TLF 30/50 4.0

Alte und neue Generation

Im Zuge der stetigen Modernisierung des Fahrzeugparks konnte die Branddirektion Farnheim zwei weitere Fahrzeuge des bereits etablierten TLF 30/50-SL beschaffen. Eines steht von nun an auf der neuen FW 6 im Dienst. Das zweite wurde aufgrund eines aktualisierten Bedarfsplans infolge des Dürresommers 2018 beschafft und wird als Springer-, Reserve- und Ausbildungsfahrzeug genutzt und ersetzt das alte TLF 24/48 der FRW 5 (F15 – Lohstedt), welches widerum der Freiwilligen Feuerwehr überstellt wird und dort ein 22 Jahre altes TLF 16/24-Tr. ablöst.

Mit der Fertigung der Fahrzeuge wurde erneut das Unternehmen BrickFire aus Studgart betraut und, neben 5.000 Litern Wasser, 500 Liter Schaummittel und 250 kg Pulver, auch eine CAFS-Anlage (Compressed Air Foam System) verbaut. Die Pumpe leistet 3.000 L/Min. bei 10 bar. Aufgrund des taktischen Einsatzzwecks im Gelände verfügt das Fahrzeug in der neuen Generation über Portalachsen, Allradantrieb und Singlebereifung. Um genügend Leistungsreserven insbesondere im Gelände zu haben, entschied sich die Abteilung Technik für eine stärkere Basis-Motorisierung mit 324 kW (440 PS). Da es auch als Waldbrandlöschfahrzeug eingesetzt wird, ist es auch für den „Pump and Roll“-Betrieb, also das Löschen während der Fahrt, geeignet.

Die beiden neuen TLFs

Die Verbreiterungsumbauten gehen auch bei den etablierten Modellen weiter. Nun habe ich den seit Herbst 2014 im Bestand stehenden Tanklöschfahrzeugen eine Aufwertung in einer Aufbauverbreitung spendiert. Ich war versucht, die existente Silhouette weitestgehend zu erhalten. Was vielleicht nur ansatzweise gelang. Was aber nicht schlimm ist, denn zugunsten neuer Ausgestaltungsmöglichkeiten wuchs der Aufbau nicht nur in der Breite um eine, sondern auch in der Länge um zwei weitere Noppen. So habe ich am Heck einen funktionalen Pumpenstand realisiert, dessen Geräteraumverschluss nun bündig mit dem Fahrzeugheck abschließt. Gleichzeitig erhielt das Modell etliche neue Details, wie seitliche Abgänge, ein paar sichtbare Chassisanbauteile sowie einen Lichtmast. Bis auf die Drehleiter, vor dessen Umbau auf 5w ich mich noch ein wenig scheue, sind nun alle betreffenden Fahrzeuge im aktuellen Löschzug (nach AAO) an das neue Größenverhältnis angepasst.

TLF 30/50-SL 3.0

Da sich dieser Fahrzeugtyp in der Einsatzpraxis in der Vergangenheit sehr bewährte, beschaffte die Abteilung Technik bei zwei baugleiche Neufahrzeuge, als Ersatz für zwei 18 Jahre alte Tanklöschfahrzeuge. Diese werden dem Dienst der freiwilligen Feuerwehr überstellt, die dort ihrerseits ältere Typen ablösen. Die neuen TLFs werden ab kommenden Monat jeweils im ersten Löschzug der Wachen 1 und 3 im Einsatz stehen.

Die Neufahrzeuge entsprechen weitestgehend dem Erprobungsfahrzeug. Jedoch wählte man für eine bessere Fahrergonomie (besonders bei Alarmfahrten) und optimalere Gewichtsverteilung ein etwas längeres Fahrgestell mit einer einhergehenden höheren Nutzlast, was dem Aufbau insgesamt mehr Raum gibt. Sowohl die feuerlöschtechnischen Spezifizierungen als auch die Motorisierung blieben hingegen unverändert, jedoch erhielt die Kabine das mittlerweile bei der Marke eingeführte Facelift. Lediglich eine CAFS-Anlage ist fortan ebenso mit an Bord.

In diesem Artikel schrob ich bereits, dass ich über eine Fahrgestellverlängerung nachdachte, den Eingriff aber scheute. Bis heute. Und so bekam es endlich die Länge, die es benötigte, um im Profil nun die richtigen Proportionen zu erhalten. Zeitgleich veränderte ich den Dachwerfer und fügte einige Details, wie den Aufstieg am Fahrerhaus, hinzu.

Die größte Veränderung erhielt allerdings die Fahrzeugfront. Da es sich um Neufahrzeuge handeln sollte, bekamen sie folglich auch eine neue Optik verpasst, was, wie oben beschrieben, einem Facelift und keinen anderen Fahrzeugmarke gleichkommen soll.

Und da ich nun einmal dabei war, konnte ich gleich einen weiteren Zwilling davon bauen. Wohl wissend einmal genügend Fahrzeuge gleichen Typs für ein mögliches Großbrand-Szenario in Petto zu haben.

Fahrgestellbasislänge: Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen  (2x8er Bracket, 2x4er und 2x2er er Platte, 1×2 auf 1x4er Bracket)

 

Zugkombinationen – Teil 1

Jede Feuerwehr Deutschlands beschreibt in der Alarm- und Ausrückeordnung (kurz AAO), in welcher Art und Weise sie auf Alarmierungen reagiert. In der AAO für die Berufsfeuerwehr Farnheim ist festgelegt, dass im Falle eine Strukturbrandes, oder auch einer unklaren Rauchmeldung ein kompletter Löschzug ausrückt. Dieser besteht IMMER aus einem Einsatzleitwagen (ELW), mind. einem Löschfahrzeug (HLF), einer Drehleiter, einem Rettungswagen (RTW) für evtl. notfallmedizinische Maßnahmen bei der eigenen Mannschaft, sowie einem weiteren HLF oder in ländlicheren oder industriell geprägten Gebieten mit einem Tanklöschfahrzeug (kurz TLF). In einer Personalstärke von bis zu acht Minifiguren.

Die Feuerwehr hatte erst vor wenigen Jahren das Löschzugprinzip zwar abgeschafft, doch aufgrund der Einsatzszenarien in den vergangen Monaten und der daraus hervorgegangenen Ergebnisse, z. B. Erkenntnisse für das Alarmierungsschema, der Ausrückezeiten und der Koordination der eingesetzten Kräfte vor Ort, entschied die Branddirektion, seit dem 01. Juli 2012 wieder zurück zum bewährten Ausrückeordnung zurückzukehren.

Bebildert sieht also demnach eine aktueller (städtischer) Löschzug wie folgt aus (Zum vergrößern auf die Bilder klicken):

LLZ02

Der industriell/ländlich geprägte Löschzug setzt sich aus folgenden Fahrzeugen zusammen:

LLZ03

Welche allerdings auch mit wechselseitig mit Sonderfahrzuegen angereichert werden können:

LLZ05

LLZ04

Weitere Kombinationen folgen.

TLF 30/50-SL 2.0

Die jeweiligen erstausrückenden Tanklöschfahrzeuge des obengenannten Typs erhielten im Rahmen der Einsatzwertsteigerung ein wichtiges Detail spendiert. Dadurch, dass der Gerätewagen zur Einsatzstellenabsicherung nicht mehr im Dienst ist, entfällt die Sicherungsaufgabe auf das letzte Großfahrzeug im Löschzug, dem TLF. Zu diesem Zweck wurde nachträglich eine neue, rückwärtige Verkehrswarnanlage installiert, die besonders auf Autobahnen und hochfrequentierten Stadtstraßen zum Einsatz kommt.

Das nächste Modell, das ich einer Überarbeitung unterzog. Neben der oben geschriebenen Warntafel wurde auch die Frontpartie etwas aufgehübscht. Zum Vergleich: so sah das Modell bislang aus. In der direkten Gegenüberstellung mit neuen HLF wirkt mir dieses Fahrzeug silhouettenmäßig jedoch nun eigentlich zu kurz – eigentlich. Ich scheute aber bislang (noch) die Verlängerung des Radstands um mind. eine Noppe. Mal schauen, was noch kommt…

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen  (2x8er Bracket + 2x2er Winkelplatte + 1×2 auf 1x4er Winkelplatte)

TLF 30/50-SL

Seit kurzem steht im Fahrzeugpark der BF das neue TLF 30/50-SL. Zwar ist dieses Fahrzeug in den täglichen Brandschutz als Fahrzeug des ersten Abmarschs integriert, dennoch ist es ein „Prototyp“. Verläuft diese Phase für die Wehrmänner positiv, werden die bisherigen Tanklöschfahrzeuge gemäß ihres Beschaffungsturnus künftig durch diese leistungsstarken TLFs ersetzt. In dieser Erprobungsphase sollen die Vor- und Nachteile hinsichtlich der Flexibilität und Einsetzbarkeit, Fahr- und Löschverhalten durch größeren Löschmittelvorrat, leistungsfähigerer Pumpe und Werfer, sowie die Handhabung der feuerwehrtechnischen Beladung abgewogen werden, sowie auf die speziellen Wünsche und Anforderungen der Feuerwehrleute eingegangen werden.

Das Fahrzeug bietet permanenten Allradantrieb und hat für die Brandbekämpfung oder Wasserförderung, bzw. -transport über weite Distanzen eine leistungsfähigere Feuerlöschkreiselpumpe von 3.000 L/Min. bei 10 bar, statt der gewöhnlichen 2.400 L/Min. bei 8 bar, sowie 5.000 L Wasser, 500 L AFFF Schaummittel und einen entnehmbaren 250 kg Pulverkessel samt Schnellangriff an Bord.

Das Modell ist ein weiteres Drauflos-gebaut-MOC. Optisch lehnt es sich an die bekannte „Familiengesicht“-Typen an, wobei die Scheinwerfer ein leichtes „Facelift“ erhielten. Der Aufbau ist bewusst flach gehalten, um den Charakter eines Waldbrandlöschfahrzeuges samt hoher Geländegängigkeit zu unterstreichen. Kleine, tief positionierte seitliche Gerätekästen, sowie eine heckseitig verbaute Schnellangriffseinrichtung hinter einer schwenkbare Klappe und einen dreh- und neigbaren Dachwerfer vervollständigen den Bau.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen  (2x8er Bracket, 2x2er Winkelplatte, 1×2 auf 1x4er Winkelplatte)