GW-W (Gerätewagen-Wasserrettung)

Die Berufsfeuerwehr in Farnheim stellt bekanntermaßen zwei Wasserrettungszüge. Jedoch sind diese nicht identisch. Während für den Hafenbereich und die nördliche Jade der Wasserrettungszug (WRZ) 1, hauptsächlich bestehend aus Boots- und Taucherwagen, zuständig ist, übernimmt die Risikoabdeckung der südlichen und innerstädtischen Wasserwege als Teil des WRZ 2 ein Gerätewagen-Wasserrettung samt auf einem Anhänger verladenem Mehrzweck-Rettungsboot. Besetzt mit 1+2 Mann Besatzung, die in besonderen Fällen auf 1+4 Mann für einen Einsatztauchtrupp aufgestockt werden kann.

Das Anforderungsprofil für diese Neubeschaffung sah vor, aus Kostengründen ein standardisiertes LF 10/6 Allrad als standardisierte Basiskonfiguration zu wählen, der man als Besonderheit im hinteren Aufbauteil eine klimatisierte/beheizbare Kabine anstelle der sonst üblichen Geräteräume und der Kreiselpumpe installierte, in der sich die Taucher umkleiden können. Ferner sind in den Gerätefächern Eisschlitten, Spineboard, Gurtretter, tragbare Seilwinden, Erste-Hilfe-Geräte, Überlebensanzüge, Wathosen, Rettungswesten, Sicherungsgeräte für Taucher und Bergeausrüstung verlastet. Zum besseren Rangieren des Anhängers findet man auch an der Fahrzeugfront eine Anhängerkupplung. Selbstverständlich verfügt der GW-W über Allradantrieb, wobei das Fahrgestell dank Portalachsen höher liegt und mit Singlebereifung ausgestattet ist.

Als Ersatz für das in die Jahre gekommende Vorgängermodell konnte ich einen von mir länger gehegten Wunsch realisieren. Als Ideengeber fungierte der GW-W der Berufsfeuerwehr Düsseldorf. Gleichsam, wie fast alle letzten Indienststellungen Farnheimer Großfahrzeuge, erhielt mein GW-W das bekannte und mehrheitlich verwendete facegeliftete Fahrzeugfront-Design.

Das Boot entspricht einem in der Wirklichkeit häufig anzutreffenden typischen Mehrzweckboot mit Aluminiumrumpf. Zur besseren Be- und Entladung verfügt es daher am Bug über eine funktionale Bordwand. Zahlreiche Details geben dem Modell darüber hinaus den letzten Schliff.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x12er + 1x2er Platte)

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# 6353 – Coastal Cutter (1991)

Im Zulauf einer Sammlungsauflösung befanden sich u. a. auch einige Schiffsmodelle. Für mich bedeutete dies sammlungstechnisches Neuland. Da ich aber schon länger auf einge maritime Sets ein Auge geworfen habe, erfreut es mich umso mehr, das ein oder andere Schiffchen nun mein Eigen nennen zu dürfen.

Das erste Set, welches sich nun in „restaurierter“ Optik präsentieren darf, ist der sog. „Coastal Cutter“, oder gemeinhin Seenotrettungskreuzer genannt. Das folgende Set erschien 1991 (überhaupt ein sehr schifflastiges Jahr) und kam im passenden Farbschema der hierzulande leider nur sehr schwerlich erhältlichen „Coastal Rescue Base“ (# 6387) von 1989 daher und ergänzt diese thematisch sehr gut.

Der im Seitenprofil äußerst schnittig gezeichnete Kreuzer wirkt, dank der aerodynamischen Form, im Stand schon sehr flink. Highlight ist sicher die Möglichkeit des auf- und abzuladenden Beibootes, welches mittels Kranhaken und Seiltrommel, wie ein Jahr später beim „Recycle Truck“ (# 6668) angewandt, neuartig realisiert wurde.

Die maritime, ja beinahe patriotisch anmutende Farbkombi bestehend aus „Red, White and Blue“ ist ein weiteres, neben den bekannten Schemata, wie Polizei (schwarz/weiß) oder auch Kommunal (gelb/rot/gelb). Leider hatte TLC hierbei kein allzu großes Durchhaltevermögen. Zwar erschienen bis etwa Mitte der 1990er Jahre fünf verschiedene Sets zum Thema, jedoch erschienen erst wieder 1998 ähnlich geartete Bausätze. Von da an allerdings in einem ganz anderen Farbschema (gelb/schwarz). Übrigens, heutige Küstenschutz-Fahrzeuge sind farblich wiederum gänzlich anders gestaltet: orange/weiß/blau.

Zahlreiche Antennen und Scheinwerfer geben dem Schiff die nötigen filigranen Aufbauten.

Den Figuren allerdings spendierte man allerdings keine eigene Uniform, sondern zwängte sie in den damals schon bekannten Polizeidress. Die großen Schwimmwesten decken (darf man sagen glücklicherweise?) etwas unpassende Dekor ab.

Das Schiffdekor, sprich die Rettungsringlogos und die Schiffbezeichnung „C 12“ (Coastal oder Cutter #12?) sind als Aufkleber ausgeführt. Aber keine Bange, damals waren die Sticker noch von klebeintensiverer Natur als heute. Somit überstehen sie auch problemlos Jahrzehnte – auch noch weitere.

Teiletechnisch bekam man z. B. großen 33er 3 x 6 Slope in weiß und erstmalig den Kranhaken spendiert.

Jahr: 1991
Teile: 185
Minifig: 2

Feuerwehr Farnheim on Tour – IV

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Erneut hatte die Feuerwehr Farnheim auf der Ausstellung SteineWAHN in Berlin alle Hände voll zu tun. Sozusagen als überörtliche Hilfe übenahm sie anstelle der Berliner Feuerwehr den Sicherheitsdienst vor Ort.

Erneut musste jedes MOC, jedes Exponat und jeder Winkel der Ausstellungsfläche in den Räumlichkeiten der Tegeler Seeterrassen auf mögl. Sicherheitsbedenken überprüft werden. Letztlich konnte aber ein reibungs- und störungsfreier Ausstellungsablauf gewährleistet werden. Was folgt ist ein kleiner, bildlicher Abriss über die vielseitigen Aufgaben der Damen und Herren Feuerlöscher vom Wochenende.

Anhänger-Mehrzweckrettungsboot – FwA RTB 2

Kürzlich beschaffte man als Ersatz für ein altes Rettungsboot dieses neue Mehrzweckboot. Es ist im Gegensatz zum RTB 1, das einen Rumpf aus GFK hat, komplett aus Aluminium gefertigt. Gezogen wird es, auf einem zweiachsigen Trailer, vom zweiten GW-Wasserrettung zum Einsatzort. Hierbei ist der Führerstand erhöht im hinteren Teil des Bootes zu finden. Der vordere Bereich nimmt das Personal und einige Aussrüstung auf.

Die letzte Bricklink-Bestellung bescherte mir auch einige Rumpfteile in hell- und dunkelgrau, so dass nicht nur das RTB auf dem Bootswagen einen „Aluminium“-Look bekam, sondern gleichzeitig auch noch ein weiteres, größeres Boot realisiert werden konnte. Somit sind, bis auf einen Abrollbehälter-Boot, sämtliche Beschaffungen für die Wasserrettung komplett. Der Anhänger, auf dem das Boot sonst ruht, folgt an dieser Stelle mit entsprechenden Abbildungen in Kürze.

Tag der Hilfsorganisationen

Einmal jährlich stellen sich die Träger des städtischen Rettungsdienstes bei einem eigens organisierten Tag der breiten Öffentlichkeit dar. Teilnehmer sind die Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe, die Malteser und die DLRG, sowie das THW. All diese Hilfsorganisationen präsentieren sich und ihre „alltäglichen“ Tätigkeiten und Einsatzspektren der jeweiligen Fachbereiche dabei vor.

Neben zahlreichen Fahrzeugen und Rettungsmitteln wird dem Besucher auch einiges an Programm geboten: das THW lädt zur Schiffstour auf der Ruhr, die Feuerwehr lässt löschen, oder benötigt Hilfe beim Getränkekästenstapeln, und das DRK und die JUH zeigen in einer großen Übung die Patientenversorgung bei einem evtl. MANV (Massenanfall an Verletzten). Highlight ist sicher aber der Einflug des Rettungshubschraubers Christoph 9 aus Duisburg, bei dem anschließend die Besatzung den interessierten Zuschauern Rede und Antwort steht. Leider dauert die lockere Gesprächsrunde kürzer als erhofft: schon nach knapp 40 Minuten wird er zu einem neuerlichen Notfall gerufen.

FwA-RTB 1

Neben dem neuen Gerätewagen zur Wasserrettung beschaffte die Wehr auch ein neues Rettungsboot vom Typ „Speedwave 2000“. Dieses ist nun mit einem festen Rumpf aus GFK ausgestattet, insgesamt auch größer als das alte Schlauchboot und kann somit mehr Material zur Unglücksstelle bringen. Ein 150 PS-Motor treibt das rund 2,2 t. schwere Boot an. Ausgerüstet ist es zudem mit Radar, Echolot, GPS, Kartenplotter und Fishfinder.

Der Trailer verfügt über keinen Gleitschlitten oder absenkbaren Rahmen das Boot zu Wasser zu lassen, so muss der Hänger an einigen dafür vorgesehen Stellen am Fluss in das Wasser hineingefahren werden, damit das RTB aufschwimmen kann. Mit rund 50 cm Tiefgang ist dies aber problemlos möglich.

Vorbild für mein MOC war Legolokes Modell seines Rettungsbootes. Nadem die dafür benötigten Teile endlich eingetroffen waren, legte ich los und startete mit einem 10 Noppen langen Rumpf (das Bauteil für die Spitze nicht mit eingerechnet). Die Beladung besteht aus einem 2x2x2er Schrankelement, daruf habe ich die Halterung für die Antenne, samt Radar-, Sondersignalanlage, Handscheinwerfer und weiteres Rettungsgerät platziert. Der Außenborder ist schwenkbar ausgelgt und soll mit seinen zwei 1x1er Rundsteinen ordentlich Dampf machen können.

Der Trailer ist ein eher unspektakulärer Bau, bei dem das Boot auf mehreren Fliesen ruht und nur von den Zentralnoppenfliesen an zwei Punkten gehalten wird. Ergänzt wird das Modell mit Rückleuchten und Kennzeichenträger, Bremsklötzen und einer speziellen Abstützung an der Hängervorderseite.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x2er Anhängerkupplung + 2x10er)

GW-Wasserrettung

Die Feuerwehr Farnheim unterhält derzeit zwei komplette Wasserrettungszüge, die sich u. a. aus einem Taucher- und einem Bootswagen zusammensetzen. Das relativ hohe Personal- und Materialaufkommen soll allerdings in den kommenden Jahren durch in Planung befindliche Kombifahrzeuge kosteneinsparend zurückgefahren werden.

Noch im Dienst befindlich und daher hier und heute vorgestellt: der Gerätewagen Wasserrettung, kurz auch Bootswagen genannt. Dieses bereits etwas in die Jahre gekommene Sonderfahrzeug, rückt wie auch der Taucherwagen, bei allen Einsätzen auf und im Wasser aus. Er dient als Zugfahrzeug für das Rettungsboot (RTB), das auch einem Anhänger verladen ist, und bringt das nötige technische Gerät, was für eine Wasserrettung benötigt wird, mit. So sind dort u. a. Gleitschienen und Eispickel für Eisunfällen, ein Generator, Schwimmwesten, Rettungsringe, und Ersatzkraftstoff für das RTB verladen.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.