#60003 – Fire Emergency

Das zweite Set in meiner Sammlung der Januarneuheiten ist das Brandhaus mit der Drehleiter. Auch dieses verfügt wieder über ein paar interessante Bauteile. Allen voran sind sicher die drei neuen Feuerwehr-Figs zu nennen, die, im Gegensatz zum Feuerwehr-Chef, über ein anderweitig (beidseitig!) bedrucktes Oberteil verfügen. Diesmal erkennt man Koppel, Karabiner und eine Manometer-Anzeige auf der linken Brusthälfte. Alle Feuerwehrleute tragen einen dunkelroten Helm. Ebenso ist auch wieder eine „Quoten“-Frau unter ihnen.

Die Geschichte, die dieses Set erzählt, ist ein altes, heruntergekommenes Haus, bei dem der Dachstuhl in hellen Flammen steht. Die Feuerwehr löscht mit Hilfe einer Drehleiter entschlossen den Brand. Ein Schlauch, Feuerlöscher und ein Trennschleifer helfen ihnen dabei.

Das Haus, bei dem nach erfolgreichem Löscheinsatz mittels Klappmechanismus die Flammen aus dem sichtbaren Bereich nach hinten geklappt werden können, reiht sich von der Optik und Machart nahtlos in die bestehenden Stadthäuser à la „City Corner“ ein. Ein paar Accessoires, wie die grüne Mülltonne und die Straßenlaterne (die hierbei dark bley-farbene Elemente erhielt) ergänzen die Szenerie.

Das Feuerwehrfahrzeug, eine Drehleiter, die in der Realität eher einer DL 18/12 entspräche, verfügt, wie auch der ELW aus #60001, über das rot-weiße Farbdesign mit den bekannt abgesetzten dunklen blaugrauen Kotflügel. Zugleich kommt sie mit einem neuen Leiterpark-Formteil daher und verfügt über eine sehr realistisch umgesetzte Leiterpark-Hydraulik. Zudem darf man sich hier auch für über einige der blautransparenten 1x1er Rundfliesen freuen. Positiv zu erwähnen sind die eingesetzten Fahrzeugtüren, die verhältnismäßig große Anzahl an Minifigs und der zweite Ersatzschlauch, der aber entgegen früherer Sets leider nicht mehr in einem Extrakarton verpackt wurde.

Jahr: 2013
Teile: 301
Minifigs: 3
Preis: 29,99 Euro

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#60001 – Fire Chief Car

Als ich gestern beim Einkauf die ersten Januar-Neuheiten im Regal stehen sah, konnte ich nicht daran vorbeigehen und nahm das „Fire Chief Car“ gleich mal mit. Schließlich bot das kleine Set einige interessante Bauteile, wie die neu bedruckte Feuerwehr-Minifig, der goldene Feuerwehrhelm, das rote Fahrzeugdach, die roten Rückleuchten aus den neuen Rundfliesen, sowie das Motorhaubenbauteil. Sowieso eignet sich das Set recht gut als Teilespender.

Wie jedes Spielset, erzählt auch dieses eine kleine Geschichte: Die Katze der Besitzerin (erfüllt LEGO® nun allmählich die Frauenquote?) ist auf einen (wirklich kleinen) Baum geklettert, und der Feuerwehrmann versucht sie mit einem leckeren Fisch aus der luftigen Höhe zu retten. Allerdings, wenn man das mal versucht auf die Wirklichkeit zu projizieren, dann dürfte sich kaum der Feuerwehrchef (erkennbar an dem goldenen Helm) höchstpersönlich um einen solchen Einsatz kümmern. Dafür ist er im echten Leben mit ganz anderen Aufgaben betreut. Aber für ein kleines Einstiegsset passt es hier. Zudem dürfte es Kindern egal sein, ob der Chef der Feuerwehr diesen Einsatz abwickelt oder nicht.

Es fällt auf, dass das Fahrzeugfarbkonzept hierbei wieder mehr an das der städtischen LEGO®-Feuerwehr angelegt ist, denn die gelben Zierstreifen (bekannt aus den Waldbrand-Sets) sucht man vergebens. Die Montage des sog. Einsatzleitwagens entspricht im wesentlichen den bisherig bekannten Fahrzeugen dieser neuartigen 4er-Baubreite. Interessant sind allerdings Details, wie die Kofferraumladefläche, die einen Feuerlöscher und ein Funkgerät aufnimmt, und eine Armaturentafel, das mit einem Sticker zu einer solchen wird. Überhaupt liegen dem Teil alle Ausschmückungsmöglichkeiten auf einem Stickerbogen bei. Was allerdings etwas schade ist, ist die Tatsache, dass man dem Auto erneut keine Türen spendiert hat. Aber man kann nicht alles haben.

Jahr: 2013
Teile: 80
Minifigs: 2
Preis: 9,99 Euro UVP

# 7213 (Feuerwehrtruck mit Löschboot) – Ein Review

Gestern machte ich Station in einem großen Supermarkt und beim Weg zur Kasse druchstreifte ich dann noch kurz die Spielwarenabteilung und überflog die doch recht gut sortierte LEGO®-Produktpalette. Dabei fixierte mein Augenpaar augenblicklich etwas neues zwischen all den bunten Kartons: die Januar-Feuerwehrneuheit # 7213. Sogar der Preis stimmte: 34,95 Euro. Günstiger als angekündigt. Schön! Also griff ich zu…

Als ich mir daheim zunächst die riesige Verpackung betrachete, fiel mir auf, dass der Kranarm hier eine andere Farbe aufwies, als ich ihn von den damaligen geleakten Images her kannte. Das packte meinen detektivischen Spürsinn, und ich verglich am Rechner direkt mal beide Versionen.

Folgende Änderungen stellte ich am großen 8×8 Truck fest:

  • Kranarm: von rot auf schwarz geändert
  • Krandrehturm: andere Form
  • Scheinwerfer: von 1×1 Rundplättchen auf 1x2er Plättchen gewechselt, Straßenräumer rutschten tiefer
  • Seitenfenster an Fahrerkabine: wurde kleiner
  • Auspuffanlage: Form und Farbe geändert
  • Kranstützen: komplette andere Bauart und -teile
  • umlaufend an der Ladefläche angebrachte 1x2er Platten mit Griffen: gelb statt hellgrau
  • Weißer Streifen an der Ladefläche: neu hinzugekommen

Auch das Löschboot musste einige Modifizierungen über sich ergehen lassen:

  • Monitor an der Front: andere Konstruktion (Verbindung zum Rumpf)
  • Motoren/Antrieb: komplett andere Konstruktion, die weißen Teile verschwanden
  • zudem bekam das Boot eine lange Funkantenne

Zu guter Letzt bekam auch der Buggy ein paar wesentliche Änderungen:

  • Die Farbe invertierte: ursprünglich rote Kotflügel wurden weiß
  • das gelbe, leider nicht wirklich erkennbare Teile an der Front, verschwand
  • scheinbar wurde auch die Aufnahme des Stabblaulichts am Heck geändert und die Halterung für die Axt hinzugefügt

Nun aber zum Wesentlichen. Im Inneren des Kartons warten vier nummerierte Klarsichttüten, zwei Bauanleitungen (eine für Buggy und Boot & eine für den LKW) und ein Stickersheet auf die Montage. Nett auch wieder, dass man nicht alle Tüten aufreißen muss, sondern nur die entsprechende für den jeweiligen Bauabschnitt. So hält sich das Steinechaos auf dem Tisch in Grenzen. Der Aufbau ist wie gewohnt einfach und die Anleitung leicht verständlich. Allerdings muss man später beim Fahrgestell des LKWs bei den vielen ähnlichen Zeichnungen schon einmal genauer hinsehen, welches Teil neu hingefügt werden soll.

Das fertige Modell ist (wie auch immer wieder die Umverpackungen) nicht gerade handlich. Besonders kleine Kinderhände müssen für einen Transport wohl schon beide Hände zuhilfe nehmen. Die gewaltige 32er Noppenlänge (plus Überhang der aufgeladenen Bootes) und die 8er Breite lassen es natürlich auch in keine City-Feuerwachengarage passen – Schade! Zudem ist die „Kranhydraulik“ zu schwergängig, so dass sich beim Heben und Senken des Auslegers immer wieder der Drehturm vom -kranz löst. Das nervt…

Schön ist hingegen die Umsetzung des Allradantriebes gelungen. Mit den verschwindungsfähigen Zwillingsachsen lässt sich das Fahrzeug mühelos durch holpriges Gelände chauffieren. Die Optik des Führerhauses ist gänzlich neu, reiht sich aber gut in die aktuelle LKW-Frontgestaltung der TLG ein und erinnert mit der Spalte zwischen dem grauen Chassis und der Kabine ein wenig an einen Renault Magnum.

Das fertige LKW-Modell ist stabil und robust und droht nicht direkt bei kräftigeren Berührungen wieder auseinander zu fallen. Der Spielspaß ist recht hoch, da alles gewohnt funktionell ausgelegt ist: der Kran ist dreh- und schwenkbar. Das Boot lässt sich somit vorbildgetreu ver- und entladen. Realistische und ausfahrbare Stützen verhindern ein Umstürzen des LKWs. Im großen Fahrerhaus finden zwei der drei Minifigs Platz.

Das Boot ruht satt auf der Ladefläche und seine beide Antriebe strotzen förmlich vor Kraft. Auch hier wieder einige Details funktionell ausgelegt: der Werfer am Bug ist beweglich und die Schiffsmotoren schwenkbar.

Der Buggy, dass kleinste Modell im Set wirkt gegen den roten Koloss beinahe zerbrechlich niedlich und ich unke mal, er fristet in wohl so  manchem Kinderzimmer später eher ein Schattendasein. Naja, irgendwie kommt das „Feuerwehrfeeling“ halt auch nicht so rüber. Ich schätze mal, es liegt auch zu einem erheblichen Maße am extrem hohen Weißanteil.

Zum Abschluss ergänzt einiges Zubehör, wie Äxte, Schwimmwesten, Fernglas und Feuerlöscher das in jeder Beziehung großartige Set.

Man merkt, die Creation bei LEGO® hat wieder ganze Arbeit geleistet und für den maximalen Spielspaß viel Hirnschmalz hineingesteckt.

Teile: 388
Preis: derzeit zwischen 33, 76 Euro (Amazon) und 39,99 Euro (Lego) lag meins preislich am günstigeren Ende. Es ergibt ein ungefährer Stückpreis/Teil von ca. 9-10 Cent. Somit kein wirklicher Schnapper…