London Toy Fair 2015

Vor der jährlich stattfindenden Spielwarenmesse in Nürnberg Ende Januar öffnet kurz vorher traditionell die Toy Fair in London ihre Pforten. Erwartungsgemäß gibt es hier einen (noch strenggeheimen) allerersten Blick auf einige der kommenden Neuheiten, insbesondere auf die ab Sommer diesen Jahres.

Für die Städtebauer dürfte sicher das angekündigte Set #60097 sehr interessant sein. Dieser „Markplatz“ scheint offenbar ein sehr großes, umfangreiches aber gleichzeitig sehr hochpreisig Set zu werden. Denn der Preis ist mit etwa 180 Euro avisiert. Laut Beschreibung der Messebesucher scheinen zum Umfang folgende Dinge zu gehören:

  • 14 (!) Minifigs (u. a. mit grünem Futuron- und Ritter-Outfit)
  • Straßenbahn (orange-schwarzes Farbschema)
  • Kiosk/Stehcafé
  • LEGO Store (inkl. PAB-Wand)
  • Abschleppwagen
  • Lieferwagen
  • Autowerkstatt
  • Hot-Dog-Stand
  • Polizeiwache

Kein Wort, geschweige den Bild über das mysteriöse Set #60098 „Metro MDP“.

Dafür wurde die Scooby-Doo-Lizenzserie mit folgenden Sets bestätigt:

  • #75900 – Mummy Museum Mystery – ca. 15 Euro
  • #75901 – Mystery Plane Adventures (75901) – ca. 26 Euro
  • #75902 – The Mystery Machine –– ca. 39 Euro (es passt leider nicht die komplette Gruppe in den Van)
  • #75903 – Haunted Lighthouse – ca. 52 Euro
  • #75904 – Mystery Mansion – ca. 130 Euro

Wie bei es bei TLC üblich ist, müssen alle Sets erworben werden, um die Gang zu komplettieren.

Parallel zum Kinostart des neuen Jurassic Park Abenteuers erscheinen von TLC folgende Sets:

  • #75915 – Pteranodon Capture
  • #75916 – Dilophosaurus Ambush – ca. 39 Euro
  • #75917 – Raptor Rampage – ca. 65 Euro (mit Chris Pratt’s Charakter-Alter-Ego)
  • #75918 – T-Rex Tracker (75918) – ca. 79 Euro
  • #75919 – Ultra Dino Breakout – ca. 130 Euro
  • #75920 – Raptor Escape – ca. 52 Euro

Quelle: Brickset, Brickfanatics

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Neuheitenrecyling, oder „Never touch a running system“

Gerade ist ja wieder die Zeit der Spielwaremessen. Aktuell präsentieren sich die Hersteller mit ihren Produktneuheiten in Nürnberg. So auch das dänische Traditionsunternehmen mit den genoppten Bausteinen. Man präsentiert sich in der fränkischen Metropole mit den kommenden Sommerneuheiten sämtlicher Themenbereiche.

Und somit erwarten uns im Laufe der Zeit wieder, wie jedes halbe Jahr, mitunter tolle Setneuigkeiten. Gleichzeitig begrüßt uns dabei aber auch das sog. Murmeltier. Sicher, sämtliche Neulinge sind durchdesignt, glänzen mit tollen neuen Bauteilen und Farben und überzeugen mit hohem Spielwert. Allerdings haben sie besonders für die ältere Käuferschar den, ich will mal sagen Beigeschmack, dass L. bekannte Sets in im wieder regelmäßigen Abständen als Remake neu veröffentlicht. Eine solche Strategie mag bei einigen Dauerbrenner-Bausätzen durchaus Sinn machen, aber wie schön wäre es doch mal die Palette um ein paar frische Modelle zu erweitern. Eine Stadt (als Beispiel, bei das Set-Recycling sicher in einem hohen Maße auffällt) besteht nun mal nicht nur aus Feuerwachen und Polizeistationen. Überspitzt gesagt.

Versetzt man sich allerdings mal in Lage des Unternehmens, kann man sicher argumentieren, dass L. vornehmlich ein Kinderspielzeug ist, und die avisierte Zielgruppe aus jungen Menschen im zarten Alter von 6-12 Jahren besteht. Zur Kundenbindung sei randnotizlich erwähnt, dass sie im voranschreitenden Alter in „erwachsenere“ Themenbereiche, wie Technic oder Creator wechseln können. Das hieße ganz nüchtern, dass sie in diesem Zeitraum eh nicht so viele Neuauflagen mitbekämen. Und außerdem bieten typische Blaulicht-Heldenberufe auch viel mehr Action als ein Marktstand samt Blumenverkäufer.

Aber genau diese querdenkerische, blumenverkäuferische Herangehensweise würde sicherlich auch die jenigen Käufer zu schätzen wissen, die länger als die prognostizierten sechs Jahre dem oben genannten Bau-Genre treu bleiben. Mut zur Lücke muss nicht immer heißen in neue Themennischen vorzustoßen, auch kleiner gedacht ist in den etablierten Themenwelten durchaus Luft für andersartiges. Warum also nicht mal…:

• ein Taxistand mit Droschke, Fahrer und Fahrgst
• ein Handwerkerlieferwagen samt Monteur
• ein gescheites Stadtausgestaltungszubehör (mit mehreren Laternen, neuen Verkehrszeichen, etc.)
• verschiedentliche Geschäftshäuser (à la City Corner)
• ein Kinderspielplatz
• ein Supermarkt
• ein Betonwerk (um mal Crans geäußerten Wunsch aufzugreifen)

Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Dass es geht, bewies das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten immer mal wieder. Z. B. mit dem 1988er Parkhaus, der 1990er Monorail-Bahn (inkl. der Space-Derivate), dem 2010er VIP-Shuttleservice, oder auch dem 2010er Recyclinghof.

Bedenke, was für das Städtthema gilt, gilt natürlich gleichermaßen für alle anderen Brot-und-Butter-Themenbereiche. So, nu aber Schulz gezz mit meinem Geseier. Und genug der Ideenvorschläge, denn wenn es das doch irgendwann einmal alles gäbe, hätten wir ja schließlich nichts mehr zu bauen. 😉

Nun ja, jedem sein Stein.