Sonderlöschmittelfahrzeug (SLF 30/60-6)

2011 betraute man die Technikabteilung der Berufsfeuerwehr in enger Zusammenarbeit mit der Werkfeuerwehr Jade Öl AG mit der Entwicklung eines Sonderlöschmittelfahrzeuges mit Schwerpunkt auf größere und größte Flüssigkeitsbrände. Dementsprechend orientiert sich daran die Beladung. Es fungiert einsatztaktisch bei der BF aber als klassisches Großtanklöschfahrzeug.

Jedoch markiert dieses Fahrzeug eine einmalige Beschaffung, da solche Einsatzfahrzeugtypen in keinster genormt und letztlich bezuschusst sind. Somit sind die Beschaffungskosten, gerade bei einer Sonderanfertigung besonders hoch, da sie von der Stadt zu 100 % geleistet werden müssen und stellen in Zeiten klammer Kassen eine immens hohe finanzielle Belastung des Haushalts dar.

Die Planung und zu einem solchen Fahrzeug und schließlich seine Indienststellung erfolgte nach einer Serie von Großbränden auf dem Raffineriegelände zwischen 2006 und 2009, als die Werkfeuerwehr die BF jeweils um Unterstützung bat. In den Folgejahren nach Indieststellung leistete es gute Löschdienste u. a. bei zwei Großfeuern in Quartiermannsbetrieben im Hafen 2013 und 2014, als zwei mehre tausend Quadratmeter große Schuppen niederbrannten.

Das Besondere an dem Fahrzeug sind sicher seine beiden Monitore, die unabhängig voneinander eingesetzt werden können. 6.000 L Wasser und 600 L Mehrbereichsschaummittel fassen die innenliegenden Tanks. Die Pumpe leistet 3.000 L bei 10 Bar. Entgegen sonst üblicher Konfigurationen ist dieses SLF zur Einsatzwertsteigerung mit Allradantrieb ausgestattet. Als Randnotiz sei vermerkt, dass ein entprechend baugleiches Schwesterfahrzeug bei der Werkfeuerwehr in Dienst ging.

Nun, was modellbaut man einer Feuerwehr, die bereits alles hat? Man entdeckt interessante Fahrzeugtypen quer über das Internet, die eigentlich nicht so wirklich in das Konzept einer Großstadtwehr passen und konstruiert eine Geschichte drumherum – so dass es passt.

Das Original (zweitletztes Fahrzeug von unten) ging bei der WF Esso in Köln 1980 in Dienst und nach wenigen Jahren, nach Schließung der Raffinerie, an die FF Pulheim. Mir gefiel die Form des abgestuften Aufbau des Vorbilds, und die Möglichkeit des Einsatzes von zwei Dachwerfern fand ich spannend. Somit entstand ein Modell, das in weiten Teilen dem des GTLF entspricht. Jedoch wollte ich das Abbild nicht streng dem Original nachempfinden, und somit entschied ich gegen die vorderen Geräteräume zugunsten zweier Schnellangriffseinrichtungen. Aus Gründen der Gleichheit wählte ich als Kabine die Variante, die ebenfalls u. a. bei dem Großtanklöschfahrzeug Anwendung fand.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2x8er + 2x3er + 2x2er +1x2er Platte + 1×2 auf 1×4 Bracket)

SLF 100/180

Seit kurzen steht bei der WF Jade Öl ein neues Schaumlöschfahrzeug im Dienst. Das SLF 100/180 ersetzt das in die Jahre gekommene ULF 8000/2000. Der Nachfolger hat 12.000 Liter Wasser und 6.000 L des neuartigen F 500-Schaumbildners an Bord. Es dienst als Unterstützungsfahrzeug für den ersten Abmarsch. Die eingebaute FP 10/100 bewegt bis zu 10.000 L/Min. Die eingebaute Zumischanlge kann bis zu 600 L Schaumittel mit dem Wasser vermengen. Der Dachwerfer schleudert das Löschmittel mit bis 8.000 L/Min. bis zu 80 Meter weit. Das 40-Tonnen-Löschfahrzeug wird von einem 580 PS starken 8-Zylinder-Dieselmotor angetrieben.

Die Idee zu diesem Modell kam mir, tragischerweise, als in Tianjin (China) zwei gewaltige Explosionen das Gelände einer Gefahrstofffirma und den nahen Hafen erschütterten, und Bilder der Feuerwehr in der Folge das Internet füllten. Dort setzt man auch auf vielfach auf deutsche Brandschutztechnik. Eines dieser dort sehr gebräuchlichen Löschfahrzeuge habe ich versucht nachzubilden. Das ausladende Heck ist sicher gewöhnungsbedürftig aber gewollt. Hierbei verbaute ich, wie schon beim MLF zuvor, den Heckabschluss mit gesnotteter 4x6er Platte mit darauf üppig platzierten Kacheln.

Ein entsprechendes Vorbildfahrzeug findet sich hier: Klick

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2x12er + zwei 2x2er)

Sonderlöschfahrzeug (SLF 30/10-250P)

Seit dem letzten Jahr verstärkte sich die Wehr auch bei den Fahrzeugen für die aktive Brandbekämpfung. So beschaffte man zum SLF 16/18-2 ein erweiteres Fahrzeug – das SLF 30/10-250P. Wie die Zahlen darauf hindeuten lassen, transportiert dieses Einsatzfahrzeug 3.000 L Wasser, 1.000 AFFF-Schaummittel, sowie 250 kg Löschpulver zur Einsatzstelle, die allesamt über den kombinierten Dachwerfer auf das Brandgut abgegeben werden können. Es ist Teil des ersten Löschzuges.

Übrigens: Auf die Löschzugkombinationen einer Werkfeuerwehr gehe ich zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich ein.

Natürlich habe ich dieses Fahrzeug dem älteren SLF nicht zur Seite gestellt, sondern es für die Umgestaltung genutzt. Das Modell wuchs um eine Noppe in der Länge, was dem Tanksegment (zu Erkennen an den 1x3er Fliesen auf den Seitenflächen) zu Gute kam. Grundsätzlich blieb die originale Optik erhalten. Allerdings ersetzte ich die vormals weißen Gerätefachabdeckungen durch hellgraue. Der wuchtige Monitor wich zudem einer filigraneren Version. Überhaupt konzentrierte sich die wesentliche Modifizierung am Heck. Hier kamen neue Schauchhaspeln zum Einsatz, die bereits vom Farnheimer Löschfahrzeug bekannt sein dürften. Auch abgeänderte Lichtmasten sorgen für mehr Helligkeit bei der Einsatzstellenausleuchtung.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2x6er + 4x4er +1x4er Platte + 1×2 auf 1x4er Bracket + 2 Lampensteine)

TLF 16 SA (Sonderausführung)

Ein in allen Belangen einzigartiges Fahrzeug war bis zur Indienststellung des SLF 16/18-2 das TLF 16 SA (Sonderausführung). Der 2.500 Liter fassende Wassertank konnte seinen Inhalt mittels einer FP 16/8, die auf der linken Fahrzeugseite verbaut war, auf den Brandherd abgeben. Einige Jahre später installierten die Wehrleute zusätzlich einen Dachmonitor DM 24 M, um mit bis zu 2.400 L Wasserausstoß/pro Minute noch wirkungsvoller gegen Industriebrände vorgehen zu können.

Es sollte mal wieder ein Oldtimer die Bastelstube verlassen, der auch optisch nach einem solchen ausschaut. Inspiriert von den Alternativbauten der Feuerwehrfahrzeuge aus dem alten „Fire House (#6385) von 1986 und einem alten Vorbildfoto auf der Webseite bos-fahrzeuge.info machte ich mich ans Werk. Wichtig war mir, da das Fahrzeug im Dienst der WF Jade Öl „stand“, dass es als mittlerweile Ausgemustert empfunden wird, sowie der zweifabige Look und die zweifelsfreie Erkennbarkeit eines lupenreinen Löschfahrzeugs. Dazu verhalfen mir der mittels roter Leitern offen dargestellte und gerippte Löschwassertank, der linksseitlich angebrachte Pumpenstand, zwei Löschwasserabgänge, eine große Schnellangriffeinrichtung am Fahrzeugheck und der Dachwerfer. Einige (nicht zuviele) Warn-  und lichttechnische Einrichtungen komplettieren das klassisch dreinschauenende Tanklöschfahrzeug.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

SLF 16/18-2

Im Jahre 2003 stellte die Werkfeuerwehr der Jade Öl AG dieses Sonderlöschfahrzeug, das SLF 16/18-2, als Ersatz für ein 26 Jahre altes Schwergewicht in Dienst. Dieses neue Fahrzeug verfügt über einen 1.600 L fassenden Wassertank + 200 Liter AFFF Schaummittel, dem Schaumzumischsystem One-Seven, einer herausnehmbaren Pulveranlage von 50 kg, Dachwerfer, Schlauchhaspel, Generator und zwei Lichmasten. Das allradgetriebene Löschfahrzeug stellt eine Besonderheit dar, da alle anderen Einsatzfahrzeuge im Furhpark nur über reinen Straßenantrieb verfügen. Es wird als Erstangriffslöschfahrzeug eingesetzt und hat daher auch eine Staffelkabine für eine entsprechende Besatzung von 1+5 Personen.

Das MOC lehnt sich auf Grund heutiger vielfach genormter Aufbauten optisch an das HLF 20/16 der Berufsfeuerwehr an, dennoch ist dieses als ein komplett anderes Modell anzusehen. Der Allradantrieb dient hierbei, neben der Farbgestaltung, als ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal. Auf dem Dach bekam das Fahrzeug einen dreh- und über zwei Gelenke klappbaren Schaum-/Wasserwerfer und die Saugschläuche über das Heck herunterhängend gestaltet, die leicht mittels einer herunterklappbaren Trittstufe von den Minifigs erreicht werden können. Am Heck kommt allerdings die selbe Haspel wie schon beim anfangs erwähnten HLF zum Einsatz. Natürlich sorgt auch hier zu gutzer Letzt wieder eine detaillierte Innenausstattung für mehr „Spielspaß“. Die Frontgestaltung lehnt sich an ein MOC von Jedifireman an.

Um die neue Serie der Farnheimer Feuerwehren farblich von den bereits bekannten besser unterscheidbar zu machen, wählte ich ein Zweifarbkonzept, wobei die Kotflügel und die unteren Bereiche der Karosserie bei diesem und künftigen Modellen immer weiß abgesetzt sein soll.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2x6er + 2x3er + 1x2er + 1x4er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.