FuStW (Funkstreifenwagen)

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Wie jetzt, blau? Tja ja. Denn. Kürzlich kam im Chat auf der 1000steine-Seite die Frage nach dem generellen Ausrüstungszustand der Polizei in Farnheim samt Anmerkung auf, dass diese mussmaßlicherweise – im Gegensatz zur Feuerwehr – etwas vernachlässigt erscheint. Nun ja, da ist wohl korrekt. Aber bekanntermaßen bin ich ursächlich verantwortlich als Leiter einer städtischen Behörde. Die Zuständigkeiten der Polizei hingegen obliegen dem Land. Also, not my business. Aber nichts desto trotz kann und will ich heute dem Wunsch nach der modernen Ausstattung der Polizei im Außendienst mit einem Funkstreifenwagen nachkommen.

Es handelt sich hierbei um ein sog. SUV in der Behördenversion (welches auch bei der Farnheimer Feuerwehr als Kommadowagen im Dienst ist), das 2015 in einer Stückzahl 25 Fahrzeugen als 5. Leasingfahrzeug-Generation für die Polizeidirektion Farnheim beschafft wurde. Diese Fahrzeugcharge ist noch vor der „VESBA“-Studie, was gehörig sperrig soviel bedeutet: „Verbesserte Erkennbarbeit von Streifenfahrzeugen auf Autobahnen oder autobahnähnlich ausgebauten Straßen“ in Dienst gestellt worden, so dass hierbei die leuchtgelben Konturmarkierungen noch fehlen. Die Wahl fiel auf ein geländegängigs Fahrzeug mit erhöhter Sitzposition für ein schnelleres Zu- und Austeigen, einer besser Übersicht im Straßenverkehr sowie einer höheren Zuladung für die umfangreiche Ausrüstung. Ein 2.2 L Turbodiesel mit 205 PS sorgen für standesgemäßen Vortrieb, auch wenn es mal zügiger sein muss.

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Die Evolution eines MOCs

Ich bin immer versucht meinen Modellen bei einer Erneuerung mitunter auch ein neues, frischeres Gesicht zu verpassen. Entweder als Facelift oder als komplette Neuschöpfung. Wie bei einem typischen Autoleben in der Realität auch.

Jetzt verjüngte ich das SUV des WAL (Wachabteilungsleiters). Dabei kam mir in den Sinn, ob man nicht mittlerweile eine kleine Bilderserie schaffen könnte, in der erkennt, wie sich ein Modell über Generationen typologisch und modellbauerisch weiterentwickelt.

Tatsächlich, man kann. Das erste Modell, ein SUV ging anno 2009 bautechnisch noch sehr klassisch angehaucht an den Start. Kompakt und bullig stand es auf großen, grobstolligen LKW-Reifen. Typische Stilelemente der Classic-Town-Reihe der 1980er Jahre waren seine Merkmale. Der Gebrauch neuer Teile hielt sich damals noch in strengen Grenzen, da schlichtweg nicht im eigenen Bestand vorhanden. Ebenso nicht vorhanden war die mittlerweile etablierte gelbe „Konturmarkierung“. Als Gimmick erhielt das Fahrzeug eine klappbare Motorhaube.

Gen01

2013 folgte die erste Überarbeitung. Eigentlich eine fasst komplette Neukreation. Auffälligste Änderung war daher sicher die glupschäugig-aerodynamischere Frontgestaltung. Das Lichterband aus gelben Nebelscheinwerfern und blauen Frontblitzern entfiel, aber ohne auf Letztere verzichten zu wollen. Hinzu kamen neue, rote Steckfelgen, eine echte B-Säule und erstmalig die gelben Seitenstreifen. Das Heck blieb bis auf den nun außenliegenden Reservereifen unverändert, die schwarze „Zierleiste“ aber verschwand. Somit weichten die Umbaumaßnahmen den klassischen Look auf. Gen02

Die jetzige Überarbeitung kam wahrlich einem „Facelift“ der zweiten Stufe gleich. Der „Classic-Town-Look“ verschwand nahezu vollkommen. Die flachere Frontscheibe ließ ein insgesamr sportiveres Aussehen zu. Neben einer neuen, besser sichtbaren Konturmarkierung bekam das SUV nun wieder mehr schwarze Applikationen, die den Offroad-Charakter stärker betonen. Eine Reminszenz an den Ursprung lässt der erneute Stoßfänger mit integrierten Nebelscheinwerfern zu. Neue, wohlwollender proportionierte Reifen passen ingesamt nun besser zur Fahrzeugsilhouette. Die Frontgestaltung – insbesondere die Haube – wurde zugunsten der Aerodynamik nochmals leicht optimiert und mit einer neuen Feuerwehrsymbolik versehen. Insgesamt wirkt das Modell durch seine farbige Akzentuierung etwas detailreicher, was es interessanterweise teilemäßig aber gar nicht ist.Gen03Randnotiz: Ich hatte lange überlegt, ob ich diesem Fahrzeug in der jüngsten Modernisierungsstufe einen um eine Noppe verlängerten Radstand spendieren sollte. Sicher etwas, das die gedrungen wirkende Silhouette etwas entzerrt hätte. Habe mich aber dann dagegen entschieden, um den kompakten Charakter beizubehalten und um bei einem möglichen Bau eines größeren SUVs noch etwas mehr Differenzierungsspielraum zu haben.

#6644 – Road Rebel (1990)

Der Nachfolger des alten „Motorcycle Transport“ (#6654) von 1983 sieht nicht nur schnittiger aus, sondern kommt auch direkt mit einem bissigeren Set-Namen daher: „Road Rebel“. Der Protagonist, eine Minifig im Rennoverall, scheint in seiner Freizeit der Beschäftigung von Rennen mit seinem Rennmotorrad nachzugehen, während er im täglichen Straßen auch nicht gerade unsportlich unterwegs ist.

Das Zugfahrzeug ist ein flottes Sportwagen-Cabrio, sattem Heckspoiler und ein gelben Zierstreifen an der Seite, die in Korrespondenz zu gelben Trailer stehen. Die abgeschrägte Motorhaube mit integriertem Kotflügel stellte zum Erscheinungstermin 1990 eine Formneuheit dar, die damals zudem in gelb erschien. Basis für den Bau des Sportwagens mit Anhängerkupplung (eine in der Realität nicht alltäglich anzutreffende Kombination) ist das bekannte kurze Chassis mit 7 Noppen Länge.

Der Hänger ist, im Gegensatz zu den Anfängen der Classic-Town-Serie, kein Sonderteil mehr, sondern wird aus zahlreichen Bauteilen montiert, und fällt naturgemäß detailreicher aus. Rückleuchten oder auch ein wirklichkeitsgetreue Abstützung des Vorderwagens sind nur einige der Besonderheiten.

Die Beladung des Anhängers stellt ein schwarzes Motorrad dar. Das außer mit einer schwarzen „3“ bedruckten 1x1er Fliesen keine weiteren Anbauteile bekam. Als weiteres Zubehör liegt dem Set ein Helm mit klappbarem Visier bei, womit man die Minifig für den Ritt auf dem Feuerstuhl ausstaffieren kann.

Jahr: 1981
Teile: 68
Minifig: 1

Surfer-Van

Solch lässige Typen, wie der Surfer aus der zweiten Serie der Sammelfiguren, brauchen natürlich auch einen standesgemäß fahrbaren Untersatz. So entstand der hier vorgestellte Pickup im Bicolor-Design. Eine kleine Ladefläche, sowie eine funktionstüchtige Ladeklappe, eine Reserveradhalterung, Zusatzscheinwerfer und natürlich eine entsprechende Surfbretthalterung vervollstängen das kleine Modell.

Fahrgestellbasislänge: Noppen Noppen (4x10er PKW-Plattform)

# 6677 – Motocross Racing (1986)

1986 erschien ein Offroad-Gespann, auf dessen Trailer ein Motocross-Maschine verladen war. Karosserie und Hängerfarbe sind Gelb, wobei B-Säule und Dach am Zugfahrzeug weiß abgesetzt sind. Beide Fahrgestelle sind schwarz. Das SUV ist hier ausnahmsweise mal nicht typisch auf eine 4x10er PKW-Bodenplatte aufgebaut, sondern sieht dank einer anderen Grundkonstruktion völlig anders aus. So fällt besonders die Frontgestaltung ins Auge, die komplett ohne einen Überhang auskommt und dadurch wie ein klassischer Jeep wirkt. Dennoch ist die Fahrzeugfront zwei Noppen lang, sodass hier noch eine klappbare Motorhaube samt Motorblock-Anmutung platziert wurde. Die selbe Optik spendierte man auch dem Set „TV Camera Crew“ (# 6659) aus dem selben Jahr.

Der Hänger ist eine gelungene Konstruktion aus mehreren Bauteilen, auf der die blaue Motocrossmaschine gesteckt ist. Der Fahrer, eine Minifig im Rennoverall, ist mit einem schwarzen Helm bekleidet.

Jahr: 1986
Teile: 72
Minifigs: 1

# 6698 – RV with Speedboat (1986)

Dieses Set bekam ein Zugfahrzeug, dessen grundlegende Form in weiteren, später veröffentlichten Sets Verwendung fand. So erschien 1988 der Fire Chief’s Truck (#6643), 1992 folgte als Teil einer Airline-Promotion in begrenzter Stückzahl das Airline Maintenance Vehicle with Trailer (#1773) und 1994 dann in modernisierter Form der Cactus Canyon (#1742).

Doch zurück zum aktuellen Set. Das SUV kommt im schicken marinen Bicolor (Blau und Weiß) daher, und verfügt über etliche Extras, wie Zusatzscheinwerfer, Schiebedach, Stoßstange in Wagenfarbe, Antenne, eine zu öffnende Motorhaube mit Motornachbildung, so wie Stauraum für die Tauchausrüstung der Minifig. Ebenso erhielt das Modell Felgen in strahlendem Weiß.

Ein Einachshänger in Rot gehalten mit einigen weiß abgesetzten Details ist mit einem Schnellboot mit Außenborder beladen. Der Hänger verfügt über Rückleuchten, eine Frontabstützung, und eine Winde. Ebenso wie der Jeep rollt der Anhänger auf weißen Felgen.

Das Schnellboot hat einen festen Rumpf, dessen weißblaue Farbgebung gut mit der des Jeeps korrespondiert. Der Außenboarder kann realistisch angekippt werden und verfügt über Schiffsschaube und Gashahn.

Leider fehlt dem 24 Jahre alten bespielten, aber noch gutem Zustand befindliche Set die Taucherausrüstung, die ich aber in Kürze aus eigenen Beständen hinzufügen will, um es wieder zu komplettieren. Daher fehlt sie noch in den Aufnahmen.

Jahr: 1986
Teile: 129
Minifig: 1