Probebau 2.0

Nachdem die Häuser weitestgehend stehen, habe ich mit dem Feintuning begonnen, in dem ich mit der Ausschmückung durch Ampeln, Straßenbeleuchtungen und Grünzeug begann. Zudem überarbeitete ich als Randnotiz den Bahnhof und fügte noch ein paar weitere Bauwerke hinzu. Dies soll es aber nun aber auch gewesen sein. Jetzt beginnt das Eintüten in die Transportkisten – die Ausstellung darf also kommen. Wie krakehlt Spongebob immer: „Ich bin bereit! Ich bin bereit!“

Probebau

Die Zeit läuft. Noch fünf Wochen, dann steht die erste Ausstellung in diesem Jahr an – ABSolut Steinchen. Erneut beteiligen sich, wir, die MoRaStafaris mit einer großen Gemeinschaftsanlage an der Ausstellung. Grund genug, das zuvor am Computer ertüftelte Streckenlayout mit einem Realaufbau probehalber mal auf Planungsmurks zu untersuchen, um nicht am Aufbautag vor Ort ein böse Überraschung zu erleben.

Wie immer kommen beim Streckenlayout einige optische Kleinigkeiten ans Licht, die u. U. für ein betriebstechnisches Zwiscken sorgen könnten. Nachdem das Streckenlayout steht und vor allem nun auch funktioniert, beginnt die Stellprobe der Bebauung. Auch hier möchte ich am Tage des Aufbaus lieber nichts dem Zufall überlassen.

Der Probeanordnung ist deshalb notwendig, weil ich mein Layout grundlegend überarbeitet und zudem gespiegelt habe.

Die MoRaSt-Anlage auf der Fanwelt 2014

Erneut schlossen sich die sog. MoRaStafaris zu einer großen Gemeinschaftsanlage mit einer gewohnt bunten Mischung an Modulen zusammen. Neben den 11 Modulbetreibern waren auch etliche Gäste willkommen, die ein paar ihrer Monorailzüge mitbrachten und für ein paar Runden auf die Strecke entließen. So wurde die MoRaSt-Anlage – als schöner Nebeneffekt – zum Treffpunkt vieler AFOLs. Diesmal insgesamt 38 Züge verteilt auf unglaublichen 195,83 Metern Streckenlänge unterwegs – Rekord!

Die Gemeinschaftsanlage war mit ihren vielen Zügen, die die Strecketeile entlangbrausten, eines der Publikumsmagnete der diesjährigen Kölner Ausstellung. Insgesamt kann man der Monorail-Interessengemeinschaft attestieren, sie hat sich mit ihrem Thema ausstellungstechnisch etabliert. Somit blicken die Modulbetrieber auch schon mit planerischer Vorfreude auf die 2015er Ausgabe von ABSolut Steinchen in Sankt Augustin.

Als Ergänzung zum geheimen Prototyp will ich erklären, dass auf dem AFOLs-Abend der Fanwelt ein neuer Erlkönig der Feuerwehr Farnheim abgelichtet wurde. Dabei experimentierte die technische Abteilung und der Planungsausschuss der Feuerwehr mit einer neuen Fahrzeugbreite: 2w. Bedeutet dies die Abkehr von 4w?

Und hier noch eine unterhaltsame Mitfahrt über das große Streckenrund von Dirk1313:

Fanwelt 2014 in Köln

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, und was schien nicht geeigneter, als den diesjährigen Ausstellungsabschluss gleich vor der eigenen Haustüre zu begehen. So lud die dritte Auflage der Kölner Fanwelt, die zugleich einmal mehr im Verbund mit der internationalen Modellbahnausstellung stattfand, Aussteller und Besucher gleichermaßen in die Messehallen.

Nachdem die Ausrichtung der Fanwelt im Vorfeld lange auf der Kippe stand, fand sie letztlich – wenn auch in einem deutlich geringeren Umfang – doch statt. Und das war auch gut so. Mit dem LEGO Kids Fest teilten sich die Aussteller diesmal eine gemeinsame Halle, was aber der allgemeinen Stimmung keinen Abbruch tat.

So waren die drei Ausstellungstage zum Bersten voll mit tollen Gesprächen und Fachsimpeleien Gleichgesinnter, dem Kennenlernen bislang noch unbekannter Communityanhänger und vielen, vielen Eindrücken, die ich im folgenden Fotoalbum ein wenig Revue passieren lassen möchte. Natürlich erhebt mein Sammelsurium keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern präsentiert sich lediglich als ein quietschbunter Bilderreigen. Viel Spaß!

Feuerwehr Farnheim on Tour – I

Als Organisation für das Gemeinwohl war die Feuerwehr Farnheim natürlich auch auf den MOCs der gesamten Ausstellung des 3. Berliner SteineWAHNs für den Brandschutz zuständig. Eine zweitätige Herkulesaufgabe, die es zu bewältigen galt. Denn selbst auf aus und auf ABS-Kunststoff kreierten Eigenbauten droht durchaus größeres Ungemach. Dem geschulten Auge der erfahrenen Mannen UND Frauen der Farnheimer Feuerwehr entging aber glücklicherweise (fast) nichts. Dafür wurde ihnen mitunter besondere königliche Ehre zuteil, landeten zwischen Zeit und Raum und erlebten ein Wiedersehen mit den aus der Ferne herangereisten Blaumännern des Ingenieurbüros Zypper.

MoRaSt-Modul “Farnheim” auf dem SteineWAHN

Noch im vergangenen Herbst feierte mein MoRaSt-Modul auf der Bricking Bavaria seine Premiere. Beim 3. Berliner SteineWAHN kam es erneut zum Einsatz. Und mit wenigen Modifizierungen konnte ich auch mit Modulbetrieber Idefix (MBI) an der linken Seite andocken, während ich meine Gleisabschnitte auf der rechten Seite (natürlich vom Betrachter aus gesehen) schloss, so dass dann zwei Züge pausenlos ihre Runden ziehen konnten. Aber eine Ausstellung wäre keine richtige Ausstellung, wenn sich sich während ersten Stunden der Veranstaltung nicht mindestens einmal ein Zug dem Fußboden entgegengestürzt hätte. Insgesamt lief danach der Fahrbetrieb aber weitesgehend störungsfrei.

So präsentierte ich in der Hauptstadt ein leicht abgeändertes, aber in wesentlichen Bestandteilen bereits bekanntes Modul. Allerdings wuchs die Ausstellungsfläche für die Feuerwehrfahrzeuge um zwei 32er Bauplatten in der Länge.

Streckenplan_SW2014Für eine Vergrößerung auf die Grafik klicken

Der Vollständigkeit halber seien für statistische Zwecke im Anschluss dennoch die Längenmaße der Gleisabschnitte aufgelistet und zusammenaddiert.

– Größe: 280,5 x 102 cm, bzw. 11 x 4 Basisplatten à 32 x 32 Noppen
– Gleisstränge bestehend aus:
– 20 langen Gerade
– 22 kurzen Geraden
– 10 90-Grad-Kurven
– 4 45-Grad-Kurven
– 9 Stoppern
– 6 Weichen
– 2 Rampen mit je 2 Streckenelementen
– entspricht einer Gesamtlänge von 15,534 m

3. Berliner Steinewahn 2014

SW201400Die Dreifaltigkeitskriche aus B-Lankwitz

Auch in diesem Jahr fuhr ich mit Sack und Pack nach Berlin, um Teil der Ausstellung des 3. Berliner SteineWAHN zu sein. Nur ein Wochenende nach ABSolut Steinchen in Sankt Augustin gab es erneut – diesmal in der Hauptstadt – unzählige wunderschön gestaltete MOCs zu entdecken. Für die knapp 1.200 LEGO-begeisterten Besucher gab es neben viel Science-Fiction (Classic Space Moonbase, Star Wars Dioramen), Stadt und Mittelalter, auch jede Menge Eisenbahn, eine rasante Achterbahnfahrt und ferngelenkte Krane zu erleben. Ebenso durfte man klassische Gesellschaftsspiele (gebaut aus LEGO-Steinen) spielen, oder sich am Aufbau der Sydney Opera versuchen. Kurzum, es war für jeden etwas dabei.

Dem gesamten Team der Berliner Steinkultur möchte ich auf diesem Wege für die hervorragende Organisation über die knapp drei Tage (inkl. Aufbautag) nochmals herzlich danken, auch dafür, dass es es den Ausstellern und Helfern an nichts fehlte.

Die Rückkehr der Monorail

Oder: Der König ist tot – es lebe der König

Es gibt sie ja überall, in allen Bereichen des Lebens: Dinge, die zu unrecht ein Schattendasein fristen. Ob Filme, Musik oder Spiele. Erst bei näherer Betrachtung entwickeln sie ihre eigentliche Pracht und Wirkung. Wahre Perlen eben. So verhält es sich mitunter auch bei Spielzeug, wie z. B. den weniger beachteten Bausätzen aus dem Hause LEGO. Genauer gesagt, bei den Monorail-Sets, der sog. Einschienenbahn. Als Eigenschaft eines typischen „Mauerblümchens“ war auch dieser Monorail keine große Glanzzeit beschienen. In nur sechs Produktionsahren, von 1989 bis 1994, hat es LEGO (mit zwischenzeitlichen Pausen) auf lediglich drei Spiel- und zwei Ergänzungssets gebracht. Vermutlich deshalb, weil das Thema (zu unrecht) keine große Bedeutung erfuhr, da zu teuer, zu eigen und inkompatibel, als bspw. das lang und in epischer Breite etablierte Eisenbahn-Thema. Schade eigentlich, denn bei eben dieser näheren Betrachtung wird die Monorail zu einem wahren Schatz. Warum, möchte ich gerne erläutern.

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Die Monorail nimmt fahrt auf (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Als mein Baustein-Interesse gegen Ende der 80er Jahre schon längst wieder nachgelassen hatte, brachte LEGO 1990 das Airport Shuttle-Set (#6399) auf den Markt, auf das ich zu einem späteren Zeitpunkt in einer Setrezension noch gerne näher eingehen möchte und werde. Ich selber nahm es daher damals auch gar nicht wahr. Erst als meine „Dark Ages“ 2009 endeten, und ich mir meine zu Teenager-Zeit leicht verhökerten Sets aus Kinderheitstagen erneut mühsam zusammenkaufte, fiel mein Blick dann auch auf die Monorail-Bahn anno 1990. Mich beschlich sogleich ein „Must-have“-Gefühl. Jedoch machte einen die Preisentwicklung für ein gut und vollständig erhaltenes Set schwindlig. Gegen Ende 2012 aber nannte ich ein dann komplettes Exemplar schließlich mein Eigen – beflügelt durch die eigene Faszination der Modelle, und der unglaublichen Möglichkeiten, die Brixe, Idefix und Zypper auf der Fanwelt anno 2012 mit diesem System zustande brachten. Mittlerweile hat sich nach einem denkwürdigen Abend im November 2012 (im Dunstkreis der Fanwelt) die Konglomeration „MoRaSt“ gebildet, die mit Ihrer Gemeinschaftanlage, an der auf der 10. Bricking Bavaria mittlerweile nicht weniger als 10 Modulbetreiber mit insgesamt über 170 Meter Gleislänge beteiligt waren, ihren vorläufigen wiederbelebten Höhepunkt erlebte.

Schaut man sich die Technik und die Infrastruktur der Monorail einmal genauer an, dann stellt man fest, dass dieses System ein robustes, einfaches, aber dennoch sehr komplexes und überaus ausbaufähiges war, bzw. noch immer ist. Man kann mit den Schienen, dank der Weichen komplexe Gleislayouts erschaffen, die dem Eisenbahnthema in Nichts nachstehen, und sich darüber hinaus sogar komfortabel in die Höhe bauen lassen. Zudem lässt die klassische Baubreite von vier Noppen bereits auf kleinem Raum komplexe Gleispläne zu. Auch bei den Abmaßungen der Schienenstränge lässt sich ein ausgeklügeltes System erkennen: jede lange Gerade (ob als Rampe oder in der Ebene) ist so lang, wie 32 Noppen, bzw. eine typische Basis- oder Bauplatte. Ein sog. Stopper ist mit 16 Moppen nur halb so lang und eine kurze Gerade misst gerade mal 8 Noppen. Dazu kommen Weichen mit einem speziellem Kurvenstück (45 Grad) und eine große Kurve mit einer 90-Grad-Krümmung. In Kombination mit einer Weiche und einer 45-Grad-Kurve lässt ebenso ein 90-Grad-Radius erschaffen, kann aber gleichzeitig (dank der Weiche) einen zusätzlichen Schienenstrang fortführen. Durch diese kleinen Kurvenstücke, auch 1/8-Kurven genannt – 8 solcher Kurvenelemente ergeben einen Vollkreis – können auch Strecken direkt übereinander geführt werden, was optisch äußerst reizvoll ist. Sind die einzelnen Gleiselemente seitlich mit 1×4 Platten oder Fliesen verknüpft, gehen sie eine sehr stabile und unverrückbare Verbindung ein, denn die Zahnradbahn verzeiht i. d. R. keine Spielräume und Versätze.

Mit den zuvor erwähnten Stoppern ist man in der Lage, die Bahn anhalten zu können, oder sie in der Fahrtrichtung umzukehren. Gerade diese Stopper machen das bahnbetriebliche Salz in der Suppe aus. Dadurch, dass die Züge ursprünglich nicht fernsteuerbar sind, fahren sie unermütlich mit einer durch den Motor festgelegten Geschwindigkeit um den Parcours. Befinden sich nun aber mehrere Bahnen auf ein und dem selben Schienenkreis (um die Frequenz auf langen Strecken aus optischen Gründen gerade bei Ausstellungen zu erhöhen), laufen sie zwangsläufig früher oder später aufgrund unterschiedlicher Schnelligkeiten, bedingt durch differente Ladestände der Batterien und unterschiedliche Zug-Gewichte aufeinander auf. Mittels dieser Stopper, und einem wachen Geist als menschlicher Bahnbetriebsleiter lassen sich drohende Auffahrunfälle reduzieren (NICHT vermeiden – das zeigt die Paxis), in dem mit geschickten Wartepausen die Abstände zwischen den Zügen erneut vergrößert werden.

MR_14Der Batteriekasten (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Der Antrieb dieser Züge erfolgt, wie bereits angedeutet, über einen 9V-Stromquelle, die in einem Batteriekasten direkt in der Bahn verbaut ist. Die Motoreinheit sitzt als sparates Segment zwischen den eigentlichen (bebaubaren) Waggonmodulen. Mittels Kabel ist der Motor (mehr oder weniger) flexibel mit der Stromquelle verbunden. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Zahnrad auf einen extra in der Schiene eingelassenen Zahnstrang. Auch die Motorentechnik ist so robust, dass sie selbst über Stunden im Dauerbetrieb keine Ermüdungserscheinungen erkennen lässt, oder gar Motorenschäden zu beklagen sind. Dennoch sollte man mit den Antrieben pfleglich umgehen, da sie seit zwanzig Jahren nicht mehr hergestellt werden, und sich Ersatz mitunter schwierig und kostspielig gestaltet. Gleiches gilt für die Weichen. Ihre beweglichen Teile werden mit der Zeit anfällig für Ausfälle. Es gibt zwar Möglichkeiten zur Instandsetzung, die ist aber aufwändig und zweitraubend. Zwischenzeitige Pflege mittels Silikonspray (keines auf Mineralölbasis verwenden!) hält die Bewegungsabläufe geschmeidig.

Zu guter Letzt sei der Vollständigkeit halber noch ein kleiner Überblick über die recht spärliche Produkt-Historie erlaubt:

1987 – #6990 Monorail Transport System (Futuron Space Theme)
• weißer Zug
• 715 Teile
• 4 lange Kurven (90 Grad)
• 2 Stopper
• 2 Rampen aufwärts
• 2 Rampen abwärts
• 2 lange Geraden

1989 – #6921 Monorail Accessory Pack
• 4 lange Kurven (90 Grad)
• 4 lange Gerade
• 2 kurze Geraden

1990 – #6399 Airport Shuttle (Town Theme)
• roter Zug (einziges Set mit spezieller Motorenabdeckung)
• 767 Teile
• 8 lange Kurven (90 Grad)
• 2 Stopper
• 2 Rampen aufwärts
• 2 Rampen abwärts
• 5 lange Geraden

1991 – #6347 Monorail Accessory Pack
• 4 lange Kurven (90 Grad)
• 2 lange Geraden
• 2 kurze Geraden
• 1 Weiche links
• 1 Weiche rechts
• 1 kurze Kurve (45 Grad)
• 1 kurze Kurve (45 Grad)

1994 – #6991 Monorail Transport Base (Unitron Space Theme)
• Althellgrauer Zug mit schwarzer Batteriebox
• 573 Teile
• 4 lange Kurven (90 Grad)
• 2 Stopper
• 2 Rampen aufwärts
• 2 Rampen abwärts
• 1 lange Geraden
• 5 kurze Geraden
• 1 Weiche links
• 1 Weiche rechts
• 1 kurze Kurve (45 Grad)
• 1 kurze Kurve (45 Grad)

Stammtisch-Halbwissen:
Das letzte der drei Spiel-Sets, das gleichzeitig die längste Gleistrecke eines der Sets bot, verfügte über die Möglichkeit, die Streckenbauten einfach gegen andere Spyrius-Modelle der Serie zu tauschen, bzw. diese in den Streckenfluss einzubinden. Die erste Monorail hingegen wurde noch mit kurzen Kupplungsstücken ausgeliefert. Der Airport Shuttle gilt als ein hervorragendes Bindeglied zwischen dem damaligen Flughafen-Bausatz (#6396) und den übrigen Sets aus dem Städte-Thema, ist zweifellos die beliebteste der drei Bahnen, und gleichzeitig das einzige Set, das über eine dem Zugdesign angepasste Motorabdeckung verfügt.

Und noch etwas:
Darüber hinaus existieren im Netz interessante Patentzeichnungen über alternative Antriebe (hier auch in deutsch) und über andersartige Weichen, sowie einer echten Kreuzung. Schade, dass diese Dinge nie realisert wurde, da sie für den Streckenverlauf durchaus eine Bereicherung dargestellt hätten. Wenn man die U.S.-Patente weiter durchsucht, stößt man auch auf Zeichnungen mit alternativen Streckenverbindungen und andersartigen Steigungen.

Das Allerletzte:
Es hält sich das Gerücht mehr oder minder hartnäckig, dass das Unternehmen nach Einstellung der Serie sämtliche Monorail-Spitzgussformen vernichtet haben soll. Darüber hinaus sollen sich in einer Marktforschung befragte Kinder gegen ein Monorailsystem ausgesprochen haben. Ob es sich hierbei um das Aufleben des alten oder eines komplett neuen Systems gehandelt haben soll, ist nicht überliefert.

MoRaSt-Modul „Farnheim“ auf der Bricking Bavaria 2013

BB2013_FH38Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Zum ersten Mal stellte ich bei einer Ausstellung nicht bloß meine zahlreichen Feuerwehrmodelle, sondern auch ein mit dem Städtethema (klassisch angehaucht mit Häusern mit offenen Rückseiten) bebautes Streckenmodul im Rahmen der Interessengeinschaft MoRaSt (MonoRail-Standard) aus. Nach Platzauslotung und Stellproben im Vorfeld wurde es nun ernst. Auf der 2013er Bricking Bavaria fügte sich mein Modul in die dortige MoRaSt-Anlage ein. Nach einer doppelten Eckmodulbestückung beim Steinewahn im vergangenen August, war mir nun ein Standard-Streckenmodul vorbehalten. Zudem sprang ich für einen weiteren Modulbetreiber ein, und beschickte eine seiner beiden Eckmodule mit weiteren Exponaten. Den Aufbau hielt ich in dokumentarischer Art und Weise fest, denn wer weiß, wie mein neues Modul bei zukünftigen Ausstellungen aussehen wird. Einige Ideen sehen im übrigen etwas ganz anderes vor. Aber keine Sorge, es bleibt überwiegend rotlastig. Bevor es aber soweit ist, gibt es im Anschluss für diejenigen, die es interessiert, in epischer Breite Fotos von meinem aktuellen MoRaSt-Modul.

Kurz noch ein paar Eckdaten zum Modul:
– Größe: 229,5 x 102 cm, bzw. 9 x 4 Basisplatten à 32 x 32 Noppen
– Gleisstränge bestehend aus:
– 15 langen Geraden
– 17 kurzen Geraden
– 8 90-Grad-Kurven
– 4 45-Grad-Kurven
– 7 Stoppern
– 7 Weichen
– 2 Rampen mit je 2 Streckenelementen
– entspricht einer Gesamtlänge von 13,394 m

Die MoRaSt-Anlage auf der Bricking Bavaria

BB2013_M01Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Nach Absolut Steinchen in St. Augustin im Frühjahr und dem Berliner Steinewahn im Hochsommer folgte auf der Bricking Bavaria ein weiteres und letztes Mal in diesem Jahr die Präsentation in Form einer großen Gemeinschaftsanlage des MoRaSt. Zu der bedeutenden Ausstellung in Bayern waren erneut 10 Aussteller mit ebensovielen Modulen angereist. Zu sehen gab es eine detaillreiche Zechenanlage samt angrenzendem Fluss, ausgefallene Architektur samt Zypper’s bekannt buntem Turm, eine Steampunk-Unterwasserwelt, ein LEGOLAND im Minifig-Maßstab, sowie ein vollständiger Bahnbetriebshof mit Waschanlage. Zudem schnurrten weit über 30 verschiedene Züge über die Schienen der Anlage. Ach ja, ich war ja bekanntermaßen ebenso mit einem Modul beteiligt. Dazu mehr in einem weiteren Posting.