RW-Schiene 3.0

Aufmerksame Leser werden sich möglicherweise an dieses Fahrzeug erinnern, als es in der Überarbeitung Ende 2016 an dieser Stelle präsentiert wurde. Oder sogar auch wie alles begann. Da ich bekanntermaßen meine LKW-Modelle auf eine 5er-Breite umstelle, stand nun logischerweise auch dieser Rüstwagen-Schiene zur Überarbeitung an. Das Ziel war erneut die Beibehaltung der Silhouette. Aufgrund der bautechnisch erhöhten Aufbauten um eine Plattenstärke mussten hier allerdings kleinere Abstriche gemacht werden. Für das Erreichen der ungeraden Noppenanzahl des Aufbaus, sorgt eine Lage Jumper für die bauartbedingte Erhöhung. Auch deshalb, weil sich das Fahrgestell nicht weiter absenken ließ. Dennoch entsprechen viele Elemente, wie Kabine, Aufbaulänge, Beladung und den Gleisfahrsatz unter dem Fahrzeug dem Ursprungsmodell. Nun aber, mit fünf Noppen Breite, reiht es sich wieder besser in den Gesamtfuhrpark ein.

 

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RW-Schiene (Neue Version)

Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um ein sog. „Make over“, eine Auffrischung, ein Facelift. Daher fehlt die Rahmengeschichte. Beinahe seit seiner Komplettierung 2013 störten mich hieran der etwas zu lang geratene Radstand und die damit einhergehenden allzu gestreckt wirkenden Proportionen. Also knöpfte ich mir jüngst das Modell noch einmal vor – immer im Blick die Bilder des aktuellen Vorbilds der BF Frankfurt a. Main. Denn dieses wirkt doch deutlich kompakter.

Grundsätzlich aber blieben die wesentlichen Merkmale erhalten. Trotz der vielen Optimierungen. So wurde der Radstand um eine Noppe eingekürzt. Damit verkürzte sich auch der Aufbau entsprechend. Das weggefallene Gerätefach auf der Fahrerseite gleicht
der offenliegende nur 3-Noppen-Breite Gerätekasten wieder aus. Außerdem bekam das Fahrzeug gleich auch eine neue Fahrerkabine. Sie entspricht nun der, die ich auch für das dreiachsige Wechselladerfahrzeug verwendete. Die bereits bekannte Rad-/Reifen-Kombination fand auch hierbei erneut Anwendung. Den Gleisfahrsatz konnte ich noch um eine Noppe kompakter und mit anderen, filgraneren „Rädern“ unter dem Fahrzeug unterbringen. Das hat allerdings zurfolge, dass er nur noch bedingt auf ein typische LEGO® Schiene passt. Hach, es ist ein Für und Wider. Diesmal habe ich zugunsten der Detailtreue entschieden. Auch optimierte ich noch das Lichtraumprofil am Aufbau, so dass die Abschrägungen etwas deutlicher hervortreten. Neben einigen Details und einer optimierten Beladung bekam der der Rüstwagen zu guter letzt vorn wie hinten je Scheinwerfer und Rückleuchten spendiert, um eine vorschriftmäßig beleuchtete (Rückwärts-)Fahrt im Farnheimer Schienennetz zu gewährleisten.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x10er + 2x2er +1x2er Platte mit Griff)

Zugkombinationen – Teil 4

Wie ich ja eingangs dieser Serie schrieb, soll in loser Folge über verschiedenste Zugkombinationen berichtet werden. Der vierte Teil befasst sich, nach Lösch- und Wasserrettungs-, mit dem Rüstzug laut AAO (Alarm- und Ausrückeordnung).

Der Rüstzug ist ein spezieller Fahrzeugverband, der bei Einsatzszenarien, bei denen ein hohes Aufkommen an technischer Hilfe vonnöten ist, alarmiert wird. Unterstellt ist er den Technischen Diensten der Feuerwehr, der u. a. auch die Höhenretter, die Fachgruppe Atemschutz, die FG Leucht, Bergung und FüKom unterstellt sind. Zu den klassischen Einsatzszenarien des Rüstzugs zählen bspw. Bauunfälle, Verkehrs- und Bahnunfälle, Gebäudeeinstürze, Zwischenfälle auf und im Wasser oder verschiedene Arten der Rettung und Bergung, bspw. aus großen Höhen oder Tiefen. Dazu rücken neben einem Führungsfahrzeug (ELW), einem Hilfeleistungslöschfahrzeug (Farnheimer FLF) der Rüstwagen und der Feuerwehrkran aus. In den meisten Fällen ist auch ein Rettungswagen für den Eigenschutz Bestandteil des Zuges. Ggf. kann, wenn nicht schon alarmiert, auch das NEF hinzugezogen werden.

Dieser Zugverband kann je nach Einsatzbeschreibung, um weitere Spezialfahrzeuge erweitert werden. Unter anderem durch den GW-H für die Höhenrettung, einen Wechsellader mit dem AB-Kran oder AB-Bau, dem ÖWSF, oder auch ein Hubrettungsfahrzeug und/oder den RW-Schiene.

Rüstwagen RW-Schiene

Ein besonderes Exemplar im Fuhrpark stellt sicher der Rüstwagen-Schiene dar. Wenn immer ein Notruf gemeldet wird, in dem von einem verunfallten Schienenfahrzeug die Rede ist, rückt der RW-Schiene mit aus. Er bietet aufgrund seiner Konstruktion den Vorteil, sich als sog. 2-Wege-System selbst aufzugleisen, und Schienenstränge zu befahren. Dabei ist die Spurbreite variierbar, so dass er im städtischen Straßen- bzw. U-Bahn-Netz eingesetzt werden kann, sowie auf den Gleisstrecken der Deutschen Bundesbahn zum Einsatz kommt. Ausgerüstet ist er mit speziellem technischen Gerät für schwerste Hilfeleistungen – nicht nur – bei Bahnunfällen.

Ein solches Modell schwebte mir schon länger vor. Allerdings scheiterte es immer ein wenig an elementaren Bauteilen, wie z. B. die Radsätze für Züge. Irgendwann fielen mir exakt vier zu, so dass ich das Projekt angehen konnte. In der realen Welt gibt es Stuttgart und Frankfurt/Main interessante Vorbilder, wobei mir letzterer für meine Wehr als passender erschien. Entsprechend der Beschaffenheit des Vorbildes sollte auch die Mechnik der Schienenfahreinrichtung funktional, d. h. heb- und senkbar ausgeführt sein, und im Straßenfahrmodus platzsparend am Fahrgestell anliegen. Mit der Konstruktion war recht schnell klar, dass das Modell wesentlich größer ausfallen würde, als der zuletzt präsentierte RW 2. Bei dem Schienen-Rüstwagen ging ich, wie bei manch anderen Modellen in der Vergangenheit, bei der Konstruktion den umgekehrten Weg. D. h., ich baute von oben nach unten. Zuerst steckte ich die Proportionen ab, und montierte den Aufbau, dann folgten Teile des Fahrgestells, das in Verbindung mit dem Schienenfahrsatz immer wieder optimiert wurde. Die endgültige Ruheposition dieser Einheit gab schließlich den Radstand vor. Führerhaus, Ladebordwand und schließlich die umfangreiche Beladung vervollständigen dieses, in Farnheimer Kreisen, einzigartige Fahrzeug.

UPDATE 18.05.2013: Das Fahrzeug unterzog man in Lindburg einem umfangreichen Praxistext, in dem man dort auf die gleisgebundene Infrastruktur zurückgreifen konnte. Das Aufgleisen verlief außerordentlich erfolgreich. Somit ist der Schienenfahrsatz definitiv 6w-Bahn-tauglich. Zudem wurde im Vorfeld an den Test der Aufbau an das Lichtraumprofil der Tunnelbauten Farnheims angepasst, und mit weiteren Zusatzscheinwerfern an der Fahrzeugfront versehen.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen ( 1x2er + 2x8er+ 2x4er + 2xer Platte) – Hierbei wurde die 2x4er Platte mit einer Noppenbreite auf die 2x8er Platte gesteckt und verläuft zum Heck hin höher. Das gibt benötigen Raum für die Bauteile des Schienenfahrsatzes.