TLF-W 3500 Typ N

Das Land Niedersachsen verfügt über insgesamt 1,2 Millionen ha Waldflächen, wovon die Kiefer mit 29 % mit Abstand den größten Bewaldungsanteil ausmacht. Die Kiefer gilt allerdings gemeinhin als die feuergefährlichste aller Baumarten. Sie war mit eine Ursache für die verheerende Waldbrandkatastrophe von 1975. Zwar vergingen seitdem viele trockenheiße Sommer, doch erneut große Schadenereignisse blieben bislang zum Glück aus. Das hat im wesentlichen auch mit der sich stetig verbessernden Ausstattung der Feuerwehren zu tun. Zum Vergleich: Verfügten die Feuerwehren im Regierungsbezirk Lüneburg im Katastrophenjahr 1975 nur über knapp 160 Tanklöschfahrzeuge, so konnten die Kräfte im Jahr 2000 auf fast 400 wasserführende Fahrzeuge zurückgreifen.

The german state of Lower Saxony has a total of 1.2 million hectares of forests, of which pine accounts by far the largest proportion of 29%. However, the pine is commonly considered the most flammable of all tree species. It was one of the causes of the devastating forest fire disaster of 1975. Although many dry-hot summers have passed since then, fortunately without incidents getting this huge again. This has essentially to do with the steadily improving equipment of fire brigades. For comparison in the disaster year of 1975, the fire brigades in the administrative district of Lüneburg only had almost 160 tank fire engines, so in 2000 the forces had access to almost 400 tanker trucks, pumpers and engines.

Nichtsdestoweniger entwickelte die Branddirektion Farnheim in enger Zusammenarbeit mit Feuerwehren im Regierungsbezirk Lüneburg einen völlig neuen Fahrzeugtyp. Jetzt, zum trockenheißen Sommer 2018 mitsamt großer Dürre und höchster Waldbrandeinstufung, stellte die Feuerwehr Farnheim das Löschfahrzeugkonzept der Öffentlichkeit vor. Es hört auf den Namen TLF-W 3500 Typ N, wobei der letzte Buchstabe auf Bundesland Niedersachsen hinweist.

Nevertheless, the fire department Farnheim in close cooperation with fire departments in the district of Lüneburg developed a completely new type of vehicle. Now, during the dry, hot summer of 2018, along with a great drought and the highest forest fire rating, the Farnheim fire brigade presented the fire truck concept to the public. It is named TLF-W 3500 Type N, with the last letter referring to Lower Saxony (Niedersachsen).

Zunächst fällt die kompakte Bauweise ins Auge. Portalachsen mit Ackerschlepperbereifung bescheinigen dem Fahrzeuge eine exzellente Geländegängigkeit. Aufgebaut wurde das Fahrzeug vom Brickbacher Unternehmen Firetec auf einem UniMoc A560UF. Der 6-Zylinder-Turbodiesel leistet 224 PS. Im Aufbau finden neben typischem Arbeitsgerät wie Feuerpatschen, Motorsägen zur freiflächigen Brandbekämpfung auch 3.000 L Wasser und 500 L Class-A-Schaummittel nebst einer FPN 10-2000 mit Druckluftschaumanlage für ein CAFS (Compressed Air Foam System) Platz. Der Dachwerfer FT10 ist fernsteuerbar. Eine spezielle Wärmereschutzummantelung und eine Selbstschutzanlage jeweils vor den Achsen (in Fahrtrichtung gesehen) verleihen dem Fahrzeug gute Widerstandsfähigkeiten selbst an sehr nahegelegenen Brandherden.

The compact design is striking. Portal axles with field tractors tires give the vehicle an excellent off-road capability. The vehicle was built by the Brickbach Firetec company on a UniMoc A560UF. The 6-cylinder turbo diesel delieveres 224 hp. In addition to typical equipment such as fire-spades, chainsaws for open-plan firefighting, 3,000 L of water and 500 L Class A foam and FPN 10-2000 pump with compressed air foam system are also included. The roof cannon FT10 is remotely controllable. A special heat protection jacket and a self-protection system each in front of the axles (seen in the direction of travel) give the vehicle good resistance even at very close fire pits.
Typ: Steiner Fahrzeugwerke SFW UniMoc A560F
Motor: 6-Zylinder-Turbodiesel mit Retarder,10-Gang-Getriebe mit Sperrdifferenzial und Allradantrieb
Leistung: 165 kW (224 PS)
Wattiefe:  1.150 mm
Löschwasser: 3.500 L
Schaummittel: 500 L
Feuerlöschkreiselpumpe: 2.000 L/Min. bei 10 bar
Dachwerfer: 1.000 L/Min. bei 50 Metern Wurfweite
Selbstschutzanlage: 6 Düsen (4 vor der Vorderachse, 2 vor der Hinterachse)
Sonstiges: Seilwinde, 2 LED-Suchscheinwerfer 120 W

Der extreme Sommer und die damit einhergehenden zahllosen Feld-, Wald- und Wiesenbrände in der gesamten Republik waren Ideengeber für ein solches Fahrzeug. Da auch Farnheims Süden über ausgedehnte Felder und Waldbestände verfügt, lag es natürlich nahe, ein entsprechendes Löschfahrzeug in Dienst zu stellen. Das Fahrgestell stammt vom ehemaligen TRU-Laster, der nun in die ewigen Teilegründe eingegangen ist. Wie immer erfuhren Kabine und Aufbau zahlreiche Modifizierungen während Enstehungsprozesses. Ursprünglich sah ich für den Aufbau ein großes Gerätefach hinter der Kabine vor. Allerdings verwarf ich diese Idee schnell wieder, weil es aufgrund seiner Größe nicht so recht zum Rest des Modells passte. Und so blieb ich bei den klassischen Cupboards. Der weitere Aufbau stellt keine nennenswertem bautechnischen Herausforderungen dar. Die Motorhaube erhielt durch die Nutzung von „Käseecken“ und dem bedruckten 2x2er Dachstein eine unterschiedliche Schrägung, die wie eine typische Blechfalzung wirkt. Lediglich die Ausgestaltung an Details – das Gegreeble, wie Cran sagen würde – machen das recht massive MOC ein wenig filigraner. So legte ich erneut großen Wert auf die Darstellung eines Antriebsstrangs samt Anbauteilen, wie Tank, Auspuff oder Schlauchabgänge. Erwähnenswert ist sicherlich noch die Bereifung. Hier wurden für die hochbeinige Erscheinung erneut zwei verschiedene Reifenarten übereinandergeschoben. Und jetzt erwartet das Modell seine Feuertaufe auf der nächsten Ausstellung. Es ersetzt das putzige TLF 10/20.

The extreme summer and the accompanying countless field, forest and meadow fires in the entire Republic were the inspiration for such a vehicle. Since Farnheim’s south areas also has extensive fields and forest stands, it was natural to putsuch an apparatus into service. The chassis comes from the former TRU truck, which has now been gone for good. As always, cabin and construction experienced numerous modifications during the initialization process. Originally I planned for the construction of a large equipment compartment behind the cabin. However, I quickly rejected this idea because it did not quite fit the rest of the model because of its size. And so I stayed with the classic cupboards. The further construction does not represent any appreciable structural engineering challenges. The bonnet was given a different bevel through the use of „cheese corners“ and the printed 2×2 tile, which looks like a typical sheet metal folder. Only the design of details – the counterpart, as Cran would say – make the quite massive MOC a little more delicate. So I put great emphasis again on the presentation of a drive train including attachments, such as tank, exhaust or hose outlets. The tires arew Worth mentioning. Here again two different kinds of tires were pushed over one another for the high-legged appearance. And now the model awaits its baptism of fire at the next exhibition. It replaces the cute TLF 10/20.

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TLF 4000

Das Fahrzeug mitsamt seiner kompletten Beladung

Die Abteilung Technik beschaffte als Ersatz für ein altes TLF 24/48 aus dem Jahr 1999 ein neues TLF 4000. Die europaweite Ausschreibung konnte die Klotzbacher Feuerlöschgerätefabrik für sich entscheiden. Ein lukrativer Job, denn das Baulos sieht die Neubeschaffung von insgesamt 5 Fahrzeugen dieses Typs bis 2020 vor. Diesem Fahrzeug wurde nach ausdrücklichen Wunsch u. a.  mit einem Lichtmast ausgestattet. Aufgrund seiner speziellen Farnheimer Zusatzbeladung mit Generator, Motorsäge, Trennschleifer kann es auch für kleine technische Hilfeleistungen eingesetzt werden. Das erste Fahrzeug seiner Art wird zunächst auf der Feuerwache 3 (F13), der sog. „Hafenwache“ im Westerwede stationiert.

Eigentlich ist dieses Modell lediglich ein gründliches „Make over“ des alten TLF 24/48-SL dessen Proportionen mir nie recht passen wollten. Und so nahm ich nach 2009 und 2013 nun dritte Evolutionsstufe in Angriff. Das Modell wurde umfangreich renoviert. Es bekam eine neue Kabine und einen angepassten Aufbau spendiert, bei ich den heckseiten verbauten Schnellangriff aufgab und ihn in den vorderen Teil des Fahrzeuginneren verlegte. Auch den Dachwerfer konstruierte ich komplett neu und schmückte das Modell mit allerei zusätzlichen Details aus. Dazu zählen neben Gerätekästen zwischen den Achsen, eine neue, größere Bereifung, eine Heckwarneinrichtung detaillierte Wasser- und Schaumabgänge, sowie eine optimerte „Blaulichtanlage“.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x10er + 2x2er Platte + 1x4er Bracket)

TLF 3000-W

Über 40 Jahre ist es nun her, dass die Bundesrepublik in Niedersachsen von den verheerendsten Waldbränden ihrer Geschichte heimgesucht wurde. Wie in der und um die Lündeburger Heide herum findet man auch in Farnheim, vor allen in den südlichen Stadtteilen, großzügig bewaldete Gebiete vor. Jedes Jahr in den Sommermonaten rückt daher die Feuerwehr auch zu zahlreichen Brandeinsätzen aus, um Flur-, Wald- und Wiesenbrände zu löschen. Die vorherrschende Topografie machte eine Sonderbeschaffung notwendig. In mittlerweile vierter Generation beschaffte die Feuerwehr für die freiwilligen Unterstützer jüngst ein sog. TLF 3000-W. Ausgestattet mit Allradantrieb mit Singlebereifung, einer Bodensprühanlage für den Eigenschutz und einer CAFS-Anlage (Compressed Air Foam System). Mit seiner Hilfe bleibt das Schaummittel bis zu einer halben Stunde an allem haften und benetzt es sehr nachhaltig. Zudem unterscheiden Astabweiser dieses Fahrzeug von ähnlichen Fahrzeugen dieses Typs.

Mein bisheriges Löschzug-TLF, das TLF 24/48-SL bekommt tatsächlich ernstzunehmende Konkurrenz. Ich beschäftige mich seit längerem mit dem Gedanken, dieses Fahrzeug etwas zu überarbeiten. Bislang wusste ich allerdings noch nicht wie. Mit diesem Neubau könnte es allerdings nun etwas im Fahrzeugpark geben, von dem ich mir vorstellen kann, noch ein paar weitere Fahrzeuge zu bauen. Für wegen einheitlichem Fuhrpark und so. Dann aber ohne Waldbrand-Brimborium und etwa zwei Noppen länger für ein TLF 4000.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x10er + 2x2er Platte)

Einsatz der Feuerwehr Farnheim beim 4. Berliner SteineWAHN

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Am Sonntag, den 06.09.2015 gegen 14:27 Uhr kam es für die Feuerwehr Farnheim beim 4. Steinwahn zu einem ungewöhlichen Einsatz. In der Zentrale liefen zu der Zeit mehrere Notrufe von Passanten auf, in dem sie von einer offenbar hilflosen Person auf dem Dach des Funkturmrestaurants berichteten. Kaum waren die unverzüglich alarmierten ersten Rettungskräfte vor Ort, um sich ein Bild von der Situation zu machen, konnten die Meldungen bestätigt werden.

Innerhalb kürzester Zeit trafen, neben einem kompletten Löschzug, einem MLF (zur personellen Unterstützung) und einem KEF, auch die Höhenretter der Feuerwehr am Einsatzort ein. Wie sich herausstellte, war bedauerlicherweise der Aufzug defekt, und so musste der Höhenunterschied mitsamt der kompletten Ausrüstung über die Außentreppe überwunden werden.

Oben angekommen wurden entsprechende rettungsdienstliche Maßnahmen ergriffen und den verwirrten Patienten beruhigt, betreut und transportfähig gemacht. Da sich aufgrund der vorherrschenden starken Winde mit Böen von rund 70 km/h kein Abseilen vom Restaurantdach empfahl, musste folglich der Patient auf der Trage liegend erneut die Außentreppe hinab transportiert werden. Der mühsame und schweißtreibende Abstieg war nach einigen Anstrengungen, aufgrund der baulichen Enge, schließlich erfolgt, und der Patient konnte anschließend dem Krankenhaus zugeführt werden. Somit rückten nach den Aufräumarbeiten auch die restlichen Kräfte wieder ein.

Einsatzdauer: 19 Minuten

Personalstärke: 9 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 01-ELW-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 01-FLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 24/48-SL-1 (Florian Farnheim 01-TLF-1)
Mittleres Löschfahrzeug MLF-1 (Florian Farnheim 01-MLF-1)
Kleineinsatzfahrzeug KEF 2-1 (Florian Farnheim 02-KEF-1)
Gerätewagen-Höhenretter GW-H (Florian Farnheim 03-GW-H-1)
Drehleiter DLK 23/12 (Florian Farnheim 01-DLK-1)
RTW 37 (Florian Farnheim 01-RTW-3)
NEF 3 (Florian Farnheim 01-NEF-3)

Abschließend sei 1000steine-Mitglied Nico alias Gummibär herzlich für die Erlaubnis zur Inszenierung und den damit verbundenen Spaß mit und auf seinem Modell gedankt.

Einsatz der Feuerwehr Farnheim bei ABSolut Steinchen 2015

Als hätte die Feuerwehr Farnheim auf der Ausstellung ABSolut Steinchen nicht schon alle Hände voll zu tun die Sicherheit zu gewährleisten, kam es überdies zu einem ziemlich schweißtreibenden Großeinsatz.

Am frühen samstäglichen Nachmittag wurde die Feuerwehr zu einem ausgedehnten Feuer auf Meisterschnorrer’s MoRaSt-Modul gerufen. Zahlreiche Augenzeugen berichteten der Leitstelle von einer großen Feuerwalze infolge brennenden Baum- und Buschwerks in der Nähe des Skate Parks am Rocky Lake. Die Feuerwehr setzte sich umgehend mit einem kompletten Löschzug in Bewegung. Bereits auf der Anfahrt war der entfernte Feuerschein zu erkennen, und so wurde der Einsatz sogleich auf die Stufe „FEU3“ erhöht. Dass bedeutete, dass neben weiteren Kräften der Berufsfeuerwehr auch die Freiwillige Wehr alarmiert wurde. Auch ein GTLF und die Hochleistungspumpe „Hytrans Fire System“ wurde zum Einsatzort bestellt.

Vor Ort brannten mehrere Bäume in voller Ausdehnung. Um dem großen Flammenschein her zu werden, wurde vorsorglich auch der Lösch- und Hilfeleistungszug in Bewegung gesetzt. Während die Freiwillige Feuerwehr mit der Löschwasserversorgung betraut wurde, kümmerten sich die Berufswehrleute um die Bekämpfung des Feuers mithilfe eines massiven Wasserwerfereinsatzes.

Die Polizei konnte noch am Einsatzort einen männlichen Verdächtigen mit nicht unwesentlichen Mengen brennbarer Substanzen festnehmen. So wie sich die Situation derweil darstellt, wurde das Feuer offenbar mutwillig gelegt. Durch die anhaltene Trockenheit brannte das umliegende Geäst schnell lichterloh und drohte sich rasch auszubreiten. Nur durch den massiven Einsatz großer Wassermengen, gefördert aus dem nahen See, konnte eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden. Der Feuerwehr gelang es anschließend schnell den Brand unter Kontrolle zu bringen. Gegen 14:10 Uhr rückten schließlich die ersten Einheiten wieder ein. Ein Brandwache, bestehend aus einem FLF (Farnheimer Löschfahrzeug) wurde sicherheitshalber eingerichtet und letzte Glutnester konnten erfolgreich abgelöscht werden.

Am Rande des Einsatz kam es zudem zu einem weiteren, einem notfalldienstlichen Rettungseinsatz für die Besatzungen von RTW und NEF. Infolge der Ablenkung durch das Feuer war einer der Jugendlichen auf dem Skate Park derart schwer gestürzt, dass er mit mehreren Knochenbrüchen ins nahegelegene Krankenhaus auf sorn’s MoRaSt-Modul eingeliefert wurde.

Einsatzdauer: 22 Minuten

Personalstärke: 19 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 01-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 02-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW 2-1 (Florian Farnhem 01-ELW-2)
Einsatzfahrzeug des Wachabteilungsleiter WAL (Florian Farnheim 01-KdoW-2)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-5 (Florian Farnheim 01-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-2 (Florian Farnheim 02-FLF-2)
Löschgruppenfahrzeug LF20-KatS-4 (Florian Farnheim 04-LF-KatS-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 24/48-SL-1 (Florian Farnheim 01-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50-SL-3 (Florian Farnheim 02-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50-SL-2 (Florian Farnheim 05-TLF-1)
WLF 4 mit AB HFS (Florian Farnheim 05-WLF-2)
Großtanklöschfahrzeug GTLF 10 (Florian Farnheim 05-GTLF-1)
Drehleiter DLK 23/12 (Florian Farnheim 01-DLK-1)
RTW 36 (Florian Farnheim 01-RTW-2)
NEF 5 (Florian Farnheim 01-NEF-3)
Lösch- und Hilfeleistungszug (Florian Farnheim 05-MoRaSt-1)

Abschließend sei 1000steine-Mitglied René alias Meisterschnorrer herzlich für die Erlaubnis zur Inszenierung und den damit verbundenen Spaß auf seinem Modul gedankt.

Einsatz der Feuerwehr Farnheim auf der Fanwelt 2014

Am Sonntag, den 23. November kam es zu einer Verkettung unglücklicher Ereignisse auf dem Diorama von Thomas52xxx. Dort war es zu einem folgenschweren Unfall mit Gefahrstoffen gekommen. Ein Paketzustellerfahrzeug war aufgrund erhöhter Unachtsamkeit seitlich in einen Tankzug gerast und hatte diesen zum Umsturz gebracht. Da dieser Verkehrsraum zum Zeitpunkt des Unfalls sehr stark frequentiert war, und sich der Zwischenfall überdies in unmittelbarer Nähe einer Tankstelle (zu der der Tanklaster unterwegs war) ereignete, musste schnell und massiv gehandelt werden.

Um 15:46 Uhr liefen zahlreiche Notrufe bei der Feuerwehr auf. Aufgrund der geschilderten Situation alarmierten die Disponenten der Leitstelle umgehend einen erweiterten Löschzug samt entsprechender Rettungsmittel (NEF, Leitender Notarzt) zur Einsatzstelle, da akute Explosionsgefahr vorherrschte. Zur Sicherheit, aufgrund der Brisanz zum anliegenden Tankstellengelände, erbat die Feuerwehr Farnheim bei der Flughafenfeuerwehr und der Werkfeuerwehr Jade Öl AG um personelle wie materielle Unterstützung. Diese beorderten unverzüglich zwei Flugfeldlöschfahrzeuge und einen Schaumtankzug zur Einsatzstelle.

Rasch konnte mit der Versorgung der glücklicherweise nur leicht verletzten Fahrern der Unglücksfahrzeuge begonnen werden, während sich die Feuerwehr für den Fall einer Entzündung mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Löschmitteln in Bereitstellung begab.

Nachdem man die auslaufenden Betriebsmittel abstreute, konnte mit dem Abpumpen des Kraftstoffes aus den Tanks des umgestürzten Tanklasters begonnen werden. Glücklicherweise hielt der Tank den einwirkenden Kräften beim Unglück stand und blieb dicht.

Die im Bereitstellungsraum stehenden GFLFs und der Schaumtankzug mussten nicht eingreifen und konnten daher zeitig wieder einrücken.

Schließlich war auch für die Kräfte der Berufsfeuerwehr um 17:06 Uhr der Fototermin der Einsatz beendet.

Ob erhöhte Geschwindigkeit, Übermüdung oder sonstige halluzinogene Stoffe beim Fahrer des Zustellerfahrzeugs zum Unglück führte, werden die abschließenden Ermittlungen der Polizei zeigen.

Einsatzdauer: 15 Min.

Eingesetzte Personalstärke: 16 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 01-ELW-01)
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 02-ELW-01)
Einsatzfahrzeug des Wachabteilungsleiter WAL (Florian Farnheim 01-KdoW-2)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-5 (Florian Farnheim 01-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-2 (Florian Farnheim 02-FLF-2)
Tanklöschfahrzeug TLF 24/48-SL-1 (Florian Farnheim 01-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50-SL-3 (Florian Farnheim 02-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50-SL-2 (Florian Farnheim 05-TLF-1)
Großtanklöschfahrzeug GTLF 10 (Florian Farnheim 05-GTLF-1)
Drehleiter DLK 23/12 (Florian Farnheim 02-DLK-1)
Schaumtankfahrzeug STF 5000-1 (Florian Farnheim 04-STF-1)
Gerätewagen GW-Licht (Florian Farnheim 05-GW-Licht-2)

sowie:
Flugfeldlöschfahrzeug Crash 31 (Florian FAirport Crash 1-31)
Flugfeldlöschfahrzeug Crash 32 (Florian FAirport Crash 1-32)
Schaumtankzug (Florian Jade Öl 01-TZ-1)

An dieser Stelle möchte ich 1000steine-Mitglied Thomas52xxx herzlich dafür danken, dass die Feuerwehr Farnheim auf seinem Diorama nach Herzenslust retten durfte.

Feuerwehren in der Schweiz – Das Ausbildungszentrum Andelfingen (1)

FWCH001Oben: Löschangriff mit zwei Schnellangriffen unter Atemschutz. Ein Mann begibt sich zum Verunfallten ins Fahrzeug. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Im Rahmen der Wyland-Mäss 2014, einer Ausstellung des lokalen Gewerbes, zeigten auch Feuerwehr, Polizei und Zivilschutz auf dem Gelände des Ausbildungszentrums Andelfingen ihr Können. Das Ausbildungszentrum AZA wurde gerade erst in 5 Jahren Arbeit für 25 Millionen Schweizer Franken (knapp 21 Mio. Euro) ausgebaut. Mit den neu gebauten Übungsgebäuden gilt das AZA nun als modernstes Ausbildungszentrum der Schweiz.

In dem kleinen Dorf innerhalb des AZA existieren neben eigenen Straßen auch ein eigenes Hydrantennetz, sowie komplett möblierte Wohnungen und Geschäfte, in denen für den Ernstfall geübt werden kann. Ernstfall meint auf diesem Gelände unter anderem Erdbeben, Geiselnahmen, Überfälle, Amokläufe, Verkehrsunfälle, Gas- und Gebäudebrände. Das Übungsgelände und die darauf befindlichen Gruppenunterkünfte, Speise- und Theorieräume stehen nicht nur Einsatzkräften aus dem Kanton Zürich, sondern auch denen aus den Kantonen Thurgau, Schaffhausen, Aargau, Basel-Stadt und dem deutschen Baden-Württemberg zur Verfügung.

FWCH002Oben: Die Römerstrasse: eine Strasse nur für Übungen. Alle drei Gebäude können in Brand gesetzt werden, ohne dass sie direkt Schaden nehmen. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Zu den Übungsgebäuden gehören mehrere dreistöckige Wohnhäuser, eine Tankstelle mit Shop, eine Tiefgarage und ein Stahlbau für Gasbrände. Des weiteren gibt es auf dem Gelände einen selbstgebauten Flash-Over Container, in dem die gefährliche Vermischung von Rauchgas und Sauerstoff simuliert werden kann. Befeuert werden diese Anlagen mit Gas, extra hergestellten Holzpaletten und Stroh für den sehr dunklen und undurchdringbaren Rauch. Der dabei entstehende, teils hochgiftige Rauch kann unterirdisch zu einer hochmodernen Rauchgaswaschanlage geleitet und gereinigt werden. Mit Wasser versorgt wird das Gelände über eine 200 mm dicke Wasserleitung und gleich drei Hochdruckpumpen, die dafür sorgen, dass an jedem Hydrant genügend Wasserdruck herrscht. Unter einem der Brandhäuser befindet sich auch eine normale Tiefgarage, in der die Fahrzeuge des Zivilschutzes untergebracht sind.

Während den drei Tagen der Messe vollführten Polizeihunde, Zivilschutz, Jugend-, Orts- und Stützpunktfeuerwehr Einsatzübungen. Im Einsatz waren neben dutzenden Helfern auch ebenso viele Mannschafts- und Gerätewagen des Zivilschutzes (vergleichbar mit dem THW) in Form von VW und Renault Transportern. Die Polizei rückte mit zwei BMW, Auto und Motorrad, sowie einem zivilen Diensthundekraftwagen an. Der Schweizer Armeezulieferer MOWAG zeigte einen Duro IIIP 6×6 GMTF mit Vollpanzerung und 12,7 mm Maschinengewehr.

Doch die meisten Besucher zog die Freiwillige Feuerwehr Andelfingen mit ihrer kleinen Ausstellung und den Einsatzdemos an. Zu sehen waren eine Drehleiter auf einem zweiachsigen Renault Fahrgestell, ein TLF auf Iveco Cursor 4×4 und der neue First Responder. Der auf einem Ford Galaxy aufgebaute First Responder ist ausgestattet mit sämtlichen Einsatzunterlagen für den leitenden Offizier, einem Defibrillator, einem Beatmungsgerät und zwei Rettungsrucksäcken. Das von der Stützpunktfeuerwehr Opfikon übernommene, 11 Jahre alte, Fahrzeug verkürzt die Einsatzzeit im Falle eines Herz-Kreislauf-Notfalls von 15 auf lediglich 5 Minuten. Zum Fuhrpark des AZA gehören zusätzlich zur Drehleiter noch ein Mercedes TLF, ein ausgedienter KdoW, sowie einige MTW und Gerätewagen, die allerdings nicht mehr außerhalb des Geländes zum Einsatz kommen.

(Zu Teil 2 des Artikels)

Weiterführende Links:

Text & Fotos: Adrian Matzinger, Schweiz