GW-SAN25

Als Teil der EE (Einsatzeinheit) stehen dem Farnheimer Roten Kreuz seit Herbst letzten Jahres zwei sog. Gerätewagen Sanitätsdienst für den Einsatzfall bereit. Da die Beladung eines solchen Fahrzeugtyps derzeit noch nicht in genormt ist, beschaffte der hiesige Kreisverband diese Fahrzeuge nach nordrhein-westfälischem Vorbild.

Beladen sind die baugleichen Fahrzeuge für eine Ausstattung eines Verbandplatzes mit einer optimalen Grundversorgung für 25 Verletzte. Dieser Verbandplatztypus kann in Kombination mit den Abrollbehältern MANV (Massenanfall von Verletzten) und UHS (Unfallhilfsstelle) samt entsprechendem Personal, sowie einer weiteren Einsatzeinheit mit ihren GW-SAN25 zu einem Behandlungslatz 50 (und größer) aufgestockt werden.

Darüber verfügt der Kreisverband über einen GW-SAN50 auf einem 12-Tonnen-LKW-Fahrgestell, der an dieser Stelle zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt werden soll.

Das Modell ist dem Fahrzeugtyp nach die einsatztechnische Version des kleinen Hauben-Lieferwagens. Die Farbwahl des Fahrzeugs entspricht dem farblichen Erscheinungsbild der übrigen Rot-Kreuz-Fahrzeuge. Der Kofferaufbau verfügt über zwei große, seitliche Geräteräume, in denen in diversen Koffern verstautes Sanitätsmaterial, EKG- und Beatmungsgeräte, Sauerstoff, Decken, Medikamente, Decken und Tragen, sowie einiges Material der Logistik verladen ist. Im Heck befinden sich zwei sog. „Ulmer Koffer“, spezielle Rettungskoffer mit einer rudimentären Ausstattung zur Notfallmedizin. Details, wie Blaulichter, seitliche Poitionsleuchten oder auch die Funkantenne vervollständigen das kleine, aber sanitätsdienstlich sehr wichtige Fahrzeug.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er Platte)

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LKW

Der Kreisverband Farnheim verfügt für logistische Zwecke über einen schweren, geländegängigen LKW. Seine Einsatzmöglichkeiten sind daher unglaublich vielfältig. Er kann bspw. bei jedweder Art Großschadenereignis eine große Menge benötigter Hilfsgüter herbeischaffen. Im Extremfall dient das Fahrzeug bei solch einem Ereignis auch als überdachte Behandlungsmöglichkeit, da der Aufbau klimatisiert werden kann. In der Vergangenheit wurde der LKW im Rahmen humanitärer Hilfne bereits bei zahlreichen Auslandseinsätzen eingesetzt. So geschehen zuletzt 2005 in denen vom Hurrikan Katrina schwer verwüsteten Teilen im Süden der USA.

Das MOC kreiste mir schon etwas länger im Kopf herum, da ich die Basis des Arla Milk Trucks (#1581) als Feuerwehrfahrzeug hätte gut zweckentfremden können. Allerdings lagen bei mir ein paar große Panele mit Rot Kreuz-Aufdruck herum, sodass ich den Bau kurzerhand farblich umgestaltete. Die Basis entspricht weitestgehend dem Original von 1991, wobei ich unbedingt die Ladebordwand umsetzen wollte. Ebenso wichtig war mir die Trennung des Fahrerhauses vom Aufbau. Entsprechende Details, wie das typische DRK-Zweifarben-Design, Leuchtbalken und ein wenig Zubehör, sowie vier Transportkisten und Sackkarre runden das Modell ab.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x12er, 2 1x2er Scharnierplatten)

# 6688 – Ambulance (1985)

Wie beinahe alles in der Town/City-Reihe in gewissen Abständen erfuhr auch der beliebte Krankenwagen 1985 eine Frischzellenkur. So fielen kurzerhand die alten bedruckten großen Fensterflächen weißen und undurchsichtigen Wandpanelen zum Opfer. Das vordere Paar bekam darüber hinaus einen „Rot Kreuz“-Aufdruck, eine 2x2er Fliese ein weiterer weißer 1x2er Stein zwischen den Scheinwerfern ebenfalls. Durch die inverten Schrägsteine bekam das Modell einen gewissen Amphibien-Fahrzeug-Touch, was es in Gesamtheit optisch etwas merkwürdig aussehen ließ. Nichtsdestotrotz verfügt der Bausatz über ein simples und funktionelles Design, das im cleanen Zweifarben-Look daherkommt. Die Blaulichtanordnungen auf dem Dach fanden auch bei einigen Polizeifahrzeugen zu der Zeit Anklang. Erwähnenswert sei noch die Tragen-Formneuheit, die samt Patient und Rettungssanitäter das Set komplettieren.

Als ich das ersteigerte Set schließlich in Händen hielt, war ich sehr positiv überrascht, wie unverkratzt und unvergilbt 25 Jahre alte Modelle sein können. Es war lediglich ein wenig verstaubt. Manchmal frage ich mich, wie pfleglich der oder die Vorbesitzer damit umgegangen sind. Teilweise standen diese offenbar die ganze Zeit als Standmodelle in irgendwelchen Vitrinen. Sammler scheint es wohl auch schon damals gegeben zu haben…

Jahr: 1985
Teile: 72
Minifigs: 2

RTW

Das Rote Kreuz als weitere Hilfsorganisation der Stadt beteiligt sich neben der Feuerwehr als Hauptträger des städtischen Rettungswesens an den Aufgaben des täglichen Rettungsdienstes. Zu diesem Zwecke stehen mehrere Rettungswagen (RTW) bereit, die von der eigenen Rettungswache im Zentrum gelegen zu ihren Einsatzorten im gesamten Stadtgebiet auszurücken.

Ein derartiger RTW – der Kreisverband in Farnheim verfügt über sechs solcher Fahrzeuge – wurde im Herbst letzten Jahres in Dienst gestellt. Er ist, wie die Fahrzeuge von der BF auch, mit u. a. Defibrillator, Beatmungsgerät oder auch Vakuummatratze für einen schonenenden Transport von Patienten mit Verdacht auf Wirbelsäulenfrakturen notfallmedizinisch komplett ausgestattet.

Als ich ein MOC eines Wohnmobils von Grimer im Eurobricks-Forum sah, wurde ich unweigerlich an die allgegenwärtigen „Spinter“-RTWs in natura erinnert. Da dachte ich, sowas braucht meine Stadt auch. Also baute ich die Frontpartie einfach nach und der Rest ergab sich. Allerdings wollte ich meinen neuen RTW mit einer seitlichen Aufbautür versehen und ihn mit einem neuen Patiententragesystem, was ich in einem älteren LEGO-Set gesehen hatte, ausstatten.

Der Aufbau stellt ein Novum bei meinen Modellen dar: ist er komplett in einer 5-Noppen-Breite gehalten. Die Wahl für diese Breite hat folgende Gründe: mehr Platz im Innenraum und vor allem eine dem Original entsprechend realistische Wiedergabe im Minifig-Maßstab. Jedoch bringt die ungerade Erweiterung auf fünf Noppen eine Vielzahl an Problemen mit sich, wobei die geringe Festigkeit noch das kleinste Übel darstellt.

Die größte Herausforderung war die Gstaltung der Hecktüren und dabei vor allem deren Beweglichkeit. Nach Wochen der Tüftelei und tatkräftiger Unterstützung bei der Lösungsfindung dank einiger 1000steine-Mitglieder habe ich mich nun für eine, ich nenne sie mal „Clip-Lösung“ entschieden, wobei ein jeder Türflügel mit einem 1×1 Plättchen mit waagerechtem Clip befestigt ist. Dieser kann sich in der Seitenwand nach außen drehen und öffnet somit die Tür. Damit jedoch die Drehung funktioniert muss hinter dem clip eine 1×1 Plättchenlücke verbleiben (siehe Bilder). Nicht schön, aber so passt die Trage hinein. Und das wichtigste: ich kann damit Leben… 😀

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

#623 – Red Cross Car

1978, als die Setnummern noch dreistellig (!) waren ging es los: die Minifigs erhielten nun das erste Auto mit einer Karosseriegestaltung, die es endlich erlaubte sie glaubwürdig hinter ein Lenkrad zu stecken. Den Anfang machte schließlich das „Red Cross Car“. Das Modell glänzte mit zahlreichen neuen Bauteilen: es gab zu öffnende Türen, eine neue Bodenplatte mit abgesenkter Sitzposition, die noch heute vielgenutzte Windschutzscheibe und ein Lenkrad. Zudem rollte das Modell auf den für Classictown so charakteristischen grobstolligen Profilreifen mit roter Nabe.

Aber schon zwei Jahre später folgte mit der #6629 (Ambulance) ein deutlich modernisierter Notarztwagen.

Eine echte Überraschung: mein Modell mag zwar durchaus leicht bespielt worden sein, ist aber staundender Weise nahezu unverkratzt und unvergilbt, und die Achsen weisen zudem auch keinerlei Rostansatz auf. Sogar die ganzen Kühlergrill- und Rot Kreuz-Aufkleberchen sitzen gut 32 Jahre nach Erscheinen noch immer da, wo sie sollen.

Jahr: 1978
Teile: 38
Minifig: 1

ZF (Zugfahrzeug)

Der DRK-Kreisverband Farnheim verfügt speziell für die Wasserwacht über Zugfahrzeuge für ihre Einsatzboote. Diese müssen natürlich geländefähig sein, um tw. schlecht zugängige Uferbereiche anfahren zu können. 3 Fahrzeuge dieses Typs hat der KV in seinen Reihen, zwei davon stehen bei der Wasserwacht im Dienst.

Ein großes Allradfahrzeug mit Anhängerkupplung sollte her, das optisch ruhig schon etwas älter wirkt. Die Basis orientiert sich bei diesem Modell nur locker am Look typischen Offroader-SUVs der 80er Jahre. Allerdings verzichtete ich auf Kotflügel, da sie augenblicklich auch zur Neige gehen, und gestaltete die Fronthaube um eine Noppe länger. Auch dieses Fahrzeug erhielt die neue Rot-Kreuz-Zweifarbenlackierung und blau getönte Fensterscheiben – ein optisches Gimmick, das ich wohl für alle Modelle des DRK durchziehen werde. Details wie Seilwinde, Arbeitsscheinwerfer am Heck oder auch Trittstufen unterhalb der Türen runden das MOC ab.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x8er + 2x2er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

NEF

Als erstes Fahrzeug der übrigen Hilfsorganisationen (HiOrgs) der Stadt möchte ich nun heute das Notarzteinsatzfahrzeug des Ärztlichen Notfalldienstes des DRK vorstellen.

Der Ärztliche Notfalldienst ist eine Einrichtung des DRK, die wochentags außerhalb der Sprechzeiten und am Wochenende mit diensthabenen Bereitschaftsärzten (neben dem Hauptträger des Rettungsdienstes der Stadt: die Feuerwehr) die medizinische Versorgung der Bevölkerung sichert. Hierbei werden plötzliche Erkrankungen und Verletzungen behandelt, die zwar keine akute Lebensgefahr darstellen, aber nicht bis zum nächsten Werktag warten können.

Zu diesem Zwecke fährt dieses NEF – NEF deshalb, da es auch von Zeit zu Zeit vorkommen kann, dass, wenn die Kräfte der Feuerwehr gebunden sind, es als NEF-Ersatz zu Unfällen etc. alarmiert wird – mit gleichzeitig weiteren fünf Fahrzeugen im Stadtgebiet, aufgeteilt in Wachbezirke, zu seinen Einsätzen.

Bei diesem Modell wollte ich diesmal bewusst keine traditionelle PKW-Darstellung, oder eine modifizierte Variante davon bauen. Vielmehr sollte es mit Bauteilen aus der jüngeren Vergangenheit versehen sein. Den Bau fing ich zudem auch schon untypisch an. Nicht wie gewohnt mit dem Fahrgestell, sondern diesmal mit dem Heck. Grund war eine andere Leuchtengestaltung, wie sie heutzutage im echten Straßenbild oft anzutreffen ist: Klarglasrückleuchten. Und so arbeitete ich mich langsam nach vorn. Dabei wollte ich ein weitere Zweifarbenvariante erreichen, die die Fahrzeuge des DRK wieder leicht von den übrigen Fahrzeugen unterscheidbar macht.

Leider fällt wegen der flachen Front- und Heckscheibe der Innenraum zu niedrig für eine Minifig aus, daher das Schiebedach, was den Haarschopf ein wenig herausblicken lässt, oder besser, lassen muss. Einige letzte Details vervollständigen dieses Modell: Straßenräumer hinter dem Frontgrill, zu öffnender Kofferraum, Rettungsgerät in Form eines Beatmungs- und eines EKG-Gerätes sowie eines Notfallkoffers.

Fahrgestellbasislänge: 8 Noppen (2x8er)