TMB 42 (Teleskopmastbühne)

Die Feuerwehr Farnheim verfügt über insgesamt 12 Hubrettungsfahrzeuge unterschiedlichster Bauart. Für besondere Aufgaben kommt allerdings diese Teleskopmastbühne mit 42 Metern Rettungshöhe zum Einsatz. Sie fungiert als Ersatzbeschaffung für den in die Jahre gekommenen Vorgänger. Erneut bekam die Red Stone Feuerlöschgerätetechnik in Ziegelbach den Zuschlag, während die Steinburger Fahrzeugwerke den mit einem höhenreduzierten Fahrerhaus den passend motorisierten Untersatz lieferten, der überdies mit einer Hinterachszusatzlenkung versehen ist. Wie auch schon der Vorgänger wird dieser Teleskopmast an der „Technik- und Umweltwache“ F14 in Farmsen stationiert.

Nach rund sieben Jahren wollte ich den Vorgänger nun einer größeren Modernisierung unterziehen. Denn auch er war noch nicht dem neuen 4/5 Noppen breiten Baustandard angepasst. Und wie das bei solchen (Um-)Bauprojekten so ist, konnte schon bald von Modernisierung allein nicht mehr die Rede sein. Zwar behielt ich einige Details insbesondere bei Hubarm und Korb bei; jedoch wurde aus dem Rest des Fahrzeugs ein kompletter Neubau. Als grobe Orientierung diente mir dazu ein Vorbild aus oder besser für Tschechien. Was mich, auch nach Abschluss der Bauarbeiten, noch immer stört (und das störte mich auch schon beim Vorgänger) ist, dass das Gelenk hinter dem Hubarm über keine Arretierung verfügt, d. h. der vollausgefahrene Zustand lässt sich augenblicklich leider (noch) nicht darstellen. Ansonsten ist die HZL, also hintere Zusatzlenkung, nicht bloße Theorie – die Steckachsplatte lässt sich tatsächlich drehen.

Teleskopmastbühne (TMB 42)

Die Abteilung Technik beschaffte kürzlich ein neues Hubrettungsfahrzeug. Die neue Teleskopmastbühne ist nun die gewünschte Ergänzung zu den 30 Meter Drehleitern und gleichzeitig der Ersatz für die testweise übernommene DLA (K) 42, die nun zurück an den Aufbauhersteller geht. Die Hubrettungsbühne verfügt über eine max. Rettungshöhe von 42m. Der Korb bietet zwei Minifigs ausreichend Platz. Ihr Einsatzgebiet sind neben Personenrettungen aus großen und unzugänglichen Höhen (und Tiefen) auch die unterstützende Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung. Somit steht auch der Berufsfeuerwehr Farnheim ein in Deutschland bei vielen Feuerwehren sehr beliebtes Hubrettungsfahrzeug zur Verfügung. Nach einer europaweiten Ausschreibung erhielt die Red Stone Feuerlöschgerätetechnik in Ziegelbach den Zuschlag, während die Steinburger Fahrzeugwerke den passend motorisierten Untersatz lieferten.

Ein solches Fahrzeug schwebte mir schon lange vor, jedoch fehlten mir (bis zur Fanwelt 2012) entsprechende Denkanstöße und bis zum letzten Stammtischtreffen in Bünde die letzten benötigten Bauteile. Nachdem ich alles zusammen hatte, begann mit dem Bau des Mastes auf Basis eines Modells aus der Feder des damaligen Ausstellers Wolfgang Köhler. Der Korb ist eine Weiterentwicklung des Rettungskorbs der letztlich vorgestellten Drehleitern, jedoch wuchs er in der Breite und bekam ein paar zusätzliche Details, wie eine Krankentragenbefestigung sowie ein Bedienpult spendiert. Um das massive Drehgestell optisch ein zu „verkleinern“ brachte ich hierbei einen Generator und etwas Werkzeug unter. Dank des winkeligen Fahrgestells konnte ich mit SNOT-Steinen eine Abstützung realisieren, die ausfahrbar gestaltet ist, und darüber hinaus noch Platz ließ einen Aufstieg auf das Podest zu gestalten. Das Erscheinungsbild des Fahrerhauses ist bewusst ein anderes, da aufgrund der Gewichtsklasse, in der sich eine solche TMB bewegt, das sog. „Familiengesicht“ nicht glaubwürdig ausgesehen hätte. Und trotz aller Fahrzeugparkvereinheitlichungen, tut manchesmal ein wenig Abwechslung an einigen Stellen durchaus gut.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2 Stück 2x2er + 2x34er + 2×1 1/3x8er Winkelplatte)