GW-Boot „Bootswagen“

Die zahlreichen Wasserstraßen im Farnheimer Stadtgebiet machen eine Vorhaltung geeigneter und moderner Einsatzmittel notwendig. Daher verfügt die Berufsfeuerwehr über zwei Wasserrettungszüge (kurz WRZ), die in ihrer technischen Ausstattung allerdings nicht identisch sind. Der standardmäßig alarmierte WRZ I, der auf sog. Hafenwache (kurz F13) in Westerwede stationiert ist, ist in seiner einsatztaktischen Konzeption technisch umfangreicher und vielfältiger als der zweite Zug, der im Süden der Stadt auf der Feuer- und Rettungswache 5 in Lohstedt (F15) vorgehalten wird. Als Teil des WRZ 1 rückt dieser Gerätewagen-Boot, intern kurz Bootswagen genannt, laut AAO zum Einsatz aus. Neben einer umfangreichen technischen Beladung ist auf seinem Aufbaudach auch ein  stabiles und ausreichend dimensioniertes Schlauchboot verlastet. Dies kann mit dem heckseitig montierten Ladekran rasch zu Wasser gelassen werden. Im Grunde ist dieses Fahrzeug ein Rüstwagen, der speziell auf technische Hilfeleistungen auf dem Wasser ausgelegt ist.

Das Fahrzeug selbst verfügt über eine 440 PS starken Turbodiesel, Allradantrieb und eine besonders profilierte Bereifung, um auch im unwegsamen Gelänge in Ufernähe problemlos bewegt werden zu können.

Nun, diese kleine einleitende Geschichte sollte und wollte dem Leser nicht schon wieder ein neues Fahrzeug für ein erst ein paar Jahre altes Vehikel verkaufen. Das wäre doch (auch in Farnheim) etwas zu unrealistisch. Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt, der alte Bootswagen, also das Modell, hat es nun hinter sich. Daher mussten ein paar unverfängliche Zeilen das neue Exemplar anpreisen. In den knapp fünf Jahren, in denen der alte Bootswagen von Ausstallung zu Ausstellung zog, hat sich in Farnheim viel getan. Und somit hat es jetzt – im Zuge der Modernisierung Fahrzeugparks – auch eben dieses Modell erwischt.

Der Nachfolger ist eine vollständige Neuentwicklung. Allerdings ist er auch mit einigen Details ausstaffiert, die bei anderen Modellen in der jüngeren Vergangenheit bereits Anwendung fanden. So seien an dieser Stelle die zwillingsbereifte Hinterachse oder die wuchtigen Radausschnitte am Fahrerhaus in einer Randnotiz erwähnt. Apropos Radausschnitte. Als ich während des Bauvorgangs über den andersartigen Einsatz dieser Kotflügelteile sinnierte, war ich mir gar nicht der Tatsache bewusst, dass es davon zwei Bauteile mit unterschiedlichen Radausschnitten gibt. Laut Bricklick ist es das aktuelle Bauteil mit der Katalognummer 14520 und sein Vorgänger #52038. Mir fiel es erst auf, als ich ungedacht diese beiden Bauteile mit ihren verschiedenen Radausschnitten gegeneinander schob.

Jedenfalls. Meine Philosophie eines einheitlichen Fahrzeugparks habe ich bei der Gestaltung dieser Fahrerkabine mal beiseite geschoben. So konnte ich mir eine neue, wuchtige Optik zusammenbasteln, die voraussichtlich ein Einzelstück bleiben wird. Aber dies lies viele Details wie vier Frontblitzer und auch Nebenscheinwerfer möglich werden. Die signifikanteste Veränderung erhielt aber der Aufbau nebst Boot. Letzteres fand in dieser Montageweise bereits beim jüngst präsentierten Löschboot Verwendung und ist eine Entlehnung von einem Vorbild der 1000steine-Kollegin Dorothea Williams. Den Aufbau gestaltete ich diesmal in einer Breite von 5(!) Noppen. Diese ungerade Anzahl ist zwar nicht wirklich neu, denn bereits der GKW und der RTW verfügen über gleichbreite Aufbauten, allerdings haben gerade solch ungerade Lösungen bautechnisch ihren Reiz, und es wirkt im direkten visuellen Vergleich mit dem Fahrerhaus recht realitätsnah. Manch einer mag mir daher vielleicht nun vorhalten, ich würde meine alten 4w-Pfade verlassen, und zu einer Breite mit sechs Noppen ist es schließlich nicht mehr weit. Das ist zwar richtig, allerdings möchte ich entwarnend dagegen argumentieren, dass nach wie vor der nostalgische und klassische Grundgedanke hinter allen Werken steht – auch in Zukunft. Da sich meine Modelle und meine Bautechniken aber immer weiterentwickeln ist das Ausloten neuer Grenzbereiche durch solche „Ausreißer“ beabsichtigt, ohne aber den Fokus auf das traditionell Wesentliche aus den Augen zu verlieren.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2 Stück 2x2er + 2x10er Platte)

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Einsatz der Feuerwehr Farnheim bei ABSolut Steinchen 2017

Kurz vor Ende der Ausstellung ABSolut Steinchen ereignete sich am Sonntag nachmittag noch ein Zwischenfall auf der Anlage von Schwabenstein. Gegen 14:20 Uhr erreichte die Leitstelle der Feuerwehr Farnheim ein Notruf, dass ein Auto ins Hafenbecken gestürzt sei und sich darin noch eine Person befinde.

Umgehend setzte der dortige Disponent den Wasserrettungszug der Wache 3 in Bewegung und alarmierte den Rettungsdienst, der nur wenige Minuten später die Einsatzstelle erreichte. In der Zwischenzeit konnte sich der Fahrer des in das Hafenbecken gestürzten PKWs selbsttätig befreien. Die Polizei begann indes mit der Zeugenbefragung. Zusätzlich entsendete die Leitstelle der Berufsfeuerwehr noch das WLF 5 der Hafenwache (F13), beladen mit dem AB-Umwelt und Gewässer und dem AB-MUG (Mulde Umwelt und Gewässer), um die Ausbreitung etwaig austretender Betriebsstoffe mittels Ölsperren schnell unterbinden zu können.

Der Rettungsdienst samt Notarzt und vorsorglich hinzubeordertem Rettungshubschrauber, Christoph 50, konnten den geretteten Patienten schließlich von den Taucher-Kollegen der Berufsfeuerwehr aus dem Mehrzweckboot übernehmen und transportfähig bekommen. Die erste Diagnose durch den Notarzt attestierte lediglich einen Schock sowie eine leichte Unterkühlung. Sicherheitshalber wurde er aber zu einem ambulanten Checkup ins Krankenhaus verbracht.

Verantwortlich für die Ursache des Unfalls sei laut Polizeiangaben ein Fahrfehler des Fahrzeughalters, der offenbar das Brems- mit dem Gaspedal verwechselte. Er war mit seinem Auto als erster zunächst völlig unauffällig auf die Fähre gefahren, doch anstelle das Fahrzeug vorn auf dem Deck des Schiffes zu parken, gab der Fahrer plötzlich und unvermittelt Gas, sodass die Bugklappe der Fähre dem Aufprall nachgab und das Auto in den Kanal stürzte.

Der nachträglich zur Einsatzstelle beorderte Feuerwehr-Kranwagen half, wie auch ein herbeigeeiltes Wasserflugzeug, bei der Bergung des Fahrzeugs, das nur noch Schrottwert haben dürfte.

Gegen 15:45 Uhr meldete die Einsatzleitung den Einsatz für beendet und übergab diese schließlich der Polizei.

Einsatzdauer: 1 Stunde, 25 Minuten

Personalstärke: 12 Mann

Eingesetzte Einheiten:
• Einsatzleitwagen ELW 1-3 (Florian Farnheim 03-ELW-1)
• Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-3 (Florian Farnheim 03-FLF-1)
• GW-Taucher
• GW-Boot
• FwK 60
• Wechselladerfahrzeug WLF (Florian Farnheim 03-WLF-2)
• AB-Umwelt und Gewässer
• AB-Mulde Umwelt und Gewässer
• RTW 19 (Florian Farnheim 03-RTW-2)
• NEF 6 (Florian Farnheim 02-NEF-6)
• RTH Christoph 50

Abschließend möchte ich noch Christian alias BricksCorner und dem gesamten Team von Schwabenstein danken, der das dramatische Szenario auf der Anlage von Schwabenstein erst möglich machte. Glückerlicherweise nahm keine Minifig ernsthaft Schaden.

TdoT bei der Feuerwehr Mülheim 2016

Einmal mehr bot der Tag der offenen Tür bei der Mülheimer Feuerwehr 2016 bestes Ausflugswetter. Demnach fanden sich auch zahlreiche Besucher auf dem Hof der FRW 1 an der alten Dreherei in Broich ein. Leider ist die geplante Neuanschaffungen noch nicht in Sicht. Somit bot der Tag in Sachen Fahrzeugtechnik persönlich auch nichts neues. Jedoch gelang mir nochmals Blick auf allmählich scheidende Fahrzeuge, wie bspw. der Gerätewagen-Wasserrettung. Auffällig war allerdings, dass der GW-Mess und die Fiat Doblos, in Gestalt des GW-Tier und als PKW für den Tagesdienst nicht mehr vorzufinden waren. Jedoch konnte ich noch einen interessierten Blick in die Werkstätten werfen.

GW-Taucher „Taucherwagen“

Wie hinlänglich bekannt sein dürfte, verfügt die BF Farnheim über zwei Wasserrettungszüge. Der WRZ I im Hafen verfügt seit kurzem über einen neuen Taucherwagen, mit dem auch das letztjährig in Dienst gestellte Rettungsboot auf dem Trailer zur Einsatzstelle gezogen und zu Wasser gelassen werden kann. Der Gerätewagen verügt über eine Gruppenkabine, in der sich die Taucher umkleiden können, Allradantrieb und für eine größere Wattiefe eine höher gesetzte Karosserie. Er ergänzt sich mit dem intern „Bootswagen“ genannten Gerätewagen-Boot.

Als nicht mehr zeitgemäß (sowohl optisch als auf bautechnisch) empfand ich den vor etwas mehr als drei Jahren hier vorgestellten GW-Wasserrettung. Er entsprach in vielerei Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen an meinen Fahrzeugpark. So nutzte ich die Basis für einen kompletten Neubau. Die wesentliche Basis (Gruppenkabine, Dach- und Geräteraumbeladung, Aufbaustruktur und den Allradantrieb) behielt ich bei, verpasste dem Fahrzeug allerdings das sog. „Familiengesicht“, verlängerte den Aufbau und passte die Reifengröße an. Er zieht das bereits bekannte graue Rettungsboot. In Kürze erfolgt eine weitere Folge der Zugkombinationen, in der ich den Wasserrettungszug (WRZ) näher erläutern möchte. Das ich den Trailer des Bootes noch nicht vorstellte, kann er erstmalig auf den Bildern dieser Galerie betrachtet werden. Einzelfotos sind in Kürze in der Galerie des Rettungsbootes zu finden.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x10er + 2x3er Platte)

Anhänger-Mehrzweckrettungsboot – FwA RTB 2

Kürzlich beschaffte man als Ersatz für ein altes Rettungsboot dieses neue Mehrzweckboot. Es ist im Gegensatz zum RTB 1, das einen Rumpf aus GFK hat, komplett aus Aluminium gefertigt. Gezogen wird es, auf einem zweiachsigen Trailer, vom zweiten GW-Wasserrettung zum Einsatzort. Hierbei ist der Führerstand erhöht im hinteren Teil des Bootes zu finden. Der vordere Bereich nimmt das Personal und einige Aussrüstung auf.

Die letzte Bricklink-Bestellung bescherte mir auch einige Rumpfteile in hell- und dunkelgrau, so dass nicht nur das RTB auf dem Bootswagen einen „Aluminium“-Look bekam, sondern gleichzeitig auch noch ein weiteres, größeres Boot realisiert werden konnte. Somit sind, bis auf einen Abrollbehälter-Boot, sämtliche Beschaffungen für die Wasserrettung komplett. Der Anhänger, auf dem das Boot sonst ruht, folgt an dieser Stelle mit entsprechenden Abbildungen in Kürze.

GW-Boot „Bootswagen“

Die Berufsfeuerwehr Farnheim unterhält, bedingt durch die städtische Geografie, zwei Wasserrettungszüge. Während einer im Norden stationiert ist, und für die dortigen öffentlichen Gewässer, sowie den unteren Flusslauf samt Nebenarme bis zur Mündung in die Nordsee zuständig ist, entfallen auf den zweiten Zug alle südlichen Gewässertypen, sowie der Seehafen. Hier sorgt ein sog. schwerer Wasserrettungszug (WRZ) für die Rettung in der Not. Dieser Zug setzt sich i. d. R. aus einem ELW, einem HLF, ggf. Rüstwagen, einem Taucherwagen (GW-Taucher) und einem Bootswagen (GW-Boot) zusammen – immer unterstützt von RTW und NEF.

Neben dem Taucherwagen ist dieser Bootswagen sicher ein fahrzeugtechnisches Highlight des WRZ II. Es ersetzt einen etwa 25 Jahre alten Vorgänger, der nun in den verdienten Ruhestand entlassen wurde. Der neue Bootswagen ging im Sommer dieses Jahres in Dienst und ist mit einem Aluminium-Mehrzweckboot beladen, das mit dem heckseitig verbauten Kran zu Wasser gelassen werden kann. Die Beladung umfasst Tauchgeräte, Rettungsgeräte für Wasser- und Eisunfälle aller Art, sowie Ausstattung zur Mensch- und Tierrettung.
Ich bin derzeit dabei nach und nach meinen gesamten Fahrzeugbestand zu überarbeiten. Manches ist über über drei Jahre alt, und im Vergleich zu den heutigen Modellen nach eigenem Gusto nicht mehr zeitgemäß, was Funktion, Optik und Detailgrad anbelangen. Und somit fiel der alte GW-Wasserrettung dem Bootswagen zum Opfer. Aus einer angedachten Optimierung erwuchs ein komplett neues Modell nach Frankfurter Vorbild. Kniffelig war hierbei zum einen die niedrige Gestaltung des Aufbaus (insbesondere funktionaler Geräteräume), damit darauf höhentechnisch noch ein kleines Boot Platz findet, und zum anderen ein „zusammenfaltbarer“ Heckkran. Hierfür entschied ich mich für einen Klappmachanismus aus Clips, anstelle der alten 2-Finger-/3-Finger-Gelenke. Für den letzten Feinschliff möchte ich zukünftig das Mehrzweckboot mit einer hellgrauen Schale ausstatten (sofern es die Bauteile in der Farbe überhaupt gibt), um ihm ein wenig mehr Aluminiumcharakter zu geben.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (1×2 auf 1×4 Bracket, 2x12er Platte)

GW-Wasserrettung (neue Generation)

Wie bereits im September 2009 angekündigt, ist seit wenigen Wochen, im Zuge der Modernisierung, nun das erste, neubeschaffte Wasserrettungfahrzeug im Dienst der BF. Kosten- und Personaleinsparungen zwangen die Wehr nach einer Kombinationslösung von Boots- und Taucherwagen zu suchen. Fündig wurden sie mit diesem, für Ihre Zwecke zugeschnittenem Fahrzeug, das für den nördlichen Einsatzabschnitt der Stadt vorgesehen ist.

Es verfügt über eine Staffelkabine, in der sich die Tauchmannschaft umkleiden kann, und einen Geräteaufbau mit umfangreicher Beladung, wie Defibrillator, Taucherhelm, Gleitschlitten für Eisunfälle, Ersatzkraftstoff für das Rettungsboot, Sauerstoffflaschen für den Taucher und einen Rettungsring. Selbstverständlich ist das Einsatzfahrzeug auch mit Allradantrieb ausgestattet. Mittels Anhängerkupplung wird es gleichzeitig zum Zugfahrzeug des neuen Rettungsbootes (RTB 1) und rückt bei Unfällen auf dem Wasser immer im Gespann mit ELW, HLF, RTW und NEF im sog. Wasserrettungszug aus.

Die Idee für dieses Modell kam mir nach Durchsicht der tollen 4w-Feuerwehrmodelle, die 2008 bei der Lego Fanwelt in Köln ausgestellt waren. Dort stand ein kleines ein ähnliches Fahrzeug, jedoch als Löschfahrzeug. Meine Variante sollte von Beginn einen anderen Einsatzzweck verfolgen, und so bekam es neben dem Staffelkabinen-Geräteaufbau-Kombination einen Allradantrieb und eine Anhängerkupplung verpasst. Diverse verladene Ausrüstungsgegenstände, Teile der neuen Minifig-Sammelfigur „Taucher“, einige Dachkästen und einen Lichtmast am Heck vervollständigen das Modell. Der kleine Reservereifen auf dem Dach des GW-W ist für den Hänger gedacht, da dieser, um das Boot zu Wasser zu lassen, in selbiges einfahren muss, und dort lauert so manch spitzer Gegenstand auf dem Grund.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x8er + 2x2er 2x2er Anhängerkupplung)