Der Ukraine-Krieg und die Retter in der Not

An dieser Stelle sei mal über etwas berichtet, das mich seit Kriegsbeginn in der Ukraine, seit dem die Nachrichtensendungen mit brennenden Häuserkomplexen voll sind, beschäftigt.

Wie wir ja alle wissen ist seit dem 24. Februar das alltägliche Leben in der Ukraine nicht mehr dasselbe. Seither füllen die Nachrichtenkanäle unzählige Bilder von Zerstörung und Tod. Und mittendrin immer wieder Menschen, die löschen, retten, bergen. Unter einer dauerhaften enormen psychischen wie physischen Belastung retten und versorgen sie schwerstverletzte Zivilisten und Soldaten und kämpfen unzählige Großbrände nieder, und all das in ständiger Gefahr vor neuen Bombeneinschlägen.

Dadurch erfahren auch sie selbst immer wieder viel Leid und Zerstörung. Ob durch den Verlust eigener Kamerad*Innen und Kolleg*Innen oder bei der technischen Ausrüstung. Auch Feuer- und Rettungswachen wurden durch die russischen Angriffe bereits schwer in Mitleidenschaft gezogen oder gar vollständig zerstört.

Durch die großen Verluste immer schwieriger werdende Arbeit, die das Rettungspersonal und die zahlreichen Feuerwehrangehörigen unter Einsatz ihres Lebens derzeit vor Ort verrichten, ist gar nicht hoch genug zu würdigen. Es scheint kein Tag zu vergehen, dass in den umkämpften Städten und Regionen ganze Wohnblocks oder Industrieanlagen in Vollbrand stehen.

Mittlerweile kommt humanitäre Hilfe aus ganz Europa in die Ukraine. Auch für die Feuerwehren und Rettungsdienste. Nachfolgend einige Beispiele. In Großbritannien entsendete die sog. Charity Fire Aid und das National Fire Chiefs Council (NFCC) insgesamt 24 ausgesonderte, aber voll funktionstüchtige Löschfahrzeuge ins Krisengebiet. Aus Portugal machte sich ein Hilfskonvoi aus Feuerwehrfahrzeugen und Gütern auf den Weg, aus weiten weiten Teilen Frankreichs macht sich ein Konvoi aus 40 Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeugen auf den Weg, Falck entsendete 30 Rettungswagen. Auch in ganz Deutschland sammeln und spenden die Feuerwehren dringend benötigte Aussrüstung, wie Pumpen, Schläuche und wasserführende Armaturen, technisches Gerät, Kompressoren und Generatoren sowie persönliche Schutzausrüstung und natürlich Tanklöschfahrzeuge, Rettungswagen, Rüstwagen und Drehleitern. Die angelaufene Hilfe ist mittlerweile so immens, dass eine (umfassende) Linksammlung unmöglich wird. Jeder ist aber angehalten bei Interesse gerne selbst danach zu googlen. Man wird schnell fündig.

Jüngst nahm Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew, insgesamt 20 weitere Einsatzfahrzeuge aus Deutschland entgegen. Insbesondere die Krankenwagen sollen in Butscha, Irpin oder auch Borodjanka eingesetzt werden.

Eine weitere bemerkenswerte Meldung ist die von Validus, einem ukrainischen Sonderfahrzeughersteller. Dessen Mitarbeiter sorgen unter Hochdruck dafür, den Feuerwehren weiterhin dringend benötigtes Equipment zur Verfügung zu stellen. Allein in neun aufeinander folgenden Tagen konnte das Unternehmen drei neue Spezialfahrzeuge für die Personenrettung und die Kampfmittelbeseitigung fertigstellen und der Zivilschutzbehörde übergeben. Und ihre Arbeit geht unermütlich weiter.

(Quelle: Validus Special Auto Ltd.)

Wer den Feuerwehrfrauen und -männern vor Ort direkt helfen möchte, kann dies im Besonderen über den folgenden Link tun:

https://www.feuerwehrverband.de/feuerwehrhilfe-ukraine-dfv-erstellt-spendenkonto-und-online-datenbank-fuer-sachspenden/

Notarztwagen (NAW „Jade-Jumbo“)

Mit den Weiterentwicklungen in der Notfallmedizin in den 1960er Jahren – nach den Clinomobilen – schlug die Stunde der Notarztwagen. In den Siebziegern war sogar eine 13-teilige Dokufiktion mit Namen „Notarztwagen 7“ im TV populär, die die rettungsdienstliche Arbeit der Besatzung eines in Frankfurt am Main im Einsatz befindlichen Notarztwagens veranschaulichte.

Hier das Intro zu der Serie (Copyright Hessischer Rundfunk):

Als Nebenbemerkung sei gesagt, dass der filmische Ausschnitt durchaus ein zeithistorisches Dokument darstellt. Aus medizinischer und zeitgeistlicher Sicht. Mit u.a. Thekla-Carola Wied waren sogar einige bekannte Schauspieler jener Zeit verpflichtet worden. Interessante Funfacts: Zum einen hat der Titelsong sich die typische „Martinshorn“-Zweiton-Fanfare zum musikalischen Thema gemacht, und zum anderen hieß der im Film verwendete Notarztwagen der BF Frankfurt NAW 7, um Verwechselungen mit dem echten NAW 3, der er eigentlich war, zu vermeiden.

Aber zurück zum Fahrzeug. Ein Notarztwagen, kurz NAW, war in der Regel ein Großraumtransporter, der mit einer erweiterten medizinischen Ausstattung bestückt war und den Arzt gleich mitbrachte. Stationiert waren diese Fahrzeuge meist an den städttischen Krankenhäusern und Kliniken.

So auch in Farnheim. 1970 beschaffte die Feuerwehr für den Rettungsdienst den ersten NAW für die Jadestadt. Stationiert wurde er am Universitätsklinikum Rechts der Jade (RDJ), aufgrund seiner zentralen Lage. Die Entscheidung den Notarztwagen auf ein 7-to-Chassis zu setzen bot gleich mehrere Vorteile: robuste LKW-Technik, ein größeres Platzangebot und eine höhere Nutzlast für das Plus an zusätzlich verlasteter notfallmedizinischer Ausstattung.

In den Jahren zuvor, ab 1967, gingen in der bayrischen Landeshauptstadt drei vergleichbare Fahrzeuge auf Magirus-Deutz-Fahrgestellen 110 D7 F mit Bonner Miesen-Aufbau in Dienst. An der Isar taufte man sie, wegen ihres Erscheinungsbildes, „Jumbo“, wobei man in Farnheim, in Anlehnung an die Münchner, den eigenen fortan als „Jade-Jumbo“ betitelte. Während die NAWs aus Bayern jeweils nur recht wenige Jahre im Einsatzdienst verblieben, war dem Farnheimer Pendant, bis einschließlich 1981, eine deutlich längere Dienstzeit beschienen. Sein langer Einsatzzeitraum war als Erfolg zu bewerten, denn er ebnete schließlich den Weg für zwei Nachfolge-Generationen, ehe die Feuerwehr ab 1995 auf das sog. „Rendevous-System“, bestehend aus einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und einem Rettungswagen (RTW), umstellte und den letzten verbliebenen NAW 1998 aus dem aktiven Dienst entließ.

Noch unwissend über welches technische Schmankerl man zu jener Zeit verfügte, wurde der NAW zunächst ab 1982 noch einige Jahre als zweiter Wasserrettungswagen eingesetzt. Die vollständige Außerdienststellung erfolgte schließlich 1987. Mit der FF Reuschenberg fand sich ein Käufer für das robuste Fahrzeug, die ihn bis etwa 1996 als in Eigenregie umgebauten Gerätenwagen-Atemschutz nutzte.

Als ihn die neugegründete Abteilung der Feuerwehrhistorik wieder aufspürte, zeigte sich bei der Besichtigung vor Ort, dass die Zeit ihm arg zugesetzt hatte. Die vollständige Restaurierung lässt ihn heute wieder im Auslieferungszustand erstrahlen. Die sog. „Frankfurter Lackierung“ bekam der NAW übrigens erst ein Jahr später.

Bei der Suche nach besonderen Fahrzeugen längst vergangener Zeiten stieß ich u.a. auf diesen NAW. Leider sind die historischen Details, die das Internet und die mir vorliegende Fachliteratur bereithält, nur wenig erschöpfend. Insofern können manche Details am Modell nicht wahrheitsgemäß wiedergegeben sein. Aber, es soll ja schließlich auch ein Farnheimer sein und kein Münchner.

Dieses Modell baute ich zunächst vollständig in der 4er Breite (siehe Bilder weiter unten), bis ich auf ein Modellfoto stieß, das mir die Größe und vor allem die Breite des Fahrzeugs nachvollziehbarer machte. So baute ich kurzerhand alles ab der B-Säule auf 5w um. Dabei konnte ich glücklicherweise die zuvor in 4w festgelegten Proportionen in Punkto Länge und Höhe beibehalten. Lediglich den hinteren Hochdachabschluss und die Heckklappe musste ich aufgrund der neuen Baubreite ändern.

Ausstattung des Rettungsdienstes

Als ich zu Beginn des Jahres den neuen Notarzt-Prototypen vorstellte, keimte die Frage auf, was sich als Ausstattung für den Rettungsdienst nutzen, bzw. aus wenigen Teilen recht plausibel bauen ließe. Aus meiner anfänglichen Idee für einen Beatmungsbeutel, sind ein paar weitere Gegenstände hinzugekommen. Nicht immer alle Marke Eigenbau, aber sicherlich durchaus nutzbar.

Was es im einzelnen darstellen soll:

1. – Notfallrucksack
2. – „Ulmer“-Koffer
3. – Defibrillator
4. – Laptop/EKG
5. – Beatmungsbeutel
6. – Sauerstoff
7. – Pulsoximeter/Thermometer
8. – Verbandmaterial
9. – Spritzenkörper/Medikation

Prototyp Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)

Die Anforderungen, die an den Rettungsdienst und damit auch an dessen Träger, die Berufsfeuerwehr, gestellt werden, unterliegen stetem Wandel. Sie erfüllen und den Änderungen Rechnung tragen zu können bedeutet eine enge Zusammenarbeit mit dem Leiter Rettungsdienst und dem Planungsausschuss der Feuerwehr. Das neueste Ergebnis aus diesem intensiven Verbund ist die künftige Generation an Notarzteinsatzfahrzeugen. In Kooperation mit dem langjährigen Partner, dem Aufbauhersteller BSA (Brickmaster System Ambulanzen), entstand über das vergangene Jahr ein völlig neues Fahrzeugkonzept, das in Hinblick auf Zuladung, Stauraum und Platzangebot konsequent auf die Bedürfnisse der Einsatzkräfte geplant und realisiert wurde.

Augenscheinlichste Veränderung ist der Fahrzeugtyp. Man entschied sich bei dem Prototypen für einen geländegängigen Leichttransporter. Dieser bietet mit seiner Doppelkabine ausreichend Mitnahmemöglichkeiten für weiteres Personal sowie einen größeren Gerätekoffer für eine erweiterte notfallmedizinische Austattung. Zudem ist der Koffer klimatisiert bzw. beheizt, um die mitgeführten Medikamente nicht allzu großen Temperaturschwankungen auszusetzen. Der Allradantrieb soll, da das Fahrzeug auch ins benachbarte St. Joostersiel ausrückt, insbesondere bei Einsätzen abseits befestigter Wege helfen. So können fortan auch Notfälle in den Dünen oder in Strandnähe unmittelbarer erreicht werden. Außerdem ist der Kofferaufbau leicht auf einen anderes Chassis umzurüsten. Die Testphase wurde zunächst auf sechs Monate terminiert. Sollte sich der Prototyp, der an allen NEF-Standorten gestestet wird, im Einsatzdienst bewähren, werden sechs weitere Fahrzeuge beschafft und als Nachfolger für die aktuelle Fahrzeuggeneration dienen.

Dieses Fahrzeugkonzept ist in der Wirklichkeit bereits in einigen Gemeinden und Kreisen in Deutschland, so z. B. in Wernigerode, DRK-Region Hannover oder im Oberbergischen Kreis sowie beim Österreichischen Roten Kreuz im Einsatz. Die Idee, hierbei keinen typischen Kleintransporter zu nutzen, gefiel mir. Also begutachtete ich kurz meine Modelle, welches wohl die passende Basis dafür bieten würde, und fand in dem New World Blackhound HyEV eine geeignete Wahl. Da das Fahrzeug bereits über einen großen Passagierraum und eine Pickup-ahnliche Gesamtoptik verfügt, konnte leicht, anstelle des Kombihecks, ein Kofferaufbau installiert werden. Da ich auch unbedingt wieder das traditionelle Farbschema für den Rettungsdienst etablieren wollte (die damalige Versuchslackierung hat sich nicht durchgesetzt), entschied ich mich, Geräteklappen nicht in grau, sondern in Wagenfarbe einzusetzen. Das Heck allerdings erhielt ein Custom-Beklebung aus roter und Retroreflexfolie in silberweiß. Auch die Fahrgastraumtüren bekamen einen reflektierenden Abbinder – wie auch schon bei den aktuellen Rettungswagen. Diese eigene, unpuristische Beklebung mag jeder für sich finden, wie er will. Für mich persönlich ergibt sie aber eine insgesamt  realistischere Optik und gestaltet das ansonsten sehr karge Heck deutlich abwechslungsreicher.

Intensivtransportwagen (ITW)

Die Feuerwehr stellt u. a. für Verlegungstransporte intensivpflegebedürftiger Patienten einen sog. Intensivtransportwagen, kurz ITW bereit. Aufgebaut auf einem LKW-Fahrgestell verfügt der Kofferaufbau über mehr Platz und technische Ausstattung als ein herkömmlicher Rettungswagen, was das Fahrzeug zu einer rollenden Intentivstation macht. Zudem kann aber auch, anstelle der Trage, ein Insentiv-Inkubator für Früh- und Neugeborene aufgenommen werden.

Das alte 4wide-Modell ist somit Geschichte und seit heute nunmehr Altplastik. Somit wurde ein weiteres Fahrzeug, das bereits lange keinen Stellplatz mehr auf Ausstellungen erhielt, umfassend modernisiert. Während das Fahrerhaus das aus vier Forntblitzern und neuer Scheinwerferanordnung bestehende „Facelift“ erhielt, ist der Kofferaufbau ein komplette Neugestaltung. Dennoch war ich versucht das für den Rettungsdienst so typische Farbschema beizubehalten. Der Koffer fiel ungleich wuchtiger aus. Sollte er auch, wenn er im Vergleich zum RTW mehr Platz bieten will. In Wirklichkeit wuchs er jedoch nur um eine Noppe in der Länge.  Am Heck hielt erneut eine Ladebord Einzug und diese bekam die komplette Palette der aufmerksamkeitssteigernden Erkennbarkeit. Und Nein, dies ist nichts illegales. Was ihm für’s Finish jetzt noch fehlt sind die vom RTW bekannten silberweißen Reflexstreifen auf den Seitenflächen.

Rettungswagen (RTW)

Die Werkfeuerwehr FAirport AG des Farheimer Flughafens stellt neben dem Brandschutz ihrerseits auch den Rettungsdienst auf dem weitläufigen Areal sicher. Die Wehr kann hierzu insgesamt auf vier Rettungswagen zurückgreifen, wobei zwei, neben dem Notarzt, im 24-Stunden-Dienst stehen. Ein weiterer RTW steht täglich von 06:00 – 22:00 Uhr auf Abruf bereit und das vierte Rettungsmittel dient als Reserve.

Ein schon bekanntes Fahrzeug in einer weiteren, neuen Mission. Die Form und Bauart hatte ich in der Vergangenheit schon häufiger präsentiert. Somit unterscheidet sich dieser Transporter nur in der Farbgebung und in wenigen Detaillösungen von seinen Vorgängern. Denn ein Kasten ist ein Kasten ist ein Kasten. 1000steine-Mitglied Legobecker vermachte mir freundlicherweise einige alte Türen u. a. in passendem Rot. So kam nun eine zu ihrem neuen Einsatz. Da sie aber bauartbedingt um eine Steinhöhe zu niedrig ist, habe ich sie um eine weitere Autotüre aufgestockt. Das Öffnen und Schließen als komplette Türeinheit klappt überraschenderweise ausgezeichnet. Ein weiteres Novum ist der Einsatz von Fremdteilen. Bevor nun ein Aufschrei durch die Leserschaft geht, Euch sei versichert, dass dies nur ein Ausprobieren war. Fairerweise muss man aber sagen, dass die Teile eine gute Klemmkraft und saubere Verarbeitung aufweisen und sehr farbtreu gegenüber dem dänischen Original sind. Hierbei handelt es sich um die 1x2er Slopes, die als Blaulichter auf dem Kabinendach Verwendung fanden. Also TLC hier mal ein Teilewunsch. Die Slopes in dieser Farbe würden sich sehr gut im originalen Teilefundus machen. Ein Dank an dieser Stelle an Thomas52xxx für die Teile.

TdoT bei der Feuerwehr Mülheim 2018

Der erneute Tag der offenen Tür (TdoT) auf der Hauptfeuer- und Rettungswache 1 in Mülheim an der Ruhr bot für die Besucher dieses Mal eine echte Überraschung: Sehr präsent stellte die Feuerwehr einen kürzlich neu beschafften Teleskoplader der Öffentlichkeit vor. Ein Manitou MRT 2740 mit einer max. Hubleistung von bis zu 25 Metern und bis zu 7.000 kg. Angetrieben wird der neue Allrad-Allzweckkönner von einem 129 kW (176 PS) starken 5.130 ccm-Turbodiesel.

  • ausklappbare Arbeits- und Rettungsbühne (bis 1.000 kg)
  • Arbeitskorb (bis 365 kg belastbar)
  • Seilwinde (bis 7.200 kg)
  • Lasthaken (bis 2.000 kg)
  • Stapelgabel (bis 5.000 kg)
  • Schaufel mit Übergreifer
  • Generator 14 kVA

Vornehmliche Einsatzgebiete sind die Personenrettung, insbesondere solcher aus schwierigen Lagen oder adipöser Notfallpatienten aus oberen Stockwerken. Desweiteren kann er zu Tierrettungsnotfällen (auch bei verunglückten Großtieren) herangezogen werden. Seine Stärken wird er aber sicherlich in der technischen Hilfeleistung ausspielen. Da die Berufsfeuerwehr Mülheim seit vielen Jahren nicht mehr über ein eigenes Kranfahrzeug mehr verfügt, war man beim Heben von schweren Lasten meist auf externe Dienstleister angewiesen. Kleinere Hebemöglichkeiten übernahmen später zwei WLFs mit Ladekran. Nun aber können auch mittelschwere Lasten bis zu 7.000 kg umbewegt werden. Ebenso lässt sich mit dem Lader unter Atemschutz verunfalltes Gefahrgut bergen, bei Sturmeinsätzen zur Räumung oder Baumsägearbeiten etc. nutzen, ihn als Stapler mit Fassgreiferfunktion einsetzen sowie Brandschutt beseitigen. Sogar der Einsatz als Löschmonitor ist möglich.

Zudem wuchs die Flotte an KdoW/PKWs weiter an. Neben den bereits bekannten Opel Zafira B stehen der Feuerwehr mittlerweile auch vier VW Touran zur Verfügung. Auch die Flotte der MTFs wurde modernisiert: drei VW Bulli T6 mit langem Radstand stehen im Fuhrpark – allesamt ausgerüstet mit Warnbalken von Standby.

Neben den bereits bekannten vier LF 24 (wovon die zwei dienstältesten als Reserve und Ausbildungszwecken dienen) stehen der BF derzeit auch vier (!) Drehleitern zu Verfügung. Die typografische Hervorhebung durch das Ausrufezeichen habe aus dem Grunde vorgenommen, als dass die Feuerwehr Mülheim über viele Jahrzehnte mit nur drei Drehleitern ausgekommen ist. Wieso komme ich auf vier? Nun, eine war Ausstellungsstück auf dem Hof der Wache postiert, zwei als Teil der beiden Zugverbände (Alarm- und Reservezug) in der Halle stationiert und eine – die vierte – sollte sich zum Zeitpunkt des TdoT auf der zweiten Wache in MH-Heißen zum Grundschutz befunden haben. Wer weiß mehr?