Neue Vertriebsstruktur bei TLC

Der dänische Spielzeughersteller hat in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung bekanntgegeben, dass das Unternehmen seine Vertriebswegestruktur grundlegend überarbeiten will, in dem es ab 2016 sein Sortiment nur noch exklusiv über die eigenen Vertriebskanäle vertreibt.

Grund seien unwirtschaftlichen Vertriebsstrukturen, zu lange Transportwege mit damit einhergehenden hohen Personal- und Verwaltungskosten. Die bestehenden, unlukrativen Verträge mit externen Handelspartnern werden nicht mehr verlängert, hieß es aus Billund.

Die Befürchtung, dass dann viele Kunden keine Produkte mehr des dänischen Spielzeugherstellers beziehen könnten, habe das Unternehmen nicht, da es die Bezugsmöglichkeiten über die eigenen Brandstores und sein Internetportal Shop@Home zudem erweitern will. Des weiteren seien in den kommenden Jahren neue Geschäftseröffnungen in mehreren deutschen Städten geplant.

Abschied von der City-Sparte

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Welche? Diese: Die so beliebte „City“-Sparte, und bislang eigentlich immer absatzstärkste Themenwelt fällt aus dem Sortiment des dänischen Steinebauers. Bereits 2013 soll es schon soweit sein. Das Neuheitenpaket im Sommer sollen die letzten Bausätze auf unabsehbare Zeit werden. Grund für die ersatzlose Steichung des Städtethemas sei die Neuausrichtung des Unternhemens auf neue, mehr Spannung versprechende Spielthemen, wie „Lord of the Rings“, „Ninjago“ oder die „Hero Factory“. „Das Thema hat sich mittlerweile einfach überholt. Zudem wurde mit der Friends-Serie ein Parallelthema etabliert“, so eine Konzernsprecherin.

Wenn man sich die endlosen Neuauflagen der letzten Jahrzehnte ansieht, kommt einem fast unweigerlich der Gedanke, den Entwicklern wären die Ideen ausgegangen. Scheinbar ist es wohl so…

Die Konzernentscheidungen sind aber noch weitreichender: Überdies werden das Zug-Segment und die modulare Häuserserie eingestellt. Die Sparte der Häuser übernimmt lünftig mehr die Architecture- und die Creator-Serie.