zum nächsten SteineWAHN – zum elftzwölften!

Übrigens, eine zehnmalige konsekutive Teilnahme hat außer mir noch keiner geschafft. 🙂

Ich wollz mal gesagt haben.